Zitat
Original von goldor
Tatsache ist wohl, dass ich als Kleinbesitzer Münzen in diesem Zustand zum Ankaufspreis loswerde. Und nur das zählt.
Exakt! Ich kann mich nur den Kommentaren oben anschließen, die die Unterscheidung zwischen Sammler und Anleger verstehen. Aber das versteht halt nicht jeder. Scheinbar.
Ein Anleger kauft oder verkauft eine Münze oder einen Barren wegen dem Rohstoffgehalt - den inneren Wert. Eine Münze wegen der augenscheinlichen Echtheit, die diesen Rohstoffgehalt garantiert. Und das wars auch schon. Solange die Münze als solche erkannt wird und ein entsprechendes Gewicht hat, gibt es null Probleme, das Ding loszuwerden.
Ein Sammler zahlt halt eine Prämie für was auch immer. Auf jeden Fall nicht den inneren Wert. Diese Prämie ist ein Aufschlag für den subjektiv empfundenen imaginären Mehrwert, den die Münze oder der Barren für ihn darstellt. Wenn für den Sammler das Objekt der BeGIERde durch Unversehrtheit bis auf mikroskopische Sachverhalte an Wert gewinnt, dann darf dieses Objekt natürlich kein Kratzerchen bekommen.
Außerdem bezweifle ich ganz offen, dass Gold oder Silber im Krisenfalle eine Wertsteigerung für Sammler erfährt. Sammler geben schon beim Kauf deutlich mehr Geld für diese Prämie aus. Und Sammlern dürfte es sehr schwer fallen, ihre Sammlungen im Krisenfalle für das gleiche Geld wie einen geschundenen Krügerrand herzugeben. Denn im Krisenfalle dürfte es egal sein, ob das Ding nun Kratzer hat oder polierte Platte in Vakuumverpackung eingeschweißt. Der Preis richtet sich dann nurmehr nach dem inneren Wert.
Und selbst bei den Sammlern gibt es ja Unterschiede. Wie hier vor kurzem zu lesen war, gibt es eben auch Sammler, die eher eine Prämie für Umlaufmünzen bezahlen.