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Doch auch CA: Kl halte ich noch. Es war bis letzte Wo die mit Abstand größte Position. Ich habe bei 15,97 CAD aber 1/3 verkauft. Damit ist es noch immer eine große Position...Ziel bei 20.
Insgesamt sieht es kontruktiv aus in Dax und MDAX, mit Gefahr einer alsbald beginnenden Konso in den US-Indizes. Schwierige Zeiten...Gold ist derzeit in dieser Gemengelage attraktiv.
Die Cryptos beschäftigen mich seit einiger Zeit intensiver. Ich kann mir noch kein überzeugendes Bild machen, weder was die Trends noch die politisch-ökonomischen Umwälzungen angeht, die vielfach prophezeit werden. Derzeit ist die Euphorie jedenfalls so groß, dass das CRV bei begrenztem Zeitbudget zu schlecht ist, um hier zu investieren. Aber mittelfristig wird hier noch viel Geld hinfließen, das scheint sicher.
Die Heilsversprechen, die der neuen Währungsordnung angedichtet werden, teile ich aber nicht. Vermeintlich herrschaftsfreie Räume sind kein Glück, sondern sorgen für Chaos und große skrupellose Gewinne bei wenigen (bisweilen Kriminellen). Statt der derzeitigen Bankster verdienen daran wohl andere. Man mag dies als Fortschritt werten, für die breiten Bevölkerungsgruppen ändert sich dadurch aber m.E. nichts zum Besseren.
Eher sehe ich die Gefahr von ungehemmten Aggressionen und von dumpfem Nationalismus als Ventil, um die Unzufriedenheit zu kanalisieren und von bestehenden innenpolitischen Defiziten abzulenken. Ich bin zwar kein echter Anhänger des Ordo-Liberalismus und der österreichischen Schule, doch so mache Analyse der alten, streitbaren Garde um Euken, Mises und Co. zeigt eine erfrischende Aktualität. Inspiriert durche einen FAZ Beitrag von heute möchte ich doch ein Zitat aufgreifen:
So notierte Eucken 1932: „.. die Völker und ihre Leidenschaften, die Interessentengruppen und chaotischen Kräfte der Masse [gewannen] auf die Außenpolitik maßgebenden Einfluß; die Leitung der auswärtigen Politik geriet in die Hand von Persönlichkeiten, die, mehr Demagogen als Diplomaten, die Gefühle der Massen aufpeitschten und zugleich von ihnen abhängig wurden, so daß schließlich jede ordnende Kraft aus dem Völkerleben verschwand".
„Hastiges Vorteilsstreben“ bestimmten nach Röpke das Handeln von Entscheidungsträgern, die mehr um die eigene Macht- und Vermögensausweitung besorgt waren, als um die Interessen des Landes, der Wähler und breiter gesellschaftlicher Schichten. Gehen Kontinuität, Verlässlichkeit, Sicherheit und Anstand verloren, steigt aber das Risiko von schadensstiftenden Handlungen expotenziell an.
Am Ende droht weit Schlimmeres als eine Wirtschaftskrise (die wohl auch), es droht das Ende der in Europa weitgehend friedlichen Nachkriegszeit. Nachdem ein pseudointellektueller, wahnsinniger Österreicher die Welt und besonders die ihm zujubelnden Deutschen an einen Abgrund geführt hat, mussten offenbar die Zeitgenossen wegsterben, damit neue Generationen ebenso mutig wie töricht denselben Unfung erneut erdulen, ermöglichen oder gar feiern und unterstützen. Mit großem Unbehagen muss man jedenfalls feststellen, dass ähnlich strukturierte Gestalten wie Hitler in der internationalen und ansatzweise auch in der deutschen Politik die sehr erfolgreiche Demagogie Hitlers kopieren und weiter entwickeln. Es bleibt zu hoffen, dass sie zumindest etwas weniger wahnsinnig sind...
In diesem Sinne eine schönes WE
Hedda
PS Sorry für die Tippfehler und die wohl etwas unreif ausgearbeiten Gedanken