Es wird im Großen und Ganzen gar nichts wahrgenommen, sonst würde es wirklich rauchen im Karton - die glauben noch immer zum größten Teil, dass die da Oben das schon Regeln und es zurück in die Normalität geht.
Oh doch, es wird sehr wohl wahrgenommen. Lediglich die Interessen sind unterschiedlich und das ist der Knackpunkt.
Hier nur eine unvollständige Auflistung:
- Selbständige die vom Lockdown profitieren
- Selbständige die Einbußen haben
- Angestellte die massig Überstunden schieben müssen
- Angestellte die zuhause sitzen und das blöd finden
- Angestellte die zuhause sitzen und sich darüber freuen
- Eltern die ihre Kinder gerne zuhause haben
- Eltern die total am Rad drehen, weil sie mit ihren Kindern überfordert sind (wg. Job, Heimunterricht, Platzmangel, was auch immer)
- Rentner, die total vereinsamen
- Mein Umfeld denkt bezüglich Corona wie ich
- Mein Umfeld hält mich wegen meiner Einstellung zu Corona für total bescheuert
Je nachdem wie stark sich die einzelnen Faktoren auf den Menschen auswirken haben sie mehr oder weniger Stress.
Die ganzen Gruppen kannst du dann noch einteilen in "Ich glaube, dass der Lockdown hilft" und "Ich glaube nicht, dass der Lockdown was hilft". Daraus kannst du grob den Grad der Frustration ableiten.
Jetzt kommts halt darauf an, mit wem du sprichst ob du den Eindruck hast das nichts wahrgenommen werden oder dass wir kurz vor einem Bürgerkrieg stehen.
Viele Selbständige, die durch die Maßnahmen Einbußen haben sind extrem gefrustet. Angestellte, die bei Lohnausgleich den Garten herrichten können wahrscheinlich eher weniger. Deshalb schrieb ich von den Gewerbe- und Handelsvereinen.
Gruß
Kruger
PS. Hab gerade frisches Bier bekommen. Das wurde heute vormittag abgefüllt. Der Abend ist gerettet. 