Markus Mezger (BW-Bank) im "Wertpapier" über Golds "Glänzende Aussichten"
"Wenn es für die Goldbären eines letzten Beweises bedurfte, dass der Goldpreis das Tal der Tränen von 1980 bis 2001 endgültig hinter sich gelassen hat, so ist er mit dem Durchbruch über die Marke von 430 US-Dollar am 5.November erbracht worden. Plötzlich waren allle Charttechniker eines Besseren belehrt, die im Rahmen der Elliot-Wellen-Analyse auf eine finale Abwärtswelle des Goldpreises auf das Niveau von 200 Dollar gesetzt hatten. "
Bei der vermuteten Anleihenbaisse dürften institutionelle Anleger und Zentralbanken Gold stärker berücksichtigen. Dies könnte bei den hohen Dollarreserven "eine zusätzliche Goldnachfrage von mehreren Jahresproduktionen und einen Preissprung in die Region von 600 bis 800 Dollar bedeuten. Da wir langfristig mit einem Eurokurs von 1,20 bis 1,30 je Dollar rechnen, entspräche dies einer Aufwertung des physischen Goldbesitzes von aktuell 340 auf rund 550 Euro. Kurzfristig halten wir es für möglich, dass der Goldpreis die Marke von 480 Dollar anvisiert, bevor im neuen Jahr eine längere Korrektur in die Region 415 bis 430 Dollar folgen könnte. Dies zumindest signalisiert der relativ verhaltene Kursverlauf der Goldminenaktien. Ende 2005 rechnen wir jedoch wieder mit Goldkursen um 500 US-Dollar. "