Wenn ich bei uns so in die Supermärkte schaue, werden die Regale schon seit Wochen immer leerer. Oft steht nur noch vorne eine Reihe oder mal ein Palette im Regal, wo früher 4,5,10 Paletten standen.
Die Preise haben sich aber noch nicht so großartig verändert, zumindest aus meiner Sicht. Klar ist überall das altbekannte Spiel mit neuer Packung - weniger Inhalt - gleicher Preis. Aber direkte Preiserhöhungen über den gewohnten Rahmen sehe ich nur im Frischwarenbereich.
Das gewisse Lebensmittelmarken knapp werden höre ich über einen Mitarbeiter des Zentrallager der Konkurrenz auch, aber das bedeutet ja nicht dass gleich der große Hunger ausbricht!
Andererseits ist es schon interessant, dass das Problem bei den Hausmarken weitaus weniger besteht. Oder versucht man hier nun auf Basis der aktuellen Situation seine Eigenmarken mehr in den Vordergrund zustellen?
Wenn es nur "Beste Ernte" gibt, kaufen viel Menschen das und stellen fest dass es auch nicht schlechter ist als andere. Warum sollte man also danach noch zum teureren Fremdprodukt greifen?
Ich muss gestehen, dass ich nicht viel in Supermärkten kaufe, sondern mehr beim Großmarkt. Das liegt daran, dass wir hier für mehrere Haushalte gemeinsam einkaufen.
Wenn man längere Zeit beim gewerblichen Großmarkt einkauft erkennt man viel massivere Preisschwankungen übers Jahr, als bei Supermärkten, was offensichtlich vom Erntezyklus und Marktangebot verursacht wird. Auch die Verfügbarkeit von Produkten variiert über Jahr ganz erheblich.
Doch die Regale dort sind voll wie immer und von Mangel keine Spur! - Auch die Auskünfte der Mitarbeiter offenbaren keine kommende Hungersnot.
Der Unterschied zwischen dem Großmarkt und den Supermärkten liegt eigentlich nur an der Bestückung. Wenn beispielsweise im Großmarkt 3 Paletten 10kg Reissäcken kommen, dann stehen die, bis sie nach paar Wochen abverkauft sind, während der Supermarkt alle 2 Tage einige 500g Packungen nachordert.
Dazu braucht es Verpackungsmaschinen und viel Logistik... Ich denke dass das Problem mehr hier zu suchen ist als in einem Produktmangel.