Was wir brauchen ist auf Bundesebene ein Parteienaustausch. Kein alter Wein in neuen Schläuchen und keine Wendehälse (Koch und Merz in einer neuen konservativen Partei - ich lach mich schlapp), sondern was ganz neues.
Nur leider ist der Großteil der Wähler noch nicht so weit. Man steht in seinem Lager (rot/grün - schwarz/gelb und als Schmuddelkind die Linke), oder wechselt verzweifelt hin und her um das vermeintlich kleinere Übel zu wählen. Das ist ein politisches Perpetuum Mobile. Egal was ich als etablierte Partei anstelle - schlimmstenfalls komme ich in die Opposition und einige Bauernopfer verlieren ihre Pöstchen, aber von den Fleischtrögen der Parlamente bin ich trotzdem nicht weg.
CDU, SPD, Grüne, FDP, Linke sind durchsetzt mit Versagern, Nassauern, Schmarotzern und ideologischen Amokläufern.
Was spricht denn dagegen eine Partei wie die ÖDP zu wählen? Oder Freie Wähler, oder Tierschutzpartei, Republikaner, Zentrum usw.?
Man wählt die nicht, weil man dann seine Stimme verschenkt? Nur weil zu viele so denken, wird sich nie etwas ändern.
Wobei es Hoffnung gibt. Die Stimmenanteile der "Sonstigen" werden (wenn ich es richtig beobachtet habe) von Bundestagswahl zu Bundestagswahl größer.
Man müsste nur diesen verkrusteten Mehltau der Art "ich habe schon immer CDU gewählt" endlich von der Gesellschaft weg kriegen.
Es stimmt nicht, dass Wahlen nichts bringen. Es ist nur unendlich schwer und mühsam dem Deutschen Michel wieder so etwas wie ein demokratisches Bewusstsein bei zu bringen.