Im Wirtschaftsquerschußblog gibt es eine kurze und eindrucksvolle Zusammenfassung über den Zustand der Realwirtschaft: Deutsche Industrieproduktion im Fall. Die Richtung in die es geht kann man rauslesen, für mich bleibt nur die Frage offen, was passiert, wenn in den Köpfen der Menschen und vor allem der Entscheider die Erkenntnis, daß das was hier abläuft kein "normaler" Konjunkturzyklus ist die Oberhand gewinnt.
Beiträge von Oliver
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Formulier die Frage doch mal anders: Muß man sich Sorgen machen, wenn Rotschilds Schergen von "gutem Geld" sprechen?
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Wenn man da ein bisschen rumgoogelt stellt man schnell fast, dass es einige Anbieter gibt, die aber nur abgelaufene Ware verkaufen (die aber noch "ewig" halten soll). Hat jemand eine Idee, wo man die direkt und "neu" kaufen kann?
Zum Thema EPA bist Du hier am besten aufgehoben. Klick Dich da mal ein bisschen durch's Forum, denke mal, daß sich da "gute" Bezugsquellen finden lassen. Ich würde Dir aber von dem Krempel abraten, viel zu teuer im Gegensatz zu Dosen o.ä. vom nächsten Discounter. Nicht zuletzt weil Du zwangsläufig Sachen mit kaufen mußt, die Du garnicht brauchst. Da kommst Du deutlich billiger weg, wenn Du Dir das, was Dir wirklich schmeckt selber beschaffst - weniger unnützer Ballast und das Risiko, daß die Mahlzeit aus dem Fenster segelt ist auch vom Tisch. Wenn es unbedingt Militärrationen sein müssen nimm die der Amerikaner, MRE genannt und in kackbraunen Plastikbeuteln verpackt. Da ist erstens ein "Kocher" für die Hauptmahlzeit gleich dabei (bisschen Wasser dazu und ab geht's) und zweitens hab ich schon positives von Leuten mit empfindlichem Magen / Krankheiten in und um den Verdauungstrakt herum gehört. Am Mindesthaltbarkeits- oder Herstellungsdatum kann man sich bei dem Kram - ebenso wie bei Konserven - nicht orientieren, im Prinzip hält sich sowas in der Tat "ewig". Glaub mir, ich weiß wovon ich rede.
Ein paar Pakete BP-5 wären vielleicht noch eine gute Idee, falls man mal schnell weg muß - die sind leicht, kompakt und liefern massig Energie.
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Mach Dir doch um den Sprit keine Gedanken, wenn es Hart auf Hart kommt, gibt es sehr Viele die sehr viel Zeit haben und froh sind für ein paar Kauthappeln auf den Acker mitarbeiten zu dürfen. Stolz und Hochmut verträgt sich nicht mit Hunger und Armut
Wenn ich mir überlege, wieviele Menschen hierzulande körperliche Arbeit gewohnt sind und wieviele noch nie wirklich was leisten mußten, dann wage ich das zu bewzeifeln. In einer wirklich üblen Krise wird man die an körperliche Arbeiten gewöhnten aufgrund ihrer Qualifikation wohl kaum zur Feldarbeit abkommandieren, also bleiben hauptsächlich die Vertreter der Spaß- und Konsumgesellschaft übrig. Sicherlich dürfte es lustig anzusehen sein, wie junge, dynamische und erfolgsorientierte Menschen die bis vor kurzem mehrmals wöchentlich im Fitneßstudio zu Gast waren reihenweise umkippen - ist aber kaum Sinn der Sache. Einfach in gleichmäßigem Abstand rund um das Feld Säcke mit Saatgut auslegen, am nächsten Tag wieder hingehen und hoffen, daß die Körner sich von alleine in den zuvor selber aufgelockerten Boden eingegraben haben dürfte erfolgversprechender sein.
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Das ist mit ein Grund, das Menschen verhungern, sie können sich nicht vorstellen, das aus dem Wohlstand innert Tagen und Wochen die absolute Not erwachsen kann.
Der Wohlstand in Sachen Nahrungsmittel ist nur solange gesichert, wie die großen Lebensmittelmärkte regelmäßig beliefert werden. Bei mir im und um den Ort gibt es 3x Aldi, 2x Lidl, Kaufland, Penny, Toom und Plus sowie Einzelhandel der vom Volumen her nicht in's Gewicht fällt. Bei ca. 35000 Einwohnern dürften bereits nach wenigen Stunden die Läden leer sein. Die noch erhaschten Vorräte sind dann in 2-3 Tagen futsch. Bis Bund und Länder mit ihren Notfallplänen erstmal in die Gänge kommen, das dürfte dann noch ein paar Tage dauern, da alles bisher bloß Theorie ist. Wie katastrophal die Verantwortlichen versagen, wenn es echt um die Wurst geht hat man bei den diversen Überflutungen und dem Wintereinbruch im Münsterland 2006 gesehen.
Bis die Selbstversorgungsfähigkeit hergestellt ist kann leicht ein Jahr oder mehr vergehen
Du bist Optimist, oder? Ich persönlich tippe aus dem Bauch heraus auf 5 Jahre, wobei 1 Jahr mehr oder weniger den Kohl nicht fett macht. Immer vorausgesetzt, daß das Wetter (siehe aktuelle Südamerika: Argentinien und Chile) und vor allem die Menschen mitspielen. Wieviel brauchbares Saatgut ist überhaupt da? Maschinen sollten ausreichend zur Verfügung stehen, Sprit kann man wenn es ganz hart kommt wie zu Adolfs Zeiten machen. Was bringen die Anbauflächen, die über Jahre oder Jahrzehnte hinweg mit optimiertem Saatgut und darauf abgestimmtem Dünger gute Erträge einbrachten von sich aus noch? usw. usf.
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Die FAZ mal ganz untypisch, man könnte fast beginnen sie zu mögen: Die Krise hat erst begonnen
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Hast du in Deutschland schonmal jemanden verhungern gesehen?
Alles schon dagewesen. Wart's ab wie schnell das wieder passiert - Deutschland war noch nie so kaputt und abhängig wie in der heutigen Zeit.
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Neben dem dass Fälschen wirklich unterste Schublade ist, ist es sinnlos weil man sowieso einen 14-Tage-Test Account machen kann. Da braucht man nicht fälschen

Ich schrieb ja auch "einen weiteren" statt dem Abo.
Achso, nochwas an Eichelburg/Karl o.ä.: Beim ausdrücklich empfohlenen Händler sieht das mit der refid im Text nicht so prall aus, da hier fälschlicherweise angenommen werden könnte, daß finanzielle Interessen die Objektivität trügen. Krieg ich für den Tip ein Monatsabo?
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Was haltet ihr von der Seite?
Was machen die denn überhaupt da? Vergleich Spot/Händlerpreis konnte ich rauslesen, sonst noch was? Das ist kaum etwas, was den Aufwand einer Registrierung rechtfertigt. Dürfte sich auf bullionpage recht simpel nachrüsten lassen, bloß was hat man davon?
Soll ich mir einen Account kaufen?
Wenn Du von dem Angebot überzeugt bist, wieso nicht. Wirklich böse Menschen würden vermutlich erstmal versuchen, sich einen weiteren Testaccount mit falschen Angaben zu sichern, aber so Leute wird man wohl hier nicht finden - wollte es nur der Vollständigkeit halber erwähnen. War selber erschrocken, als ich zum ersten Mal von solchen Machenschaften erfahren habe.
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30% mehr an Privatkunden, kleinwagen, kleinstwagen. 30% mehr von "ein Paar". Das ist alles. Was will Opel machen? GM damit retten?
Naja, die Zahlen sind schon beeindruckend...
Zitat
So lag die Zahl der verkauften Opel Agila im Januar deutschlandweit bei 1111 Stück. Das sind dreimal so viele wie ein Jahr zuvor. Beim Corsa lag das Plus bei 15 Prozent.
...scheiße nämlich oder wieso sind solche Zahlen eine Zeitungsmeldung wert? Ich orakel mal, daß die Abwrackprämie maximal 1-2 Monate oder sagen wir das erste Quartal lang für Umsatzplus sorgen wird und bei solch beeindruckenden Zahlen kann man doch wirklich nur Kotzen.Der ganze Rotz ist doch längst zusammengeklappt, lediglich durch immer neue und vor allem immer größere Geschenke des Staates wird die Suppe noch am Köcheln gehalten. Das kann noch eine ganze Zeit so weitergehen, vielleicht erleben wir auch noch den Crack Up Boom, letztenendes ist jedoch der Crash unvermeidlich. Die bisherigen Maßnahmen, die lediglich die Fallhöhe nach oben korrigieren, wirken unter dem Aspekt eher bedrohlich. Der Crash als solches ist jedoch das kleinere Problem, ein drohender Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung macht mir deutlich mehr Sorgen.
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Das Ausgabeland interressiert mich eigentlich nicht,da ich vorhabe,die Münzen frühestens auszugeben,wenn der Euro nirgens mehr was wert ist.
Dann wären gängige Unzenmünzen die sinnvollere Alternative, gibt deutlich mehr Metall für's Geld.
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Soweit ich weiß sind es 800er Münzen.
Hier nur am Rande noch die Info: Gedenkmünzen aus Eurostaaten sind nur im Ausgabeland gültige Zahlungsmittel, einzige Ausnahme sind hierbei die 2 Euro Münzen. Ein Zukauf österreichischer Münzen ist für einen Deutschen somit nicht unbedingt die beste Option.
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Hauptsächlich deshalb, weil es eine Kettenreaktion auslösen kann. Das wird hier am Beispiel von CDS schön erklärt. Wenn es eine kleine Bank dahinrafft, das läßt sich ja vielleicht noch verkraften - bei einer großen ist jedoch der Ofen mit ziemlicher Sicherheit aus. Problem ist dabei halt, daß auch kleine Banken gerne großen Mist machen, siehe Die globale Gier einer Provinzbank. Die unten auf der Seite zu findenen beiden Links sind auch unbedingt lesenswert.
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Märklin braucht kein mensch....leider.
So ist das Leben, statt Eisenbahn wo handwerkliches Können und Kreativität gefördert werden gibt's heutzutage Playstation, wii, XBox oder Gamecube. Statt "oder" dürfte wohl nicht selten "und" die Realität sein. Wenigstens kriegt hierzulande jeder 'nen Hauptschulabschluß, das ist ein kleiner Trost.
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Ups, soviel wurde glaub ich noch gar nicht gefördert.
Macht ja nichts, soviel Geld wurde auch noch nicht gedruckt (es gibt nur etwa ~750 Milliarden Euro für ganz Euroland), also was soll's? Für den Rest kann man ja dann Papiergold kaufen - da tauscht man eine Forderung lautend auf gesetzliche Zahlunsgmittel gegen eine Forderung auf eine bestimmte Menge Gold. Da weder das eine, noch das andere in ausreichender Menge zur Verfügung steht kommt es auf das gleiche raus: 0.
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Es ist aber schön zu lesen, daß ein Massenmedium wie das Handelsblatt das Problem mal auf den Punkt bringt. Wie man nun die Summen, die schon in dieses Faß ohne Boden geflossen sind und nach einer Verstaatlichung noch fließen werden, dem gesunden Menschnverstand nach zu beurteilen hat bleibt jedem selber überlassen.
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Die Bundesregierung wird sich, trotz aller Beteuerungen, bald dazu entscheiden, die Grundlage zur Enteignung von Privatbanken in Deutschland zu schaffen.Dazu hat das Handelsblatt interessante Ansichten:
Zitat
Das böse Wort von der Enteignung der Banken macht in Berlin die Runde. Strikt ökonomisch gesehen ist das ein Hirngespinst, denn enteignen lässt sich nur, was noch einen Wert hat. Der ist in der Finanzbranche aber schon längst flöten gegangen. Das gilt zuvorderst für die Hypo Real Estate, leider aber - Ausnahmen mag es geben - auch für große Teile des übrigen Bankensystems.Aber eigentlich geht es mir um was ganz anderes, vielleicht kannst Du , Echtsilber, mir da weiterhelfen. Offensichtlich hast Du Dich ja mit der Thematik HRE / DePfa schon eingehend beschäftigt. In einem anderen Forum habe ich diesen recht interessanten Artikel gefunden. Da wird auf o.g. Sauhaufen etwas detaillierter eingegangen. Auf Seite 4 (im Reader bzw. 2 im Dokument) heißt es, daß die Leutchen dort mit einem Hebel von fast 200 zu Werke gehen. Kann das angehen? Ich meine Joe mit seinen knappen 60 ist ja schon der absolute Wahnsinn, aber das können doch nur welche veranstalten, für deren Studie jedem Verhaltensforscher Weltruhm sicher ist.
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Ludwig von Mieses, Ferdinand Lips, Rothbard waren überzeugender.
Ich steh eher auf Keynes, kann man aus meinem zweiten Satz doch eigentlich rauslesen.
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Viel mehr Sorgen als der Untergang des Kapitalismus (den man eigentlich so ja nur befürworten kann) macht mir die tobende Masse, mit der man dann konfrontiert ist.
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Weil es schlicht und ergreifend nicht funktionieren kann. Es geht nur mit einer variablen Geldmenge, die den Umständen / der Nachfrage entsprechend angepasst werden kann. Die gute alte Zeit kann man da auch nicht gelten lassen, in den frühzeitlichen Goldstandards wurden die Schuldscheine, was heute als Buchgeld bekannt ist erfunden. Den echten Goldstandard hat es sicherlich mal gegeben, daraus wurde jedoch immer mehr ein Selbstbedienungsladen wie es heute mit dem Fiatgeld auch ist. Kurz und knackig bringt wikipedia die Probleme auf den Punkt. Trotzdem ist nicht auszuschließen, daß man uns diesen Bullshit demnächst als Lösung aller Probleme präsentieren könnte - da wird ein weiteres mal das Rad neu erfunden und eiert wie eh und je. Denn wie weiter oben angedeutet besitzen die Leute, die die FED kontrollieren auch das meiste Gold. Wer die Problematik gerne vertiefen und sich über alternative Wege informieren möchte, dem empfehle ich das Finanzcrash Forum (inkl. eGutscheine Supportforum - obwohl ich persönlich eher wenig von Regionalwährungen als ernsthafter Alternative halte) und selbstverständlich auch Silvio Gesell als erste Anlaufstelle. In der Freiwirtschaft gibt es viele verdammt gute Ideen - oder sagen wir einfach um Lichtjahre bessere als unsere Politiker und Bankhelden jemals hatten und haben werden. Daraus läßt sich auf jeden Fall was machen, das Thema ist nur leider nicht politisch korrekt.