ZitatAlles anzeigenOriginal von Saccard
Interessant auch wie wir hier nur so dumm sein konnten und glauben konnten das Platzen der Immo-Bubble wäre schelcht für Aktien.
Nein!
Natürlich steigen Aktien dann.
Es ist ganz logisch. Konsumenten besitzen entweder Immobilien oder kaufen welche. Verkauft wird nicht in nennenswerter Zahl, man will ja irgendwo wohnen.
(...)
Resultat: Die gefallenen Immopreise führen dazu, daß die neuen Käufer Geld sparen. Doch können die dieses Geld nicht auf's Konto legen, sie werden von den builders dazu gezwungen, daß Geld für Konsumgüter wie Autos auszugeben, was natürlich die Konjunktur ankurbelt. Offiziell bleiben die Immopreise dann natürlich stagnierend und fallen nicht. Und die builders können schöne Gewinne verbuchen, denn schließlich waren die Ausgaben für Reisen, Autos, Küchen ja nur "einmalige" Sondereffekte für ein kleines Werbeprogramm.
Das geht solange gut bis irgendwann mal die Realität einsetzt. Sprich genug private Verkäufer da sind oder die Kredite nicht mehr bedient werden können.
Gruß
S.
Hallo Saccard.
Schöne Zusammenfassung der Lage.
Hinterher ist man klüger, - das ist jetzt keine Kritik, es soll nur sagen, dass ich nur den Kopf schütteln kann, wie sich die Dinge manchmal doch entwickeln. Verrückt, denn - ich erinnere nur daran, dass seit mindestens 2002 die Aufmerksamen vor der der Aktien-Bubble folgenden Immo-Bubble & ihren realen Folgen warnen.
Und alles ist ja auch immer noch genauso plausibel!
Wieder mal scheinen aber die schlechten Auswirkungen mit relativ einfachen Mitteln "erfolgreich" hinausgezögert zu werden.
Ich finde das fast schon unglaublich.
Wie ein langer, aufgezwungener Traum-Schlaf.
Meine Vermutung ist so langsam, dass die Sache in dieser Form nur durch etwas Unerwartetes abgebrochen werden kann, die das Sentiment der Bürger nachhaltig trübt. (=> Änderung im Konsumverhalten.)
Dann würden zwangsläufig Kreditbedingungen verschärft & Kredite ausfallen.
(Und dann würden plötzlich alle längst genannten Argumente stimmen.)
Ich meine nicht mal Terroranschläge, oder einen grösseren Krieg.
2007 nochmal so eine Hurrikansaison, wie 2005 & es würde bereits ein Schuh draus.
Oder ein sehr schweres Erdbeben in San Francisco. (Langfristig wäre das wiederum gut für den Konsum, so makaber es natürlich klingt.
Aber es könnte ein Auslöser von etwas weit grösser Dimensioniertem werden.)
Oder die Aliens greifen an, weil George Bush die Herrschaft über das All verkündet hat.
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Die Blasen sind jedenfalls die ganze Zeit über alle da, aber intern wird weiter geschickt genug Morphium verabreicht, so dass es schon eines externen Schocks bedürfte, um die Situation zu destabilisieren.
Oder?
Gruss,
gutso
PPS: Gold würde in so einem Abschwung - den ich persönlich erst nach einem weiteren Anstieg der Aktien-Preise analog Ende 1999 erwarten würde, vorläufig mit gedrückt werden können.
Sich aber recht schnell erholen & dann wäre der Himmel wieder frei für neue (nominale) Gold-ATH´s.
Unten mal die Nasdaq longterm, - wenn der RSI weiter ansteigt, sind wir erst auf den Topkursen. Siehe von mir eingezeichnete, hellblaue Balken im Bild, erst nach Tops im RSI kamen in der Vergangenheit die schweren Abstürze.
(Die anderen Indikatoren kann man wohl erst mal ignorieren, ich probiere damit nur derzeit rum. Was ich interessant fand, war hier der RSI ! )
Diesem Bild nach stehen wir evtl so da, wie Anfang 1986. Haben wir 2007 wirklich ein nochmals verschärftes Hausse-Jahr bei Aktien vor uns, dann Prost Mahlzeit. Dann steht die Nasdaq irgendwo bei vielleicht 6000 Punkten & ist endgültig reif für den grossen Crash.
Noch so eine Schraube, wie in 1987, nur in grösser - warum nicht?
Man könte sich aber auch eine Echoblase (hab darüber mit Hightekki im Forum diskutiert, er hat den guten Begriff eingeworfen) zu 2000 vorstellen (analog 1929 ff., nur diesmal zeitlich weiter greifend).
Dann würde die Nasdaq evtl bis 3000 Punkte gehen können & darauf hin den Abstieg einleiten ... . - Wäre auch eine für mich sehr plausible Variante. Eigentlich noch plausibler. Dann käme der Absturz wohl so in spätestens 6-9 Monaten.