Beiträge von Rhein-Main-Gebiet

    @ Lord: Du kommst auch mit 2 kg Gelbmaterial im Handgepäck nicht ungestraft in den Flieger. Da gabs genug Versuche, mit Metall die 10 000 Dollar-Obergrenze vom Vermögenstransfer aus den Staaten raus zu umgehen, mit entsprechendem Schiffbruch.
    Also m.E. Käse, sich nach diesen Gesichtspunkten für gelb oder weiß zu entscheiden. Wenn Du ne Fluchtwährung brauchst, dann kannst Du Dir nen 10-Karäter auf der Flucht in den A*** schieben, Metalle sind ungeeignet.
    Es gab bei früheren Diskussionen im Forum auch die Variante, die Metalle in Schließfächern unterschiedlicher Kontinente zu parken. Dann ist man ggf. wirklich flexibel.

    @ Jerome: wo steigst Du dann ein? Das ist doch heutzutage die spannende Frage, gibts Alternativen? Lieber rosa Konfetti im Tresor???
    Wer 1922/1923 die "hohen" Kurse zum Ausstieg genutzt hat, hat alles verloren, niemand kann ausschließen, dass sich das in den nächsten Jahren wiederholt.
    Umschichten dagegen könnte im Falle eines Silberspike sehr gewinnbringend sein (raus aus Silber, rein in Gold oder Platin z.B. ..... IMHO).

    @ Anleger:
    http://www.onvista.de/devisen/…CY_TO=ZAR&PERIOD=9#chart1
    wenn man sich den Randkurs in den 90iger-Jahren betrachtet, hat der Rand permanent zum US-Dollar massiv abgewertet. Von 1990 bis 2000 so etwa 85 % Wertverlust des Rand. Das hat die Kostensteigerungen ausgeglichen bzw. sogar überkompensiert. Sonst gäbe es in SA keinen nenneswerten Goldabbau mehr.
    Von 2000 bis 2012 hingegen volatil, aber insgesamt ziemlich stabil. Warte es ab, bis die südafrikanischen Minen verstaatlicht werden ........ dann wird der Rand abknicken und die Minen fette Gewinne abwerfen ... nur hast Du dann nicht mehr viel davon. Mir persönlich ist physisch lieber ... aber das ist eine Glaubensfrage :)

    @ Anleger
    Problem bei den Südafrikanern sind eben die steigenden Kosten. Da nutzt die ganze Charttechnik nix, wenn es fundamental nicht läuft. Einzige Chance - mal abgesehen von einem stark steigenden Goldpreis - wäre ein Einbruch des Rand. In den letzten 2 Jahren gabs diese Schwächeanfälle nicht mehr, die leichte Randabwertung reichte nicht aus, um die Kostenexplosion zu kompensieren. Da kann man ein paar Millionen Unzen im Boden haben, hilft nichts.

    @ Graf Zahl:
    das ist keine überschäumende Phantasie, sondern praktizierte Risikoanalyse.
    Nach FMEA: Risikoprioritätszahl = Auftretenswahrscheinlichkeit x Verhinderungswahrscheinlichkeit x Schweregrad.
    RPZ = 1 x 5 x 5 ..... = 25 ... spricht m.E. klar gegen ein Bankschließfach.
    Ich bevorzuge Varianten mit der RPZ 5 (1x1x5) ;)

    @ Graf Zahl:
    Bis vor 3 Jahren hätte ich Dir noch zu 100 % recht gegeben.
    Meine Sichtweise hat sich inzwischen geändert. Hast Du mal vor 2 oder 3 Wochen gelesen, was irgendso ein SPD-Oberster (Gabriel??) von sich gegeben hat: das unproduktive Vermögen der Reichen sollte abgepumpt und in die Realwirtschaft gesteckt werden.Heißt: mein Silber ist in der Solarindustrie und mein Platin in Kats deutlich besser aufgehoben als im Bankschließfach.
    Solche Sprüche machen sehr nachdenklich ..... am Ende vertraue ich nur mir selbst.

    @ Mr. Kim Tong.
    Reichlich pervers, dass sich manche Analysten Unruhen mit Toten wünschen, nur damit Pt aus den Startlöchern kommt.
    Langfristig betrachtet steigt es sowieso, mit oder ohne Unruhen (hoffentlich letzteres), einfach weil die Abbaukosten in SA weiter stark steigen .... das ist zumindest meine Meinung.

    HIer noch ein paar Infos aus dem Handelsblatt:
    http://www.handelsblatt.com/pa…4-todesopfer/7016474.html


    Hier ein paar Auszüge:
    Streik in Platinmine fordert 44 Todesopfer
    17.08.2012, 19:46 UhrBei dem blutigsten Streik seit dem Ende der Apartheid sind in Südafrika inzwischen 44 Menschen ums Leben gekommen. Die Zahl der Verletzten stieg auf 78. Präsident Zuma hat derweil eine Auslandsbesuch abgebrochen.
    Tausende Bergarbeiter hatten am vergangenen Freitag die Arbeit niedergelegt. Sie fordern eine 200-prozentige Lohnerhöhung auf 12 500 Rand (1200 Euro).
    Bis zum Wochenbeginn waren bei den gewaltsamen Zusammenstößen bereits zehn Menschen ums Leben gekommen, darunter zwei Polizisten. Einige wurden verbrannt oder zu Tode gehackt. Beobachter bezeichneten die Kämpfe als die schlimmste arbeitsbezogene Gewaltwelle seit dem Ende des Apartheid-Regimes im Jahr 1994.


    In Südafrika befinden sich etwa 80 Prozent der weltweit bekannten Platinreserven. Das Edelmetall wird unter anderem zur Herstellung von Katalysatoren, Laborgeräten und Schmuckwaren verwendet.


    200 Prozent Lohnerhöhung .... was das für die Produktionskosten bedeutet, kann man sich ausmalen. Und der jetzige spt dürfte bereits unter den derzeitigen durchschnittlichen Produktionskosten liegen. Zudem: die Probleme zwischen rivalisierenden Gewerkschaften gibts schon lange, bereits vor 20 Jahren haben sich rivalisierende Gewerkschaften bei Vaal Reefs die Köpfe eingeschlagen, damalige Aktionäre werden mit Schrecken daran denken ( wie ich :) . Südafrika ist ein Pulverfass ... bei allem Bedauern, was die Opfer angeht ... für den Platinpreis ist das alles langfristig extrem bullisch.

    @ Chef: ja, das ist der Nachteil, es wird generell eher wenig angeboten. Es gibt aber schon Quellen, z.B. Münzbörsen, wo man in den letzten Monaten zwischen 1300 und 1400 immer mal wieder eine Unze aufsammeln konnte, also deutlich unterhalb des "Bankverkaufspreises". Auch hier im Forum wird ja immer mal wieder was angeboten, Kroesus hat sein 500 g-Teil lange genug hier im Forum zu einem vernünftigen Preis offeriert. Komischerweise hockt man in der Baisse auf dem Metall wie auf sauer Bier. Wenn die Hausse erst mal in Gang kommt, dann kommen die Käufer.... wie in jedem Markt.

    Offenbar hats keiner hier im Forum so richtig bemerkt, beim Pt ging in den letzten 2 Tagen die Post ab.
    Trigger sind Auseinandersetzungen in SA, aber insbesondere die Fundamentaldaten sind überzeugend ... oft genug diskutiert, will ich nicht wiederholen.
    Charttechnisch hat die Unterstützung bei 1380 mehrfach gehalten, dann in 48 Stunden vom Jahrestief einen satten Sprung nach oben gemacht auf ein Monatshoch. Bei 1500 liegt noch ein Widerstand, wenn der genommen wird, sollte spätestens zum Jahresende die Parität zum Gold wieder hergestellt sein. Man sollte positioniert sein, IMHO


    http://www.goldseiten.de/artik…eis-kraeftig-steigen.html
    Der Platinpreis ist seit gestern Nachmittag um 50 US-Dollar gestiegen und erreichte am Morgen 1.450 USD je Feinunze, den höchsten Stand seit Anfang Juli. Auslöser für den Preissprung war die Eskalation der Gewalt in Südafrika, das 75% der weltweiten Platinminenproduktion verantwortet. Gestern wurden bei Auseinandersetzungen zwischen streikenden Minenarbeitern und der Polizei nahe der Platinmine Marikana des weltweit drittgrößten Platinproduzenten Lonmin mehr als 30 Arbeiter getötet. Das Unternehmen hatte wegen der Auseinandersetzung zwischen rivalisierenden Minengewerkschaften Mitte der Woche sämtliche Platinminen im Land vorübergehend geschlossen. Lonmin produziert 750 Tsd. Unzen Platin pro Jahr und stellt damit 12% des weltweiten Angebots.


    Die bisherigen Produktionsausfälle sollen sich Lonmin zufolge auf 15 Tsd. Unzen belaufen. Der aktuelle Konflikt offenbart aber auch ein langfristiges Problem, nämlich massive Kostenexplosion in der südafrikanischen Minenindustrie. Die Demonstranten fordern weitere Lohnerhöhungen, nachdem man vor nicht einmal einem Jahr sich über eine Lohnsteigerung von jeweils rund 8,5% für die Geschäftsjahre 2012 und 2013 geeinigt hatte. Das Investitionsklima in Südafrika dürfte sich weiter eintrüben und in einer niedrigeren Platinproduktion niederschlagen. Dies spricht für weiter steigende Platinpreise, sowohl kurzfristig als auch langfristig.

    @ ocjm
    Gibts irgendjemand, der weiß, was kommt? Hyperinflation? Deflation mit Staatsbankrott und Währungsunion? Vermögenssteuer für alle und und damit blitzschnelle Sanierung der Staatsfinanzen?
    Wenn nicht mal diese Frage beantwortet werden kann, dann müßte man schon Jesus sein, um einen genauen Termin anzugeben.
    Insofern: sei gnädig mit Mithras :) Mit seinem historischen Wissen hat er zumindest mir schon interessante neue Einblicke gewährt.

    Die Deutschen haben eben schon zweimal im letzen Jahrhundert mit ihrem Geld den Ofen befeuern können, so was prägt auch nachfolgende Generationen. Und die dritte Heizperiode mit Papiereuronen könnte kommen. Andererseits: bei einem Geldvermögen von 4,7 Billionen ist das immer noch peanuts, was derzeit in Edelmetalle fließt. Sollten die ersten echten Zweifel an der Geldwertstabilität in der breiten Bevölkerungsmasse aufkeimen, dann wird den Händlern das Edelmetall tatsächlich ausgehen.

    @ Kroesus:
    Ich denke nicht, dass es unsere Aufgabe ist, über Sinn und Moral von Krieg zu diskutieren, da wird allgemeiner Konsens herrschen.
    Es geht eher darum, die Auswirkungen möglicher künftiger Ereignisse auf die eigenen Anlagestrategien - und somit die Metallkurse - abzuschätzen.


    Nach meiner Erinnerung ging der Goldpreis im Irakkrieg zu Beginn erst mal hoch, letztlich hatte der Krieg aber keinen größeren längerfristigen Einfluss. Das könnte sich hier etwas anders darstellen, insbesondere wenn Israel hier zündelt.

    Heute im Handelsblatt:
    http://www.handelsblatt.com/po…gen-iran-aus/7003676.html


    Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will den Iran noch vor den US-Präsidentschaftswahlen im September angreifen. Die israelische Regierung geht davon aus, dass ein Angriff auf die iranischen Atomanlagen in einen einmonatigen Konflikt münden würde. „Die Analysen deuten auf einen Krieg an mehreren Fronten hin, der 30 Tage dauern würde", sagte Zivilschutz-Minister Matan Vilani der Zeitung "Maariv" (Mittwochausgabe). Er bestätigte die Einschätzung von Verteidigungsminister Ehud Barak, dass etwa 500 Israelis sterben dürften, wenn jeden Tag Hunderte Raketen auf die Städte des Landes niedergingen. „Es gibt keinen Anlass zur Hysterie", sagte Vilani. Der Zivilschutz sei so gut vorbereitet wie nie zuvor.


    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Edelmetalle weiter vor sich hindümpeln, wenn sich die hardliner in Israel tatsächlich durchsetzen.

    @ LuckyFriday
    Sehr interessante Lektüre, danke!
    Ok, das betrifft jetzt primär die südafrikanischen Minen, aber die Tendenz wird weltweit ähnlich sein.
    Bei Gold wäre es ja denkbar, dass Südafrika noch mehr an Bedeutung verliert, wie es die letzten 30 oder 50 Jahre schon passierte und andere Produktionsländer die Lücke ausfüllen.
    Bei meinem derzeitigen Lieblingsmetall Platin liegen die Kostensteigerungen in SA aber ähnlich hoch und da können andere Länder nicht in die Bresche springen, weil SA nämlich 80 % liefert :)
    Mal gerade herumgerechnet: im Jahr 2000 wurde für etwa 450 Dollar/Unze produziert, heute liegt der Kurs bei 1407 und das dürfte derzeit sogar unter den Produktionskosten liegen.
    Das sind ziemlich genau 10 % Mehrkosten pro Jahr..... rechn rechn .... in 10 Jahren liegen die Produktionskosten dann bei 3660 $/Unze.
    Noch ein wenig Inflation dazumischen, dann sind die 10 000 auch beim Platin in den nächsten 10 Jahren durchaus realistisch :)
    Also, alle frustrierten Platinbesitzer, ganz enspannt zurücklehnen und Geduld haben ......
    Sorry, etwas out of topic, aber passt so schön zu dem Link von LuckyFriday

    @ Connor MacLeod
    Nicht jeder Laden ist geeignet, versteht sich von selbst. Es macht einen Haufen Arbeit, bis man die wirklich guten Quellen aufgetan hat. Nach meiner Erfahrung hat man in kleinen Lädchen bessere Chancen als in Nobelfilialen. Reine Goldankäufer sind bessere Adressen als Juweliere, welche vor allem mit Schmuckverkauf verdienen. Dann ist natürlich auch immer die Frage, wieviel man kaufen will. Wenn Du eine Unze suchst, wirst Du wenig Erfolg haben, weil sich für die Händler der Aufwand nicht lohnt. Bei größeren Mengen wächst das Interesse der Gegenseite, weil das dann auch für Händler ein gutes Geschäft ist. Sie kaufen für 15 % unter spot ein, in der Scheideanstalt bekommen sie maximal 1 Euro unter spot (egal ob Schmuckschrott oder Münzen), wenn Du mehr zahlst, verdienen sie somit ganz ordentlich..... und wenn man als Privatperson kauft, interessiert die Buchhaltung der Gegenseite nicht. Schon dieser Aspekt macht deutlich, dass ein Vertrauensverhältnis wachsen muss, bis die Quellen gut sprudeln. Meine Quellen will ich zum einen selber nutzen und zum zweiten würde es auch diesem Vertrauensverhältnis widersprechen, wenn ich Adressen oder Telefonnummern nennen würde, ich hoffe auf Dein Verständnis.

    @ Goldhamster21
    Eine gute Quelle sind Goldaufkäufer. Die kaufen öfters auch Münzen an (zum üblichen Schmelzpreis) und sind meist glücklich, wenn sie im VK spot bekommen. Einfach mal eine Umfrage in Deiner Stadt starten, Goldaufkäufer gibts ja inzwischen nicht mehr viel weniger als Sandkörner am Strand.

    @ Goldkelchen: Die Frage ist, welche Kaufkraft die 10 000 $ mal haben werden.
    Ich halte solche Prognosen für unglaubwürdig, wenn damit die Behauptung aufgestellt wird, die Kaufkraft von Gold würde sich in wenigen Jahren versechsfachen. Geht man von einer kommenden hohen Inflation für mehrere Jahre aus, können die 10 000 durchaus passen.

    HIer der Link zum Handelsblatt
    http://www.handelsblatt.com/po…ender-bluten/6862502.html
    Zwar thematisch sicher den meisten bekannt, aber man sollte sich die letzte Seite ruhig nochmals reinziehen, dann weiß man, warum Anonymität bei Vermögen in Deutschland Priorität haben sollte:


    Reiche schröpfen hat in Deutschland Tradition
    Der Zwangsanleihe-Vorschlag wird auch gerne von linken Politikern und Gewerkschaften als Alternative zu Vermögensabgaben ins Spiel gebracht. IG-Metall-Chef Berthold Huber etwa forderte schon 2009, Deutsche mit einem Vermögen von über 750.000 Euro zum Kauf von Staatsanleihen zu verpflichten.
    Reiche auf diese Weise zu schröpfen hat hierzulande Tradition. Bereits in der Weimarer Republik mussten alle Bürger, die am 1. Januar 1923 über ein Vermögen von mindestens 100.000 Reichsmark verfügten, Staatsanleihen kaufen. Von den ersten 100.000 Mark Vermögen musste ein Prozent in Anleihen gesteckt werden, für größere Vermögen stieg der Satz bis auf zehn Prozent. Die Anleihen sollten von November 1925 an sukzessive zurückgezahlt werden, wurden aber wegen der Hyperinflation wertlos. Die Zwangsanleihe mutierte somit zur Vermögensabgabe.
    Von August 1970 bis Juni 1971 forderte die sozialliberale Koalition einen "Konjunkturzuschlag" von zehn Prozent auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer, der zinslos bei der Bundesbank geparkt und von Juni 1972 an zurückgezahlt wurde - ohne Inflationsausgleich. Faktisch handelte es sich also um eine Zwangsanleihe.
    Experten halten schon länger Ähnliches auch heute für denkbar. So warnte der Finanzwissenschaftler Bernhard Scherer, schon vor zwei Jahren, dass der Staat "dem Bürger in Zukunft Geld wegnehmen wird - etwa über eine Erbschaft- oder Vermögensteuer, Zwangsanleihen oder Inflation". Der Professor an der EDHEC Business School in London rät Anlegern, sich vor Enteignung zu schützen, indem sie ihre Depots auf verschiedene Länder verteilen.