Beiträge von Rudiratlos

    Auf 3:1 werd ich wohl nicht kommen. (Industrielle) Profimäster schaffen so ca. 2,7:1 bis 2,9:1. Ich rechne eher mit 3,3:1, meine Schweine sind relativ aktiv und laufen viel rum. Das macht mir aber absolut nix aus, gibt besseres Fleisch.


    Dass Gerücht dass, Kartoffeln fette Schweine machen kenn ich, kann ich aber nicht unterschreiben. Im Gegenteil, die beiden letztes Jahr warens zumindest nicht...
    Zudem handelt es sich um Abfallkartoffeln von Speiseware, Stärkegehalt ca. 10-11%, und keine 16%-Stärke-Kalorienbomben.

    Woher beziehst du den Leguminosenschrot, und zu welchen Preis? Ist ja eigentlich die einzige Alternative zu Soja als Eiweißlieferant.
    Welcher Preis ist derzeit i.O. für Futterkartoffeln 150-200€/t?


    Habe auch schon überlegt 2 Schweine zu mästen, aber einfach zu aufwendig von den Auflagen her(doppelter Zaun etc.)
    Wahrscheinlich werden es Ziegen oder Schafe... oder Gänse die fressen auch nur Gras:D


    "Leguminose" ist ein anderer Begriff für "Hülsenfrüchtler", also Erbsen, Bohnen, Soja,...


    Da das Futter Bio sein muss und ich nicht lange rumfragen und rumfahren wollte (ich wüsste aber evtl. ein paar Anbauer/Händler in Bayern, bei denen man Soja, Bohnen oder Erbsen in Bioqualität bekommt) hab ich einfach bei Meika in Augsburg angefragt. Hab mir das "EFS 30 Bioland" liefern lassen. Kostete, glaub ich an die 68€/Doppelzentner, plus Steuer und Lieferunng. Besteht aus Soja, Ackerbohnen, Sonnenblumenkuchen, CaCo3, Soja-, Sonnenblumenöl. Hat zwei Gründe, warum ich das gekauft hab: Zum einen als Eiweisquelle, zum andern wegen des Lysins, eine für Schweine recht wichtige Aminosäure. Lysin ist aber auch in Kartoffeln drinn.
    Sicher könnte ich die Schweine billiger mästen, aber die paar Euro hin oder her sind mir egal.


    Alternative Eiweisquelle neben Leguminosen wäre eben tierisch (Milch, Milchpuler, Eier oder Eipulver?). Früher wurden Schweine auch nicht mit Soja gemästet. Mein Vater erzählt immer, dass die Schweine früher nicht wenig Milch gekriegt haben.



    Zu den Futterkartoffeln: Was sie genau kosten, weiss ich nicht. Wir selber verschenken sie, von Zeit zu Zeit gibts halt dann mal ein Glas Honig, Eier oder ein Suppenhuhn dafür. 200€/t ist aber viel zu viel!!! Dafür gibts schon aufbereitete/sortierte konventionelle Speiseware!!! Ich blätter grad in den Notierungen vom "Landwirtschaftlichen Wochenblatt". Preise letzter Woche: Erzeugerpreis Verarbeitungskartoffeln, ab Station, für lose aufbereitete Ware, ohne MwSt.: 9-13€/dt. Futterkartofflen dürfen dann nur einen Bruchteil davon kosten!



    PS: Gänse schmecken ja auch nicht schlecht!!! Hätten wir einen geigneten Platz, also Weiher oder Bachlauf, würden wir uns auch ein paar Gänse mästen.

    Nix gegen dich Silberfinger, aber dieses "Godwin´s law" ist ja das dümmste, was ich seit langem gelesen hab!


    Da kann ich auch die Rudiratlos´sche Regel aufstellen:
    Mit zunehmender Länge einer Online-Diskussion nähert sich die Wahrscheinlichkeit, dass der Begriff "Gurkensalat" ´fällt, gegen Eins an.


    Und mit dieser Behauptung habe ich aus streng wissenschaftlich/mathematischer Sicht nicht mal unrecht! Krieg ich jetzt auch einen wiki-Eintrag?

    Die sind ja süß! :thumbsup: Glückwunsch zu so einer "Vorratshaltung"! Aber fressen die einem nicht die Haare vom Kopf? Wenn ich die täglichen Mengen lese, wunder ich mich, wie man so was organisiert bekommt? Beim Lufttrocknen kann ich dir leider nicht weiterhelfen.


    Ja, was die fressen ist unglaublich.
    Organisatorisch aber alles nicht so schlimm: Untergebracht sind sie im Kuhstall meines Vaters, da wurde eine Box schweineausbruchsicher gemacht (was gar nicht so einfach ist; anfangs ist tatsächlich eine schon mal spazieren gegangen). Einstreu und Entmistung ist also kein Problem (zumal mir schweine in der Hisicht deutlich sympatischer sind als Kühe, da sie sich zum kacken immer die gleiche Stelle suchen, was Rindviecher nicht machen). Einmal täglch wird der elektrische Kartoffeldämpfer befüllt (Dämpfer hat mich gebraucht 80€ gekostet, steht im Freien, mit Zeitschaltuhr gesteuert; Kartoffeln aus eigenem Anbau als Abfallprodukt des Speisekartoffelanbaus).
    Zudem gibts Getreideschrot aus eigenem Roggenabau und ein wenig zugekauften Schrot (vor allem Leguminosen für die Eiweisversorgung). Alles in Allem täglicher Arbeiteinsatz keine 20min.


    Aus finanzieller Sicht aber eigentlich nicht lohnenswert. Da wir Bioland-Betrieb sind, mussten auch die Ferkel bio sein (deshalb haben sie auch noch alle Zähne und ihre Ringelschwänze). Deshalb hat ein Ferkel auch 110€ gekostet; konventionell aus der Agrarindustire kosten die die Hälfte. Uns ging in erster Linie darum, gutes Fleisch auf dem Teller zu haben. Auf dieses staubtrockene, nach Schweinestall riechende Industriefleich von Pietrain-Kreuzungen haben wir einfach keine Lust mehr.


    Im Herbst werden dann noch Kastanien und Eicheln gesammelt. Mir läuft das Wasser jetzt schon im Mund zusammen!!!

    Hab auch noch gar nicht meinen "Fleischvorrat" vorgestellt:


    Wir haben die vier seit Mitte Juli, und sie gedeihen prächtigst. Aktuelle tägliche Futterration für alle: ca. 19kg gedämpfte Kartoffeln (aussortierte Speisekartoffeln) und knappe 4,5kg Getreide-Leguminosen-Schrot.


    Es hat tatsächlich eine ganze Weile gedauert, diese spezielle Kreuzung aufzutreiben: (Deutsches Landschwein x Deutsches Edelschwein) x Duroc. Standard sind ja diese magerfleischigen Pietrain-Kreuzungen. Aber so was wollten wir eben nicht.


    Ende November/Anfang Dezember wird dann geschlachtet.



    Bei uns gibts traditionell nur "Geräuchertes/Geselchtes", also zuerst nasspökeln, dann kalträuchern.
    Hat jemand evtl. ein paar Tips zur Herstellung von luftgetrocknetem Schinken? Zuerst trocken pökeln, dann lufttrocknen bei passendem Raumklima, soweit wäre mir das klar. Weiss aber jemand bei welcher Temperatur und welcher Luftfeuchtigkeit? Und wird der Schinken während der Trockung/Reifung noch irgendwie behandelt (z.B. von Zeit zu Zeit mit Salzlake gewaschen)???
    Wäre wirklich dankbar für ein paar "Insidertipps".

    Das ist eindeutig die falsche Feststellung.


    Eher ist der Dativ vom Aussterben bedroht. Immer mehr Deppen sagen "nahe des Hauses" oder "entsprechend des Gesetzes". Dabei heißt es nahe dem Haus und entsprechend dem Gesetz (ebenso: gemäß, gegenüber, uvm...). Der Gentiv ist hier sogar falsch, siehe Duden.


    Also: Der Genitiv ist des Dativs Tod. Und dabei ist der doch so wichtig... :(



    Mein Latein ist zwar nicht mehr ganz taufrisch, aber sind deine Beispiele nicht eigentlich Ablativ, und nicht Dativ? Klar, im Deutschen identisch mit dem Dativ, aber wenn mans genau nimmt...

    Ist ja schön und gut, dass man die Fälschungen an den Seriennummern der Zertifikate erkennt, aber für die Fälscher sollte es nicht wirklich ein Problem sein, den Zettel auch in der "passenden" Schriftart auszudrucken. Und schon entfällt diese Unterscheidungsmerkmal.

    Genau ein solcher ist dieses Wochenende auf ebay weggegangen, für 17€ und 6€ Versand, aber erbärmlicher Zustand, gehenkelt und mit gestopftem Loch. Laut der von Edelweiss verlinkten Seite ist es wohl eine frühe Nachprägung, 1790 oder kurz darauf aus Wien.

    @ cowboy_sam:


    wie Patrone schon geschrieben hat, es gibt Sorten, die nicht so anfällig sind, meistens sind das sehr stärkereiche Industriesorten, die sehr bescheiden schmecken. Da heißts bei der Sortenwahl einen Konsnes finden zwischen Geschmack und Pflanzengesundheit. Welche Sorte hast denn angebaut? Eine robustere mit noch vertretbarem Geschmack wäre z.B. Bettina. Als neure Züchtung tut sich zur Zeit Allians hervor, scheint recht vielversprechend zu sein.


    Zu Spritzmittlen: die vorbeugend zu verwendenden Öko-Mittel haben auch bei regelmäßiger Anwendung nur eine sehr Bescheidene Wirksamkeit. Was im Ökolandbau beschränkt zugelassen ist und auch einigermaßen wirkt, sind Kupferpräparate. Ob die für Hobbygärtner empfehlenswert sind, ist die andere Frage. Was hast du denn für ein Mittel verwendet?

    Zur Krautfäule (auch Braunfäule oder auch phytophthora solani):
    Im konventionellen Anbau gibts einige Mittel dagegen, Chemiekeulen-Fungizide eben.
    Im Bioanbau sind die Mittel sehr begrenzt. Es gibt ein paar "Pflanzenstärkungsmittel" mit begrenzter Wirksamkeit. Zudem sind in begrenzter Menge Kupferpräparate zugelassen, für den Hobbyanbauer ist das aber eher nix. Wenn die Krautfäule schon richtig da ist, ist es eigentlich schon zu spät zum Handeln.
    Gleiches gilt auch für Tomaten bei Braunfäule, das ist der gleiche Erreger.

    Zur Gemüselagerung:


    Wer den Aufwand nicht scheut, kanns ja mit einer Miete versuchen. Wenn mans richtig macht hält sich das Lagergut recht lange. Auf absolute Mäusedichtheit ist aber Wert zu legen.
    Ansonsten sollten sich Kartoffeln eigentlich in jedem einigermaßen vernünftigen unbeheiztem Erd-Lagerkeller problemlos bis Mitte Mai halten.

    Mit Hydraulikanschluss meine ich nicht die Heckhydraulik.
    Viele "moderne" Geräte werden mit hydraulischen Motoren oder Zylindern betrieben (Frontlader haben z.B. hydraulische Hubzylinder, oder Holzspalter, die man ans Heck von Traktoren anbauen kann, eigentlich alles vom Kartoffelvollernter, Heuballenpressen, Kipper,...). Für diese Hydraulikfunktion ist ein oder auch mehrere Anschlüsse nötig (da gibts verschiedene, einfach wirkende, dopplet wirkende).
    Es gibt hydraulisch drehbare Drehpflüge, für die so ein Anschluss natürlich nötig ist. Für dich ist aber wohl ein manueller Winkeldrehpflug am besten, weil auch leichter und billiger.


    Ein Tipp: sauberes Pflügen ist nicht so einfach und gehört eher zur Königsdisziplin der Bodenbearbeitung. Da gibts sogar Berufswettkämpfe. Der Pflug muss sauber eingestellt sein. Lass dir das von jemanden zeigen, der Ahnung davon hat.


    Wenn die Ackerschiene über Nacht schon deutlich nachlässt, sollte vielleicht an eine Generalüberholung und neue Abdichtung nachgedacht werden.

    @ Fragezeichen:


    Zum Pflug: Kommt auf deinen Traktor und Boden an. Wenn du Allrad und sehr leichte (Sand-)Böden hast, könnte es mit einem Zweischarrer noch klappen. Kommt aber auch auf den Pfug an (da gibts schwerere und leichtere Ausführungen, Drehpflug oder Beetpflug, verschieden breite Scharren, ...). Dann kommts natürlich an, wie tief du ackern willst. Zudem muss deine Heckhydraulik erstmal einen Zweischarrer packen. Da ist der Hebel schon ganz schön lang, und die Hydraulikpumpe eines solchen Oldies ist meistens nicht mehr die Beste.
    Wenn du nur einen kleinen Fleck zu bearbeiten hast, würd ich dir im Zweifelsfall zu einem Einscharrer Winkeldrehpflug raten. Da stehen noch einige auf den Höfen rum. Wir haben uns vor ein paar Jahren für unseren alten 19PS Porsche zum Gewächshaus bearbeiten einen alten Einscharrer Eicher von jemanden aus der Nachbarschaft gekauft, hat gerade mal 50€ gekostet.
    Nur zum Vergleich: Unser 45PS Fendt GT würde einen etwas schwereren Zweischarrer Drehpflug trotz unserer leichtern Böden kaum schaffen. Gefplügt wird bei uns mit einem 3-Scharr Rabe an einem 86PS John Deer mit Allrad.
    Also such dir einen alten Einscharrer, auf eine Zeitungsanzeige antworten sicher ein paar. Ein Neugerät kann da ziemlich teuer werden. Du kannst dir natürlich auch einen Zweischarrer zulegen, und wenns der Traktor nicht packt (was ohne Allrad sehr wahrscheinlich ist), einfach die zweite Scharre abschrauben, oder den Pflug abschneiden.
    Bezüglich "Gibt es eine spezielle Bezeichnung für Pflüge, die für Oldies taugen?": Die Aufnahme am Unterlenker muss halt passen, du wirst wahrscheinlich Kategorie 1 oder 2 haben. Wenn es ein hydraulischer Drehpflug ist, musst du natürlich einen Hydraulikanschluss haben (haben die meisten Oldtimer nicht).


    -Zum Überrollbügel: Wenn du deinen Traktor all Oldtimer privat anmeldest, brauchst du keinen Überrollbügel. Wenn du ihn betrieblich mit einen grünen Nummer laufen lässt (dazu brauchst du eine LAndwirtschaft) ist ein Bügel Pflicht.
    ABER: vom Schlosser einfach zusammenschweissen lassen ist nicht drinn. Der Bügel muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen und für den Traktor zugelassen sein (kommt unter anderem aufs Gewicht des Traktors an). Kannst ja mal im Landhandel nachfragen (z.B. BayWa), die wissen da sicher Bescheid.
    Also: Für Hobbybauern ist ein Überrollbügel keine Pflicht und im Normalfall wohl auch nicht nötig.

    Jetzt bin ich ein wenig verwirrt:


    Auf Platin fallen doch grundsätzlich 19% Mehrwertseuer an, ob Barren, Münze oder Medaille, völlig egal. Warum sollten die 19% dann bei Einfuhr nicht anfallen?

    Zu den "Ausschusskartoffeln":
    Auf dem Feld bleiben zwar die wenigsten liegen, Kartoffelln sind aber trotzdem für ganz kleines Geld oder sehr oft auch gratis als "Futterkartoffeln" zu haben. Bei uns zum Beispiel holen mehrere Kleinviehhalter regelmäsig Futterkartoffeln für umsonst ab. Ab und zu springt dann mal ein Glas Honig oder ein Suppenhuhn raus.

    Wo bleiben eigentlich der 2012 Halbunzer in Silber?
    Letztes Jahr kamen die halben Britannias ja Anfang Mai auf den Markt. Sicher haben die mit dem Queen-Jubiläum und Olympia viel zu tun, aber schön langsam wirds Zeit.


    Weiss jemand was genaueres zu Auflagezahl, Motiv und Ausgabezeitpunkt? Oder gibts diese Jahr gar keine? Wäre aber dann eine sehr "kurze Serie" gewesen!

    Worauf Profis beim Gewächshausbau achten:


    - Grundfest/Sockel soll zwar stabil sein, übertreiben soll mans aber auch nicht: hohe Betonseitenwände werfen in den lichtschwachen Jahreszeiten viel Schatten (d.h. die im Februar/März gesäten Radischen müssen im Schatten wachsen), sind Kältespeicher und Kältebrücken.


    - Die tragende Konstruktion sollte möglichst filigran sein und nicht zu viel Licht schlucken.


    - Die Abdeckung sollte möglichst lichtdurchlässig sein. Im Erwebsanbau werden spezielle Folien oder optimalerweise ganz poplige Einfachverglasung verwendet. Doppelverglasung oder die im Hobbybereich gerne verwendeten Doppel- und Dreifachstegplatten aus Plastik schlucken viel zu viel Licht!


    - Das Klima soll ausreichend steuerbar sein (Temperatur und Luftfeuchtigkeit), also auf Lüftungsmöglichkeiten achten.


    Fazit: besonders zu achten sind auf eine hohe Lichtmenge (beeinflußt sehr stark die Fruchtqualität, Geschmack und den Wuchs; bei wenig Licht und hohen Temperaturen vergeilen die Pflanzen!!!) und ein vernünftiges Klima (in Hobbygewächshäusern ist es meistens zu feucht, was Pilzkrankheiten wie Mehltau oder Botrytis begünstigt und zu warm).

    Am Samstag kam die erste Rechnung, heute die Münze, ein "G".


    Hab mir das gute Stück mal genauer unter der Lupe angesehen. Für 50€ Prägeaufschlag könnte man da eigentlich mehr erwarten. Randstab/Rändelung sieht da bei so mancher popligen Bullionmünze besser aus, als bei diesem "Premiumprodukt"!!!