• wäre längerfristig kaum möglich:
    auf dem Papiermarkt werden Lieferansprüche gehandelt
    wenn diese bei Fälligkeit nicht bedient werden (auf Verlangen des Inhabers des jeweiligen Kontrakts) so würde der "Papiermarkt" recht schnell kollabieren ;)


    ach ja:
    und wenn das Aufgeld für lieferbare Unzenstücke zu groß wird, dann dürfte sich ja wohl bald ein Händler finden, der sich einfach ein paar Standardbarren ausliefern läßt und diese in marktgerechte Stückung umschmilzt ...


    Ja, aber wieviele lassen sich bei Fälligkeit wirklich physisch ausliefern? Ich denke das der großteil spekulativ ist und kein Interesse an der physischen Auslieferung besteht.


    Das "ach ja:" halte ich für unwahrscheinlich, erstens zu aufwendig, zweitens Absatzproblem. Die Masse kauft doch lieber "offiziell" bekannte Münzen als irgendwelche eigenprägungen von irgendeinem Händler. Da müßte das schon im extrem großen Stil passieren, was dann im Endeffekt in einer neuen Münzprägeanstalt endet *g* die dann auch wieder die marktüblichen Aufpreise drauf schlägt. Also wie gesagt, halte ich für nicht realistisch, solche Münzen wären dann auch keine gesetzlichen Zahlungsmittel und ich bin mir nicht ganz sicher, ob dann in DE z.B. sogar 19% Ust. fällig wären, was dann auch wieder zu höheren Unzenpreisen führt.


    Grüße
    red
    www.silbertresor.de

  • Das "ach ja:" halte ich für unwahrscheinlich, erstens zu aufwendig, zweitens Absatzproblem. Die Masse kauft doch lieber "offiziell" bekannte Münzen als irgendwelche eigenprägungen von irgendeinem Händler.


    naja, was "zu aufwendig" ist, hängt von dem Spread zwischen dem Preis, der für eine realexistierende Unzen bezahlt wird, und dem Spotpeis ab ...


    meine These war ja gerade, daß die Höhe dieses Aufwands das Maß der Abkopplung von Papiermarkt und physischem Markt begrenzt ;)

  • an der Futurebörse werden die Kontrakte zumeist finanziell ausgeglichen. pysische Lieferung findet nur selten statt.


    das ist mir bekannt


    aber zumindest die Option, sich die Ware auf Wunsch ausliefern zu lassen, ist m.E. essentiell für die Werthaltigkeit der (im allgemeinen virtuell) gehandelten Kontrakte

  • naja, was "zu aufwendig" ist, hängt von dem Spread zwischen dem Preis, der für eine realexistierende Unzen bezahlt wird, und dem Spotpeis ab ...


    meine These war ja gerade, daß die Höhe dieses Aufwands das Maß der Abkopplung von Papiermarkt und physischem Markt begrenzt ;)

    Und wo soll der spread herkommen? Meines Erachtens ist deine These da nicht ganz schlüssig. Weil die Mint bezieht Silber zum Spot-Price, prägt die Münzen und schlägt ihren Gewinn drauf (Den werden sie ja nicht gleich verzehnfachen), also solange die Mint Münzen zum Spot-Price + Ihren normalen Aufschlag liefert, gibt es keine höheren Preise für den physischen Markt. Die gibt es nur dann, wenn die Mint nichts mehr liefert und der Markt komplett leer ist und das über einen längeren Zeitraum. Dann werden wohl alle Händler die Preise anziehen, weil sie einfach keine Ware mehr bekommen, vorausgesetzt die Nachfrage bleibt entsprechend hoch. Wenn die Mint aber kein Silber mehr bekommt, bekommt auch der Händler X kein Silber mehr, um eigene Münzen zu prägen.

  • Also 60$ halte ich für genauso unrealisitsch wie die irgendwann mal genannten x000$ von Mross. Soweit ich weiß, sind 400$ bis 1000$ bei reinen Goldproduzenten üblich. Ausreißer gehen pleite oder müssen die Produktion stoppen. Als Beispiel kann ich da nur Crescent Gold nennen, die eben zu teuer produziert haben. Die hatten deutlich über 1000$ Kosten/Unze.


    Ausnahmen sind eigentlich nur möglich, wenn Beiprodukte gefördert werden. Z.B. hat Yamana angeblich negative Produktionskosten bei Gold, weil das mit geförderte Kupfer mehr als die Förderkosten einbringt. Das ist aber eigentlich nur ein Rechentrick ;)


    gruß,
    ingo

  • ingo: Lies es Dir doch mal durch. bergmann ist hier im Forum mitglied.


    Und der hat von der Materie eine Ahnung, er betreibt selber ein paar Minen!


    natürlich sind es keine riesigen Minen, aber ich glaube ihm das mit den Kosten, in Venezuela, wo er gerade ist, kostet die Energie wenig und die Leute sind auch bezahlbar.


    vielleicht sind es auch 90 USD Prduktionskosten/Feinunze, auf jeden Fall unter 100!


    Auf jeden Fall glaube ich dem mehr als irgendwelchen Anal-ysten.


    Gold ist ein Investment wie andere auch und es kann auch im Preis fallen.


    So sieht es aus.


    Nachdem meine Glaskugel kaputt gegangen ist(Vor 3 Monaten habe ich das kommende Tief mit 780 vorhergesagt, wie vielleicht einige wissen), traue ich mir jetzt keine Vorhersagungen mehr zu.


    Vielleicht halten die 530 USD beim Papiergold und in Euro bekommen wir beim Händler für 530€ eine Unzenmünze.


    Mal sehen.


    Verkaufen werde ich erst zu Weihnachten, da muss ich einen Kredit zurückzuzahlen und brauche Geld.


    Hoffe, daß bis dahin die Preise wieder gestiegen oder zumindest nicht weiter gefallen sind.


    Da werde ich dann ein paar Unzen hier anbieten, wenn ich das Geld bis dahin nicht anderweitig verdient habe.

  • Natürlich géhen die Produktionspreise weit auseinander. kommt auch drauf an, ob man die Finanzierungskosten mti einrechnet. Die meisten werden zwischen 550$ und 800$ liegen. Sollten sich die Energiekosten reduzieren hilft das natürlich auch den Produktionskosten. Aber tendenziell müssen sie z.B. in Südafrika immer tiefer graben um an das edle Metall zu kommen.

  • "What is clearly evident is that the Federal Reserve has tried to revive the economy and stabilize the markets by cutting interest rates drastically and making credit readily available to financial institutions as well as swapping its balance sheet for those of commercial banks, taking on illiquid mortgage backed securities and exchanging its US Treasuries. Banks are tapping the Fed’s discount window but their borrowings are being used to replace their losses, not to make new loans. The continued losses on all loan categories and fear of more to come is leading the banks to tighten their belts, raising lending standards on all types of loans and reducing overall bank credit, particularly to the consumer...
    (lowering interest rates, making credit available) What is going on is that the medium through which the Federal Reserve is able to channel funds into the economy is not operating. The Federal Reserve is pushing on the acceleratorbut the power is not getting to the wheels (economy, consumer) as the transmission (commercial banks) is broken."

    http://financialsense.com/Market/daily/wednesday.htm


    Diese Aussage stuetzt ein deflationaeres Szenario. Der Kreditfluss trocknet aus. Die div. Die bereitgestellten Mittel von FED und Regierung "verdampfen" bereits vollstaendig in den Banken, ohne dass die Wirtschaft damit versorgt wird.


    "Federal Deposit Insurance Corp. Chairman Sheila Bair said Tuesday her agency might have to borrow money from the Treasury Department to see it through an expected wave of bank failures."
    http://financialsense.com/Market/daily/wednesday.htm


    "...Like gold, U.S. dollars have value only to the extent that they are strictly limited in supply. But the U.S. government has a technology, called a printing press (or, today, its electronic equivalent), that allows it to produce as many U.S. dollars as it wishes at essentially no cost...."
    Bernanke, Ben S. November 21, 2002. (http://financialsense.com/Market/daily/wednesday.htm)


    Bei einem Bank-Run ist dieses "electronic equivalent" zur "printing press" einfach voellig wirkungslos, weil die Leute Gedrucktes verlangen werden. Man kann zwar beliebig viel virtuelles Geld in Zehntel-Sekunden erzeugen, es wird aber nichts nuetzen.

    Ausser den realwirtschaftlichen Indikatoren und Daten gibt es keinen Grund fuer einen Aktiencrash.

    2 Mal editiert, zuletzt von Tollar ()

  • Bei einem Bank-Run ist dieses "electronic equivalent" zur "printing press" einfach voellig wirkungslos, weil die Leute Gedrucktes verlangen werden. Man kann zwar beliebig viel virtuelles Geld in Zehntel-Sekunden erzeugen, es wird aber nichts nuetzen.


    => Ja, genau so ist es. Darum muss ein echter Bakrun ja unbedingt verhindert werden. Wenn die Leute merken, dass eine Bank noch nicht einmal 10% der Einlagen auszahlen könnte, dann wird alleine diese Erkenntnis zu Runs auf ALLE Banken führen. So was wird sofort zum Lauffeuer, das nur durch "Bankenfeiertage" (und ggf. dem Drucken von Bargeld in dieser Zeit) gelöscht werden kann.
    => Heutzutage ist ALLES manipulierbar. NUR die physikalischen Naturgesetze kann eben auch die Kabale nicht außer Kraft setzen. Darum ist der Punkt des physischen Nullbestands (ob bei Gold, Silber oder Bargeld) so entscheidend! Immerhin aber können Bankenfeiertage praktisch jeden beliebigen Bargeldengpass beseitigen. Ein GoldSilber-Engpass dagegen ist ohne erfolgreiche Alchemie fatal für das System. Darum sind die Papiergold-ETFs so wichtig für den Systemerhalt - ebenso wie die temporären Restriktionen und Schließungen der US-Mint, die die physische Nachfrage zwangs-kanalisieren oder gar stoppen.
    => Ohne diese PHYSISCH einschneidenden Maßnahmen könnte Gold niemals unter 700 gedrückt werden oder Silber unter 10 (wie man mittlerweile für den morgigen Freitag vermuten/befürchten muss)


    PS: Der nächste BankRun-Verhinderungs-Lakmus-Test wird vermutlich die Washington Mutual Bank. Die Spareinlagen darin wird (falls es nicht zügig zu einer "privatwirtschaftlichen" Übernahme kommt) wohl auch nochmals Hank auf seine Bücher nehmen müssen, wenn er einen Mega-Bankrun verhindern will. Für den Einlagensicherungsfonds ist das einige Nummern zu groß... Wird dann wohl so kommen. Schöne neue Welt des kapitalistischen Sozialismus...

    Erst wenn die letzte Bank pleite, der letzte Staat ruiniert, die letzte Währung wertlos geworden ist, werdet Ihr merken, dass man Gold nicht drucken kann.

    2 Mal editiert, zuletzt von Pauli ()


  • => Ja, genau so ist es. Darum muss ein echter Bakrun ja unbedingt verhindert werden. Wenn die Leute merken, dass eine Bank noch nicht einmal 10% der Einlagen auszahlen könnte, dann wird alleine diese Erkenntnis zu Runs auf ALLE Banken führen. So was wird sofort zum Lauffeuer, das nur durch "Bankenfeiertage" (und ggf. dem Druck von Bargeld in dieser Zeit) gelöscht werden kann.
    => Heutzutage ist ALLES manipulierbar. NUR die physikalischen Naturgesetze kann eben auch die Kabale nicht außer Kraft setzen. Darum ist der Punkt des physischen Nullbestands (ob bei Gold, Silber oder Bargeld) so entscheidend! Immerhin aber können Bankenfeiertage praktisch jeden beliebigen Bargeldengpass beseitigen. Ein GoldSilber-Engpass dagegen ist ohne erfolgreiche Alchemie fatal für das System. Darum sind die Papiergold-ETFs so wichtig für den Systemerhalt - ebenso wie die temporären Restriktionen und Schließungen der US-Mint, die die physische Nachfrage zwangs-kanalisieren oder gar stoppen.
    => Ohne diese PHYSISCH einschneidenden Maßnahmen könnte Gold niemals unter 700 gedrückt werden oder Silber unter 10 (wie man mittlerweile für den morgigen Freitag vermuten/befürchten muss)

    PS: Der nächste BankRun-Verhinderungs-Lakmus-Test wird vermutlich die Washinton Mutual Bank. Die Spareinlagen darin wird (falls es nicht zügig zu einer "privatwirtschaftlichen" Übernahme kommt) wohl auch nochmals Hank auf seine Bücher nehmen müssen, wenn er einen Mega-Bankrun verhindern will. Für den Einlagensichrungsfonds ist das einige Nummern zu groß... Wird dann wohl so kommen. Schöne neue Welt des kapitalistischen Sozialismus...

    Warum kaufen inzwischen alle da draußen Papier, vertrauen ihr Geld irgendwelchen Fonds/ETFs etc. an -> erst diese Geldsammelstellen ermöglichen die Manipulation! Wären alle Investoren direkt stärker physisch (weniger in Derivaten/Zertifikaten) investiert wäre Manipulation in dieser betrügerischen Form nicht möglich -> wir alle sollten für physischen erwerb von EMs werben

  • @ AllesKlar:
    also eine einheitliche Währung über eine Währungsreform wird es bestimmt nicth geben. dagegen sprechen die unterschiedlichen Interessen. Die Washinton Mutual Bank werden sie auch so auffangen können. Die Fed verfügt doch über die entsprechenden Mittel und Möglichkeiten. Ist doch nur wider eines unter vielen KI die es zu retten gilt.
    Der Euro ist gegen den USD so abgestürzt, weil die Zentralbanken laut BIZ EUR/USD verkauft haben. Des weiteren müssen und haben die Investoren ihre Verluste in USD abgewchrieben. Dafür müssen sie eben Euros verkaufen. Hier mal 5 mrd, da mal 7 mrd...das läppert sich.


  • also eine einheitliche Währung über eine Währungsreform wird es bestimmt nicth geben. dagegen sprechen die unterschiedlichen Interessen. .


    Lies mal bitte ein paar Beiträge vom Baal, dann wirst Du Deine Meinung dahin gehend revidieren, dass die Interessen ganz oben eben nicht unterschiedlich sind. ;)



    Die Washinton Mutual Bank werden sie auch so auffangen können. Die Fed verfügt doch über die entsprechenden Mittel und Möglichkeiten. Ist doch nur wider eines unter vielen KI die es zu retten gilt.
    Der Euro ist gegen den USD so abgestürzt, weil die Zentralbanken laut BIZ EUR/USD verkauft haben. Des weiteren müssen und haben die Investoren ihre Verluste in USD abgewchrieben. Dafür müssen sie eben Euros verkaufen. Hier mal 5 mrd, da mal 7 mrd...das läppert sich.


    Nein, die Lawine rollt und beschleunigt sich mittlerweile dramatisch, schau Dir nur den Euro-Yen an, auch hier ist der langjährige Aufwärtstrend beerdigt und nun geht es dort wohl -technische Reaktion hin oder her - genauso schnell wie beim Silber: explosionsartig nach unten. Mit konventionellen Mitteln können sie diesmal nichts mehr auffangen. Heute Lehmann, am Wochenende xyz oder weiß ich was. Wie oben bereits gesagt, handeln die ZB ja nicht eigenständig sondern führen das aus, was ihnen von den wirklich mächtigen Leuten gesagt wird. Und wenn dort der Tenor lautet Währungsreform vorbereiten durch Wechselkursharmonisierung, dann wird das eben gemacht.

  • @dragonhart:


    eben nicht. Lehman mögen sie noch a la Bear Stearns abwickeln (wahrscheinlich jetzt am wochenende). aber bei Washington Mutual wird's eng (wie erwähnt ist das deren größte sparkasse und keine investment bank, wo die verluste bzw einlagen keinen groß jucken). bei WaMu steht das amerikanische volk auf der strasse. darüberhinaus sieht es nicht gut aus bei National City Bank of Ohio, auch das ein fetter karpfen und keine kleine klitsche wie die dinger der letzten wochen.

  • Wie oben bereits gesagt, handeln die ZB ja nicht eigenständig sondern führen das aus, was ihnen von den wirklich mächtigen Leuten gesagt wird. Und wenn dort der Tenor lautet Währungsreform vorbereiten durch Wechselkursharmonisierung, dann wird das eben gemacht.


    ...nun, wir wissen doch alle, daß die FED nicht der Regierung untersteht sondern den großen Geschäftsbanken wie JP Morgan Chase. Deren interesser verteidigen sie doch in erster Linie. Riesige Profite, Boni und Wirtschaftsspritzen waren die Folge von SubPrime. Ohne das wohlwollende Verhalten der FED hätte das nie so lange Bestand haben können. Fanny Mae und Freddy Mac sind doch schon seit Jahren als Problem bekannt. Die Duration stimmte da doch schon ewig nicht mehr. Ich nenne das mal einfach US-MAFIA ! Mit SubPrime, Rating-Agenturen und Monolinern, die nicht über ausreichende Liquidität verfügen war das alles doch nur möglich... und die FED hat zugeschaut. :sleeping:

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