@lehmann Brothers
![]()
Die Frage was Pimco mit den $ dann macht bleibt dennoch. Ein Abverkauf der Bonds drückt auf die Währung und Pimco sitzt da und wartet mit den Kundegeldern bis der Dollar gar nix mehr wert ist. Oder?
Und was kriegt China und Russland wenn die die Bonds verkaufen? Grüne Scheinchen etwa? Ja genau, das brauchen die dringend. Die sind ja sooo viel sicherer wie die Bonds.
Das ist wirklich eine der interessantesten Fragen überhaupt.
Nichts ist nämlich so liquide wie der Staatsanleihenmarkt - würden z.B. die Chinesen nur mit 10% ihrer angehäuften, in USD-nominierten US-Anleihen in Gold gehen, würde dessen Preis ins Unendliche explodieren... ergo können sie nicht so ohne Weiteres leicht und schnell Gold kaufen, auch wenn sie das vielleicht gerne tun würden.....
...sie versuchen zwar seit Jahren, z.B. in Südafrika oder Südamerika so viele Firmen wie möglich sich reinzusaugen (erst versuchen sie die Firma- z.B. eine Mine, zu kaufen. klappt das nicht, schliessen sie langfristige Lieferverträge ab, klappt dass auch nicht, erst dann kaufen sie die Rohstoffe der Mine direkt), aber das langt natürlich nicht, weil Staatsanleihen viel zu liquide sind ......
.....es gibt also sehr viel mehr FIAT aus Staatsanleihen als Stahlproduzenten, Minen oder sonstige Firmen, die man für seine Staatsanleihen mal schnell so ohne weiteres kaufen könnte. Am Besten funktioniert das natürlich bei einem Diktator in Afrika, den man mit ein paar Milliönchen schmiert und schwupps, kann man schnell ein paar Gold-, Kupfer- oder Nickelminen dafür kaufen...
Ergo bleibt z.B. die Chinesen (genauso wie PIMCO) nur noch die Möglichkeit offen, schnell in ANDERE staatsanleihen gehen (z.B. PIIGS-Anleihen). Die sind nämlich genau wie die US-$ Staatsanleihen auch wieder liquide......
Das ist zwar auf den ersten Bllick dämlich, auf den Zweiten aber evtl. gar nicht.
Wenn ich nämlich im Falle Chinas 2/3 bis 3/4 meiner Arbeitsleistung der letzen 20 Jahre durch halten von US-Staatsanleihen in USD "gespeichert" habe, in den USA aber über 40 von 45 Staaten "pleite" sind, dann macht es aus Portfolio-Risikostreuuungsaspekten durchaus Sinn, einen Teil davon (z.B. 25%) in EU-Anleihen zu diversifizieren, weil im EU land sind gegenwärtig nur 3 von 27 Staaten pleite. Hier ist also ein niedrigeres Risiko
Genau diese Umschichtungs-Prozesse könnten nmE seit Jan. laufen (man liest diesbezügliche Meldungen ab und zu). Zudem war im Jan. der zukünftige Chin Regierungspräsident beim laufenden Hosenanzug zu Besuch.
Seit dem strahlt der Hosenanzug wieder und ist auch nicht mehr so vollgesch.....xxx ...ssen wie vorher, da jetzt nicht mehr nur die 4 Überschussländer DE, NL, Ö und LUX die Defizite der 24 anderen Länder über eine Transferunion bezahlen müssen....sondern die Chinesen schön brav angefangen haben, zum Beispiel Griechenland-Anleihen zu kaufen....
....intermediär könnte -sollte sich diese Vermutung von mir als richtig erweisen- so der EUR sehr sehr stark im Vergleich zum US$ werden- vielleicht könnte der EURO für ein paar Jahre sogar so etwas wie eine "Weltleitwährung" werden, bevor er dann aufgrund der gleichen Probleme wie in den USA, die halt in Europa nur später kommen, durch den YUAN abgelöst werden würde...
Dies setzt natürlich voraus, dass die Euro-zone und die Währungsunion zusammen hält und nicht aus irgendwelchen Gründen auseinanderfällt!
Dieser Beitrag stellt auch nur einen Gedankengang von mir dar - keine Ahnung, ob es wirklich so kommt oder nicht.....
....leider würde das auch bedeuten: Zwar hohe Kurse von Gold und Silber in US-Dollarea, aber NICHT in EURO!
![]()
LG,
Foci