Beiträge von wef


    Hawn,


    vom Kerzen handeln halte ich gar nichts. Aber Dir auch viel Erfolg. Jeder soll halt auf seine eigene Fasson glücklich werden. :thumbsup:

    ...das Thema geht mir übrigens tierisch auf den Sack. Lest mal die alten Threads. Ich denke die Finanzkrise hat faktisch bewiesen, dass es in Deutschland praktisch kein Emittentenrisiko gibt! Und es gibt keinen stärkeren Beweis als die Wirklichkeit!


    Es war überhaupt kein Zufall dass die Banken in Deutschland gerettet wurden. Es war total vorhersehbar. Und morgen würde es nicht anders sein. Übermorgen vielleicht schon, aber da sind wir vielleicht schon alle tot.

    Tja, in Punkto Nachschusspflicht und automatische Liquidation fehlt mir die Erfahrung. Wann wird automatisch liquidiert? Wenn die Margin nicht mehr reicht? Nein, dann erhälts Du den Margin Call . Wie lange hast Du Zeit darauf zu reagieren bevor automatisch liqudiert wird? Und wie weit kann der Kurs inzwischen fallen?
    Ich habe überhaupt keine Lust mich zum Sklaven der Kurse zu machen. Manchmal verfolge ich die Kurse über Tagen und Wochen nur am Rande obwohl ich eine offene Position habe.


    Beispiel aus der Praxis: ich habe DB7062 zwischen 2006 und dem 28.6.2010 gehalten. Am Ende kamen etwa 480% Gewinn raus. Die Margin Calls im August 2008 hätte ich wahrscheinlich nicht überstanden.

    ..weil ich mich damit nicht auskenne..


    Ein Knock-Out ist übrigens kein Totalverlust sondern ein sehr angenehmer eingebauter Stop-Loss. Und über Margin ist meines Wissens der Verlust unbegrenzt. Das mit dem "lediglich" mußt Du streichen.

    Also der virtuelle Einstieg bei GS2VTQ wäre mit 3,30 sicherlich gelungen. Der Richtige ist bei DB7TVB mit 7,33 auch erfolgt, aber von geglückt kann man nicht reden. Das wäre in beiden Fällen deutlich billiger gegangen. So, jetzt schauen wir mal wo die Reise hingeht.

    Die offensichtliche Lösung ist ein Mini Future auch Knockout Zerti genannt. Durch die extrem tiefen Zinsen ist die Erhöhung des Basispreises erträglich. Ich tracke DB3VA1 seit einigen Monaten. Der Basispreis steigt um 3%pA. Solange POG um 25%pA steigt kann ich damit gut leben.


    Ich werde eine Knockout Schwelle von 1150 wählen. Kursziel ist 1300 bei USD von 1,30. Ergibt 90% Gewinn(minus Basispreisangleichung). Ich werde mein weiteres handeln aber von der COT Entwicklung abhängig machen. Sollte die Shortposition bei fallendem POG weiter stark zurückgehen, würde ich meine Positionen stark erhöhen. Sollte die Shortposition wieder ansteigen ohne das der POG nach oben geht, würde ich glattstellen. Sollte aber POG fallen und die Shortposition steigen, hätten wir ein fettes Fehlsignal. Dann hilft nur noch :cursing: :cursing: :cursing:

    Der COT ist überraschend positiv ausgefallen. Die Short Position der Commercials ist auf den tiefsten Stand seit dem 6. April gefallen. Da war der Kurs bei 1130 und kurz vorher gab es ein starkes Kaufsignal, das äusserst profitabel gewesen wäre.
    Die Woche davor waren wir noch auf dem höchsten Stand seit dem 15.12.2009. Einen Rückgang von über 40.000 Kontrakten hat es davor schon lange nicht mehr gegeben.


    Noch handle ich kurze Anstiege nicht, aber um die Theorie zu überprüfen, setze ich für GS2VTQ (Basis 1220, Laufzeit 24.9.) ein virtuelles Limit von 3,30 für den Kauf am Montag. ACHTUNG: ich kaufe den Schein nicht wirklich, nur auf dem Papier. Die Aufgelder beim Gold erscheinen mir momentan zu hoch.

    Gelegentlich wird man sogar von einer Bank positiv überrascht.


    Die DB hat DB88T0 mit einer Barausschüttung von 16,70 abgewickelt. Bei 0,00 EUR Gebühren, dürfte das der höchste Kurs während der gesamten Laufzeit gewesen sein. Hätte ich nie für möglich gehalten.


    Insgesamt ergibt sich damit etwas mehr als 60% Gewinn. Oder in absoluten Zahlen: aus 4.000 EUR Einsatz habe ich über 2.400 EUR Gewinn erzielt. Dafür lohnt sich sehr viel Zeit und Nerven, nach meinem Massstab. Weiß ja nicht wie wertvoll Eure Zeit ist.


    Die steuerliche Abwicklung ist allerdings ein völliger Skandal. Der Veräusserungsgewinn wurde verringert um einen zuvor realisierten Verlust, danach um den Rest des Freistellungsauftrags. Danach wurde die Abschlagsteuer ermittelt und um die früher entrichtete ausländische Quellensteuer verringert. In Summe NULL. Aber vermutlich völlig entgegen der wahren Steuergesetze. Alte Verlustvorträge können nicht mit neuen Zinseneinkünften verrechet werden, aber sehr wohl mit neuen Spekulationsgewinne. Aber die gibt es eigentlich nicht mehr. Die Bank schmeisst im laufenden Jahr alles in einen Topf. Der Verlustvortrag erfolgt aber immer nachträglich und ist nur teilweise verrechenbar. Völliges Chaos. Mein Steuerberater weiss aktuell nicht wie das Ganze funktioniert. Bravo!!!!!
    Der Finanzbeamte der sich das ausgedacht hat, verdient einen kräftigen Tritt in die Eier! Und zwar täglich, solange bis eine vernünftige regelung getroffen wird.

    Roulettekugeln haben kein Gedächtnis, Croupiers sehr wohl. Angeblich können geübte Croupiers "Zahlen werfen". Alles andere wäre auch verblüffend.


    Aktienkurse, Rohstoffkurse usw..haben ein maximales Gedächtnis. Kurslücken sind sehr selten und werden fast immer geschlossen. Sehr starkes Argument gegen Zufall.


    @Grün und Blau: es traden nicht alle Spieler mit dem Trend, sonst würde kein Umsatz mehr stattfinden! Es muss immer verschiedene Meinungen geben, bzw. bei den Rohstoffen verschiedene Interessen. Deshalb verhalten sich Rohstoffe anders als Aktien/Wertpapiere. Gold ist kein Rohstoff! Sondern irgendetwas anderes.


    Natürlich ist es sehr schwierig den Trendwechsel als Erster zu erkennen. Es muss auch schwierig sein, es wird ja kein Geld verschenkt an der Börse. Allerdings bewegen sich sehr viele Idioten an der Börse, deren Geld steht zur freien Verfügung...

    Dann hast du selten oder noch nie im Kasino gespielt es sind glaube ich 6 oder 7 Blätter a 52 Karten die nach einer Anzahl von sagen wir mal 30-40 Karten wieder komplett neu in den Stapel kommen...


    Wäre schön wenn du da mitzählen könntest bis zum Ende, dann wärs kein Glücksspiel mehr.


    Ich habe tatsächlich noch nie in irgendeinem Kasino Blackjack gespielt. Dass aber nach 30 bis 40 karten Schluss ist kann ich nicht glauben. Dann hätten uns zahlreiche Drehbuchautoren komplett verarscht. Der gesamte Film "21" wäre sinnlos und da haben ein paar Weltstars mitgespielt.

    Dark-End,
    für Dich kurz zusammengefasst:


    Ich habe die halbe Position mit 60% Gewinn verkauft, die andere Hälfte mit etwa 50%+. Die endgültige Abrechnung habe ich noch nicht.


    Ich habe praktisch keine Zeit für den Deal aufgebracht, für die Kommentierung schon. Aber das ist ja Liebhaberei.


    Sicher habe ich zwischendurch etwas Nerven gelassen, aber umso schöner war es wie sich der Erfolg eingestellt hat.


    Also +55% in 6 Monaten ist für ein Derivategeschäft sicher nicht überwältigend, aber hinreichend, wenn man die Verluste vermeidet!
    Im Nachhinein wäre eine Investition eines grösseren Betrags in Goldmünzen sicher die bessere Alternative gewesen. Aber ob ich Kauf und Verkauf so timen hätte können bezweifle ich.

    Schau Euch mal den Film "21" an. Wer es noch nicht weiss, beim Blackjack hat der Spieler im Vergleich zur Bank einen Vorteil je mehr Zehner und Asse übrig sind. Da die Karten aufgedeckt werden, kann man durch mitzählen warten, bis die Chancen aussichtsreich sind. Passiert halt nur selten, braucht Zeit, Geduld und Talent. Genau wie an der Börse.

    Grün und Blau behauptet zwar dass Kurse rein zufällig sind, aber es ist völlig offensichtlich, dass da nicht stimmt. Man braucht sich nur den Chart EUR/USD anschauen. Er bewegt sich praktisch ausschliesslich in Trends. Bei "reinem Zufall" wären keine starken, langfristigen Trends möglich.


    Es ist natürlich schwierig den zukünftigen Trend zu erahnen, aber den aktuellen Trend festzustellen, ist meistens machbar. Und Trendwechsel sind per Definitionem eher selten. Also EURO short halte ich für völlig unlogisch. Ich habe CG9GHN und bin schon ein paar % im Plus, mit Aussicht auf mehr...

    Nun wäre dieser Thread eigentlich beendet, ich werde dennoch an dieser Stelle immer wieder über meine Erfahrungen mit Derivaten berichten und hoffe dass sich auch noch andere Forenmitglieder zu Berichten hinreissen lassen. Offensichtlich interessiert es viele und einige sind immer wieder investiert, aber sagen will keiner was. Ausser den notorischen Gegnern.

    DB88T0 ist Geschichte.Wie angekündigt, habe ich am Dienstag den 8.Juni ein Limit in den Markt gelegt. Ich hab mich spasseshalber für 16,33 entschieden, da ich das am Anfang als Kursziel genannt hatte. An diesem Dienstag ging es rasant nach oben, der Schein wurde schnell verkauft, das Geld prompt gutgeschrieben. Null Problem! Es wären an diesem Tag aber auch 16,70-80 drin gewesen.
    Da mir die Chance auf einen weiteren Anstieg nach Überwinden des ATH zu verlockend war, habe ich nur die halbe Position verkauft und auf das nachhaltige Überwinden des ATH gehofft. War aber nichts. Deshalb ist der Schein am Montag, den 28.6. fällig geworden. Noch habe ich keine Abrechnung erhalten. Nach Auskunft meiner Depotsoftware werde ich einen Kurs von 15,76 erhalten. Ich bin sehr gespannt auf die Abrechnung.

    Es ist eigentlich ganz einfach: wer "intuitiv" handeln will, sollte die Finger von Derivaten mit hohem Hebel lassen. Siehe das Beispiel von Resci. Mit Scheinen im Geld kann man relativ risikolos Geld verdienen, wenn die Intuition halbwegs richtig ist. Dabei kann man durchaus auch langfristig agieren. Rolf Nef, der Schweizer Bankier der die Hälfte des Fondsvermögens in langfristige Silberoptionen steckt, ist auch kein Anfänger oder geistig unterbelichtet. Allerdings sind die Gewinnaussichten nur dann wirklich gut wenn irgendwann ein sehr steiler Anstieg kommt (und man zum halbwegs richtigem Zeitpunkt aussteigt).
    Bei Derivaten mit hohem Hebel muss dass Timing 100% stimmen, sonst verfallen soviele Trades, dass man das gar nicht mehr aufholen kann. D.h. man braucht ein sehr zuverlässiges Signalsystem nach dem man handelt. Das erfordert Zeit, Wissen, Kapital, Disziplin und die richtige Mentalität.


    Zur Eingangsfrage: Ob "man jetzt" soll, muss jeder selbst wissen. Das hängt rein vom Individuum ab. Um langfristig einzusteigen, ist IMHO momentan ein denkbar schlechter Zeitpunkt. Aber ein kurzer Trade bietet sich an. Wird das ATH bestätigt, müßte ein kleiner Sprung bis vielleicht 1330-1350 drin sein. Wenn nicht, kann man schnell wieder aussteigen. Ein Schein im Geld würde dann Aufgeld aufbauen und denn Kursverlust verringern. Gutes Chance/Risikoverhältnis eben.

    ich hab diesen Schein seit Anfang Februar, seinerzeit 1.60 Euro dafür bezahlt. War ein größeres Investment. Trotz des gut gestiegenen Goldpreises war ich bisher nur einmal kurz in der Gewinnzone. Die Gefahr des Totalverlußts ist sehr groß, da jetzt nur noch 5 Handelstage übrigbleiben. Allerdings würde jetzt ein starker Anstieg des POG den Preis regelrecht explodieren lassen. Deswegen lasse ich den Schein bis zum 28.6 auslaufen ohne zu verkaufen (letzter Verkaufstag wäre 25.6) und mir dann den Differenzbetrag ausbezahlen, falls wir dann noch über 1250$ stehen. Bei 1300 wärens dann z.B. 5 Euro.


    resci :thumbsup:


    Hallo Resci,


    ich gratuliere zum Timing beim Einstieg. Alerdings muss ich Dir sagen, dass Du den typischen Fehler begangen hast, zu kurze Laufzeit + zu weit aus dem Geld = schlechtes Chance/Risikoverhältnis. Hättest Du Dich am 12.2. z. B. für DB20UK (Basis 1100, bis 20.9.) entschieden, wärst Du aktuell knapp 100% vorn und könntest in aller Ruhe abwarten wie hoch es noch gehen mag.


    Mit DB214B geht es mir diese Woche ganz ähnlich wie Dir, allerdings aus ganz anderen Gründen.


    Dennoch denke ich, dass Du noch eine sehr gute Chance hast, einen fetten Gewinn einzustreichen.


    Ich wünsche uns Beiden für die nächste Woche einen kleinen Preissprung bei POG und POS und viel Glück beim Ausstieg.


    Gruss
    WEF :thumbsup: