Global Economic Collapse

  • Dreister geht es nimmer, aber die meisten US-Bürger glauben ja leider immer noch, dass die Fed eine rein statliche Institution ist:

    Ja diese Erfahrung mache ich immer wieder. Einem Bekannten, in seinen fruehen 60ern vom Alter, sehr gebildet, in der Welt rumgekommen, musste ich neulich diesen Zopf abschneiden. Seitdem will er nicht mehr mit mir reden. Vermutlich ist er erstmal in der Trotz-Phase. Es ist erschreckend, dass ich als Einwanderer die Amerikaner aufklaeren muss, wie deren Waehrung funktioniert.

    Ausser den realwirtschaftlichen Indikatoren und Daten gibt es keinen Grund fuer einen Aktiencrash.

  • Sind das nicht die, die von immer neuen Anlegergeldern leben? Ist bestimmt G A A A N Z neutral.

    Fidelity leben vor allem von der privaten Altersvorsorge in den USA. Sie haben hier ein Quasi-Monpol und sind eine wichtige Stuetze der Aktienmaerkte. Allerdings brechen die Kapitalzufluesse weg, weil die Arbeitslosigkeit steigt und vorhandene Sparplaene werden dann in der Not auf den Kopf gehauen. Man hat in der Regel 20 Fonds zur Auswahl und kann sein Vermoegen zwischen den Fonds hin- und herschieben. Ich habe mein 401k auf Chash umgestellt, leider etwas spaet, doch besser als nimmer. Ich ueberlege auch statt eines 401k in einen IRA zu gehen, dann habe ich mehr Auswahl bei der Anlage, sogar Gold physich waere dann moeglich. Sollten das alle Amerikaner tun, dann waere der Dow ganz schnell bei 2000. Deswegen wird Fidelity die Fahne fuer Aktien immer hochhalten.

    Ausser den realwirtschaftlichen Indikatoren und Daten gibt es keinen Grund fuer einen Aktiencrash.

  • Bitte aufwachen ...


    Ein toller Lattenrost - muss ich schon sagen!
    Was? Wo soll ich hin?
    In die Abteilung "VT"?
    Hmmmhhh ... :hae:

    NICHT WEIL ES SCHWER IST, WAGEN WIR ES NICHT, SONDERN WEIL WIR ES NICHT WAGEN, IST ES SCHWER.
    Lucius Annaeus Seneca
    End corruption or at least let me participate in it!

  • Industrie warnt vor Kollaps
    Auftragseinbrüche, eine teilweise kollabierende Produktion und sich abzeichnende Liquiditätsengpässe großer Leitbetriebe haben die Industriellenvereinigung heute zu einem dramatischen Appell an die Regierung veranlasst. "Die Dramatik der Situation wird nach wie vor sträflich unterschätzt" und die politische Diskussion "dreht sich seit Wochen fruchtlos im Kreis", heißt es in der ungewöhnlichen Resolution. Die Wirtschaftskammer schloss sich den Forderungen an und rief nach mehr Tempo.


    "Wenn nicht rasch gehandelt wird, wird die Politik die volle Verantwortung für dramatische weitere Verschlechterungen insbesonders am Arbeitsmarkt übernehmen müssen." Die kommenden Wochen seien "für die Zukunft von Wohlstand und Beschäftigung in Österreich entscheidend", schreibt die IV.


    Warnung vor Wegbrechen der Investitionen
    Die 120 Mitglieder des IV-Bundesvorstandes fordern von der Regierungskoalition, das soeben (Ende Februar) beschlossene Konjunkturpaket mit weiteren Maßnahmen zu ergänzen, Schritte, die einem weiteren Konjunkturprogramm nahekommen. So sind die Industriellen mit der im Konjunkturpaket II verankerten vorzeitigen Abschreibung unzufrieden und wollen darüber hinaus eine Investitionsprämie.


    Die vorzeitige Afa werde "kaum Investitionen" auslösen, wird prophezeit. "Die Industrie braucht rasch Investitionsförderungen (Investitionsprämie und Investitionsfreibetrag), damit ein völliges Wegbrechen der Investitionen, die einen fünfmal so großen Hebel auf unser BIP haben, wie der politisch stark überschätzte Konsum, verhindert wird."


    IV fordert "Notkollektivverträge"
    Eine weitere ungewöhnliche IV-Forderung, die sich allerdings eher an den Sozialpartner richtet, betrifft die Zulassung von sogenannten "Notkollektiverträgen nach schwedischem Vorbild". Dort sollen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer in einer Notsituation kurzfristig auf Lohnreduktionen von vier Prozent geeinigt haben, um Kündigungswellen zu vermeiden.


    http://www.orf.at/ticker/320151.html


    Übersetzt in Klartext heißt das nichts anderes:
    Alle bisherigen Maßnahmen zeigen keinerlei Wirkung - STOP - ohne kurzfristiger, radikaler Maßnahmen, massive Kündigungswellen - STOP - wir wissen selbst nicht weiter - STOP - fordern deshalb irgendwelche Maßnahmen - STOP - wir, Befürworter der Globalisierung, sind auf jeden Fall nicht schuld, die andern waren's! - ENDE

  • Hier noch was von Karl Denninger (Link aus dem DGF geklaut):


    What's Dead (Short Answer: All Of It)


    Zum Gruseln. Der Mann ist bisher eigentlich nicht als notorischer Apokalyptiker/Paniker aufgefallen. Er spricht von Indikatoren, die ihm die unmittelbar bevorstehende Kernschmelze des Finanzsystems signalisieren. Irgendwas mit CDS und General Electric könnte Auslöser sein. :hae:

    "Wer nichts weiß, muß alles glauben" (M. v. Ebner-Eschenbach)

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  • Ich hab' mit Denninger das erste Mal auf YouTube "Bekanntschaft" gemacht. Sein Auftreten und seine Art zu sprechen finde ich ungeheuer hypnotisierend und mir sind bis heute seine Aussagen in Erinnerung eblieben (vor allem, wie er die Dinge betont). Ein echtes Unikum.
    Er war aber schon damals vor ein paar Monaten nicht gerade beruhigender Mainstream. ;)
    Beeindruckt haben mich vor allem seine glasklaren Aussagen über das was kommen wird und wie kurz und prägnant er die Dinge völlig unaufgeregt auf den Punkt bringt.


    Beim Lesen des Artikels, habe ich ihn wieder vor meinem geistigen Auge gehabt. Ja, das ist unzweifelhaft von Denninger. :thumbsup: Ein Mann der sagt, was Sache ist.

  • Zum vorherigen Posting:


    Confidence Crisis Over GE Intensifies: Investors Dump Company's Stock, Bonds for a Fourth Day, Fearing Heavy Lending Losses, Credit Downgrade

    Zitat

    Many investors expect GE to lose its treasured Triple-A credit rating, which could raise its borrowing costs. A sharp downgrade could trigger billions of dollars in additional financial obligations. Moody's Investors Service is reviewing GE's rating for a downgrade; Standard & Poor's has a negative outlook on the company.

    GE ist hochverschuldet und wird bei einem Downgrading vermutlich ins Schlingern kommen. Ein Chapter 11 bei GE wäre der Super-GAU.

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  • http://financialsense.com/ ist sei gestern nur eingeschraenkt erreichbar. Angeblich sei sie mit Viren infiziert. Einige Provider sperren die Seite sogar vollstaendig.


    Financialsense ist allerdings eine serioese Webseite der PFS-Group, einer Investmentgesellschaft, die sich vorrangig in Energie, Rohstoffen und Gold engagiert. Aber hier wird auch Tacheles ueber die Macrooekonomie geredet.... Neulich gab es ein interessantes Interview mit G. Edward Griffin.

    Ausser den realwirtschaftlichen Indikatoren und Daten gibt es keinen Grund fuer einen Aktiencrash.

  • Zum Gruseln


    Es gibt aus dem NL-TV von 2005 auch eine sehr sehenswerte Doku (vor längerer Zeit bereits hier gepostet), die sehr bald Realität werden wird (klasse gemacht!). Der PLOT ist beinahe Punkt für Punkt so eingetroffen. Das sollte Allen zu denken geben ... vor allen Dingen den "Gutmenschen" ...


    Dauer: 49:43 Min. !
    THE DAY OF THE DOLLAR
    http://www.youtube.com/watch?v=AuPgdZeAFjA

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    Einmal editiert, zuletzt von Max Risk ()

  • Ueberall wird ge-dumped. Gestern hatte Bloomberg erst berichtet, Kreditgeber fluechten aus China, weil sie massenhaft Insolvenzen befuerchten.



    Interessant in dem Artikel auch die Ausfallsversicherungsraten fuer GE Schulden: 8% pro Jahr, das ist schon heftig fuer einen grossen und breitbandigen US-Konzern wie GE.
    http://s.wsj.net/public/resour…cht_NS_20090304220740.gif

    Ausser den realwirtschaftlichen Indikatoren und Daten gibt es keinen Grund fuer einen Aktiencrash.

    Einmal editiert, zuletzt von Tollar ()


  • Ich nehme an das ist der "Die Kreatur von Jeckyll Island"-Griffin?
    Wovon erzählte Griffin denn in dem Interview?

    Im wesentlichen ueber die Gefahren des Nationalisierungswahns und wie die Regierung ein aufbegehrendes Volk wieder hinter sich bringt. Wenn ich mal Zeit habe, stelle ich hier ein deutsche Uebersetzung rein.

    Ausser den realwirtschaftlichen Indikatoren und Daten gibt es keinen Grund fuer einen Aktiencrash.

  • http://financialsense.com/ ist sei gestern nur eingeschraenkt erreichbar. Angeblich sei sie mit Viren infiziert.

    Läuft inzwischen wieder. Hier das Statement der Site-Betreiber:


    Details on Virus Infection On 4 March 2009, it came to our attention that http://www.financialsense.com had become infected with a new Trojan virus that had embedded itself in the website's code. This virus redirected our visitors to sites that attempted to download malicious software. In the interest of protecting our many visitors from infection by this virus, we immediately disabled the site and are in the process of diagnostic testing and rehosting of the site. We are making every effort to resolve this issue as quickly as possible; however, the full site may not be available until Friday, 6 March, or later, depending upon the severity of the impact of the virus on our site's code.
    We appreciate your support and understanding as we resolve this issue.
    —PFS Group/Financial Sense Staff, 4 March 2009 3:42 pm PST

    "Wer nichts weiß, muß alles glauben" (M. v. Ebner-Eschenbach)

    Einmal editiert, zuletzt von Königswasser ()

  • Hier noch was von Karl Denninger (Link aus dem DGF geklaut):


    What's Dead (Short Answer: All Of It)


    Zum Gruseln. Der Mann ist bisher eigentlich nicht als notorischer Apokalyptiker/Paniker aufgefallen. Er spricht von Indikatoren, die ihm die unmittelbar bevorstehende Kernschmelze des Finanzsystems signalisieren. Irgendwas mit CDS und General Electric könnte Auslöser sein. :hae:


    Bei GE ist das gleiche gemeint wie bei GM.


    http://de.biz.yahoo.com/020320…fnung-stirbt-zuletzt.html


    Zitat


    Bei GM handelt es sich auch um ein systemisches Risiko, weil dann 600 Mrd. USD an Anleihen und sonstigen Verbindlichkeiten hängen.


    Irgendjemand hat da Pakete und Wetten gestrickt und diese wie kleine Sprengladungen verteilt.


    Drückt nun einer auf den Knopf... machts BUUMM...


    Das größte Problem ist, keiner weiß wo diese Sprengladungen liegen, und sie einen nicht selbst das Bein abreissen oder sogar das Leben kosten könnten.

    Der israelische Botschafter in Bonn, Asher ben Nathan, antwortete in einem Interview auf die Frage, wer 1967 den 6-Tage-Krieg begonnen und die ersten Schüsse abgegeben habe: „Das ist gänzlich belanglos. Entscheidend ist, was den ersten Schüssen vorausgegangen ist.“

  • GM, Citi, AIG, RBS, HSBC, HRE, IKB, WESTLB, SachsenLB, LBBW, BayernLB, DB .... klar es gibt Abstufungen ...
    zuletzt schwächeln die Auktionen der EZB/ Buba ...
    Depfa zahlt keine Zinsen auf Nachranganleihe ...
    und wir suchen den Boden aus dem Fass ohne Boden 8)

  • Die völlig unregulierten OTC-Derivate ( mit denen AIG bekanntlich bis unter die Decke vollgestopft ist) waren und sind das schmutzige Geheimnis der aktuellen Finanzkrise. Die Systempresse hat sie bis vor kurzem niemals in ihrer für die Aufrechterhaltung/Rettung des gegenwärtigen korrupten Finanzkapitalismus essentiellen Rolle dargestellt, sondern eher als exotische Begleitmusik.


    Erst jetzt, da die ersten US-Steuerzahler ahnen, dasss ihr Geld schnurstracks und auf Nimmerwiedersehen im Schweinsgalopp in die Begleichung von schiefgelaufenen Wetten, die als Versicherungsleistungen verkleidet waren, fliesst, wagen sich einige Mainstream-Medien in Anlehnung an nachfragende US-Kongressabgeordnete an die Materie heran. Auf der Einnahmen-Seite der Deutschen Bank & Co dürften im vergangenen Quartal vor allem Zahlungsverpflichtungen aus Kreditausfallswaps von AIG gestanden haben. Wenn das auch der letzte gebeutelte Steuerzahler in Wyoming kapiert, wird es eng werden mit der Dauerrettung von AIG, die bestimmt gut und gerne noch einmal 100 Milliarden brauchen werden.


    Aber warum sich die Finger wundschreiben, wenn die Sache doch an anderer Stelle schon so gut beschrieben wurde? Engdahl fasst die Sache in dem verlinkten Artikel sehr gut zusammen. Und jetzt wie in der Schule: Wer sich über die Rolle der CDS (und deren Rolle für die Eigenkapitalbasis der Banken bei einer möglichen Pleite von AIG) immer noch nicht im Klaren ist, sollte sich diese Zusammenfassung zu Gemüte führen. Für unsere heimischen "Wirtschaftsweisen" dürfte das aber immer noch terra incognita sein:


    http://info.kopp-verlag.de/news/das-kartenhaus-stuetzen.html


    Und im deutschen Mainstream:


    http://www.wiwo.de/unternehmer…-des-aig-konzerns-389939/


    grüsse
    auratico

    2 Mal editiert, zuletzt von auratico ()

  • Weiterhin gelangen Nachrichten über die Volumina an Zahlungen, die AIG zuletzt durch ausfallende bzw. wertgeminderte Kreditausfallswaps zu leisten hat, nur spärlich an die Öffentlichkeit. Die politische und ökonomische Sprengkraft dieses Debakels kann gar nicht überschätzt werden. Es gab Gerüchte, dass allein Goldman Sachs und die Deutsche Bank seit letzten Herbst allein je ca. 5 Milliarden $ von AIG erstattet bekommen haben - bezahlt natürlich mit den Geldern aus den ersten Rettungspaketen, also dem Geld der US-Steuerzahler. Da kann man sich leicht ausmalen, wie die ohnehin schauderliche Bilanz etwa der Deutschen Bank ohne diese Versicherungszahlungen ausgesehen hätte...


    Wie sich nun langsam zeigt, unterhält AIG Unmengen an Derivatverpflichtungen mit europäischen Banken, weit mehr als im Heimatmarkt. Würde man AIG in irgendeiner Form hopps gehen lassen (z.B. Zahlungen an europäische Kunden aussetzen/verzögern auf Druck der US-Öffentlichkeit hin etc.) , wäre die Lehman-Pleite nicht mehr viel mehr als eine frühe Anekdote im Verlauf der globalen Finanzkrise. Ein Zusammenbruch der Derivatenabteilung von AIG würde die klappernden Wände des kaputten Finanzssystems mit einem Schlag zum Einsturz bringen. Wie sähen wohl die Bilanzsummen der europäischen Banken aus, wenn sie für diese Brocken in den Büchern dann Eigenkapital vorhalten müssten?
    Die einzige sinnvolle Alternative wäre, endlich das gesamte Derivatesystem rückabzuwickeln und dessen fiktive Grundannahmen einfach auszuradieren.


    Of the $302 billion in insurance outstanding at A.I.G., about $235 billion was sold to foreign banks and covers prime home mortgages and corporate loans. The banks that bought this insurance did so to reduce the money they must set aside for regulatory capital requirements.


    http://www.nytimes.com/2009/03…et.html?_r=1&ref=business


    grüsse
    auratico

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