...gutso hat es angestossen mit der kleinern Grafik: die grosse Frage ist, was Geld sei. Geld komme von 'gelten', also was gilt?
Seit es Aufzeichnungen gibt, hat im Grunde genommen das Faustrecht gegolten, im Laufe der Jahrhunderte durch sogenannte 'Zivilisation' modifiziert. Heute nimmt der lokale Warlord nicht mehr dein Land mit Hilfe seiner Söldner weg, heute wird per Gerichtsverfahren enteignet, wenn es einer geplanten Strasse im Weg liegt und man es nicht 'freiwillig' abgibt. Im Prinzip das Gleiche, nur eben 'zivilisiert'.
Ich darf auf das sehr aufschlussreiche Archiv des Elliott-Forums bei parsimony.net verweisen, dort die Schriften von dottore, dessen Klarname bekannt ist, überhaupt nichts mit unserem Graf Bierkutscher (DL) zu tun hat, und Dr.Paul C. Martin heisst.
Die Mächtigen im Lande können (wie sie es immer taten) festlegen, was als Abgabengut 'gilt'. Das erste Edelmetall, welches 'galt', war Silber, mit welchem Söldner viel einfacher bezahlt werden konnten als mit Weizen oder anderen Cerealien. Deshalb mussten dann die Untertanen Silber als Abgabengut auf Märkten beschaffen. Es 'galt', war 'Geld', und blieb dies bis Ende 19. Jahrhundert in grossem Umfang, bis ca 1963 in beschränktem und bis heute in minimalem (Sammler- und Gedenkmünzen, teilweise mit theoretischem Kurswert).
Im Vergleich zu 1923 sind heute einige Prämissen geändert: Notenbankgesetze sind geändert (Staat kann nicht mehr direkt auf die Notenbank ziehen). Weder Gold noch Silber sind 'Geld' im Sinne der 'Gesetzgebung' der Machthalter. Überragende Bedeutung von Giralgeld mit Abnahme seiner Bedeutung und Kriminalisierung (!) des Bargeldes ( es soll mal jemand, der das nicht glauben sollte, den Kauf eines teureren Neuwagens oder die Anzahlung für einen Hauskauf mit Bargeld leisten
)
All dies macht die Gedankenspiele von Hr.Eichelburg noch theoretischer. Allerdings gilt für mich als sicher, dass der gegenwärtige Aufschuldungszyklus vor allem der Machthaber auf der Welt ('Staaten) ein natürliches Ende finden wird, wenn sie, diese Machthaber, sich einmal nicht mehr werden finanzieren können. Davon sind wir noch einiges entfernt: noch reissen die Institutionellen den staatlichen 'Geldbeschaffern' (BundesTRESORERIE in CH z.B.) die Bundespapiere (Obligationen) aus der Hand. Am Dienstag Morgen offeriert, am Dienstag Nachmittag 'verkauft'.
Gruss,
Lucky