"Man nimmt ein Stück Papier,und schreibt (nur als Beispiel)1 mio oz Silber,und schon ist wieder welches vorhanden,so einfach ist das"
Sorry - das geht doch am Kern vorbei und ist m.E. auch nicht richtig: Wir reden jetzt über Silber. Und Silber wird (auch) verbraucht: Wenn Kodak hingeht und sagt, wir brauchen JETZT für unsere Produktion 10 Mio Unzen Silber, dann werden die weder ein Papier nehmen noch sich irgendwo anstellen und warten. Sie bekommen ihr Silber. Und produzieren ihre Filme. (und bitte jetzt nicht das Argument, daß das Silber für die Fotoindustrie größtenteils recycled wird - darum geht es mirnicht)
Solange aber offenbar genug Silber da ist, um diese physiche (!) Nachfrager zu befriedigen, wo soll da dann ein Defizit sein ?
Oder hast Du schon mal gehört, daß Kodak sich beschwert hat , daß kein Silber am Markt sei ?
Umgekehrt: Beim Stahl ist es momentan so: Da liest Du begleitend zu den großen Preissteigerungen bei den Basismetallen, auf S.1 meiner Lokalzeitung, daß die Firmen nicht den Stahl etc. am Weltmarkt bekommen, den sie kaufen möchten - weil nicht genug da ist. DAS ist für mich ein Defizit , das in höheren Preisen resultiert - wie es auch passiert ist.
Wenn Du zum Bäcker gehst und sagst: Ich habe Hunger, ich möchte gern ein Brötchen,und wenn der dann meint: Ich habe keins, aber moment, ich schreibe Ihnen einen Zettel, daß ich Ihnen eines schulde... würde Dir das reichen ?
Und was bitte hat überhaupt der Preis mit einem Defizit zu tun:
Defizit heißt für mich: Es ist nicht genug phys.Ware da, um die Nachfrage zu befriedigen. Wie gesagt: Beim Stahl wollen die Unternehmen kaufen, auch zu höheren Preisen, aber sie bekommen einfach trotzdem nicht die Menge, die sie wollen.- DAS ist für mich ein Defizit. Aber beim Silber kann ich persönlich zumindest bislang keine Anzeichen dafür feststellen, daß nicht die Menge pyhs. da wäre, die verlangt wird.
Nur weil die Bank keine Kookaburras vorrätig hat, heißt das ja nicht, daß nicht genug Silber an sich da ist, oder?
Gute Nacht,
Spieler