Sehr interessanter Artikel - danke für den Hinweis! Das ist nichts anderes als ein "Bank-run" in den südeuropäischen Staaten. Heutzutage läuft das eben über Online-Banking und weniger über das Abheben von physischem Bargeld.
Worüber ich mich nur wundere, dass die Griechen, Iren, Portugiesen etc. ihr Geld weiter im Euroraum anlegen (nach Deutschland transferieren), während wir hier in Deutschland schon längst erkannt haben, dass der Euro langfristig nicht zu halten sein wird. Sind sie sich so sicher, dass wir einen Nord-Euro oder eine DM2 bekommen werden? Sinnvoller wäre doch eine Überweisung außerhalb der Eurozone oder eine Konvertierung in Sachwerte.
Aber aus einer anderen Perspektive scheinen deutsche Tagesgeldkonten eben noch wie eine sichere Bank auszusehen, oder? 
Und warum auch nicht: solange frisches Geld von außen zufließt, stimmt das ja auch. Nur am Zahltag, wenn es zu einer Umstrukturierung der europäischen Schuldner kommt, wird es spannend. Dann werden die deutschen Banken Abschreibungen vornehmen müssen und zugleich den Abfluss von Einlagen in die umstrukturierten Staaten verkraften müssen. Denn dann werden die Griechen, Iren, Portugiesen etc., die ihr Geld in Sicherheit gebracht haben, zumindest einen Teil ihrer Einlagen in ihre nationalen Währungen zurückwechseln wollen, um ihre Lebenshaltungskosten bestreiten zu können.
Nichts anderes versuchen wir doch auch, wenn wir Euro in CHF oder NOK anlegen. 
Hmm, vielleicht doch besser noch mehr EM bunkern ... entweder bekommen wir jahrelang eine Inflation von mind. 7 % oder das System kollabiert trotz aller Reanimationsversuche doch noch "überraschend" von einen auf den anderen Tag.
Auswandern ist übrigens auch keine Alternative - wie wir die Nordafrikaner aktuell nicht wollen, würden wir europäischen Wirtschaftsflüchtlinge von sicheren Drittstaaten vermutlich zukünftig ebenso abgewiesen werden. (Von Ausnahmen mit besonderem Know-how mal abgesehen.)