Beiträge von Kellermeister

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    Im Gegensatz zur Panik-Presse ist die Börse die Ruhe selbst


    Ja, die Börse ist zynisch.
    Einen kleineren Abschlag auf die Unsicherheit, falls doch große Landstriche unbewohnbar werden sollten. Es starben Menschen von der Anzahl eines Kleinstädtchens.
    Ansonsten jede Menge Arbeit und Aufbau. Heidelberger Zement hoch; Thyssen hoch. Auch japanische Aktien werden in den nächsten Wochen wieder steigen.
    Nix Meltdown. Eichelburg ist das schwer am Kochen. Und die deutsche Presse kocht mit; hat die dt. AKWs fest im Visier.
    Nicht falsch verstehen. Ich ahne, wieviel Leid über viele Familien gebracht wurde. Aber hier geht es um die "internationale Wirtschaft". Da ist dieser Tsunamie als Naturkatastrophe nur ein Fliegenschiss. Wahrscheinlich wäre die Reaktion der Märkte viel heftiger gewesen, wenn Bombenleger nur einen einzigen Tokioter Strassenzug niedergemacht hätten.

    Mal sehen, wie RWE und EON eröffnen. Ich glaube kaum, dass sie MASSIV einbrechen werden; 1 bis 2 Prozent schwächer als der Gesamtmarkt wäre kein Ding.
    Möglicherweise geht das auch gänzlich spurlos an denen vorüber. Falls man in Deutschland durchdreht und ruckzuck abschalten will, dann doch nur gegen milliardenschwere Entschädigung. Allenfalls erhöhte Sicherheitsanforderungen könnten negativ zu Buche schlagen. Wir werden sehen.
    (habe jetzt nicht den ganzen Thread durchgelesen, ... falls das schon jemand so geschrieben hat, dann ist das dennoch kein Plagiat...)

    Moodys stuft Griechenland ins Bodenlose herab...., und am Devisenmarkt fällt der Dollar.
    Man könnte denken, dass ein griechischer Bankrott im Euro schon eingepreisst ist. Der Dollar ist einfach viel zu schwach um an ihm die Schwäche des Euro zu messen. Folgerichtig gibts auch neue Allzeithochs bei AU und AG.

    @ blacki


    Ich plage mich mit den selben Gedanken. Bin hoch im EM drin. Mehr soll es auch nicht werden.
    Und da noch etwas mehr als nur der Notgroschen da ist, ja da stellt sich dann die Frage.
    Kam auch auf Dividendenpapiere, sogar auch Telecom, auch RWE; niedriges KGV, hohe Dividendenrendite.
    Aber so schnell ich beim EM-Kauf bin(war), so zögerlich bin ich bei Aktien..., ein endloses hin und her, am Ende kaufe ich meist doch nicht... hätte schon reich sein können. prosieben für unter 1 Euro wollte ich kaufen mit 'ner ganz ordentlichen Summe. Mehr als verzwanzigfacht hätte sich mein Geld. Habe dann aber doch gezögert....
    Und jetzt ist schon März und "sell in may and go away". Also doch nicht kaufen?, zu kurzfristig?, wird bestimmt im Herbst nochmal richtig krachen....
    Bei EM habe ich solche Gedanken nie gehabt; da war es mir völlig schnurz, wenn es fiel oder stieg. Bemessen wurde nach gramm und nicht nach Euro.
    Das hilft Dir alles auch nicht weiter, aber wenn man gar keine Aktien hat, darf man darüber schon mal nachdenken.

    Um die Umrechnung in das sogenannte gesetzliche Zahlungsmittel kommt man doch nicht herum. Mag sein, dass man von Privat zu Privat einen Tauschhandel EM gegen Ware xy machen kann; mag sein, dass es mal wieder zu einer Schwarzmarktphase kommt, in der Geld keine Rolle spielt. Aber das sind eher Ausnahmen.
    Die Rechnung "Wieviel Geld bekomme ich für mein Edelmetall und was kann ich für dieses Geld an Waren kaufen?" ist doch nicht nutzlos, vor allem, falls es wirklich zu einer EM-Blase kommt. Das hiesse nämlich, das EM überproportional zu anderen Waren und Assets steigt. In dem Fall macht eine Exit-Strategie Sinn. Ich selbst habe aber noch keine.

    Interessant ist auch die vor Monaten hochgepushte Rockerbanden-Thematik. Hells-Angels, Banditos etc.
    Verbote solcher Vereinigungen wurden und werden geprüft; die Luft wird dünner.
    Dabei sind solche Rockerbanden die scheinbar einzigen von Deutschen dominierten Gruppierungen, die noch einigermaßen ernsthaft in der organisierten Kriminalität mitmischen (sofern ich das einschätzen kann; mein Wissen darüber ist nicht "voll umfänglich"). Alles andere wird (schon) von Ausländern kontrolliert.
    Auch hier will sich die Politik wieder einmal auf Nebenkriegsschauplätzen abreagieren, und reisst mit dem Arsch die letzten Wälle nieder.

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    Das es in der Summe zu wenig Arbeitsplätze gibt (vor allem welche, von denen die Menschen auch ohne Aufstockung leben können), hatten wir gleichfalls schon durchgekaut - wird zwar bestritten, ist aber so... und klar dürfte ebenfalls sein, wenn laufend und zunehmend immer mehr Menschen zu wenig verdienen, zahlen sie wiederum weniger Steuern, weniger in die Sozialversicherung ein und konsumieren in geringerem Maße... und natürlich ist ein dadurch versterbender Binnenmarkt nicht die Erfüllung... schon gar nicht für die mittelständischen Unternehmen (profitieren ja nicht alle vom Export), die dann über die schwindende Kaufkraft geringere Einnahmen erzielen, wiederum Arbeitnehmer entlassen oder "unterbeschäftigen" müssen, um selbst zu überleben, die dann wiederum der Aufstockung durch den Steuerzahler bedürfen (der zunehmend stinkiger wird - zu recht!), weniger konsumieren usw. usf.



    @ Patou


    Das heisst nichts anderes, als dass Du die Lösung im Wachstum siehst. Wogegen nichts zu sagen wäre, wenn es sich um qualitatives Wachstum handelt; und selbst gegen quantitatives Wachstum ist nichts einzuwenden. Aber Wachstumsschübe gibt es entweder nur nach revolutionären Entwicklungen und Erfindungen, die die Lebensart der Menschen umzukrempeln imstande sind; oder nur nach zerstörerischen Kriegen. Die Grünen (und mit ihnen alle anderen etablierten Parteien auch) suchen nach einer dritten Möglichkeit, welche die Zerstörungen eines Krieges quasi imitiert: Werte und Eigentum werden als wertlos, nutzlos und schädlich deklariert - mittels Gesetzen und Verordnungen; nahezu alle Gesetze zum "Klimaschutz" haben zur Folge, dass Häuser, Autos, Land, Fabriken ... einer schlagartigen Wertminderung oder gar der Wertlosigkeit anheim fallen. (In meiner Heimatstadt dürfen ab 1.März im ganzen Stadtgebiet nur noch Autos mit grüner Plakette fahren...)
    Wenn man aber wirkliche SOZIALE PROBLEME wirklich lösen möchte, so muss man andere Wege gehen, als durch "Enteignung" Konsum anzukurbeln (... was ich Dir, Patou, jetzt nicht in den Mund legen möchte...)

    In einem Industrieland mit einer hohen Mobilitätsrate wie bei uns ist eine Energiesteuer immer auch eine Leistungssteuer, also eine zusätzliche Besteuerung von Leistung; noch allgemeiner ausgedrückt, eine Besteuerung von Tätigkeit (dem Gegenteil von Untätigkeit).
    Und das fängt schon im privatem Bereich an. Wer zum Beispiel Kinder hat, dessen Energiebedarf steigt unvermeidbar überproportional an. Wer lange (wie ich) als Junggeselle gelebt hat, und jetzt zu den Kinderreichen gehört, kann das an vielen kleinen und großen Unterschieden erkennen: beim Beheizen der Wohnung, beim Gang der Waschmaschine, beim Bereiten der Mahlzeiten, beim Bade - und Duschverhalten etc.. Will man ein Mindestmaß an Flexibilität, so muß das Auto groß bemessen sein. Fahrten zum Kindergarten, Schule, Sportverein, Musikunterricht blablabla.... Die Liste ist noch viel länger.
    Und die "Tätigkeitsbesteuerung" setzt sich fort. Wer ein Berufsleben hat, verbraucht in aller Regel mehr Energie, als der Nichttätige. Wer ein Unternehmen hat oder Freiberufler ist, braucht in aller Regel zusätzlichen Raum und Transport, - alles energieintensiv.
    Wie auch immer man Menschen zum rationalen Umgang mit Energie anhalten will, der Weg über den Preis besteuert die Tat und begünstigt den Müßiggang (in jeder Beziehung...).

    Lesenswert ist der Artikel allemal.
    Er beginnt sehr allgemein, und endet dann mit den Vorschägen zu regionalem Geld und bedingungslosem Grundeinkommen viel zu konkret.
    Am wichtigsten ist aber, dass dieser sogenannte Wendepunkt (nämlich die Enteignung des Geldvermögens) für die überwiegende Mehrheit kommen wird, aber die Eigner der materiellen Resourcen wie Land, Gebäude, Rohstoffe, Produktionsmittel etc keinem Wendepunkt entgegen sehen werden. Es sind zumeist die, die quasi die Wendepunktlosigkeit ererbt haben und weitervererben werden; die Machthaber. Sie werden Machthaber bleiben. Die aufgestellte Behauptung, dieses System ist von der Mehrheit abgesegnet, ist falsch. Abgesegnet ist allenfalls das, als was das System erscheint.

    "Wir sitzen alle in einem Boot." - Diese Botschaft, die ich zwischen den Zeilen zu lesen glaube, ist falsch.

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    Aktien werden als sicherer als Staatsanleihen eingestuft
    Europäische werden als genauso unsicher wie amerikanische Staatsanleihen bewertet
    Keiner weiß wirklich wie es weitergeht - außer Aktien gibt's es keine Alternativen für institutionelle Anleger


    Soll der Artikel die letzten Bären in die Aktienmärkte locken, damit diese den "Bagholder" spielen?


    Aktien sind nach meinem Verständnis immer noch eine Art Sachwert. Man sollte sich die herkömmlichen Kennzahlen wie KGV und Dividendenrendite anschauen und das Bussines, was die Firma betreibt. Es wird Dinge geben, die sich auch ärmer gewordene Leute weiterhin leisten müssen oder wollen. Das kann sich jeder selbst fragen und beantworten. Ob man als vollgesogener Gold - und Silberbug nun unbedingt auch noch Rohstoffaktien braucht? Vielleicht tut es ja auch etwas anderes; quasi als kleine Beimischung. Nahrung, Telekomunikation und Medien; falls die o.a. Kennzahlen stimmen....

    Für mich erschliesst sich diese Stabilitätspolitik der deutschen Regierung nicht. Unter normalen Umständen würde ich das ja ganz richtig finden. Aber jetzt ist nicht die Zeit, den Gürtel enger zu schnallen. Alles, was übrig bleibt bzw. gespart wird, wird uns weggenommen werden. Das muss selbst ein Blinder sehen können. Auf der einen Seite der direkte Griff ins deutsche Säckel per Rettungspaket; auf der anderen Seite die Aufweichung der Währung durch die EZB. Es mag in Deutschland sehr unpopulär sein, aber jetzt ist die Zeit für Konsum! ... von mir aus auch Konsum in Infrastruktur, Bildung etc, aber auch Anschaffungen der Bürger in Werte, Gold, Immos, auch Spasskonsum; jetzt ist nicht die Zeit für das Abtragen von Defiziten.
    Der Karren ist so tief im Dreck. Wer diese Party nicht mitfeiert, der verpasst die letzte dieser Art auf Jahrzehnte hin. Wer jetzt nicht mittanzt, ist der Dumme, wird gemolken und verlacht.

    Bei der Einführung einer Art Goldstandard bei dem derzeitigen weltweiten Finanzierungs - und Refinanzierungsbedarf wäre der Goldpreis das geringste meiner Probleme. Ich nehme an, das eine Deflation ungeahnten Ausmaßes die Hälfte der Menschheit in die Arbeitslosigkeit und in die Suppenküchen treiben würde. Ohne Einkommen dazustehen wäre sicher härter als Buchverluste im EM-Depot.

    WIDERSTAND


    Kann trotz Eurer Argumente keinen echten Widerstand erkennen.
    In Frankreich oder Griechenland gehen die Leute in dem Moment mit Brandsätzen auf die Strasse, in dem sie glauben, dass ihnen in die Tasche gegriffen wird. Nützt zwar meist auch nichts, hat aber wenigstens die richtige Stoßrichtung. Könnte man auch anders sehen, ich wills dabei belassen. Mich interessiert Deutschland.
    Ich glaube, dass die Deutschen die falsche Stoßrichtung haben. M.E. sind es gezielte Kampagnen, die den Volkszorn und die Widerstandswilligkeit quasi gegen das Volk selbst richten. Die Drahtzieher in Politik und Wirtschaft haben sehr leichtes Spiel mit einer Jugend, die sich gutgläubig aber hysterisch gegen eine Hand voll rechtsextremer Spinner organisiert oder Castoren blockiert und dort abarbeitet und verausgabt (ich weiss wovon ich spreche....), während zig Milliarden auf ihren Schultern geparkt werden, um irgendwelche Fuzzis in den Landesbanken rauszuhauen; auf die Großbanken will ich jetzt gar nicht zu sprechen kommen.
    Es ist ja nicht so, dass es nicht konkret wird. Die Bundesregierung hat ein sogenanntes Sparpaket aufgelegt, wo der kleine Mann der Zahlmeister ist, - wer auch sonst. Und auch das, so wie mittlerweile fast alles wird uns als alternativlos verkauft ! Mit Erfolg.
    Wenn es in Stuttgart nicht um einen Bahnhof geht, so soll man das halt sagen. Soll man Transparente auspacken, wo darauf steht, das man die Schnauze voll hat von Euro-Rettungspaketen, HRE-Bonis oder Afganistankrieg. Solange das nicht der Fall ist, feiert sich Merkel als harte Nuss im Europoker, und Volksverkäufer wie Steinbrück hausieren mit Geschichten heldenhafter nächtlicher Kämpfe zum Wohle des deutschen Bürgers.
    Die eigene Industrie behindernd, traumtanzend gegen Klimawandel handelnd, die Kriege einer Verbrecherkaste kämpfend, ahnungslos den Zins abführend, und Joschka Fischer gutfindend - so sieht es aus um die jungen und engagierten Leute in Deutschland.
    Ich gehöre nicht zu denen, die mit Fahnen auf Strassen rumrennen..., aber wenn es endlich gegen diese Machenschaften gehen würde, wäre ich dabei.
    Eine Umverteilung von unten nach oben. Wird oft benutzt, dieses Wort. Aber wohl nirgends trifft es so zu, wie hier und jetzt.