Thai Guru's Gold und Silber ... (Informationen und Vermutungen)

  • DAS GESTÄNDNIS





    Kalle, deine Worte haben mich aufgerüttelt. Ich kann und will es nicht mehr länger verheimlichen:



    ICH BIN EIN AGENT DES GOLD-KARTELLS



    Ja, ich bin zum Verräter geworden. Der Großmeister Alan G. persönlich hat mich angeworben. Er bot mir Geschmeide, Goldbarren und ein Ferienwochenende im Schloss von Lord Rothschild.... dann musste ich schwören alles zu tun, damit der Goldpreis nicht auf 10000 Dollar steigt. Ich bin diesem alten Fuchs auf den Leim gegangen, weil ich schwach war.... ich schäme mich!!!!!


    Skeptiker gehört auch zum Klub. Ich habe ihn gekauft, den armen Tropf...


    Aber jetzt habe ich mein Gewissen erleichtert und hoffe, dass ihr mir verzeiht! Mein Verrat ist nur durch eines zu sühnen:



    EINEN RITUELLEN SELBSTMORD HIER IM BOARD



    Also adieu, ihr wackeren Goldkämpfer! Ich wünsche euch viel Erfolg bei der Verbreitung eurer Botschaft!


    Aber denkt immer daran:



    SIE SIND HINTER EUCH HER!

  • Schade, dass bognair z.Z. nicht im Board ist,


    m.E. tendiert der Dollar(index) kurzfristig genau um eine Unterstützung (vom Montag und Mittwoch) bei 90,5 herum. Sollten die 90,5 nach unten durchbrochen werden, denke ich, der Dollarverfall wird sich im Tagesverlauf noch verschärfen.


    Bin allerdings kein Techniker, deshalb das bedauern in punkto bognair. Vielleicht kann sich ja hier einer mit profunderen Kenntnissen äußern.


    ps, ich hätte auch gern einen Chart reingestellt, mittlerweile lasse ich es aber, da dieses Forum technisch kaum Bildverlinkungen annimmt.

  • Pfannkuchen,


    neiiiiin, wir müssen unsere Mission erfüllen und unser Finanzier schreckt vor nichts zurück....


    Aber im Ernst, es ist mir zwar auch unangenehm aufgefallen, dass hier etliche Boardteilnehmer immer sektiererischer agieren, andere (logische) Meinungen nicht zulassen und zunehmend an Neue-Markt-Zeiten erinnern (Metabox,Cargolifter,etc.). Trotzdem ist dein Schritt sehr bedauerlich. Ich bin eher passiver User, aber als ich einmal daraufhinwies, dass der gleichzeitige Kursverfall bei allen Rohstoffen, auch bei den exotischsten, gegen eine Verschwörung (und für fundamentale Gründe) spräche, kam zumindest vereinzelt (option63) auch eine positive Resonanz. Bei besagtem User, auch bei Thai u.a. findet man viel Informatives, man muss halt kritisch mitlesen. Die permanenten Verschwörungstheorien (was ist eigentlich aus der Schieflage von JPM bei Goldpreisen über 400,- geworden?) oder die Charthoroskope (ich denke, das ist ein manipulierter Markt, woher weiß der Chart, was das böse Kartell morgen entscheidet?) überlese ich, aber ich werde Euch als sporadischer Mitleser erhalten bleiben (Tip an Kalle14 : Verfolgungswahn ist therapierbar).
    Pfannkuchen, falls dir deine Zeit hier zu schade ist, und du in ein anderes Board wechselst, lass es mich wissen (denn du bist der wahre Guru).
    Skeptiker

  • Pfannkuchen: Verschwörungstheorein benötigen wir doch gar nicht.


    Mir jedenfalls reicht es aus zu wissen, dass die westl. Industrienationen de facto pleite sind. Also investiere ich in etwas Handfestes.


    Die Verschwörungstheorien sind da lediglich das Sahnehäubchen. Was bringt es uns, über deren Richtigkeit zu streiten? Ich denke, nichts.


    Gruß
    Karl

  • ups, Gold auf 386 Dollar, nachdem wir gestern noch bei 378/379 waren.
    Die Amis kaufen heut ja richtig ein.
    Der Dollar jetzt bei 90,2/90,3 - denke, da geht heute auch noch was und wir sehen die 89.

  • # Goldbugs 500


    Natürlich bin ich auch der Überzeugung.daß Gold noch sehr teuer wird,aber es geht eben icht wie am Linieal gezogen nach oben,es wird eine Achterbahnfahrt werden mit vielen ups and downs,hier sind eben Nerven gefragt, und strategeisches denken.Für Zocker ist das nur ein Investment wegen der hohen Vola.Ich glaube sogar daß wir nachdem die Tiefs getestet wurden uns langsam in die andere Richtung begeben und schließe das alte Hoch von $ 850 und höher nicht aus.Eben wer eins und eins zusammen zählen kann nur zur einer solchen Betrachtungsweise gelangen.
    Gruß hpoth

  • Zitat

    thom, wer ist wir?


    Damit meinte ich die Leser dieses Forums (mich eingeschlossen).

    Zitat

    bist du südafrikanische geheimagent?

    Nein! Aber meine Frage hast Du damit leider noch nicht beantwortet.

    Zitat

    melde gehorsamst, daß hat thaigold mehr goldanteile als degussa-gold.

    Hast Du Indizien oder Beweise für diese Behauptung? Und mit was wird denn Degussa-Gold Deiner Ansicht nach gepanscht? ?(

  • Thom: schwejk möchte sich hier anscheinend lediglich inszenieren. Anders kann ich mir seine ungewöhnlich künstliche und nichts zur Sache beitragende Ausdrucksweise nicht erklären.


    In solchen Fällen gibt es für mich nur eins: Den User ignorieren und seine Beiträge erst gar nicht lesen.


    Gruß
    Karl

  • thom,


    "wir", melde gehorsamst, kann nicht sein "die mittglieder des forums".


    du spielen versteck. penetrant nachfragen machten frieher jesuiten, wenn frage bereits beantwortet. und friehere jesuiten sind nich heute mitglieder von board.


    du kannst vervielfältigen bereits gegebene antworten 100 mal für nächste penetranz: thaigold hat mehr goldanteile, als alle hiesiges gold.


    panschen ist übrigens, wenn gehen ein rotes metall verbindung mit sauerstoff .


    bei eisen ist rost - bei kupfer ist verbindung grünspan.


    und wenn staatliche notenbank gehen ein privatisierungs-verbindung mit private banken ist greenspan.


    und wenn partikularinteressen verbindung eingehen mit veröffentlichter meinung is murdoch, cnn oder springer.

  • Gold 386,90
    Silber 5,94


    Am meisten gefällt mir, das Gold nahezu ohne konjunkturelle oder Katastrohenmeldungen so signifikant ansteigt. Auch der Dollar verliert nicht im direkten kurzfristigen Zusammenhang mit Konjunkturdaten.
    Das könnten evtl. erste Anzeichen eines Umdenkens sein. Wenn nächste Woche noch die Zahlen aus Lalaland "stimmen", dann sollte es noch im Mai mit den 400$ klappen.


    ps, und lasst den Spinner spinnen und geht nicht drauf ein, sonst geht das ewig. Das kennt man von anderen Boards. Schwachsinnige gibt es überall. Laßt ihn in der Luft hängen, auch wenn er persönlich angreift.
    Oder schickt ihm pn's, dann gehts nicht ständig übers Board.

  • N-TV brachte, dass es heute nachmittag Gerüchte über eine Erhöhung der Terrorstufe gegeben haben soll.
    Alles in allem waren sie aber ahnungslos, warum Dollar, Gold, Futures und europäische Aktienmärkte nahezu gleichzeitig größere Sprünge machten. Hab bis jetzt nichts Neues darüber gehört.

  • [Blockierte Grafik: http://russlandonline.ru/01logo/images/logointern.jpg]


    Die von Roman Abramowitsch geleitete Region ist pleite


    Nach einer Prüfung der Haushaltsausgaben im Autonomen Bezirk der Tschuktschen ist der russische Rechnungshof zum Schluss gekommen, dass diese Region faktisch pleite ist. Die Tschuktschenhalbinsel liegt an der nordöstlichen Küste Russlands und ist durch die Beringstraße vom US-Bundesstaat Alaska getrennt.
    „Unsere faktologischen Nachforschungen lassen darauf schließen, dass die Region pleite ist", sagte der Wirtschaftsprüfer des Rechnungshofs, Sergej Rjabuchin, auf einer Pressekonferenz.


    Die Verschuldung der Autonomen Bezirks der Tschuktschen gegenüber dem Staat habe am 1. Januar des laufenden Jahres 9,3 Milliarden Rubel betragen und somit die Haushaltseinnahmen der Region um 150 Prozent überschritten. Diese Einnahmen hätten sich auf 3,9 Milliarden Rubel belaufen (1 US-Dollar = ca. 29 Rubel).


    Das Verschuldungsproblem habe einen „Dauercharakter". 1994 und 1995 habe Tschukotka den sogenannten Goldkredit in Höhe von 15,8 Tonnen Gold erhalten (rund 190 Millionen US-Dollar).


    Alleine die Goldkredit-Schuld einschließlich Strafen und Verzugszinsen beträgt heute laut Rjabuchin 6,2 Milliarden Rubel.
    Die maximal zulässige Verschuldung einer russischen Region gegenüber dem Staat dürfe jedoch laut geltenden Gesetzen nicht den Haushalt dieser Region überschreiten.


    Auf Grund dieser Angaben kam der Rechnungshof zum Schluss, dass Tschukotka pleite ist, hieß es.


    Der Gouverneur der Autonomie, Roman Abramowitsch, der in Russland wegen des Kaufs des Londoner Fussbalclubs Chelsea berühmt-berüchtigt ist, hatte laut Rjabuchin bei seinem Amtsantritt im Januar 2001 ebenfalls erklärt, die Region stecke in tiefer Finanzkrise und sei faktisch pleite.


    „Das heutige Gouverneursteam konnte aber aus dieser Krise nicht herausfinden", so der Wirtschaftsprüfer.


    Der Vorsitzende der russischen Staatsduma, Boris Gryslow, meinte unterdessen, es sei „verfrüht", vom Bankrott der Autonomie zu reden.


    „Soviel ich weiß, ist die Verwaltung des Autonomen Bezirks der Tschuktschen bereit, die Frage über die Umstrukturierung der Schuld zu erörtern", sagte Gryslow vor Journalisten.


    Dass die Nichterfüllung der Verpflichtungen der Bezirksverwaltung gegenüber dem Staat aufgedeckt werden konnte, ist laut Gryslow ein Verdienst des russischen Rechnungshofs.


    Die Verwaltung der Region könne aber dieses Problem „eingehend betrachten und ihre eigene Lösung vorschlagen".


    „Deshalb wäre es verfrüht, vom Bankrott des Autonomen Bezirks der Tschuktschen zu reden", meinte der Duma-Chef. (RIA)


    Quelle: http://russlandonline.ru

  • Anlagebetrüger
    John Law - Der reichste Mann der Welt
    24. Februar 2004


    Der Schotte John Law galt zu seiner Zeit als der reichste Mann der Welt. Manche behaupten, er war der reichste Mann, der je gelebt hat. Geboren 1671, mußte er nach einem Duell um eine Frau, bei der sein Kontrahent das Leben verlor, 1694 das Land fluchtartig verlassen und hinterließ auf dem Weg durch sein europäisches Exil Scharen von wütenden Ehemännern und verärgerten Spieltischpartnern.


    Doch Law, dem eine geradezu unheimliche Fähigkeit nachgesagt wurde, am Spieltisch Gewinnchancen zu kalkulieren, interessierte sich auch für das in dieser Zeit noch unterentwickelte Geldwesen. Fasziniert hatten ihn seine Erfahrungen in Amsterdam: Die Bank von Amsterdam akzeptierte nicht nur Geldeinlagen, sondern auch Grundbesitz als Einlage und vergab in Form von Noten Darlehen, die durch den Grundbesitz abgesichert waren. Law erkannte, daß Geld zirkulieren muß, um Wachstum zu schaffen, und daß es dabei nicht entscheidend ist, ob der Geldumlauf edelmetallgedeckt ist.


    Law - vom „Erfinder“ des Papiergeldes ...
    Law brannte darauf, seine Idee eines reinen Papiergeldes in die Tat umzusetzen. Dazu bot sich ihm 1715 die Gelegenheit, als er dem Herzog von Orléans, der gerade Regent von Frankreich geworden war, vorgestellt wurde. Der französische Staat war hoch verschuldet, und das Versprechen Laws, diese Schulden quasi per Druckerpresse zu beseitigen, klang vielversprechend. Bereits 1716 gründete Law die Banque Royale, die als erste Bank Frankreichs Papiergeld ausgab, welches nur durch das Versprechen des Staates, seinen Verpflichtungen nachzukommen, gedeckt war. Das Papiergeld war von Anfang an ein Erfolg. Laws Idee bestand den Praxistest.


    Mit der gut laufenden Bank im Rücken begann Law, seinen eigentlichen Plan in die Tat umzusetzen: Er gründete die sogenannte Mississippi-Gesellschaft, deren Zweck es sein sollte, große Goldvorkommen in der größten französischen Kolonie, Louisiana, zu erschließen. Zu diesem Zweck ließ er sich vom Herzog von Orléans Louisiana übereignen und gab Aktien aus, mit deren Hilfe das Geld eingesammelt werden sollte, mit dessen Hilfe man Expeditionen zu den Goldschätzen der Kolonie ausrüsten wollte. In die Aktien wurde dabei das Papiergeld investiert, das er zuvor ausgegeben hatte. Hier muß Law seine Spielernatur eingeholt haben, denn niemand wußte, ob es wirklich Gold in Louisiana gibt. Dem Volk war das egal. Es prügelte sich um die Mississippi-Papiere, sie "stürzten sich auf die Aktien wie die Schweine", heißt es in zeitgenössischen Berichten. Law war auf dem Höhepunkt seiner Macht. Ganz nebenbei hatte er die Konzession für Steuerpachten erworben. Die Mississippi-Gesellschaft besaß das Außenhandelsmonopol für den amerikanischen Kontinent und den malaiischen Archipel sowie das Monopol auf den Tabak- und Sklavenhandel.


    ... zum „Erfinder“ der Inflation


    Und wie so oft folgt dem Höhepunkt der Fall. Louisiana erwies sich als trostloses, unerforschtes Land voller Sümpfe und Alligatoren. Gold jedoch fand sich keines. Immer mehr Aktionäre wurden mißtrauisch und fragten nach den versprochenen Goldvorkommen. Zudem stieg der Umlauf an Papiergeld drastisch, die Wirtschaft überhitzte, enorme Preissteigerungen waren die Folge. Das Mißtrauen der Bevölkerung gegenüber dem Papiergeld stieg ebenso wie gegenüber den Mississippi-Aktien. Jeder versuchte es so rasch wie möglich in Vermögenswerte umzusetzen, was wiederum die Preise trieb.


    Die Folgen: Nachdem der Kurs der Aktien vom Ausgabetag im Januar 1719 bis Dezember desselben Jahres von 500 Livres auf 10.000 Livres gestiegen war, notierten die Papiere im September 1721 schon wieder bei ihrem Ausgabekurs, und das Papiergeld wurde "auf den ihm angemessenen Wert zurückgestuft" - ein Zitat, das man Voltaire zuschreibt. Das französische Finanzwesen war zusammengebrochen. Law selbst entkam mit Hilfe des Regenten über die Grenze. England nahm ihn gnädigerweise auf, und bei seiner Ankunft wollten alle den Schotten sehen, der Frankreich ruiniert hatte. Für sich hatte er - ganz der Spieler - keine Reichtümer beiseite geschafft und mußte sich wieder an den Spieltischen sein Geld verdienen.


    Text: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.02.04
    Bildmaterial: AP

  • Marktmanipulation
    Die Gebrüder Hunt verzocken sich am Silbermarkt


    24. Februar 2004


    Haroldson Lafayette Hunt machte sich unter dem Namen "Arkansas Slim" als professioneller Poker-Spieler einen Namen, bevor er in Texas ein Ölfeld kaufte und damit in die Liga der reichsten Texaner aufstieg. Sein Sohn Nelson Bunker Hunt erbte von ihm zwar die Spielleidenschaft, aber wohl nicht die geschäftliche Fortune seines Vaters - er verspielte zusammen mit seinen Brüdern das Hunt-Vermögen bei dem Versuch, den Silbermarkt zu manipulieren.


    Die Hunt-Brüder begannen 1974, groß ins Silbergeschäft einzusteigen. Die Idee war simpel: Der Markt für Silber war damals recht eng - warum sollte man ihn dann nicht mit ein paar Milliarden den Markt unter Kontrolle bringen und die Preise manipulieren können?


    Der Siberpreis wurde nach oben manipuliert ...


    Der Preis für eine Unze Silber lag damals bei 3,30 Dollar. Bis Ende der siebziger Jahre stieg der Preis auf 50 Dollar, und die Hunts besaßen Silber und Silberterminkontrakte im Wert von rund 6,6 Milliarden Dollar - das entsprach etwa der Hälfte der Silbervorräte Amerikas und 15 Prozent der Weltsilbervorräte. Der Erfolg schien den Hunts mit ihrer Silberspekulation recht zu geben: Mit ihren ständigen Käufen erzeugten sie eine künstliche Knappheit auf dem Silbermarkt. Gerüchte um eine weitere Verknappung ließen den Preis weiter steigen.


    Doch wie so oft im Leben drehten sich die Winde des Schicksals, und sie wehten bald den Hunt-Brüdern aus mehreren Richtungen ins Gesicht. Zum einen hatten sie die Rechnung ohne die Marktkräfte gemacht: Die anziehenden Silberpreise führten dazu, daß auch das Angebot an Silber stieg. Tafelsilber, Schmuck, Münzen - alles wurde eingeschmolzen und auf den Markt geworfen, die Leute holten ihr letztes Silber vom Speicher und verkauften es. Hinzu kam, daß die hohen Preissteigerungen immer mehr Marktteilnehmer dazu animierten, Gewinne mitzunehmen.


    ... bis die Marktkräfte wieder überhand nahmen


    Das steigende Angebot bedeutete für die Hunts, daß sie noch mehr Silber kaufen mußten, wollten sie den Markt und damit die Preise weiterhin unter Kontrolle behalten. Doch dazu benötigten sie weitere finanzielle Mittel, die selbst beim reichsten Milliardär irgendwann knapp werden. Auch der Kauf des Silbers über Kredit erwies sich jetzt als problematisch - mit steigenden Zinsen wurden die Belastungen aus den Krediten immer höher. Hinzu kam, daß die Terminbörse die Sicherheitseinlagen auf Silberterminkontrakte erhöhte, um die Spekulation zu begrenzen. Die Hunts konnten den Aufforderungen ihrer Makler, ihre Sicherheitsleistungen für das Terminsilber zu leisten, nicht mehr nachkommen.


    Und als dann der Silberpreis ins Rutschen kam und die Metallbörsen dem Silberhandel Restriktionen auferlegten, noch bevor die Hunts ihr Silber versilbern konnten, brach das ganze Spekulationsgebilde endgültig zusammen. Der Silberpreis fiel innerhalb kürzester Zeit auf 11 Dollar. Um Bankenzusammenbrüche zu verhindern, fanden sich Institute, die den Hunt-Brüdern einen Kredit von 1,1 Milliarden Dollar bereitstellten; zusätzlich verpflichteten sich die Hunts, ihre Silbervorräte zu verkaufen. Zudem wurden sie mit Prozessen und Schadensersatzforderungen überzogen, und auch das Finanzamt meldete sich zu Wort. Anfang 1989 erklärten Nelson und William Hunt ihren Bankrott. Bruder Lamar, der nur am Rande mit der Silberspekulation zu tun hatte, einigte sich außergerichtlich mit seinen Gläubigern. "Wer weiß, wieviel er besitzt, besitzt nicht viel", pflegte Nelson Hunt zu sagen. Jetzt weiß er, wieviel er besitzt.
    Text: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.02.04
    Bildmaterial: AP

Schriftgröße:  A A A A A