Beiträge von wef

    Edel,


    vielen Dank für die prompte Antwort!


    Die Zahlen halte ich aber für völlig unglaubwürdig!
    Bei den Companies fehlen mir die Goldproduzenten und die Basismetallproduzenten. Und es fehlt natürlich jegliche Information über chinesische Produzenten.


    Bei den Ländern frage ich mich, wieso:
    - Polen wenig fördert, aber noch 70 Jahre Reserven hat
    - dagegen Canada nur noch maximal 10 Jahre weiterfördern kann?
    - auch Mexico, als Grossproduzent hat nur mehr 8 Jahre übrig?
    - Peru dagegen 30 Jahre


    Wenn man die Länderzahlen für richtig hält, steht ein gewaltiger Umschwung des Silbermarkts ins Haus. Dass gewaltige Reserven in Polen, Peru, Bolivien, Chile und Australien bisher nicht genutzt werden, muss ja wohl grösstenteils am Preis liegen?
    Dagegen könnte die Förderung in Mexiko und China nicht mehr lange so weiter gehen. Die letzten Reserven müssten ja nur zu extrem höheren Preisen gefördert werden können?

    @RMG:


    Ich glaube auch nicht, dass wir bereits eine Silber Knappheit haben. Sonst müssten die Manipulatoren ja wieder weitaus drastischere Massnahmen ergreifen! Oder der Preis würde eben stark steigen.
    Aktuell folgen wir nur einem inversen Marktschema. Sinkt der Preis, sinkt die Nachfrage nach Investment Metall. Die Investmentnachfrage macht bei Silber bis zu einem Drittel der Gesamtnachfrage aus. Bei Gold ist es schwer zu trennen. Ob Schmuck Investment oder Liebhaberei ist weiss nur der Käufer.
    Die Beziehung Investmentnachfrage und POS ist über den Papiermarkt viel schneller und direkter als die physische Nachfrage durch Industrie und Münzkäufer.


    Was ich meinte:
    - bei einem POS von 20 USD wird das Silberangebot stetig sinken
    - Recycling ist bei diesem Preis nur ein Feigenblatt
    - die Industrie, die Silber dringend benötigt, steht am Ende der Lieferkette und hat offensichtlich :?: keinen Einfluss auf den Preis der am Anfang der Kette bezahlt wird. D.h. sie kann soviel Geld bieten wie sie will, wenn die Minen keins fördern, weil sie nicht mehr profitabel sind, so wird sie auch keins erhalten.
    - ein Industriebetrieb wird Zeit und Geld benötigen, um eine eigene Lieferkette abseits des "offiziellen POS" aufzubauen
    - aktuell wird die zukünftige Nachfrage der Silberverbraucher (Long Positionen der Commercials) durch Short Positionen der Spekulanten befriedigt.


    Die grosse Unbekannte sind für mich die grossen Bergbaukonzerne wie BHP die Silber als Abfallprodukt fördern. Der POS spielt für ihr Betriebsergebnis oder den Cash Flow überhaupt keine Rolle. Sie können durch Dumpingpreise also primäre Silberproduzenten in die Pleite führen. Mit entsprechenden Kaufgelegenheiten...


    Hat jemand parat wer die grossen Silberförderer sind? Die primären Silberproduzenten haben ja meist nur kleinen Anteil an der Weltjahresproduktion.

    @ wef
    Warum sollte Forschungsdruck auf Alternativen für Silber entstehen, wenn die Preismanipulation weitergeht??
    Es ist doch gerade das Gegenteil der Fall: Alternativen werden dann gesucht, wenn der Preis zu hoch ist.


    RMG,


    durch die Preismanipulation kann sich kein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage über den Preis einstellen. Das Angebot wird immer mehr schrumpfen. Also muss auch die Nachfrage schrumpfen.
    Wir hatten sehr lange eine massive Angebotslücke, die durch Lagerabbau geschlossen wurde. Lager gibt es jetzt aber kaum mehr. Ausser dem SLV und ein bisschen Comex.
    Wer weiss was die Chinesen inzwischen zur Seite geschafft haben? Aber das werden sie niemals rausrücken.

    Wie soll das gehen wenn der Abbau des heute bereits gefundenen Silbers innerhalb der Zeitspanne nicht mal genehmigt ,geschweige denn begonnen wurde . Z. B Pasqua Lama von Barrick ist seit langem gefunden und wird nach Langer Entwicklung gerade ( vporübergehend) eingestampft oder das Bolivienprojekt von SAC , Hier glaubt doch wohl niemand daß das Projekt unter Staatsregie in 8 Jahren erschöpft ist, Wäre jedenfalls die erste Staatsfirma die ohne Monopol auf Lebenswichige Sachen wie Gas Strom oder Wasser irgendwas auif die Reihe bringt. Oder schmale Hochgradveins wo sich ein Mann durch engste Spalten zwängt und erst 50 m Rückwärtskriecht bevor er sich umdrehen kann. Die Tunnel werden zwar immer länger und unrentabler aber manche Erzführenden Berge Enden annähernd Nie weil dann eben 2 cm breite Erze abgebaut werden. Der Silberbergbau wird weitergehen nur evtl wesentlich teurer.



    Bei Einhaltung marktwirtschaftlicher Gesetze ist die Vorstellung irgendein Rohstoff ist "aus", natürlich völlig gaga.


    Nur werden marktwirtschaftliche Gesetze eingehalten? Und ist nicht viel mehr der Preis des Rohstoffes entscheidend?


    Wenn die Preismanipulation beim Silber unvermindert weitergeht, entsteht ein sehr hoher Forschungsdruck auf Alternativen zu Silber. Ist dieser nicht erfolgreich, wird der POS früher oder später explosiv ansteigen.
    Viele Wenns...

    Achtung!
    Die COT Daten deuten noch längst nicht auf eine "Shortspekulationsblase". Die Aufgelder für OS sind natürlich momentan immens hoch. Also noch keine guten Gewinnchancen (auf der Longseite)!
    Ausser man hat gute Beziehungen zur US Banken Mafia...

    Hegele,


    wenn Du nicht in die Vergangenheit blicken willst, um die Zukunft zu prognostizieren, wohin willst Du denn blicken?


    In die Zukunft natürlich!


    Dann träum weiter!


    Analyse kann immer nur die Vergangenheit betreffen. Was sonst? Es werden immer logische Zusammenhänge, die man irgendwann zu Gesetzen erklärt, in die Zukunft weitergeschrieben.
    Wissenschaft war fast immer experimentiell bzw. empirisch.

    Klaus_H.:


    Vielleicht habe ich da zu viel vorausgesetzt?


    Der "gute Hedger" handelt nicht gemeinnützig, sondern vernünftig/vorsichtig, weil er die zukünftige Preisentwicklung nicht kennt!


    Der "böse Hedger" hat keine Markterwartung! Er weiss, dass er genügend Kapital und Marktmacht hat um die Preise zu manipulieren! Wenn er schief liegt in seiner Vorbereitung, fliegt im das Ganze natürlich um die Ohren.


    IMHO kann man einen Markt auf der Long Seite mit genügend Kapital beliebig manipulieren. Theoretisch! Praktisch werden die Aufsichtsbehörden sehr schnell einschreiten. Siehe Hunt Brüder! Steigende Preise für Rohstoffe sind eine ganz schlechte Presse für alle Politiker.
    Auf der Short Seite nützt Kapital allein hingegen garnichts! Wenn die grossen Produzenten nicht liefern, ist der Short Angriff sehr schnell gestoppt.
    Bei Öl oder einem anderen primären Rohstoff ist das auch wieder ganz anders. Aber bei Silber ist bis zu 1 Drittel der Nachfrage spekulativer Natur. Bei fallenden Preisen reduziert sich diese Nachfrage. Völlig konträr zur allgemeinen Preistheorie.


    Hedging: Fluch oder Segen!?


    ich möchte den Gedanken von Delphin noch etwas radikaler zu Ende bringen.
    Meiner Meinung nach waren die Tiefstpreise der neunziger Jahre nur möglich, weil grosse Minengesellschaften mitgespielt haben um kapitalschwache Opfer billig einzusammel!


    Aktuell kann man rückblickend sagen, es war ein Riesenfehler für einen EM Erzeuger in den letzten Monaten NICHT zu hedgen!


    Ein "Guter" Hedger hätte nun die Möglichkeit nur soviel Metall zu verkaufen wie unbedingt nötig ist, um die laufenden Kosten zu bestreiten. Durch Hedging ist diese Menge natürlich wesentlich kleiner als ohne Hedging. Den Rest legt er in den Tresor.
    Durch die geringere Menge die auf den Markt kommt, wird sich der Preis schneller erholen.
    Der völlig normale Wirtschaftszyklus zwischen Boom und Bust könnte damit geglättet werden.


    Dagegen wird ein "Böser" Hedger weiterhin mehr EM verkaufen als der Markt verträgt. Er wird von Terminmarktgewinnen leben und von seinem Kapitalspeck.
    Kapitalschwache Unternehmen müssen dagegen immer mehr ihrer Produktion unter Preis verkaufen. Bis sie Pleite sind. Auch dann wird der Markt irgendwann drehen. Weil einfach der Nachschub ausgeht..


    Ich gehe davon aus, dass einige Banken ganz eng mit "bösen Hedgern" zusammenarbeiten!
    Grosse Gewinne können aber nur dadurch erzielt werden, dass die Preisrichtung irgendwann wieder dreht. Es bleibt also Hoffnung für den Preis! Langfristig!


    Die "mittleren" Produktionskosten sind also für den zu erwartenden Preis ziemlich nebensächlich. Es kommt auf die Kapitalversorgung der Produzenten an. Und ob sich schöne Opfer (wenig Kapital, hohe Resourcen) für die Kapitalhaie finden!

    Den aktuellen Kurssturz sehe ich als sich selbstverstärkenden Prozess. Tiefe Preise führen zu noch tieferen Preisen.
    Einerseits getrieben durch die Lawine der Gold ETF Verkäufe, andererseits durch immer mehr Spekulanten die Short gehen.
    Ein Teil dieser Spekulanten sitzt bereits auf üppigen Gewinnen. Diese Gewinne lässt man (natürlich) weiter laufen und sichert durch Stop Loss ab. Typische Trendfolgestrategien eben.


    Der Kursverlauf beim Silber zwischen Oktober und jetzt erinnert mich an den Kursverlauf zwischen August 2010 und Mai 2011. Nur genau andersrum. Anfang Mai kam dann ein 15 USD Einbruch in einer Woche. In der Spitze wurden also 50% des vorherigen Anstiegs korrigiert. Jetzt ist Silber bereits von 35 auf 18, also um 17 USD gefallen. Eine 50% Korrektur wäre also etwa 8 USD und ein Kursziel von 26.


    Eine grössere Kurssteigerung wird eine riesige Welle von Stop Loss auslösen. Wenn die Spekulanten zu naiv und zu unvorsichtig sind, evtl. einen regelrechten Shortsquezze. Wer wird einem Spekulanten der unbedingt covern muss, schon seinen Kontrakt abnehmen? Die verbliebenen Longs sind in starken Händen. Die Banken werden ihr Blatt ausreizen.
    Es fehlt also "nur" der Anlass.

    Kroesus,


    das siehst Du wieder mal zu einseitig! Gerade die grossen und kleinen Spekulanten die sich in den letzten Wochen auf die Short Seite gestellt haben, sitzen jetzt auf grossen (Buch-)gewinnen. Dagegen haben die grossen Short Banken zu früh Gewinne realisiert bzw. mit ihren frischen Long Positionen bereits herbe Verluste eingefahren.
    Grosse Kursschwankungen bieten Spekulanten grosse Gewinnchancen die mit hohem Risiko erkauft werden. Des einen Gewinn ist des anderen Verlust. Es gilt also immer der "schlauere Spekulant" zu sein. Das ist das Thema.
    Edelweiss war wohl ein schlauer Spekulant in den letzten Monaten!


    Ein grösserer Kurssprung wird höchst wahrscheinlich erfolgen. Bloss wann und von welchem Niveau aus? Alle (begründeten) Mutmassungen dazu wären hochwillkommen.
    Ob Stop Buy bei OS funktioniert? Ich hab es noch nie probiert. Hat jemand Erfahrung damit?

    Anleger,


    ich habe den Thread "Gewinnchance" genannt. Aktuell sehe ich keine Gewinnchancen bei Gold und Silber. Also gibt es für mich hier nichts zu berichten. Da ich nicht zu einer regelmässigen Kolumne verpflichtet bin, schreibe ich nur wenn mir auch was (IMHO) lesenswertes einfällt.


    Goofy,


    hat wahrscheinlich Recht erstmal weniger zu lesen/zu spekulieren. Einfach warten ob und wann Silber wieder über 26 USD steht, dann kann man vielleicht wieder sicherer investieren.


    Aktuell warte ich darauf, dass ein sprunghafter Anstieg des POS/POG die Short Spekulanten in einen Short Squezze treiben wird. Die Spekulanten sind sicher nicht so gut gerüstet wie JPM um so eine Situation zu vermeiden.
    Allerdings fehlt mir ein Timingindikator. Der COT bzw. die CME Umsatzdaten sind aktuell für mich undurchschaubar. Und die Banken werden uns nicht einladen, zum Schlachtfest! Nichstdestotrotz eine grosse Verlockung.

    Kannst Du das in dem COT Thread ein bisschen erläutern? Ich sehe in dem COT Report nicht viel Bewegung.



    Der Silber COT wird seit Wochen als extrem bullisch interpretiert. Dennoch ist der Preis kräftig gesunken. D.h. die bullische Interpretation war bisher völlig falsch! Ich warte auf Klärung bzw. Anzeichen, wann der COT wirklich wieder bullisch ist. Also für steigenden Preis innerhalb weniger Wochen sorgt.


    Der Gold COT ist dagegen völlig anders strukturiert. Er ist zwar viel "besser" als in der Vergangenheit, aber die Swap Dealer sind immer noch short und das Managed Money Long! Dafür sind die "grossen Adressen" extrem vertreten. Long sogar stärker als short! (die 4 oder weniger grössten Trader halten Netto 30,3% der Longpositionen und 27,1% der Shortpositionen.)


    Zwar sind immer mehr Spekulanten Short, es kann aber noch eine ganze Weile dauern, bis die Big Boys die Short Spekulanten abschlachten. Irgendwann gibt es einen Kurssprung von 100 bis 200 USD im POG. Nur wann?

    Meiner Meinung nach passen die Beiträge von Edelweiss sehr gut in diesen Thread!


    Das Kriterium kann ja wohl nicht die "eigene Meinung" sein! Ansonsten mache ich eine beliebige Website auf und verkaufe den Inhalt dann als Information! Verlinken hat für mich per se keinerlei Vorteil. Eher das Gegenteil. Irgendeiner dämlichen Website zu zusätzlichen Klicks zu verhelfen ist doch eher abartig?


    Das Kriterium muss sein, ob eine Meinung, ein Sachverhalt, eine Theorie, eine Prognose sachlich überzeugend vorgetragen wird. Unsachliche Streitereien, die wohl unvermeidlich sind, auszulagern, hat sich aber sehr bewährt.


    Grösstenteils gebe ich Edelweiss Recht! Vor Allem sollten die Goldbugs endlich mal den Unterschied zwischen physischem Gold und Papiergold akzeptieren. Ohne Papiergold würde der physische Handel längst nicht so schnell und reibungslos funktionieren.
    Das Übel ist nicht das Papiergold, sondern die ungeahndete Manipulation der Papiermärkte!
    Da wir uns aber längst in einem Krieg befinden, ist das vielleicht das geringste Übel?


    Ich vermute längst, dass die ETFs nur deshalb gegründet wurden, um quasi einen Stausee für physische Überhänge zu liefern. Damit die Manipulation der Papiermärkte vom "unnötigem" Risiko eines Shortsquezze sicher befreit werden kann.


    Wie gesagt, China und die USA befinden sich in einem unerklärten Handelskrieg. Beide Seiten versuchen ihre Stärken auszuspielen. Eine Stärke der USA ist sicherlich die Beherrschung der Finanzmärkte/Börsen.
    Fairness im Krieg zu erwarten, ist grenzenlose Naivität!

    Ich habe urlaubsbedingt den BPR und die letzten COTs erst vor Kurzem gelesen. Die Daten werden immer seltsamer.


    Vor allem die völlige Diskrepanz zwischen Gold und Silber. Beim Silber ist das OI rekordhoch! Da auch die Spreads eher niedrig sind, ist das tatsächliche OI wirklich auf Rekordniveau. Im Anbetracht der Saison und der Preisentwicklung ist das völlig untypisch. Aktuell beträgt das bereinigte OI 111.000. Letzten Sommer lagen wir bei 80.000-90.000. Selbst im April 2011 lag der Wert nur bei 110.000. Nur in der grossen Rallye im Herbst 2010 ging es rauf bis auf 120.000.
    Auffällig auch das relativ hohe OI in den langlaufenden Kontrakten.


    Beim Gold konnten also die US Banken (JPM?) 50.000 Kontrakte "zurückkaufen". Dass sie das tun konnten ohne dass der POG gestiegen ist und obwohl (angeblich) Gold an der Comex so knapp ist, finde ich sehr sehr überraschend und gar nicht positiv.
    Da die Kontrakte vermutlich bei Preisen zwischen 1600 und 1800 USD eröffnet wurden und jetzt bei Preisen um die 1400 USD geschlossen, wurde ein Handelsgewinn von 1 bis 2 Milliarden USD realisiert.


    Seltsam auch, dass die Position der TREX sogar angestiegen ist. Von einem Minimum von 81.634 am 21.5. auf jetzt 99.443
    Kontrakte short. Der eine grosse Spieler US Bank (JPM?) wurde also nahtlos durch einen anderen grossen Spieler ersetzt.
    Die Long Position aller Banken steht weiterhin bei etwa 21% des OI, die Short Position ist aber dramatisch von 30% auf 20%
    gefallen.
    Dabei halten die 4 (oder weniger) grössten Netto Longs sogar 112.527 Kontrakte. Im Durchschnitt also über 28.000 Kontrakte
    long. Ich vermute deshalb, dass eine US Bank (GS?) 56.000 Kontrakte long ist und die andere (JPM) immer noch 27.000 Kontrakte short ist?
    Da die gesamte Long Position aller Commercials aber nur etwa 110.000 Kontrakte umfasst (und von 42!!! Tradern gehalten wird), muss mindestens einer der grossen 4 Longs ein Non-Commercial sein. Was eigentlich nicht sein kann, weil Non-Commercials viel strikteren Positionslimits unterliegen. :?: :?:

    Edelweiss,


    danke für Deinen Erklärungsversuch! Ich kann damit aber gar Nichts anfangen. Mir ist der Unterschied zwischen Optionen und Futures sehr geläufig. Genau deshalb verstehe ich nicht wie die CFTC diese irgendwie zusammenrechnen kann? Ich habe auf der CFTC Seite auch nichts darüber gefunden.
    Letzte Woche waren sogar über 200.000 Call Optionen für den Juni 2013 mit Strike 1520 oder höher im Markt. Letzten Dienstag sind diese Optionen alle wertlos verfallen. Das müsste komplett ohne irgendeinen Einfluss auf die Positionierung laut COT bei den Futures geblieben sein!?
    Andererseits waren etwa 130.000 Puts mehr oder weniger weit im Geld. Der Wert dieser Puts lag bei ca. 1,5 Mrd USD. Diese Puts wurden natürlich ausgeführt und die Stillhalter mussten löhnen.


    Ich frage mich aber noch immer welche Art von Optionsengagement dazu führen kann, dass Longs in Futures durch Options (stark) verringert werden können? IMHO macht nur ein gedeckter Stillhalter für einen Call einen Sinn! Dabei ist aber ein Riesenunterschied zwischen einem Call weit aus dem Geld (was üblicherweise die grosse Mehrheit aller Calls darstellt) oder einem Call im Geld. Der Call im Geld wird sicher ausgeführt und müsste damit das OI verringern, der Call aus dem Geld ist belanglos für das OI. Nicht für den Geldbeutel des Stillhalters.

    Jein.
    Von letzten Freitag bis zum 31.5. sind 137.000 Kontrakte für den Juni "verschwunden". Dabei wurden ca. 60.000 Kontrakte geschlossen und "nur" 66.000 in den August gerollt. Etwa 11.000 wurden in längere Laufzeiten gerollt.
    Wie befürchtet haben die Grossbanken die Long waren offensichtlich das Rollen unterstützt und haben nicht auf Lieferung bestanden.


    Der starke Rückgang des OI zum Dienstag (COT Stichtag) muss mit der extremen Position der Optionen zusammenhängen, die sich nach der starken Manipulation Mitte April ergeben hatte. So ist die Long Position der "other reportables" rein in Futures um 18029 Kontrakte zurückgegangen. Unter Berücksichtigung der Optionen ist die Long Position aber um 3078 gestiegen?
    Mir ist völlig unklar wie Optionen und Futures addiert werden (können)!
    Am 21.5. waren die Other reportables jedenfalls 76.313 Kontrakte long in Futures. Combined waren es aber nur 46035? D.h. 30.000 Kontrakte waren "verpfändet"? Durch Stillhaltergeschäfte auf Calls?


    Nächsten Freitag gibt es den neuen BPR. Ich bin sehr gespannt wie sich die Banken jetzt positioniert haben.

    Performer,


    die Commercials ex JPM sind beim Silber schon lange Netto Long. Der Anteil der TREX (der 4 grössten Nettoshorts) ist auf 26,7% gestiegen, das sind 38795 Kontrakte. Wenn man annimmt, dass die TREX ausschliesslich Commercials sind und der grösste Anteil auf JPM abfällt, sind die "guten Commercials" satte 30.461 Kontrakte long! Auch das ist natürlich ein Rekord.
    Beim Gold haben die TREX 21,4% = 87.954 Kontrakte. Damit sind wir bei 28733 LONG!


    Auffällig, dass sowohl beim Gold als auch beim Silber die Position der TREX sogar gewachsen ist. Die TREX haben zu sehr niedrigen Preisen verkauft und den drastischen Rückgang des OI beim Gold nicht zu Glattstellungen genutzt! JPM scheint zu Allem entschlossen zu sein!
    Vor dem Hintergrund der Positionierungen am Dienstag und dem Kursausbruch am Donnerstag, fragt man sich schon wie JPM den Kursrückgang am Freitag wieder hingekriegt hat?

    Hallo Schattenwurf,


    das OI vom Freitag morgen lag leider nur bei 10.513 Kontrakten. Bisher wurden 5.986 Kontrakte zur Belieferung angekündigt. Leider ist immer schwer festzustellen, wann diese Kontrakte vom OI abgezogen werden.
    Das ist relativ enttäuschend! Die grosse Sensation bleibt auch dieses Monat aus!


    Im COT vom Dienstag zeigt sich aber auch schon die Tendenz, die dafür verantwortlich ist. Die Producer/merchants haben etwa 20% ihrer Long Position abgebaut! Zu Tiefstpreisen! Ein Rückgang des OI um 35.086 Kontrakte ohne dass die Spreads massgeblich beteiligt waren, dürfte schon einmalig sein.
    Man hat die Shorts nocheinmal ungeschoren gelassen, obwohl der Anteil der kleinen und grossen Spekulanten weiter wächst. Irgendwann wird man diese abkassieren, da bin ich mir sicher. Nur wann?

    Schön bzw. ekelhaft wie sich die verschiedenen Sensationsberichte bzgl. Derivaten nun gegenseitig widersprechen.
    Laut dem OCC (US Controller of the Currency) waren alle US Banken im Q4/2012 mit 223 Billionen (Table 1) in Derivaten engagiert.
    http://www2.occ.gov/topics/cap…ing/derivatives/dq412.pdf


    Die Top 4 Banken (JPM, Citi, BOA und GS) allein mit 195 Billionen. Morgan Stanley ist nur ein kleiner Fisch mit 2,5 Billionen.


    JS spricht aber von einem 700 Billionen Markt in dem die Top 5 90% kontrollieren??


    Der mmnews Bericht passt von der Grössenordnung der Position von JPM und der DB zum OCC Bericht. OCC spricht auch von 69 Billionen USD bei JPM.
    mmnews behauptet aber, dass das weltweite Volumen 2hj/2010 bei 601 Billionen USD gelegen hätte? Passt irgendwo zu den JS Zahlen, irgendwo aber gar nicht? Wenn die Top 5 90% halten, aber DB grösser als der grösste der Top 5 ist, kann was nicht stimmen?
    OCC spricht auch in Q4/2010 nur von 231 Billionen.


    Da frage ich mich doch wo sind die fehlenden 300 bis 400 Billionen? Es muss wohl einige Grossbanken geben die wir nicht soo kennen?