Beiträge von Die goldene Bratwurst

    Damit wir wieder zum Thema kommen.
    Nouriel Roubini und Paul Krugman, beides US-Ökonomen, haben sich Italiens Wirtschaft genauer angeschaut.
    Sie ist bereits jetzt auf den Stand von 1994 zurückgefallen und der Euro steht und fällt mit Italien. In Griechenland herrscht Rezession, Spanien steht auf der Kippe und danach greift die Schuldenkrise nach Frankreich.


    Es wird zu Notschließungen italienischer Banken kommen, weil die Leute ihre Euros aus Angst vor der Wiederkehr der Lira abheben. Genau wie die Griechen wollen die Italiener ihr "Westgeld" behalten.
    Die drittstärkste Volkswirtschaft Europas und einst stolzes G8 Mitglied. Das war Italien.
    Ohne Rohstoffeinfuhr kann man sich nicht mal mehr eine eigene Warenproduktion zur Befriedigung der Grundbedürfnisse des Volkes leisten.


    Und das sollte immer wieder gefestigt werden, ohne Industrie gibt es keinen Wohlstand.


    Ob es um Kaugummis, Autoaufkleber oder den in der Schule zu tragenden Fetzen geht, jeder Trend benötigt einen, der ihn weckt und einen, der den Trend materialisiert und das ist der industrielle Produzent.
    Eigenständigkeit in Industriefragen gibt es aber nicht ohne den Zugang zu den Rohstoffen.


    Die meisten hier haben das begriffen.
    Der Fernseher ist materielle Produktion, gewissermaßen die Hardware.
    Ein Industrieprodukt, hergestellt aus Rohstoffen.
    Die Fernsehprogrammen sind die Software, also ein Dienstleistungsprodukt.
    Wenn die Software nichts taugt, nützt die beste Hardware nichts und so haben hier viele das Fernsehen abgeschafft. Weil sie die Programme als Beleidigung ihrer Intelligenz auffassen.


    Roubini und Krugman sehen die europäischen Mittelmeeränder auf dem Weg, Drittweltländer zu werden.
    Nicht zu verwechseln mit Entwicklungsländern. Denn um etwas zu entwickeln, bedarf es einer Mindestdeckung an Rohstoffen. Die gibt es nicht mehr im Mittelmeerraum.


    Bleibt nur noch, diese Länder finanziell auszusaugen.


    Das übernehmen die Schattenbanken und dazu zählen alle Organisationen, die sich jeder Finanzmarktregulierung entziehen können.
    Geldmarktfonds, Verbriefungen, Wertpapierleiher und Verleiher sowie Hedgefonds.
    Wenn die alles abgefressen haben, ziehen sie weiter und hinterlassen verbrannte Erde.


    Wenn Frankreich pleite ist, wer ist dann dran?
    Die Expertenregierungen werden es zu beantworten wissen.

    Wenn die Expertenregierung in Italien die Steuern auf Produktion senken und auf Verbrauch anheben will, damit sich das ausgleicht, fragt man sich nach dem Sinn.
    Die Inlandsnachfrage geht zurück, aber auf Halde wird man wohl nicht produzieren wollen.
    Das bedeutet, man muß auf Export setzen?
    Wenn aber jedes Land Exportweltmeister werden will, fragt man sich, ob Mond, Mars und Venus nicht vorher kolonisiert werden sollten?
    Abgesehen von der Frage, mit welchen Produkten Italien in die erste Liga aufrücken will.

    S&P ist der Meinung, daß Finnlands AAA-Rating unsicher sei. Die Haushaltsführung sei zwar top in Ordnung, aber die finnische Wirtschaft sei krisenanfälliger, als die einiger Nachbarländer.


    Die zufällig nicht im Euro sind, na wer hätte das gedacht?


    War es nicht Finnland, daß unlängst Sicherheiten für seine Griechenlandhilfe einfordern wollte?
    Das hat sogar die Wahlen in Finnland beeinflußt und was nun?
    Daran sieht man, daß demokratische Wahlen immer unwichtiger werden.
    Es bricht die Zeit der Übergangsregierungen an und jeder Übergang kann beliebig lange dauern.
    Bis die Verwaltung in Brüssel oder New York das Volk wieder für wahlmündig erklärt.

    Abstimmungen wird es nicht geben, eher läßt man das Volk über das Wetter abstimmen, als über profane Dinge, wie Geld.
    Oder wie es in Familien so läuft, der Mann darf über wichtige wissenschaftlich/philosophische Fragen entscheiden, ob die Erde eine Kugel oder ein Rotationsellipsoid ist.
    Die Frau entscheidet hingegen die praktischen Fragen des Lebens, wann die Waschmaschine zu erneuern ist.


    Bleibt nur übrig, sich Gedanken über die weitere Entwicklung zu machen und wie man ausweichen kann.


    Wenn die Inflation anzieht, was absehbar ist, muß man damit rechnen,daß im Konsumgüterbereich und im Investitionsgüterbereich verbreitet die Segel gestrichen werden.


    Dort werden wegen der sinkenden Massenkaufkraft deflationäre Tendenzen überwiegen.
    Konsumgüter und Investitionsgüter zur Herstellung von Konsumgütern, werden weniger nachgefragt.
    Kein Produzent ist über einen längeren Zeitraum in der Lage, unter seinen Herstellungskosten zu verkaufen.
    Die Massenkaufkraft geht in die stetig steigenden Lebenshaltungskosten für Nahrung, Wasser, Mieten und Energie.


    Damit entsteht ein wirtschaftliches Erfordernis, Produktionseinheiten näher an die Verkaufsmärkte zu bringen.
    Der spanische Opelstandort wird geschlossen und was aus den deutschen Opelstandorten wird, steht mal wieder in den Sternen.
    VW wird in Nordbrasilien eine Produktionseinheit mit einem Ausstoß von jährlich 200.000 Fahrzeugen errichten.
    Der Premiumsektor, ab Audi aufwärts, zieht nach China, Indien, Kanada, Rußland und in die Ölemirate.


    Alles Hochlohnarbeitsplätze.


    Dadurch wird es für die europäischen Kernländer immer unwahrscheinlicher, daß sie nach dem Kollaps aus eigener Kraft einen Neustart schaffen.
    Es fehlt schlicht die industrielle Masse, die man eigentlich als Daseinsvorsorge im weiteren Sinne versteht.
    Die Gesinnung der Dollarstrategen gegenüber dem Euro, kann nicht gerade als freundschaftlich bewertet werden, eher ist das Konkurrenz, die es plattzumachen gilt.
    Deshalb reiste die IWF Chefin Lagarde prinzipiell umsonst durch Asien, um für den EFSF zu werben.
    Gegen den Petrodollar den Euro zu stützen, ist sinnlos.


    Der US-amerikanische Endsieg über Europa wird immer wahrscheinlicher und das, ohne einen einzigen GI zu verheizen.



    Weiß nun jeder, was zu tun ist?

    Das ist alles richtig.
    Wenn es nach den Banken ginge, gäbe es für die Menschheit auf der Erde bald keine Stehplätze mehr.
    So wie die das Geldmengenwachstum ausdehnen wollen, brauchen die einen neuen Planeten.
    Deshalb ist es an der Zeit, den arroganten, abgehobenen Finanzsektor kräftig gesundzuschrumpfen, damit er sich wieder als Dienstleister der Realwirtschaft sieht.
    Was da so an versteckter Arbeitslosigkeit drinsteckt, nicht zu fassen.

    ChKy


    Das mit dem exponentiellen Wachstum des Fiatmoneys stellt ja solange kein ernsthaftes Problem dar, wie alle Parameter genauso mitwachsen, wie das Geld durch Zins und Zinseszins.
    Wenn man aber dem Geldmengenwachtum die Grundlagen entzieht, indem man die Deindustriealisierung forciert, muß man dem Markt in gleicher Höhe Geld entziehen.
    Das heißt, wenn kapitalintensive industrieelle Wirtschaftszweige durch arbeitsintensive Jobs im Dienstleistungsgewerbe ersetzt werden.
    Das wurde versäumt.
    Eine Ökonomie kann halt nicht permanenten Wohlstand generieren, wenn sich ihre Teilnehmer gegenseitig Versicherungen und Zeitungsabos andrehen oder wenn sich die Leute gegenseitig die Haare frisieren.
    Dabei wird ja nur Geld hin und her geschoben, ohne daß neues hinzu kommen darf.
    Arbeitsintensive Dienstleistung kann nur ein "Abfallprodukt" oder meinetwegen eine Ergänzung der kapitalintensiven Hochlohnindustrie sein, sonst wird das nichts.

    Die Hochfinanz sieht die gegenwärtige Herrschaftsform als rein taktische Variante an. Solange der Demokratiezirkus und der Wahlrummel nicht an den Grundfesten der Macht rüttelt, ist das alles genehmigt.


    Der Aufwand zum Machterhalt muß aber eine berechenbare Größe bleiben. Das bedeutet, daß auch dieser Bereich permanent nach Einsparmöglichkeiten durchkämmt werden muß.


    Vereinfachte Feindbilder helfen dabei. Auch der Abbau an zivilisatorischen Errungenschaften. Dieser Abbau zeigt sich darin, daß NATO-Eliteeinheiten dem Gaddafi erstmal in beide Beine schossen, um ihn danach den Misratamilizen zu übergeben, bei denen man sicher sein konnte, daß sie ihn lynchen würden. Das spart Prozeßkosten und irritierende Fragen vor dem Gerichtshof in Den Haag.


    Wenn die Leute der verordneten Propaganda immer widerwilliger folgen und nach alternativen Informationsmöglichkeiten Ausschau halten, wird man sich überlegen, wie man solche Quellen lahmlegen kann.


    Das heißt, wir müssen schneller als der Gegner mit all seiner medialen, militärischen, manipulativen, ablenkenden Macht sein und seinem zunehmenden Kontrollwahn und dem Drang, alles zu zensieren.


    Zur Zeit grinst sich alles eins bei der Frage, wer die Retter retten soll.
    Die sind in der Defensive, weil nicht sie das Heft in der Hand haben, auch wenn sie das glauben machen wollen.


    Die Großbanken sind ja nicht nur to big to fail, sondern zusätzlich auch noch to connect to fail.
    Das weiß ja kaum einer, wie sehr die vernetzt sind, sich gegenseitig kontrollieren und das es kaum noch einen gibt, der wirklich noch Chef in seinem Laden ist. Das macht sie alle träge.
    Damit können sie der Politik zwar noch Geschwindigkeit, Drall und Richtung verpassen, weil die alle noch lahmärschiger sind, aber gegen die Twittergeneration kommen die nicht mehr an.
    Das wäre unsere Chance.
    An die Öffentlichkeit zu gehen und ein Konzept für den Tag danach zur Diskussion zu stellen.
    Umfassend und nach Möglichkeit an alles denkend. Nicht meckernd und maulend, sondern mit klaren Inhalten und Zielen.
    So daß sich auch Michel Sixpack und Madame Seifenoper damit identifizieren können, weil sie es begreifen.
    Man muß klarmachen, daß demokratische Willensbildung nicht nur darin besteht, alle 4 Jahre im wahrsten Sinne des Wortes die Stimme abzugeben.
    Wir müssen ein neues European Recovery Programm auflegen, aber nicht von Amis Gnaden, sondern aus eigener Hand.
    Das nötige Geld wird gerade den Banken in den Rachen gestopft, aber genau dorthin gehört es nicht.
    Was hätten die Griechen mit all den Milliarden, die sie inzwischen bekommen haben, nicht alles aufbauen können, wenn die Paste nicht sofort wieder zur Tilgung abgezogen worden wäre?
    Wenn die Junta der nationalen Errettung, die man verhindert hat, ein unbefristetes Zins- und Tilgungsmoratorium verordnet hätte?
    Die Finanzmärkte wären implodiert?
    Na und, was sind denn bitte schön Finanzmärkte?
    Seit wann darf mit Geld Handel getrieben werden?
    Mit heißer Luft?
    Das kann doch kein Mensch mehr ernstnehmen, was die Bits und Bytes-Manager abziehen, um ihre Wichtigkeit zu betonen und ihre Druckposten zu behaupten.
    Kein Wunder, daß es auf Hilfeersuchen im Rahmen der G20 abwinkende Antworten von den Schwellenländern gibt.
    Wer hätte vor 10 Jahren geglaubt, daß sich Europa diesen Neureichen vor die Füße werfen muß?
    Und die Marionetten der Hochfinanz liefern Chaostage ab.
    "Der Kaiser ist nackt", so muß es durch die Straßen schallen.
    Auf "wir müssen den Euro"retten, muß es Hohngelächter geben, jedenfalls solange, wie nicht zu sehen ist, daß damit ernsthafter Wiederaufbau betrieben wird.
    Bislang hat der Euro mehr zerstört, als es jeder innereuropäische Krieg je vermocht hat.
    Strukturkrisen nicht gekannten Ausmaßes und wirtschaftliche Disproportionen, wie es sie im Comecon kaum schlimmer geben konnte.
    Weil man den Markt außer Kraft gesetzt hat und jetzt drauf und dran ist, einen unproduktiven Sektor EU-weit zu etablieren.
    Die Sozialhilfeindustrie, die Abhängigkeit reproduziert und aus mündigen Menschen Bittsteller macht. Die aus Südeuropa den Hinterhof Deutschlands und Frankreichs macht.
    So in etwa sollten wir diskutieren, aufbauend, wir wollen doch ein wegweisendes Forum sein.

    Oder man läßt die Griechen in den Bürgerkrieg abgleiten.
    Ach da konnte man leider nichts machen, bei all der unterschiedlichen Interessenlagen, die es so im Volke zu geben scheint usw.
    Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht.
    Das hat sich so in die Hirne eingebrannt, das wird eine Weile vorhalten und die Leute beschäftigen.
    Oder womit kann man das Land so weit aufbauen, daß eine florierende Wirtschaft Kredite und Zinsen locker bedienen kann?
    Und das alles in absehbarer Zeit?
    Nach dem Bürgerkrieg eine Baukonjunktur dranzuhängen bringt auch nichts.
    Die Bauklötzchen herzustellen wäre ja Produktion, aber der eigentliche Hausbau ist Verbrauch mit Wertsteigerung, mehr nicht.
    Daraus kann kein sich ständig neu reproduzierender Wohlstand entstehen.

    Silber-Lukas


    Wenn Dich Dein Geschäft mit den Bachblüten-, Handauflege- und Besprechungskünsten nicht wirklich reich machen kann, dann überleg mal, an wem es liegt?
    An Dir, weil das gesamte Instrumentarium erst nach einem umfänglichen Grundlagenstudium von ca. 300 Jahren Dauer verfügbar ist?
    Dann übe Dich ein wenig in Geduld und bemängele nicht andere, die schneller vorankommen.
    Du wärst nicht der erste, der nach der 10. Erstausbildung und nach dem 10. Erststudium dahinterkommt, was er wirklich will.
    Wer soll das alles bezahlen?
    Erst studiert man Herdenkunde (Soziologie) bis man merkt, daß damit kein Blumentopf zu gewinnen ist, wenn man nicht zu 100 % systemkonform sein will.
    Dann macht man einen auf Starkstromtechniker, meint dann aber, daß die Sicherheitsanforderungen untragbar seien, weil man damit zu schwer und zu unbeweglich wird.
    Eigentlich kann man wegen der allgemeinen Widrigkeiten des Lebens nur noch mit 20 Jahren den Rentenantrag stellen.
    Hast Du das schon gemacht?

    Zitat

    ='Performer',']Waigel gab gerade indirekt zu (23:33 Uhr): Das deutsche Gold liegt in den USA. Und er hat es von sich aus angeschnitten?! Demnächst setze ich noch den Link zur Mediathek rein.


    Völlig richtig, es ist noch dort, auch wenn amigesteuerte Medien das Gegenteil suggerieren müssen.
    Noch etwas:
    Nicht die PIIGS sollen die noch vorhandenen europäischen Goldreserven bekommen.
    Da hat die BILD-Zeitung ganz gezielt vorbeigehört.
    Vielmehr verhält es sich so, daß wenn die Europäer so wie Hedgefonds hebeln wollen, eins klar sein muß.
    Wenn rauskommt, wie sie hebeln wollen und deshalb von anderer Seite Kontra geboten wird, sind nicht nur die 25% Eigenkapital weg, sondern auch die 75% Kapital der Gönner.
    Hebeln ist halt ein riskantes Geschäft und deshalb wurde abgeklopft, wieviel Gold die haben?
    Nicht genug.
    Wenn gehebelt werden soll, müssen die Europäer ihre Autobahnen, Schienennetze, Wassernetze und Stromleitungen an die nahöstlichen, mittelöstlichen und fernöstlichen Staatsfonds verpfänden.
    Guten Morgen Deutschland.

    Man kann, je nach Zielstellung, ein und denselben Sachverhalt verschieden darlegen, um unterschiedliche und sogar entgegengesetzte Ziele zu erreichen. Man baut dabei auf erprobte Multiplikatoren, wie den sensationslüsternen Kopp-Verlag.


    Dem redet man ein, daß die Märkte von der globalisierten Hochfinanz bestimmt und vorangetrieben werden. Anonymisiert und nicht faßbar, aber glaubwürdig, weil jeder schon mal davon gehört hat. Jeder hält die Hochfinanz für einen homogenen Block, der sich alles untergeordnet hat.


    Ist ja klar, wenn jahrelang das hohe Lied auf die Finanzglobalisierung gesungen wird.
    Jedes Land, jede Stadt, jedes Dorf und jedes Haus sei ein Finanzstandort.


    Es gibt aber keinen Markt, den sich eine Gruppe unter den Nagel gerissen hat, noch nicht.


    Vielmehr ist der Markt aufgeteilt und an jedem seiner Enden versucht eine Gruppe, ihn in seine Richtung zu ziehen. Interessengeleitet selbstverständlich. Bei einem Gleichgewicht der Kräfte heben sich Bewegungen auf und die Preise erscheinen konstant.


    Es kann aber sein, daß es sich bald ausglobalisiert hat und dann erlebt die Regionalisierung ihr comeback. Jeder mit dem, was er hat.


    Dann setzt sich der Edelmetallstrom von West nach Ost wieder in Gang, so wie man ihn schon immer gekannt hat.
    Edelmetalle gegen Gewürze und Seide, so war das mal und so gingen die eingeschmolzenen Schätze der Inkas und Azteken ihren Weg nach dem Osten, immer die Seidenstraße entlang.


    So kommt es wieder wenn der Euro geplatzt ist. Nur geht es diesmal im Gegenwert um Rohstoffe, Investitionsgüter, Konsumgüter, Nahrungsmittel und Energieträger.
    Keine Ahnung, wer dem Kopp-Verlag eingeredet hat, man müsse den Edelmetallstrom nach Osten bereits jetzt forcieren.

    Diese niedrig gehaltenen Preise wirkten als Produktivitätspeitsche.
    Wenn Du nicht ständig Deine Produktionsanlagen updatest, macht das ein anderer.
    Wer nicht mithalten kann, ist draußen.
    Die Überproduktion wurde exportiert und verhinderte anderenorts den Aufbau einer eigenen Ernährungswirtschaft.
    So schafft man Abhängigkeiten und kann die Preise beliebig manipulieren.
    Wer die Nahrung kontrolliert, beherrscht die Völker, sagte mal Henry Kissinger und die Saat der Zerstörung scheint aufzugehen.
    Aber eigentlich geht es hier ja um Silber.
    Vielleicht lohnt es sich, nachzusehen, ob es bereits ein Thema Nahrung gibt.

    Also, wenn sich jemand virtuelle Silberbarren ins Depot legt, kann ich damit leben, weil das keinen in die Armut stürzt, wenn er die Spekulanten ignorierend zum Kauf schreitet.
    Wenn aber virtuelle Getreidesäcke im Depot zu finden sind, oder virtuelle Rinderhälften, finde ich das grenzwertig, weil das eine Frage von Hungersnöten und Hungerrevolten sein kann.

    Das würde mich auch interessieren.
    Dann kann es sein, daß daedalus etwas mir gut bekanntes hat.
    Ich war auch mal so.
    Die Einsteigerhemmschwelle.
    Er will, traut sich aber nicht. Das macht nervös.
    Der Preis ist zu hoch, ich muß abwarten.
    Der Preis ist noch nicht tief genug gefallen, ich muß abwarten.
    Eigentlich muß ich immer warten, weil der Preis nie angemessen erscheint.
    Dagegen hilft nur, notfalls in Begleitung, eine Kleinigkeit zu kaufen.
    So klein, daß man nichts falsch gemacht haben kann, weil es einen finanziell nicht umhaut.
    Ganz bescheiden und dann nach Hause mitnehmen und es sich genauer anschauen.
    Beim Kaffee to go, fragt man vielleicht:
    Wieviel kostet ein kleiner Kaffee?
    1,30
    Und wieviel kostet die doppelte Menge?
    2,00
    Dann bitte einen großen Kaffee, den kleinen kann ich mir nicht leisten.
    So geht das auch bei den Edelmetallen, alles die gleiche Überlegung.
    Gesetzt den Fall, ich würde eine Lebensversicherung füttern wollen.
    Wie hoch würde ich meine monatliche Prämie ansetzen?
    Diese Summe kann man genau so gut in den Edelmetallshop tragen.
    Man braucht nicht mal jeden Monat einzuzahlen, nur wenn man will.
    Man kann auch mehrere Monatsraten zusammenfassen und etwas Größeres kaufen, dann wird es relativ billiger.
    Egal wie der Preis gerade ist.
    Man kauft mal auf ATH, na gut.
    Genau so kauft man mal an einem Tiefpunkt.
    So hat man über die Zeit einen Durchschnittspreis bezahlt.
    Und gemessen daran, warum man das macht und was man damit vorhat, ist das egal.
    Sogar die Mehrwertsteuer.
    Man kann aber auch von privat, "gebraucht" kaufen.
    Wenn man sein gebrauchtes Auto verkauft, verlangt man vom Käufer wohl keine Mehrwertsteuer. Das wäre eine Alternative, wenn man das dazu notwendige Vertrauen aufbringt.
    Wie man so sagt, würdest Du von dem ein gebrauchtes Auto kaufen?
    Das sagt viel aus und so ist das auch im privaten Edelmetallhandel.

    Wenn man die Risiken breiter streuen will, versucht man es mit mehreren Standbeinen.
    Die Zettler machen das genauso.
    Also nutzt man Preisschwankungen aus und nimmt immer das mit, was günstig zu haben ist.
    Platin ist unter anderem ein Schmuckmetall.
    Sieht aus wie Silber, ist doppelt so schwer und läuft nicht an.
    Es war lange Zeit beinahe doppelt so teuer wie Gold, so daß sich der gegenwärtige Preis als Ausrutscher darstellt. Dazu können die Chartisten bestimmt auführlicher Stellung nehmen.
    Oder sie haben es schon getan, man kann hier in bestimmten Threads nachsehen.
    Mir ist das mit den Charts relativ egal, weil darin manchmal Wunschdenken zu erkennen ist.
    Bei der Preisgestaltung überlagern wirtschaftliche Gründe das Wunschdenken und die kurzfristigen Preismanipulationen deutlich.
    Beim Silber wurde ja unlängst auch nach unten gehebelt, was das Zeug hält.
    Na gut, wenn die das so wollen, immer her mit solchen Einladungen.
    Wenn ich sowas sehe, nehme ich das leise zur Kenntnis und mache was draus.
    Mit der Märchensteuer, das ist zwar ärgerlich, aber wer jetzt kauft, hat die in einigen Jahren sicher wieder drin.
    Nehmen wir nur mal den Autokat und wenn Asien umweltfreundlich motorisiert werden soll, geht die Nachfrage rasant hoch.
    Die Staatsschulden- Bank- und Währungskrisen nehmen anscheinend einen Bogen um die jetzigen Industrie- und Schwellenländer. Das sollte man ausnutzen, jeder weiß ja inzwischen darüber Bescheid.


    Für welchen Freitag?
    Am Freitag 8.00 Uhr cum tempore bricht die Weltrevolution aus.
    Das ist historisch verbürgt.
    Vorausgesetzt, es sind alle rechtzeitig da.
    Es kann aber auch sein, daß völlig unerwartet und überraschend, wie jedes Jahr, Weihnachten ausbricht.

    Wenn Europa Bestand haben will, muß es sich von der Vormundschaft der USA und ihrer Banken lösen. Und vor allem muß es in Europa eine parzielle Reindustrielisierung geben.
    Das geht nur noch in Kooperation mit den Ländern, in denen in den letzten Jahrzehnten Industrie angehäuft wurde.
    Die billige Massenproduktion ist das eine.
    Es geht um die Nischen, welche Massenprodukte aufwerten können.
    Das dazu notwendige know how gibt es in Europa.


    Aber ohne deswegen in die Falle anderer Abhängigkeiten zu geraten.
    Ganz souverän.


    Das ist so, wie in der Musik.
    Keiner will Musik von der Stange.