leonardoma, Delphin: Jeder kennt die Vergangenheit. Und jeder weis, daß jedes historische Papiergeldsystem in der Art und Weise endete, daß das Papiergeld wertlos wurde. Diesen Teil der Vergangenheit habt ihr unterschlagen und euch auf einen 15-Jahres-Zeitraum konzentriert, in dem der Goldpreis zuletzt massiv nach unten manipuliert wurde. So massiv, daß es selbst den zentralbanken zu viel wurde.
leonardoma: eine Garantie, wie bei deinem Ausgangsposting selbst gefordert hast, willst Du aber nicht geben. Das nenne ich entlarvend.
Natürlich ist jede Anlage spekulativ. Die riskantesten Spekulationen und die extremsten Verluste jedoch fallen regelmäßig bei Geldwert- und Aktienanlagen an. Das läuft am Systemende (Im Kondratieffwinter und bei ungedecktem Geld) regelmäßig auf Totalverluste bei Geldwertanlagen und Extremverluste selbst bei breit gestreuten Aktienanlagen hinaus.
Physisches Edelmetall hat in den von Dir betrachteten Zeiträumen jedoch an keinem Tag einen Totalverlust erlebt. Viele Anleihen und Aktien hingegen sind für immer wertlos verfallen. Weitere werden demnächst in stark steigender Anzahl folgen. Stichworte: Kreditkrise, Finanzkrise.
Wenn ich also zwischen den totalverlustgefährdeten Anlagen
- Aktien
- Anleihen
- Bankguthaben / Sonstige Geldwertanlagen bei Banken und Versicherungen
und den potenziell extremverlustgefährdeten Edelmetallanlagen wählen muss
dann wähle ich das Edelmetall.
Begründung:
Das potenzeille und ehr geringe Risiko eines Extremverlustes bei GOLD ziehe ich einem mittel und langfristig sehr wahrscheinlichen Totalverlust der vorbezeichneten Geld- und Geldwertanlagen vor.
Ich wähle somit einfach nur das geringere Übel, das zudem als Risikoprämie die Option auf märchenhafte Profite (bei Umwandlung von Gold in andere Realwerte in der Krise) birgt.
Lieber einen aus heutiger Sicht ehr unwahrscheinlichen Extremverlust (wie bei Gold 1980) erleiden, als einen sehr wahrscheinlichen weil systemimmanenten Toralverlust bei bankrottgefährdeten Geldanlagen.
So einfach ist das:
Wer um sein Kapital kämpft, in dem er spekuliert der kann es teils verlieren.
Wer nicht darum kämpft, in dem er andere für bzw. gegen sich spekulieren lässt, der hat auf lange Sicht bereits alles verloren.