Moin,
meine Güte, ist das hier zum Jammerfaden II mutiert
Ich möchte einmal ein wenig zu der Sterotype "Alle Wessis werden mit dem goldenen Löffel im Mund geboren" sagen. Bei der überwiegenden Zahl der Menschen aus den gebrauchten Ländern macht das potentielle Erbe so ziemlich genau die anfallenden Beerdigungskosten aus. Meine Eltern wohnen ihr Leben lang zur Miete, haben uns Kindern aber trotz knapper finanzieller Mittel eine wunderschöne Kindheit gegeben. Sie haben auch dafür gesorgt, dass wir eine gute Bildung genießen durften. Ich habe trotz der 3 Kinder sehr schnell ein Haus gebaut (ja, auch 2 Jahre lang mal den Kitt aus den Fenster gefressen), rechtzeitig mit Aktien angefangen und mich sehr schnell den Sachwerten zugewandt (vielleicht hätte ich mir auch einmal etwas Gold kaufen sollen
) So habe ich um 2010 zahlreiche Immos auf Kredit gekauft, saniert und in die Vermietung gebracht. Vorhandenes Ackerland wurde nicht vererbt, sondern von mir gekauft. Konnte jeder von der BVVG kaufen (Mitte der 90er für 45er Böden wurden zwischen 2-3 Tsd DM aufgerufen (das hat sich mal schlank verzwanzigfacht
). Logischerweise muss man auch überproportional viel arbeiten. Nach einem 10 Stunden-Tag ziehe ich mir auch heute noch die Bauklamotten an und werke noch 2-3 Stunden, weil ich es als wunderbaren Ausgleich und somit als Entspannung sehe. Ich habe die letzten 20 Jahre halt ordentlich vorgearbeitet und ja, das Glück war auch mit dem Tüchtigen
Die Kredite sind zum größten Teil Geschichte und jetzt kann ich mit Anfang 50 aufhören, wann i c h es möchte. Also merkt Euch: Machen ist krasser als Wollen
Vom Hörensagen her ist übrigens die erste Mio die schwierigste.
Grüße
Goldhut
P.S.: Das derzeitige Kreditniveau ist noch sehr niedrig. Ich habe zwischenzeitlich das Doppelte an Zinsen bezahlt. Auch wenn die Immo-Preise höher liegen, die Einkommen liegen ebenfalls deutlich höher. Alles eine Frage der Relation. Wer nicht bauen will oder kann, geil wohnen möchte, gut verdient, den zähle ich zu meiner potentiellen Mieterklientel!