Ich hab hier in der Hütte auch überall Stahlrohr, weiß aber nicht ob ich noch ein totes Pferd weiterreiten will.
Wenn da heute ein Handwerker was erneuert, setzt er einen Übergang und macht mit Verbundrohr und Pressfittings weiter.
Alternativ noch Edelstahl oder Kupfer, aber immer mit Pressfittings.
Für Heimwerker könnte ich mir noch Schneidringverschraubungen vorstellen, da braucht man kein Spezialwerkzeug.
Ich hab ja vor langer Zeit tatsächlich mal in einem Haustechnik-Planungsbüro gearbeitet.
Da hat man so einiges mitbekommen und früher hat man gesagt, dass verzinkte Stahlrohre oder auch schwarzes Heizungsrohr so lange hält wie das Haus.
Stimmt nicht ganz, aber die Rohre halten schon sehr lange.
Dann kam vermehrt Kupfer und Verbundrohr. Langzeiterfahrungen sind durchwachsen.
Wer in den späten 70ern oder in den 80ern für seine Fußbodenheizung die ersten Kunstoffrohre genommen hat, hatte die Arschkarte. Nicht diffusionsdicht, Verschlammung - ich denke die meisten zu der Zeit verlegten Rohre mussten inzwischen wieder herausgerissen werden.
Bei Kupfer kommt es auf die Wasserhärte an, aber das Problem ist das da irgendwann in den 90ern das Hersteller-Kartell an der Qualität gespart hat. Die Folge ist Lochfraß, außerdem haben damals schon viele Handwerker der ursprünglichen Stahrohr-Fraktion bei der Installation Fehler gemacht, was gerade an Stellen mit Fittings zu Lecks geführt hat.
Mitte der 90er gebaute Häuser mit Kupferrohrinstallation, da wäre ich vorsichtig. Wobei die Schäden schon aufgetreten und inzwischen behoben sein dürften.
Unicor Verbundrohr mit Pressfittings: Hab ich als Verrohrung im Heizungskeller vom Brennwertgerät bis zur Wand. Auch Speicheranschluss etc.
Inzwischen über 20 Jahre alt und dicht, den damaligen Unkenrufen zum Trotz.