Moin,
immer wieder erstaunlich, welche Erwartungen es in Bezug auf künftige Immobilienpreise gibt. Es wird keine guten Immobilien zu Schleuderpreisen geben. Mit "gute" meine ich unabhängig vom Objektalter laufend instandgehaltene Häuser. Damit sind nicht neue Bodenbeläge, hier und da ein bisschen Farbe und ein Badezimmer, welches fast ganz neu ist (vor 20 Jahren gemacht) gemeint. Schrott-Immos gehen nur, wenn es sich um eine gute Lage handelt und sich ein Abriss lohnt. Die wirklich guten Gebäude wechseln selten den Besitzer und wenn, dann unter der Hand.
Der Wohnungsneubau wird noch erheblich heftiger einbrechen, als es die Meldungen vermuten lassen. Aktuell wird geschätzt, dass 185 Tsd Einheiten in diesem Jahr fertiggestellt werden. Bei Gestehungskosten ab Bodenplatte von mindestens EUR 3200 - 3500 EUR für relativ einfache Bauweise zzgl. Grundstückskosten (z.B. 200 EUR m²), Bauzeitkosten und Nebenkosten kann bei der derzeitigen Zinssituation (angenommene Mindestannuität 6,75%) nicht unter 21 EUR kalt vermietet werden. Hier sind noch keine Bewirtschaftungskosten, Rücklagenbildung und das Mietausfallwagnis berücksichtigt worden. Von einem angemessenen Gewinn habe ich noch gar nicht gesprochen. Summa summarum geht es nicht unter 28 EUR kalt. Wer will und kann sich das leisten? Ich sag es Euch: Keiner außer den linksversifften Politikern, die mittels Enteignung dort dann für 10 EUR wohnen wollen
Wenn die das so toll können, dann sollen sie doch von ihrem Haustyp "E" wie "einfach" nächstes Jahr mal nur 10.000 Einheiten bauen und dann vermieten. Die öffentliche Hand wird es nicht ansatzweise gebacken bekommen, die Privatwirtschaft kann rechnen und lässt es aktuell gleich sein. Mein gesamter Bekanntenkreis sitzt auf einem Berg von genehmigten Bauvorhaben und allesamt eint etwas: Sie werden nicht realisiert werden. Nur die Po*litiker schnallen es nicht.
Grüße
Goldhut