Ich habe die Idee von Milly aufgegriffen und das Anlageergebnis von KO Schein und OS mit Eintrittswahrscheinlichkeiten (EW) für den POS gewichtet und damit quasi den statistischen „Erwartungswert“(E) berechnet. Siehe Anlage. Die EW sind natürlich völlig subjektiv. Nichtsdestotrotz verträgt das Modell soviel Unschärfe daß gewisse Aussagen (nicht völlig neu und bahnbrechend) möglich sind. Vor allem kann man sehr schnell mit verschiedenen EW spielen und dadurch vielleicht ein viel besseres Gefühl für die tatsächlichen EW erhalten.
Ich habe mir das lange überlegt, da ich die Benennung von konkreten Wahrscheinlichkeiten für total unseriös halte. Siehe Trefferquote beim monatlichen Silberspiel.
Grundsätzlich habe ich den KO Schein GS3MJM mit einem OS Basis 12 verglichen. Da der Basispreis des KO im Laufe des Jahres sich auf ca 12 USD erhöhen sollte, ist das Ablaufergebnis sehr ähnlich.
Basis waren die Preise vom Mittwoch 10.1., Silber bei ca. 12,40, GS3MJM bei 1 Euro, OS bei circa 1,60. Zusätzlich habe ich einen OS mit Basis 14 mit Kurs 1 Euro herangezogen, da dieser den selben Hebel wie der KO besitzt.
Leider darf ich nur txt anhängen, Ihr müßt euch also die Formeln selbst wiederherstellen. Wenn gewünscht bzw. notwendig gebe ich gerne Info hierzu.
Daß was Milly am Meisten beschäftigt hat, kann man erstmal vernachlässigen. Ein Abgleiten des POS unter die Unterstützung bei 11,80 - 12 USD würde den Stop Loss beim KO und beim OS auslösen ! Es entspricht durchaus vernünftiger Handelsstrategie einen Stop Loss zu setzen und bei Unterschreitung wichtiger Unterstützungslinien (automatisch) zu verkaufen. Erst wenn sich nach Beurteilung der dann völlig neuen Situation mit anderen EW, erneut eine günstige Situation ergibt, sollte man auf tieferem Niveau erneut einsteigen. Dies sollte man durch die Wahl der EW simulieren. Ich habe den Verlust durch Stop Loss beim KO auf 80% festgesetzt, beim OS12 auf 1/3 (geschätzer OS Kurs bei Stop Loss auslösung bei 11,70 wäre 1,10 Euro). Beim OS14 der Einfachheit halber ebenfalls auf 1/3.
Bei KO und OS 12 ist E pro Unze natürlich sehr ähnlich, da der Wert pro Unze gleich ist (außer bei Stop Loss !!). Wenn man, so wie Milly, tatsächlich eher eine feste Anzahl Unzen erwerben will, ist E etwa gleich. Der Gewinn ist natürlich erheblich kleiner, da der Einsatz ja um 60% höher war.
Für nicht Statistiker:
Das tatsächliche Ergebnis wird sich bei oftmaliger Durchführung an den Erwartungswert annähern.
Einfaches Beispiel: Bei einem „idealen“ Würfel beträgt der Erwartungswert 3,5. Wenn man 10 mal würfelt, wird die durchschnittlich erzielte Augenzahl zwischen 3 und 4 liegen. Wenn man 1000 mal würfelt, ist sie sehr sehr nah an 3,5. Wenn nicht, kann man mit hoher Wahrscheinlichkeit schließen, daß es sich nicht um einen „idealen“ Würfel handelt (sprich der Würfel ist ungleichmäßig hergestellt oder manipuliert). In der Praxis dürfte es kaum „ideale“ Würfel geben. Eine Seite wird immer eine geringfügig höhere Eintrittswahrscheinlichkeit haben.
Milly: Wie geht der Backgammonprofi eigentlich mit sowas um ?