Hallo in die Runde,
Die Schweizer ZB (Nationalbank genannt) feiert ihr 100-jähriges Bestehen in diesem Jahr....
Den offiziellen Lobhudeleien zum Trotz in diversen Medien für die 'Hüterin der Geldwertstabilität' kann man keineswegs von Geldwertstabilität sprechen, wenn in durchschnittlich 20 Jahren der Wert des CHF sich halbierte. Ein schwacher Trost, dass andere Währungen weniger stabil waren, also noch rascher entwerteten; die 'Sparer' (der grösste Teil des Volkes, teilweise durch Zwangssparen für die Pensionskasse) sind trotzdem betrogen, denn sie leben ja im Land und haben das Kostenniveau hier zu berappen.
Gibt es Leute, die profitiert haben? Mit Sicherheit 'der Staat', oder der Staatsapparat, indem unpopuläre Steuererhöhungen vermieden werden konnten durch Finanzierung über Staatsverschuldung. Und inwieweit die Banken von der schleichenden Geldentwertung profitierten, da fehlt mir der Hintergrund. Es fällt nur auf, dass sie Zinssenkungen verlangsamt an die Kunden weitergeben, Zinserhöhungen aber je nach Markt, schon vorsorglich einverlangen (gerade jetzt z.B. wieder). Und sie sind die einzigen, welche bei der Nationalbank Konten (Girokonten) haben dürfen, also zuerst den neuen Geldsegen nutzen können, der erst mit einer Verzögerung allgemein kostentreibend wirkt.
Die sogenannte und viel gepriesene 'Kernaufgabe der Nationalbank', die Erhaltung der Geldwertstabilität, sieht in Zahlen so aus:
Von 1914 stieg der Index der Kosumentenpriese von 100 auf 1009 bis heute . Also eine Teuerung von 909% oder ein Kaufkraftverlust von 91 %. Wenn das kein Witz ist. Dies ergibt eine durchschnittliche Teuerungsrate im CHF von 2.5 % pro Jahr.
Also sind CHF-Anlagen mit weniger als 2.5 % Rendite jährlich ein Verlustgeschäft. Die Verhältnisse werden noch etwas komplizierter, wenn man die Produktivitätssteigerung der Wirtschaft noch berücksichtigt; wird mir zu kompliziert.. :D... und ist im besten Fall immer noch etwas theoretisch.
Gruss,
Lucky