Funktechnik, Anwendungsmöglichkeiten und technische Grundlagen

  • Pässe, Schnee, Winter… mal sehen.

    Ja, es ist die letzten Tage recht kalt geworden..
    Bei mir jetzt regelmäßig unter Null Grad in der Nacht - Da wird er Schnee auch nicht mehr lange auf sich warten lassen?


    Liefern nach Italien erlebe ich immer wieder mit Freunden in Südtirol...
    Da ist DHL in Deutschland im Vergleich schon sehr viel zuverlässiger, auch was den Umgang mit Sendungen angeht.


    Ich hoffe mal, dass es bei euch beiden dennoch demnächst klappt :thumbup:

  • Wenn ihr Lust habt schon mal ohne Scanner reinzuhören und euch bisschen mit der Technik vertraut zu machen, gibt es auch offene Empfänger im Netz.


    Diese liefern zwar nur 0-30MHz, aber für den Anfang ist das ja schon mal was.


    Wenn ihr mehr wollt, einfach im Netz nach "Websdr" suchen, da gibt es eine ganze Menge. Viele sind jedoch nicht rund um die Uhr in Betrieb, also nicht wundern wenn es nicht geht...



    NACHTRAG:
    Hier die WebSDR für die anderen Frequenzbereiche.
    Diese sind etwas hakelig und müssen im Browser explizit freigeschalten werden. Ist aber keine große Sache!
    Einfach vor dem Adressfeld auf "unsicher.." klicken und dort in den Einstellungen die Audioausgabe von "Automatisch" auf "Zugelassen" stellen, dann laufen diese meist auch.
    Wenn dennoch nichts geht, liegt es häufig daran dass diese SDR nicht rund um die Uhr aktiv sind!

    Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16

    Einmal editiert, zuletzt von DarkMatter ()

  • Vergangenen Samstag habe ich zusammen mit einem befreundeten Vermessungsingenieur Vorbereitungen für die Errichtung einer Richtfunkstrecke getroffen, sprich wir haben mittels Theodolit geprüft ob die Sichtverbindung gegeben ist und wie hoch Höhendifferenzen sind, da der Up- und Downtilt später an der Richtfunkantenne nicht beliebig ist. Das Ganze ging über eine Strecke von 8 km. Als Experiment haben wir zur Kommunikation sowohl Freenet wie auch mein 2 m Betriebsfunk genutzt, ich wollte mal den direkten Vergleich sehen.


    Im Kern kann nicht nun sagen, dass Freenet von der Reichweite her genau so gut/schlecht ist wie der Betriebsfunk mit 1 W im 2 m Band. Der Vorteil war aber im Betriebsfunk, dass wir quasi keine Störer hatten, beim Freenet hat auf einigen Kanälen irgendwas gestört, was es war, ist schwer zu sagen. Denke aber, dass im Freenet-Band einfach mehr Anwendungen laufen und somit auch mehr Störer auftreten. Auf jeden Fall war die Sache sehr interessant und aufschlussreich. Einen solchen direkten Vergleich habe ich bisweilen nie gemacht und der Vermessungsingenieur verwendet selbst Freenet und war auch an einem Vergleich interessiert.

    Motto: Carpe diem et noctem.


    „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ (Albert Einstein)


    „Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.“ (Benjamin Franklin)


    Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16.

  • Der Vorteil war aber im Betriebsfunk, dass wir quasi keine Störer hatten, beim Freenet hat auf einigen Kanälen irgendwas gestört,

    Auf den Betriebsfunkfrequenzen ist recht wenig Betrieb, da diese eben nur von den jeweiligen Anwendern genutzt werden. Während sich auf den 6 öffentlichen Kanälen vieles ballt und dort auch zunehmend Datenübertragungen durchgeführt werden.
    Hinzu kommt, dass viele Funker Freenet als Alternative zum häufig innerorts gestörten 11m-Band verwenden und dort einen Relaisbetrieb nutzen. Dabei wird von Zuhause per Freenet an eine störungsfreie Gegenstelle gesendet, die das Signal in beide Richtungen aufs, bzw. vom 11m-Band umsetzt. Damit steht die große Reichweite der Kurzwelle und der bessere Empfang bei Freenet amStandot zur Verfügung.
    Bei den aktuell nur 6 Kanälen für Freenet wird dann schnell sehr eng...


    Ein anderes Problem besteht in den häufig verwendeten (chinesischen) Billiggeräten auf Freenet. Diese nehmen beim Senden allerlei Störung aus der Umgebung auf und senden dies mit dem Nutzsignal aus. Das äußert sich dann in einem relativ ruhigen Kanal, doch wenn die Sendung empfangen wird ist die Sprach mit Nebengeräuschen bis zur Unverständlichkeit überlagert.


    Im Vergleich sieht (hört) sich das viel schlimmer an, als es in Wirklichkeit ist!
    Auch wenn die Verständlichkeit bei Freenet schlechter ist, reicht es meist für einen uneingeschränkten Funkbetrieb aus. Funk ist eben oft keine UKW-Radiosendung [smilie_blume]

  • Auf den Betriebsfunkfrequenzen ist recht wenig Betrieb, da diese eben nur von den jeweiligen Anwendern genutzt werden. Während sich auf den 6 öffentlichen Kanälen vieles ballt und dort auch zunehmend Datenübertragungen durchgeführt werden.Hinzu kommt, dass viele Funker Freenet als Alternative zum häufig innerorts gestörten 11m-Band verwenden und dort einen Relaisbetrieb nutzen. Dabei wird von Zuhause per Freenet an eine störungsfreie Gegenstelle gesendet, die das Signal in beide Richtungen aufs, bzw. vom 11m-Band umsetzt. Damit steht die große Reichweite der Kurzwelle und der bessere Empfang bei Freenet amStandot zur Verfügung.
    Bei den aktuell nur 6 Kanälen für Freenet wird dann schnell sehr eng...


    Ein anderes Problem besteht in den häufig verwendeten (chinesischen) Billiggeräten auf Freenet. Diese nehmen beim Senden allerlei Störung aus der Umgebung auf und senden dies mit dem Nutzsignal aus. Das äußert sich dann in einem relativ ruhigen Kanal, doch wenn die Sendung empfangen wird ist die Sprach mit Nebengeräuschen bis zur Unverständlichkeit überlagert.


    Im Vergleich sieht (hört) sich das viel schlimmer an, als es in Wirklichkeit ist!
    Auch wenn die Verständlichkeit bei Freenet schlechter ist, reicht es meist für einen uneingeschränkten Funkbetrieb aus. Funk ist eben oft keine UKW-Radiosendung [smilie_blume]

    Vom Gefühl her würde ich sagen, es war ein Datenfunk, der zwar ziemlich gerauscht hat, aber man konnte ein Art gepulstes Muster heraushören.

    Motto: Carpe diem et noctem.


    „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ (Albert Einstein)


    „Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.“ (Benjamin Franklin)


    Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16.

  • Vielleicht hat mal jemand von den Admins ein Einsehen und ermöglicht es Nutzern hier Dateien und Bilder hochzuladen - Wie dies in anderen Foren der Standard ist!


    Letztlich ist jeder für das was er schreibt ebenso verantwortlich, wie das was er hochlädt. Die Unterbindung dieser für ein Forum grundsätzlichen Funktion, ohne dass man die Hosen herunter lässt, ist mir unverständlich.
    So informativ und kompetent dieses Forum ist, so restriktiv/rückständig ist die Administration.



    @Währungshüter ...dann könnte ich die auch eine Antwort auf deine Vermutung geben... sorry!

  • @DarkMatter: Fehlt bei Dir der Reiter Dateianhänge beim Antworten auf einen Beitrag? Ich kann hier welche hochladen aber nur Bilddateien und Zip, was aber reichen würde. Bei mir ist dieser Reiter neben den Smileys.

    Bilder

    Motto: Carpe diem et noctem.


    „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ (Albert Einstein)


    „Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.“ (Benjamin Franklin)


    Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16.

  • Den Reiter gibt es nur für Altgediente und die die die Hosen herunter lassen..
    Das war schon paar mal im Neueinsteigerbereich ein Thema und da hieß es, dass das nur mit Plus-Mitgliedschaft freigeschaltet ist...

  • Den Reiter gibt es nur für Altgediente und die die die Hosen herunter lassen..
    Das war schon paar mal im Neueinsteigerbereich ein Thema und da hieß es, dass das nur mit Plus-Mitgliedschaft freigeschaltet ist...

    Das wusste ich nicht, dass das heute extra freigeschaltet werden muss. Ich meine, dass das bei mir von Anfang an ging, ist aber schon über 10 Jahre her, ich weiß nicht mehr, wie es damals gehandhabt wurde.

    Motto: Carpe diem et noctem.


    „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ (Albert Einstein)


    „Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.“ (Benjamin Franklin)


    Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16.

  • Den Reiter gibt es nur für Altgediente und die die die Hosen herunter lassen..
    Das war schon paar mal im Neueinsteigerbereich ein Thema und da hieß es, dass das nur mit Plus-Mitgliedschaft freigeschaltet ist...

    Kannst Du denn links einfügen?
    Sonst Bilder etc bei externen Anbietern hochladen und link setzen

  • @Salorius II ok, die Möglichkeit hatte ich noch gar nicht bedacht


    Aber dennoch finde ich die Beschränkung hier schon etwas restriktiv/rückständig. Wenn die Funktion für die ersten 50 oder 100 Beiträge gesperrt wäre, hätte ich ja durchaus Verständnis, aber generell eben nicht.
    Wobei dies ja für Plus-Nutzer sofort zur Verfügung steht, wie ich gelesen habe..

  • Ich hatte diese Woche Kontakt zu Icom und hab auch mal wegen dem IC-R30 nachgefragt.
    Hier gibt es Probleme mit einem Schaltkreis der Signalaufbereitung, weshalb derzeit nur sehr wenige Geräte gebaut werden können. Der Schaltkreis ist auch in anderen Geräten im Einsatz und dort teilweise mehrfach. D das Kerngeschäft von Icom aber nunmal nicht gerade die Handscanner sind, gibt es hierfür nur eine sehr geringe Zuteilungsmenge.
    Aktuell wird es demnächst eine letzte Lieferung für 2021 von etwa 30 Geräten für Deutschland geben. Wie es 2022 weiter geht ist noch unklar, aber große Mengen wird es keinesfalls geben.
    Falls Interesse besteht könnte ich mal mit einem Icom-Partner sprechen, wo ihr dann bestellen könntet...


    Alternativ zum Icom ist der Alinco DX-11E meine persönliche Empfehlung - Ein sehr guter und kompakter Scanner, der lieferbar ist und mit rund 300€ auch um einiges günstiger. Der Bereich über 1 GHz ist mMn wenig interessant und die Möglichkeit eines Empfangs digitaler Sendungen eher Augenwischerei, denn dies geht nur bei unverschlüsselten Aussendungen und diese gibt es so gut wie gar nicht.
    Ansonsten hat der Alinco alles an Bord, was man braucht und ist mit 100 Schritten/Speicherkanälen ausreichend schnell. Ein vernünftiger Standlader wird ebenfalls serienmäßig mit geleifert und die Software ist kostenlos!


    Nachtrag:
    Das Programmierkabel ERW-8 USB für den Alinco muss man separat bestellen. Kostet knapp 60€, wird aber von einigen Händlern auch im Bundle günstiger angeboten.

  • Was ich noch vergessen hab...


    Das Programmierkabel dient auch der kompletten Fernsteuerung des Alinco vom PC aus. Die Software ist ebenfalls kostenlos!
    Es wird nicht am Scanner sondern am Standlader eingesteckt, was den Vorteil bietet, dass die Bedienung Zuhause am PC erfolgen kann und wenn man weggeht, steckst man des kleine Teil (ca. 10 x 5 x 3 cm) einfach in die Tasche. Die Einstellungen bleiben dabei erhalten, also nichts mit erst wieder suchen, einstellen, usw.
    Beim Zurückstecken muss die Software dann jedoch neu getartet werden um den Scanner wieder zu erkennen.


    Die aktuelle Software kann einfach bei Alnico heruntergeladen werden. Kein riesen Paket sondern einfach kleine kompakte Softwarelösungen die auch recht unsensibel auf älteren Rechnern laufen.

  • Danke für die Info zum Icom. Ich schaue mir den Alinco auch noch an, evtl. wäre das ja eine wirkliche Alternative, gerade wenn Icom selbst sagt, dass sie Probleme mit einem bestimmten Schaltkreis im Gerät haben. Ich bin die Woche leider wieder nicht dazu gekommen, wegen des Scanners herum zu telefonieren. Wir haben in der Firma gerade einen hohen Krankenstand, einer hat sich das Bein gebrochen, ein anderer hat Blinddarm und daher bin ich im Moment voll im Tagesgeschäft involviert. Die externe Buchhalterin hat zudem Nebenwirkungen von der Impfung, so dass ich nun den Monatsabschluss und die Sachen für die USt.-Voranmeldung selbst machen muss. Sobald ich Luft sehe, gehe ich das Thema Scanner aktiv an. Der Alinco wäre für mich, zumindest nach kurzem Überfliegen, eine echte Alternative.

    Motto: Carpe diem et noctem.


    „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ (Albert Einstein)


    „Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.“ (Benjamin Franklin)


    Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16.

  • Ja und Nein... die Empfindlichkeit an der Antennenbuchse ist ein einfacher Vergleichsparameter, aber eben nur ein! Parameter zwischen Dem Signal in der Luft und dem was aus dem Lautsprecher kommt.


    Auf der einen Seite der Antennenbuchse befindet sich die Antenne, die mehr oder weniger Signal aus der Luft fischt und auf der anderen Seite liegt die Signalaufbereitung. Dies ergibt noch viele Parameter, die in die Empfangsleistung einfließen und erst alle Parameter zusammen würden eine Aussage ermöglichen - eine theoretische zumindest..


    Eine geringere Empfindlichkeit kann durch eine leistungsstärkere Antenne kompensiert werden, wobei man sehen muss, dass eine Antenne immer nur einen kleinen Teil des Empfangsspektrums abdeckt. Je Breitbandigkeit geht auf Kosten der Empfinglichkeit. Eine hohe Empfindlichkeit erfordert wiederum eine bessere Signalaufbereitung, die jedoch schnell an die räumlichen Grenzen des Handgerätes stößt....
    Das Thema der Empfindlichkeit ist ein sehr komplexes Thema, wobei die Datenblattwerte nur wenig Aussage auf die praktisch nutzbare Empfindlichkeit zulassen.
    Ein übersteuertes oder intermoduliertes Signal auf Grund hoher Empfindlichkeit ist weitaus weniger verständlich als ein kleineres aber sauberes Signal. Ein Handscanner ist hier immer ein Kompromiss, aber selbst ausgewachsene Kommunikationsempfänger wie der IC-R8600 sind nicht wirklich frei von diesen Problemen. Und was hilft eine hohe Empfindlichkeit, wenn diese dann wegen der lokalen Situation die dauerhafte Aktivierung des Abschwächers bedingt?


    Messtechnische Datenblattwerte sind das Eine, die Praxis aber häufig etwas ganz anderes. Ich habe einige Geräte hier im Betrieb, sowohl die Icom IC-R8500 (noch) und 8600, aber auch Handscanner u.a. den Alinco. Jedes Gerät hat seine Stärken und Schwächen und auch wenn der IC-R8600 an der Hochantenne mehr Signale liefert, muss er spätestens passen wenn es vor die Tür geht. Paar hundert Meter weiter hat dann der Alinco auf Grund besserer Umgebungsbedingungen die Nase vorn.
    Dabei ist der Unterschied in der Empfangsleistung aber keineswegs so groß wie man als Außenstehender denkt. Insbesondere der praktisch nutzbare Unterschied zwischen dem Icom I-R30 und dem Alinco ist nahe Null. - Mal ist der eine minimal besser, mal der andere.


    Also hast du schon Recht mit den Äpfeln und Birnen, aber was hilft dir der Birnbaum im Nachbargarten, wenn du nicht an die Birnen kommst? - um bei dem Vergleich zu bleiben [smilie_blume]



    Zu deinem Datenblattauszug:
    Icom gibt seine Empfindlichkeiten in eine anderen Bezugseinheit und Messbasis an, wodurch die reinen Zahlenwerte nicht vergleichbar sind. - Nur zur Ergänzung..

    Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16

    Einmal editiert, zuletzt von DarkMatter ()

  • Es gibt sicherlich auch in deiner Nähe Funkhändler die verschiedene Scanner vorrätig habe und wo du einfach mal selbst vergleichen kannst. Die großen Unterschiede liegen nicht in de Empfangsleistung, sondern in der Bedienung und dem gesamten Handling. Doch da hat jeder so seine Vorleiben und Neigungen, was die Position von Tasten, ihre Größe und das Konzept der Menüs betrifft.


    Falsch machen kannst du bei keinem der namhaften Hersteller etwas, ob du nun zu Alinco, AOR, Icom, Yaesu, usw. greifst.

  • Nachdem wir nun weit in die einzelnen Geräte gegangen sind, mal wieder bisschen zurück zu dem, was man empfangen kann und welche generellen Grenzen es gibt. Außerdem hab ich mir die letzten Tage mal die Mühe eines Vergleichs gemacht, den ich auch nicht vorenthalten will.


    Die Entscheidung für einen der wenigen Handscanner ist vergleichsweise einfach, aber dabei sollten die Einschränkungen, die sich aus der breiten Empfangsfrequenz und kleinen Bauform ergeben bedacht werden. Ein Handscanner ist als einfaches handliches Gerät, das man überall ihn mitnehmen kann, eine schöne Sache. Aber es ist eben nicht so einfach mit dem Empfänger eines Mobilfunkgeräts oder Heimgeräts zu vergleichen.
    Dafür bietet es unzählige Möglichkeiten, die die größeren Geräte nicht bieten, wie schneller Kanalscann. Dies liegt einfach daran, dass die Arbeitsweise mit diesen Geräten eine völlig andere ist.
    Am Heimgerät sind dafür spezifische Antennen und Zusatzgeräte anschließbar, die eine andere Welt eröffnen. Doch dies geht in eine sehr spezifisches Hobby und hat auch nur wenig mit dem normalen Empfang zu tun. Preislich liegen diese Anlagen auch in einem anderen Bereich und 10 T€ sind da schnell investiert.


    Soweit man diese Unterschiede berücksichtigt wird man mit einen Handscanner auch sehr glücklich werden. Und wie bereits geschrieben sind die Unterschiede in der Praxis nicht wirklich relevant, denn ein 3000T€ Heimgerät empfängt mit einer gebräuchlichen Scannerantenne eben auch nicht so viel mehr wie ein Handscanner!



    Wenn man ein universelles Handgerät (Scanner) für wirklich portablen Einsatz sucht ist die Auswahl eher bescheiden:
    Alinco DJ-X11 (ca. 350€), AOR-DV10 (13200€) und 8200 (650€), Icom IC-R20/30 (650€), Yaesu ist identisch mit AOR.
    Der Rest des aktuellen Marktes ist auf Grund technischer Einschränkungen nicht geeignet (keine SSB-Empfang!)
    Von der Bedienung sollte man sich die kleinen Alleskönner recht genau anschauen, denn die Bedienung erfordert bei allen eine Einarbeitung.


    Welche Bereiche sollte ein Scanner sinnvollerweise abdecken:


    0-30 MHz Kurzwelle (Rundfunk, Amateurfunk, CB-Band)
    88,5 - 108 MHz UKW-Radioband
    108 - 137 MHz Flugfunk
    140 - 155 MHz Amateurfunkband 2m und öffentliches Freenet
    420 - 560 MHz Amateurfunkband 70cm, LPD und öffentliches PMR


    Die anderen Beriech sind weniger wichtig, da dort keine öffentlichen Sendungen erfolgen und ein Großteil ohnehin verschlüsselt gesendet wird.


    Bei einem Handscanner, auch den vorgenannten ist die Leistung im Kurzwellenbereich eher auf dem Niveau eines guten Radios. Auf Grund durch die kleine Bauform nicht möglichen Filter und Eingangskreisen, ist hier nicht viel mehr möglich. Insbesondere bei SSB-Empfang wird er Abstand zu einen gebräuchlichen CB-Funkgerät schon recht beachtlich. Für den Nahbereich ist dies nicht problematisch, aber weiter entfernte Stationen können häufig nicht empfangen werden.
    Aber dafür bietet der Handscanner einen weitaus größeren Empfangsbereich und eine dennoch kompaktere Baugröße!


    Der UKW-Radiobereich ist vergleichbar, da hier mit sehr starken Signalen gearbeitet wird.
    Dies bringt jedoch Einschränkungen im Flugfunk mit sich, wo die schwachen Signale im Scanner oft nicht ausreichend von den intern durchschlagenden UKW-Sendern separiert werden können. Oft führen die UKW-Sender zu unerwünschten Mischprodukten (Intermodulation), die einen Empfang der eigentlichen Frequenz erschwert.


    In den oberen beiden Bereichen sind die Scanner gleichauf mit einfachen Handfunkgeräten (Freenet/PMR), aber eben auch wesentlich schwächer wie die Geräte aus dem Amateurfunkbereich. Diese Unterschiede ergeben sich einfach aus dem reduzieren Frequenzbereich, der eine Filterung und bessere Signalaufbereitung ermöglicht. Die verwendeten Chips in diesen AFU-Gräten sind oft die selben wie bei den öffentlichen Ablegern.



    Nach aller Theorie die Praxis mit dem Alinco der letzten Tage:


    Rundfunkempfang auf Kurzwelle: diverse europäische Stationen, CRI aus China, IRIB aus dem Iran, Stimme Russlands und viele mehr sind verständlich empfangbar. Mit einem Kopfhörer geht's um einiges besser wie mit dem eingebauten "ultra flat speaker" ;)
    Das CB-Band in FM ist etwas schwächer als am Vergleichsgerät, aber die meisten Stationen kommen durch, wenn auch nach rund 25km die Signale zusehens schwächer werden, bzw. im Rauschen unter gehen. Bei SSB reicht der Empfang für die Ortsrunde bei brauchbarer Verständlichkeit, wobei man beachten muss, dass SSB keine Rundfunkempfang ist. Der integrierte Lautsprecher ist dabei aber schon merklich über dem Limit.
    Wird die mitgelieferte Antenne gegen eine CB-Portabelantenne wie die Highflex27 getauscht, wird der Empfang erheblich besser und kommt aber nicht an das Vergleichsgerät. Bei 70cm Antennenlänge ist das Ganze auch nicht mehr so wirklich portabel.


    UKW-Rundfunk ist wie im Autoradio..


    Im Flugfunkbereich ist einiges zu hören und bis auf die Probleme durch die die UKW-Sender verursachen, vergleichbar mit dem anderen Empfängern. Auch hier macht der eingebaute Lautsprecher einige Schwierigkeiten, bzw. kommt einfach an seine Grenzen. Flugfunk ist für mich derzeit nicht so interessant, bietet aber eine gute Möglichkeit den Empfänger, insbesondere den Einfluss durch starke benachbarte Sender zu testen. Der Empfang ist wie erwartet, nicht wirklich schlecht, aber doch mit den gerätespezifisch erwarteten Einschränkungen.


    Die Bänder darüber laufen identisch zu den Freenet- und PMR-Geräten, wobei der Alinco hier teilweise sogar stärkere und verständlichere Signale liefert. Wird er an der anstelle des Freenet-Geräts betrieben, zieht er klar an diesem vorbei. Die Antenne am PMR ist leider nicht abnehmbar, aber bei Verwendung einer anderen PMR-Antenne auch hier dasselbe Bild. Stationen die auf dem PMR-Gerät fast unverständlich sind, kommen am Alinco mit PMR-Antenne klar und verständlich.


    Zusammengefasst ist der Handscanner im unteren Bereich klar schlechter und im oberen Bereich gleichwertig, teilweise sogar besser. Zusammen mit den scannerspezifischen Möglichkeit der Grund, warum ich immer noch Handscanner verwende, obwohl ich weitaus leistungsfähigere zur Verfügung habe.
    Als "Radio" mit der Option auf andere Frequenzbereiche, als Überwachungsempfänger durch den schnellen Suchlauf und nicht zuletzt durch das kompakte Hosentaschenformat, ist der Handscanner unübertroffen universell. Diverse Einschränkungen sind sicher vorhanden, aber in der Praxis (für mich) nicht wichtig, da es hierbei um empfange ich etwas weniger oder ich habe gar kein Gerät dabei geht.


    Der Icom IC-R20 (Vorgänger des R30) eines Freundes der mich dabei unterstützte, lief parallel und war bis auf Feinheiten vergleichbar, tendenziell durch den besseren Laufsprecher jedoch etwas besser verständlich.
    Teilweise konnte ich noch einen leihweise überlassenen Yaesu/AOR DV10 mit vergleichen, der aber nicht so viel besser als der Alinco lief, als dass es den 4fachen Preis gerechtfertigt hätte. Der Empfang/Verständlichkeit lag auf dem Level des Icom IC-R20, was aber auch primär dem besseren Lautsprecher zu verdanken scheint. Die Mehrfunktionen im Digitalen Bereich konnte ich nur auf PMR testen, wobei ich hier nur eine einzige Station in den paar Tagen empfing. Aber das in sehr guter Qualität.


    Wenn man den Nachteil des "ultra flat speakers" am Ainco mal ignoriert haben sich die 3 Handscanner nicht wirklich viel gegeben. - Einen Favoriten möchte und kann ich nicht benennen.
    Was den Preisunterschied betrifft liegt der Alinco als mittlerweile 100% Chinagerät klar in vorne. Ob hierdurch evtl. größere Serienstreuungen oder Serviceprobleme entstehen kann ich nicht beurteilen.
    Ein Handscanner ist ein Gerät das unterwegs vielen Umwelteinflüssen ausgesetzt wird und nicht die Lebensdauer eines Stationsempfängers hat. Durch den vergleichsweise günstigen Preis bei gleicher Leistung wäre dies aber verschmerzbar.
    Ich habe aktuell den zweiten Alinco am Start, der erste hat nach gut 4 Jahren exzessiver Außeneinsätze aufgegeben. Mehrere Regenguss verursachte Überflutungen und einige Abstürze haben zu Ausfall des Displays geführt - Ob der Yaesu/AOR dies überhaupt so lange überstanden hätte wage ich mal zu bezweifeln...

  • In zwei Wochen steht wieder der alljährliche T-Day an.
    Dies ist eine gute Möglichkeit mal zu hören, was so auf den Funkbändern in der eigenen Region los ist.


    Solche Großevents werden immer wieder gestartet, wobei es häufig wohl auch um die Erfassung der Funkerdichte in den jeweiligen Regionen geht. Wenn man etwas tiefer schaut, drängt sich dieser Verdacht zumindest auf...
    Aber egal, zum Zuhören sind diese Events recht interessant und geben auch einen ungefähren Eindruck, wie weit das eigene Empfangsgebiet reicht.
    Da die 3 wesentlichen Frequenzbereiche (KW mit CB, VHF mit Freenet und UHF mit PMR) abgedeckt sind, können daraus recht brauchbare Rückschlüsse für den eigenen Wohn- oder Standort gezogen werden werden.


    Ob man aktiv teilnimmt ist natürlich eine andere Frage [smilie_blume]

Schriftgröße:  A A A A A