Wie kommt man an sein Vermögen in Paraguay, wenn Fliegen nicht mehr möglich, die Regierung dort u. U. alles Privateigentum enteignet, etc.?
Ich lese immer wieder von riesigen Landkäufen durch Israelis in Argentina, was ist da dran. Und ich habe gute Kontakte nach Brasil, Rio grade do Sul.
Das Vermögen liegt in Paraguay in Form von Grund und Boden. Da kommt man nur über einen Landverkauf dran. Sollte es bei einem Kunden wirklich "brennen" gibts Mittel und Wege, allerdings habe ich dann einen Fehler gemacht, weil die Land Investments in Südamerika eigentlich eine Beimischung sein sollten, die nicht in der täglichen Liquiditätsplanung auftauchen und bestenfalls nie gebraucht werden (Stichwort: Fluchtpunkt). Vom Ablauf stellst du dir das am Besten wie einen Grundstücksverkauf in Deutschland vor, nur eben dass dieser in Paraguay stattfindet. Mit einer notariellen Beglaubigung aus Deutschland (wenn der Kunde Deutscher ist) oder Österreich (wenn der Kunde Österreicher ist) kann ich den Verkauf auch in einem gesetzten Ramen für meine Kunden tätigen. Diese müssen dann nicht selbst nach Paraguay. Allerdings empfehle ich jedem, solange keine gesundheitlichen Gründe gegen den Flug sprechen, selbst mitzufliegen und beim Kauf und/oder Verkauf persönlich anwesend zu sein.
Die jährlichen Pachtzahlungen werden ganz normal auf die Konten meiner Kunden überwiesen und sind von Covid19 weitestgehend unberührt. Die Ernte wird ja trotzdem eingebracht und in die Silos geliefert.
Vor Enteignungen sind deutsche und österreichische Investoren weitgehend geschützt. Bisher habe einmal eine Enteigung von Kunden mitbekommen, wegen dem Bau einer neuen Schnellstraße, die wurden sehr gut entschädigt. Sollte die paraguayische Regierung entschädigungslos Enteignen, würde sie massiv gegen internationales Recht verstoßen. Dann ist das wohl unter Lebensrisiko abzuspeichern. Ich sehe die Gefahr dafür eher marginal, da in Paraguay sehr viel Land für relativ wenige Menschen verfügbar ist. Es handelt sich um einen klassischen Agrarstaat. Probleme mit Camposinos gibts zwar immer mal wieder, aber wir legen Wert darauf, dass wir in sicheren Gegenden investieren.
Bezüglich der Landkäufe in Argentinien habe die Information, dass dort tatsächlich massiv gekauft wird. Ob das Israelis sind weiß ich aber nicht. Argentinien viel bei uns aufgrund der volatilen Wirtschafts- und Währungspolitik durchs Raster.
Aus Rio Grande do Sul kommen einige unserer Pächter. Da hats vor gut zweihundert Jahren viele aus dem Hunsrück hin verschlagen. Aufgrund der Erbteilung in der Landwirtschaft sind aber Teile der Ausgewanderten Deutschen vor gut vierzig Jahren weiter gezogen nach Paraguay. In Brasilien passten für uns damals einige rechtliche Dinge nicht, die ich bei Bedarf gerne näher erläutern kann. Währe aber hier noch mehr OT als ich ohnehin schon geschrieben habe.
Gruß