Global Economic Collapse

  • nanina: Ich weiß mangels Aktivität dort nicht genau, wie das Politikforum bei diesen Themen so drauf ist. Aber erfahrungsgemäß wirst Du eine Menge Widerstand und Widerspruch gegen einen Goldstandard erfahren. Die meisten Argumente sind Müll bzw. widerlegbar ("Es gibt zu wenig Gold", "Wir hätten sofort Deflation und Rezession") oder aber irrelevant ("Wie sollten wir denn die Sozialprogramme finanzieren?"). Allerdings gibt es auch ein oder zwei harte Nüsse, die zB ich auch nach jahrelanger Beschäftigung mit und Diskussion über die Materie für mich selbst nicht lösen konnte. Hier im Thread ist das off-topic und wir hatten auch im GSF schon öfters lange und intensive Diskussionen über den Goldstandard. Daher nur andeutungsweise: Das ZINSproblem ist auch in einem Goldgedeckten-System nicht wirklich gelöst. Es tritt nur langsamer und später auf, weil der Goldstandard die Zinsen tendenziell tief hält. Im Prinzip kann DAlUERHAFT (= über Jahrhunderte) auch ein Goldgeldsystem nur funktionieren, wenn man entweder die Zinsen abschafft (schwierig...) oder jegliche Verschuldung (und damit Geldmengenerhöhung) aus dem System verbannt. Das Goldgedsystem des 19. Jhdts. hat vermutlich nur deshalb funktioniert, weil die Goldfördermenge (etwa +2-3% p.a. bezogen auf den vorhandenen Goldbestand - übrigens ähnlich wie heute) in etwa dem Wirtschaftswachstum entsprochen hat. Zudem war damals (was heute oft vergessen wird) in keinem einzigen Land eine 100%ige Deckung der umlaufenden Notengelds erreicht. 40%-50% war zB im Dt. Reich die absolute Spitze, erreicht soviel ich weiß 1907. Bekanntermaßen hat WK I die Goldgeldexperimente ja gewaltsam beendet. Aber meine These wäre, dass es nicht länger als vielleicht 150 Jahre gut gegangen wäre. Immerhin VIEL besser als heute und ich bin und bleibe ein Fan der Idee. Aber wenn Du im Politikforum ernsthaft darüber diskutieren willst, musst Du Dich fürher oder später dem Zinsproblem stellen. Und dann wird es tricky...
    @GB: soviel zu diesem off-topic hier. Ich beende das hier wieder... Gerne weiter zum GEC.

    Erst wenn die letzte Bank pleite, der letzte Staat ruiniert, die letzte Währung wertlos geworden ist, werdet Ihr merken, dass man Gold nicht drucken kann.

  • nanina: Ich weiß mangels Aktivität dort nicht genau, wie das Politikforum bei diesen Themen so drauf ist. Aber erfahrungsgemäß wirst Du eine Menge Widerstand und Widerspruch gegen einen Goldstandard erfahren. Die meisten Argumente sind Müll bzw. widerlegbar ("Es gibt zu wenig Gold", "Wir hätten sofort Deflation und Rezession") oder aber irrelevant ("Wie sollten wir denn die Sozialprogramme finanzieren?"). Allerdings gibt es auch ein oder zwei harte Nüsse, die zB ich auch nach jahrelanger Beschäftigung mit und Diskussion über die Materie für mich selbst nicht lösen konnte. Hier im Thread ist das off-topic und wir hatten auch im GSF schon öfters lange und intensive Diskussionen über den Goldstandard. Daher nur andeutungsweise: Das ZINSproblem ist auch in einem Goldgedeckten-System nicht wirklich gelöst. Es tritt nur langsamer und später auf, weil der Goldstandard die Zinsen tendenziell tief hält. Im Prinzip kann DAlUERHAFT (= über Jahrhunderte) auch ein Goldgeldsystem nur funktionieren, wenn man entweder die Zinsen abschafft (schwierig...) oder jegliche Verschuldung (und damit Geldmengenerhöhung) aus dem System verbannt. Das Goldgedsystem des 19. Jhdts. hat vermutlich nur deshalb funktioniert, weil die Goldfördermenge (etwa +2-3% p.a. bezogen auf den vorhandenen Goldbestand - übrigens ähnlich wie heute) in etwa dem Wirtschaftswachstum entsprochen hat. Zudem war damals (was heute oft vergessen wird) in keinem einzigen Land eine 100%ige Deckung der umlaufenden Notengelds erreicht. 40%-50% war zB im Dt. Reich die absolute Spitze, erreicht soviel ich weiß 1907. Bekanntermaßen hat WK I die Goldgeldexperimente ja gewaltsam beendet. Aber meine These wäre, dass es nicht länger als vielleicht 150 Jahre gut gegangen wäre. Immerhin VIEL besser als heute und ich bin und bleibe ein Fan der Idee. Aber wenn Du im Politikforum ernsthaft darüber diskutieren willst, musst Du Dich fürher oder später dem Zinsproblem stellen. Und dann wird es tricky...
    @GB: soviel zu diesem off-topic hier. Ich beende das hier wieder... Gerne weiter zum GEC.

    Ja, ich habe dort schon einmal über das Problem diskutiert. Und im Moment ist dort eine Stimmung, die geradezu nach einem Systemwechsel schreit. Und niemand weiß, wie die Zukunft aussehen wird und soll. Deshalb ist jetzt Brain-Storming angesagt :)


    Ja auch, das Problem der Zinsen ist nicht einfach. Aber im Moment sind wir wahrscheinlich tatsächlich an einem globalen Wendepunkt, obwohl ich immer dachte, wir haben noch etwas Zeit und die Wende kommt erst mit dem deutlichen Überschreiten der Peaks in den Resourcen.


    Aber in einer Gesellschaft, die immer stärker nachhaltig wirtschaften muss, müssen auch die Zinsen gegen Null gehen, wenn das System nicht kollabieren soll.
    Das mag traurig sein, auch mir ist eine Wachstumsgesellschaft lieber.


    Eine Wachstumsgesellschaft um jeden Preis?
    So viel Wert ist sie mir nun auch nicht.

  • au wei au wei, jetzt ists auch für das uninteressierte Publikum ernst geworden,
    denn Bush hat der Bevölkerung die Konsequenzen schonungslos vor Augen geführt....
    Immerhin kann man sagen, dass er nichts vertuscht, nur bannig spät, nicht wahr.

  • möchte nur einen kommentar aus der FTD zur kenntnis geben. der autor fragt sich, was der dax noch bei 6000 zu suchen hat...

    Lustiger Artikel, vorallem wenn man sich darunter den heutigen Stand des DAX anschaut. ;)


    Die Experten irgendeiner Landesbank (wars LBBW?) prognostizierten ja den DAX am Jahresende zwischen 6500 und 5900 Zählern stehend, sie sehen eine Seitwärtsbewegung vorraus. Da fragt man sich, wie man ernsthaft solche Prognosen zum besten geben kann, wenn allein schon die Fundamentaldaten auf Rezession in den USA und Europa hindeuten und die Finanzkirse immer noch mächtige Wellen schlägt.

    "And now you're going to die wearing that stupid little hat. How does it feel?"

  • USA: Benzin-Vorrat auf tiefstem Stand seit 1967

    Lange Schlangen an den Tankstellen: Die USA werden nicht nur von der Finanzkrise gebeutelt. Jetzt wird auch noch das Benzin knapp - und eine Besserung ist zunächst nicht in Sicht.


    Wegen der niedrigen Lagerbestände kommt es an vielen Tankstellen vor allem in südlichen Städten zu langen Schlangen. Unter anderem in Atlanta, Memphis und Ohio ist an Verkaufsstellen das Benzin ausgegangen. Auch in den kommenden Wochen könne es noch mancherorts zu Engpässen kommen, teilte die EIA mit.


    Weia, jetzt noch nen Börsencrash um's Wochenende und/oder WaMu-Insolvenz mit anschließenden Bank-Runs, dann ist aber gründlich für Krisenstimmung gesorgt. :huh:

    Einmal editiert, zuletzt von Tengu1 ()

  • GIC has large cash pile, sees opportunities in US
    SINGAPORE (Reuters) - Singapore sovereign fund GIC said it still had plenty of cash after its multi-billion dollar investments in UBS and Citigroup and saw opportunities in the United States amid the financial storm.


    The Government of Singapore Investment Corp, which manages assets estimated at around $300 billion, held 44 percent of its portfolio in stocks and about 7 percent in cash at end-March 2008, it said in its first-ever annual report on Tuesday.
    "Problems in the U.S. would present very interesting opportunities in impaired assets," Group Chief Investment Officer Ng Kok Song said at a press conference.

    ;)

    2 Mal editiert, zuletzt von GOLD_Baron ()

  • Lange Schlangen an den Tankstellen: Die USA werden nicht nur von der Finanzkrise gebeutelt. Jetzt wird auch noch das Benzin knapp - und eine Besserung ist zunächst nicht in Sicht.


    Nach einem Fernsehbericht von vorgestern, in dem ganz klar wurde, dass unsere Gesellschaft auf billige Mobilität gebaut ist habe ich den bösen Verdacht, dass die Finanzkrise an sich noch sehr harmlos ist zum Vergleichder Krise die eintreten würde, wenn die USA über längere Zeit von einer Mobilitätskrise durch Ölmangel und fehlende Alternativenergien/antriebe betroffen wären.
    Die Entfernungen innerhalb USA sind immens, ein ausgebautes ÖPNV-System git es nicht. Zugverbindungen sind auch in größeren Städten unterenticklelt und nicht unbedingt in Schuss.


    In Deutschland können etliche Menschen noch auf Fahrgemeinschaften etc. ausweichen und bei durchsxchnittlichem Areitsweg von 25 km gibt es evtl. noch einige, die den Weg bedingt mit dem Fahrrad oder zu Fuß erreichen. In USA gibt es z.T nicht mal Bürgersteige wie ich bei einem längerem USA-Aufenthalt (9 Monate) erfahren durfte. Es ist einfach nicht wirklich vorgesehen zu Fuß zu gehen. Die ShoppingMal ist oft nur duch Springen über die für den Autoverkehr gedachten Verkehrsinseln und enges Langschleichen an Bordsteinen für den Autoverkehr zu erreichen.


    Der Güterverkehr über LKW kommt jetzt schon teilweise zum Erliegen, weil Speditionen die 12.000 EUR Mehrpreis pro Jahr udn LKW nicht aufbringen können. Güter auf die Schiene und die Binnenschiffahrt ?!


    Im Zuge diese Mobilitätskrise gehen dann die Finanzwerte von alleine zurück :( und Strom als mögliche Alternative wird zum teuren Luxugut

    Hört auf dem dem Gekicher, eure Rente die ist sischä !

    Einmal editiert, zuletzt von ps tester ()

  • Chinesische Banken sollen an Amerikanische Institute nichts mehr verleihen:
    http://www.reuters.com/article/marketsNe?K16693720080925
    Vielleicht wieder ein Dominostein mehr...

    Wurde inzwischen dementiert (ftd):

    Zitat

    11.45 China ist angesichts nervöser Finanzmärkte Spekulationen entgegengetreten, es habe US-Banken den Kredithahn zugedreht. Die Bankenaufsicht erklärte, eine solche Aufforderung an chinesische Institute habe es niemals gegeben. Sie wies damit einen Bericht der "South China Morning Post" zurück, die Behörde habe die Banken dazu aufgefordert, US-Banken am Interbankenmarkt kein Geld mehr zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig hieß es jedoch von der Aufsichtsbehörde: "Wenn die Banken kein Geld verleihen wollen, ist dies die normale Praxis der Risikokontrolle."

    Man beachte den letzten Satz. Die sind schon listig, die Chinesen. :rolleyes:

    "Wer nichts weiß, muß alles glauben" (M. v. Ebner-Eschenbach)

    Einmal editiert, zuletzt von Königswasser ()

  • Zitat

    12.58 Die Bundesregierung hat die Bürger vor Panik wegen des dramatischen Umbruchs des Weltfinanzsystems gewarnt. Ihre bei den Banken liegenden Ersparnisse seien sicher, sagte Finanzminister Peer Steinbrück (SPD).

    Das hören wir mittlerweile fast täglich. Mir klingt es noch im Ohr: "Die Renten sind sischääär".
    You fooled me once, you don't fool me twice.

    "Wer nichts weiß, muß alles glauben" (M. v. Ebner-Eschenbach)

  • USA: Benzin-Vorrat auf tiefstem Stand seit 1967

    Lange Schlangen an den Tankstellen: Die USA werden nicht nur von der Finanzkrise gebeutelt. Jetzt wird auch noch das Benzin knapp - und eine Besserung ist zunächst nicht in Sicht.


    Wegen der niedrigen Lagerbestände kommt es an vielen Tankstellen vor allem in südlichen Städten zu langen Schlangen. Unter anderem in Atlanta, Memphis und Ohio ist an Verkaufsstellen das Benzin ausgegangen. Auch in den kommenden Wochen könne es noch mancherorts zu Engpässen kommen, teilte die EIA mit.


    Weia, jetzt noch nen Börsencrash um's Wochenende und/oder WaMu-Insolvenz mit anschließenden Bank-Runs, dann ist aber gründlich für Krisenstimmung gesorgt. :huh:


    Vielleicht bunkert das US-Militär schon mal Treibstoff für bald kommende Einsätze? :huh:


    Marty

  • Wieso er hat doch recht,...
    ...die Einlagen sind so lange sicher, wie man versucht sie abzuheben, vorher stehen sie ja nur als Zahlen im Komposter....


    Neulich am Schalter der Sparkasse : "Ich hätte gerne 2000 EUR". "Wie hätten Sie es denn gerne ?". "Sofort und bitte in Silberzehnernr". "Herrje, Sie sind ja schon der 3. heute, der die schönen Münzen sammelt, gell ?!". "Nöö, will ich gar nicht sammeln, will ich SOFORT in Gold umtauschen..." [Kassiererin sichtlich irritert] ..."damit ich nicht so schwer schleppen muss..." [Kassierin läuft blass an] "...wenn ich mein Geld vor der Finanzkrise in Sicherheit bringen will [Kassiererin drückt den roten Knopf]

    Hört auf dem dem Gekicher, eure Rente die ist sischä !

    2 Mal editiert, zuletzt von ps tester ()

  • USA: Benzin-Vorrat auf tiefstem Stand seit 1967

    Lange Schlangen an den Tankstellen: Die USA werden nicht nur von der Finanzkrise gebeutelt. Jetzt wird auch noch das Benzin knapp - und eine Besserung ist zunächst nicht in Sicht.


    Wegen der niedrigen Lagerbestände kommt es an vielen Tankstellen vor allem in südlichen Städten zu langen Schlangen. Unter anderem in Atlanta, Memphis und Ohio ist an Verkaufsstellen das Benzin ausgegangen. Auch in den kommenden Wochen könne es noch mancherorts zu Engpässen kommen, teilte die EIA mit.


    Weia, jetzt noch nen Börsencrash um's Wochenende und/oder WaMu-Insolvenz mit anschließenden Bank-Runs, dann ist aber gründlich für Krisenstimmung gesorgt. :huh:

    CHAOS.


    Bin gespannt, was die Realitätsverweigerer hier im Thread sagen, wenn die ganzen Verschwörungstheorien ("nein das glaube ich nicht") eintreten.


    Selbst W. Eichelburg spricht schon von Konzentrationslagern (durch Cheney's Halliburton errichtet).

  • Vielleicht bunkert das US-Militär schon mal Treibstoff für bald kommende Einsätze?


    Geh mal davon aus, dass das Militär jede Menge Treibstoff hat - schon aus strategischen Gründen unabhängig gehortet und unter Ausschluss von den ofiziellen Angaben zu Lagerbeständen.

    Hört auf dem dem Gekicher, eure Rente die ist sischä !

    2 Mal editiert, zuletzt von ps tester ()

  • Natürlich wird auch diese Krise kommen, um am Ende den Menschen unter einem neuen Leader die Lösung anbieten zu können: den NAFTA-Superhighway (innerhalb der Nordamerikanischen Union USA/Mexiko/Kanada):


    http://www.uaff.us/nasco_home_page_09.jpg


    (gepachtet von der spanischen Königsfamilie auf 50 Jahre+ ; Mautsystem)


    Gewusst? ;) Interessant auch der Aspekt zur Verlagerung in die Städte und Abschottung ländlicher Regionen.


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    Passend dazu auch mein gestriger Kommentar, der hier als "Armageddon" abgecancelt wurde. :hae:

    3 Mal editiert, zuletzt von GOLD_Baron ()

  • das könnte sich nun ändern:


    Cross-Border-Leasing
    Jetzt zittern die deutschen Städte


    Grüße
    Clarius


    Zitat: "So hat Köln seine Kanalisation für insgesamt zwei Milliarden Euro veräußert, Ulm sein Klär- und Müllheizkraftwerk, Gelsenkirchen zahlreiche Schulen und öffentliche Gebäude."


    Das ist ja irre. Ohne Kanalisation kein Leben in der STadt möglich. Und wahrscheinlich nur die Spitze des Eisberges.

    Einmal editiert, zuletzt von Maximilian ()

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