Die scheinbare Implosion des Londoner Silbermarktes könnte möglicherweise brutale Folgewirkungen für Edelmetallbanken haben, die auf dem CME-COMEX/New Yorker Markt Silber shorten.
Die neuesten Wochenzahlen vom vergangenen Freitag (die später heute aktualisiert werden) aus dem Commitment of Traders (COT)-Bericht der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) zeigen, dass Edelmetallbanken („Swap-Händler“) an der COMEX einen Netto-Short von 220 Millionen (M) Unzen Silber aufweisen.
Normalerweise gleichen Edelmetallbanken ihre Leerverkäufe von Silber in New York durch einen entsprechenden Long-Silber-Kontrakt auf dem Londoner Spot-/Kassamarkt aus, um ein ausgeglichenes oder nahezu ausgeglichenes Buch zu erhalten.
Da der Londoner Kassamarkt für Silber offenbar im Chaos versinkt, zeichnet sich zunehmend die Gefahr eines weitverbreiteten Zahlungsausfalls auf dem Londoner Kassa-/Spotmarkt für Silber aufgrund von Silberknappheit ab.
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Das Problem für die Edelmetallbanken besteht darin, dass ihre Netto-Short-Positionen in Höhe von 220 Millionen Unzen Silber weiterhin als Verbindlichkeiten in ihren Bilanzen bestehen bleiben, die sie dann decken müssen, wenn ihre Long-Positionen auf den Londoner Kassa-/Spotmärkten für Silber ausfallen.
Die Edelmetallbanken müssen dann ihre New Yorker Futures-Positionen decken oder Silber in ihre NY-Short-Positionen liefern.
Der Silberpreis könnte daher in relativ naher Zukunft große Preisausschläge nach oben erleben, wenn es weiterhin zu einem weltweiten physischen Versorgungsengpass bei Silber kommt.
Beste grüße,
David Jensen