National Inflation Association, 26.03.2011
Im Folgenden finden sie die 12 wichtigsten Warnhinweise der NIA, dass eine Hyperinflation bevorsteht:
1 Die US-Notenbank kauft aktuell 70% aller US-Staatsanleihen.
Die Federal Reserve kauft zurzeit 70% aller neuen Schulden des US-Finanzministeriums. Bis 2011 gelang es den USA, den größten Teil der US-Inflation in den Rest der Welt zu exportieren, da die anderen Länder aufgrund Status des US-Dollars als Weltreservewährung riesige Mengen an Dollarreserven halten.
In den letzten Monaten sind die US-Staatsanleihekäufe seitens ausländischer Zentralbanken jedoch von 50% auf 30% abgesunken, während sich die Aufkäufe durch die Federal Reserve von 10% auf 70% erhöht haben. Das bedeutet, dass die defizitären Ausgaben der US-Regierung nun direkt zu einer US-Inflation führen, die den Lebensstandard aller Amerikaner vernichten wird.
2. Der Privatsektor kauft keine US-Staatsanleihen mehr.
Der US-amerikanische Privatsektor kaufte früher 30% aller US-Staatsanleihen. Der US-amerikanische Privatsektor hat die Käufe von US-Staatsanleihen nun ausgesetzt und wirft die Regierungsschulden auf den Markt. Der Pimco Total Return Fund war vor kurzem noch der größte private Halter von US-Staatsanleihen, hat mittlerweile jedoch all seine US-Staatsschulden abgestoßen.
3. China wendet sich vom US-Dollar als Reservewährung ab.
Der US-Dollar wurde zur Weltreservewährung, weil er goldgedeckt war und die USA über den weltgrößten Fertigungsbereich verfügten. Heute ist der US-Dollar nicht mehr durch Gold gedeckt, während China jetzt die größten Produktionsstätten der Welt hat.
Es gibt keinen Grund mehr, warum die Welt die Produkte und Rohstoffe auch in Zukunft in US-Dollar handeln sollte, wo praktisch alles, was in der Welt verbraucht wird, mittlerweile in China gefertigt wird. China hat bereits erste Schritte ergriffen, um den Yuan so zu positionieren, dass er die neue Weltreservewährung wird.
Von den Massenmedien praktisch unbeachtet hat die chinesische Zentralbank zu Beginn dieses Monats verlautbart, dass man auf die Wünsche aus dem Ausland reagieren würde, den Yuan als Reservewährung zu verwenden. Im Rahmen dessen würde es die chinesische Regierung künftig einfacher machen, den Yuan wieder nach China einzuführen.
China hofft, dass alle Exporteure und Importeure ihre internationalen Handelsgeschäfte bis Ende 2011 auch in Yuan durchführen können. Dies gehört zu den Plänen Chinas, die internationale Rolle des Yuan aufzuwerten.
4. Japan wird mit dem Abverkauf von US-Staatsanleihen beginnen.
Japan ist der zweitgrößte Halter von US-Staatsanleihen und hält gegenwärtig Dollarreserven im Wert von USD 885,9 Milliarden. Obwohl China seine Bestände an US-Staatsanleihen nun 3 Monate in Folge reduziert hat, hat Japan seine Bestände den 7. Monat in Folge erhöht.
Unter den ausländischen Kreditgebern des US-Finanzministeriums ist Japan das Land gewesen, das in 2010 als stärkster Käufer von US-Schulden aufgetreten ist. Doch das ändert sich jetzt. Japan wird in 2011 aller Vorausschau nach über USD 300 Milliarden ausgeben, um die jüngst durch das Erdbeben, den Tsunami und die Atomkatastrophe zerstörten Teile seines Landes wiederaufzubauen.
Die NIA geht davon aus, dass zur Finanzierung des japanischen Wiederaufbaus höchstwahrscheinlich US-Dollarbestände zum Einsatz kommen. Für die USA kommt dies zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt, da Japan als aktiver Käufer von US-Staatsanleihen benötigt wird, um die US-amerikanischen Haushaltsdefizite in Rekordhöhe zu finanzieren.
5. Der Leitzins bleibt weiterhin nahe null.
Die Federal Reserve hat die „Fed Rate“ seit dem 16.12.2008, also seit über 27 Monaten, auf einem Niveau von 0% bis 0,25% gehalten. Dies ist ein beispielloser Vorgang. Wir gehen davon aus, dass die Welt aktuell mit einer Welle überschüssiger US-Dollarliquidität geflutet wird.
Als die japanischen Atomreaktoren in Fukushima vor zwei Wochen damit begannen zu überhitzen, nachdem ihre Kühlsysteme aufgrund der Unterbrechung der Stromversorgung zum Erliegen kamen, war der Betreiber, die Tokio Electric Power Company, gezwungen die Überdruckventile zu öffnen, um radioaktiven Dampf abzulassen und so eine Explosion zu verhindern.
Genauso verhält es sich aktuell auch am US-Aktienmarkt: Der US-amerikanische Aktienmarkt fungiert gegenwärtig als Überdruckventil für all die überschüssige US-Dollarliquidität. Obwohl die US-Wirtschaft normalerweise in einer riesigen und extrem tiefen Rezession stecken müsste, steigen die Aktienpreise zurzeit wegen der Gelddruckmaßnahmen der US-Notenbank und weil die Menschen nicht wissen, wo sie mit ihren Dollars ansonsten hingehen sollten.
Die NIA ist der Auffassung, dass Gold und besonders Silber wesentlich besseren Schutz vor der Inflation bieten als US-amerikanische Aktien, was auch der Grund dafür ist, weshalb wir in den letzten Jahren massive Rückgänge beim Dow/Gold-Verhältnis und beim Gold/Silber-Verhältnis voraussagten. Diese zwei Kennzahlen befinden sich im freien Fall, genauso wie es die NIA vorhergesagt hat.
6. Der US-Verbraucherpreisindex ist innerhalb der vergangenen 3 Monate um 92% gestiegen.
Im November 2010 stieg der Verbraucherpreisindex (VPI) der US-Behörde für Arbeitsstatistik (BLS) im Jahresvergleich um 1,1%. Der VPI stieg im Februar 2011 im Vergleich zu Februar 2010 um 2,11% und lag somit über dem formellen Inflationsziel der US-Notenbank von 1,5% bis 2%.
Ein VPI-Anstieg von 1,1% im November 2010 auf 2,11% in Februar 2011 bedeutet, dass der VPI in einem Zeitraum von gerade einmal 3 Monaten um 92% zulegte. Wenn wir davon ausgehen, dass sich diese VPI-Wachstumsrate mit derselben Geschwindigkeit fortsetzt, so kommen wir in den nächsten 9 bis 12 Monaten auf einer Preisinflationsrate von über 15%.
Selbst wenn es dem BLS gelingen sollte, den VPI künstlich bei 5% bis 6% zu halten, dürfte die reale Preisinflation weiter zulegen und innerhalb des Jahres 2011 bis in einen zweistelligen Prozentbereich steigen.
7. Die Massenmedien bestreiten, dass das Inflationsziel der US-Notenbank überschritten wurde.
Anstatt einzuräumen, dass die Inflation nun beginnt, außer Kontrolle zu geraten, und die Amerikaner zu ermutigen, sich auf eine Hyperinflation vorzubereiten, so wie es die NIA seit Jahren tut, haben sich die Medien bequemerweise dafür entschieden, die Art, wie die US-Notenbank ihr formelles Inflationsziel definiert, einfach umzuinterpretieren.
Fakt ist jedoch, dass Nahrungsmittel und Energie die zwei wichtigsten Dinge sind, welche die Amerikaner zum Leben und Überleben benötigen. Wenn das BLS schon einzelne Positionen aus dem VPI entfernt, dann, so sollte man meinen, müssten dies doch Güter sein, welche die Amerikaner nicht tagtäglich benötigen.
Das BLS behauptet, die Nahrungsmittel- und Energiepreise würden aus der Kerninflation herausgerechnet, da es sich bei diesen Kostenpositionen um die volatilsten handeln würde. Dadurch, dass Nahrungsmittel und Energie aus dem Kern-VPI herausgenommen werden, wird die Kerninflation jedoch maßgeblich durch die Mieten bestimmt.