Beiträge von Rhein-Main-Gebiet

    Den einzigen Nutzen außerhalb der Verwendung als Katalysator, hat es in der Glasindustrie. Ansonsten braucht es kein Schwein.


    Bevor Du so einen Schwachsinn schreibst, mach mal eine Betriebsbesichtigung bei Heraeus mit, die sind Weltmarktführer bei der Platinverarbeitung. Da kommst Du u.a. in den Genuß eines Videos, wo die vielen Anwendungsgebiete erklärt werden .... vielleicht versuchst Du es auch mal mit Google.

    wenn's sich nicht mehr rentiert, Pt aus dem Boden zu holen, werden die Minen halt dicht gemacht .. who cares ..


    Das ist doch der springende Punkt :)


    Im Übrigen wird Pt sehr wohl verbraucht .... irgendwo hab ich mal gelesen, die ergiebigste Quelle für Pt-Abbau wäre Straßenstaub ... dort sammeln sich die Kats allmählich an. Ist nur zu weit verteilt, dass sich der Abbau lohnt [smilie_happy]
    Nach meiner Kenntnis hat die Recycleling-Quote in den letzten paar Jahren von 5 % auf 10 % zugelegt, dank verbesserter technischer Möglichkeiten und dem Preisanstieg. Das reicht aber für die Nachfrage noch lange lange nicht.


    Und ich glaube, Ihr denkt auch alle zuviel an Kats. So wie man bei Silber vor 20 Jahren nur an Fotographie dachte und Panik vor der aufkommenden Digitalfotographie hatte. Neue technische Anwendungsmöglichkeiten kamen beim Silber und sie kommen beim Pt ...... keine Sorge.

    Es gibt eine ganz einfache Formel: kein Rohstoff kann lange unter den Produktionskosten gehandelt werden.
    Das gilt für Orangensaftkonzentrat genauso wie für Schweinebäuche und für Platin.
    Etwa 10 % des Platinangebots kommen aus dem Recyceling .... der Rest muss gefördert werden. Ein Teil hiervon stammt aus der Buntmetallförderung (überwiegend aus Norilsk Nickel, also Russland), der Rest aus Platin-Minen, so etwa 75 % Südafrika.
    Dort steigen die Kosten im Schnitt jährlich um etwa 10 % (Impala und Amplats).
    Beim jetzigen Preis dürfte in entlichen Betrieben etwa break-even erreicht sein.
    Allein aus diesem Grund wird der Preis m.E. im langjährigen Durchschnitt etwa 10 % p.a. steigen. Die 10 % sind m.E. konservativ kalkuliert, Umweltschutz, Energieversorgung, Sicherheitsstandards, aufmuckende Gewerkschaften, drohende Nationalisierung von Minen oder Konzessionen (siehe Simbabwe) .... alll das sind Damoklesschwerter über der Platinproduktion.
    Und: gerade dass Platin im Moment völlig aus dem Fokus der Anleger draußen ist, ist für mich ein Grund, massiv in Pt zu investieren.
    Ich glaube, dass sich auf Sicht von 10 bis 20 Jahren Pt deutlich besser als Ag/Au entwickeln wird.
    Für Leute mit langem Anlagehorizont "strong buy" ..... IMHO.

    Das Handelsblatt ist heute ja richtig lesenswert, noch ein guter Artikel:
    http://www.handelsblatt.com/fi…ahle-nicht/7142198-2.html


    Zitat:
    Um die schleichende Enteignung durch Notenpresse und Fiskus zumindest abzumildern, führt für Anleger und Sparer an Gold und Aktien als liquide Sachwertanlage wohl kein Weg mehr vorbei. Der in Papierwährungen ausgedrückte Preis für Gold wird weiter steigen, wenn die Papiergeldmengen mit noch höherer Geschwindigkeit erhöht werden. Dabei liegt die eigentliche Bedeutung von Gold weniger in seinem Preis als in seinem Besitz. Der Barren verschwindet ja nicht einfach und sagt: „Ich zahle nicht.“ Gold trägt kein Kreditrisiko. Gold geht nie pleite. Für jeden Anleger bietet Gold, auf das er direkten Zugriff hat, eine Liquiditätsreserve außerhalb des Finanzsystems.

    @ Lord: Du kommst auch mit 2 kg Gelbmaterial im Handgepäck nicht ungestraft in den Flieger. Da gabs genug Versuche, mit Metall die 10 000 Dollar-Obergrenze vom Vermögenstransfer aus den Staaten raus zu umgehen, mit entsprechendem Schiffbruch.
    Also m.E. Käse, sich nach diesen Gesichtspunkten für gelb oder weiß zu entscheiden. Wenn Du ne Fluchtwährung brauchst, dann kannst Du Dir nen 10-Karäter auf der Flucht in den A*** schieben, Metalle sind ungeeignet.
    Es gab bei früheren Diskussionen im Forum auch die Variante, die Metalle in Schließfächern unterschiedlicher Kontinente zu parken. Dann ist man ggf. wirklich flexibel.

    @ Jerome: wo steigst Du dann ein? Das ist doch heutzutage die spannende Frage, gibts Alternativen? Lieber rosa Konfetti im Tresor???
    Wer 1922/1923 die "hohen" Kurse zum Ausstieg genutzt hat, hat alles verloren, niemand kann ausschließen, dass sich das in den nächsten Jahren wiederholt.
    Umschichten dagegen könnte im Falle eines Silberspike sehr gewinnbringend sein (raus aus Silber, rein in Gold oder Platin z.B. ..... IMHO).

    @ Anleger:
    http://www.onvista.de/devisen/…CY_TO=ZAR&PERIOD=9#chart1
    wenn man sich den Randkurs in den 90iger-Jahren betrachtet, hat der Rand permanent zum US-Dollar massiv abgewertet. Von 1990 bis 2000 so etwa 85 % Wertverlust des Rand. Das hat die Kostensteigerungen ausgeglichen bzw. sogar überkompensiert. Sonst gäbe es in SA keinen nenneswerten Goldabbau mehr.
    Von 2000 bis 2012 hingegen volatil, aber insgesamt ziemlich stabil. Warte es ab, bis die südafrikanischen Minen verstaatlicht werden ........ dann wird der Rand abknicken und die Minen fette Gewinne abwerfen ... nur hast Du dann nicht mehr viel davon. Mir persönlich ist physisch lieber ... aber das ist eine Glaubensfrage :)

    @ Anleger
    Problem bei den Südafrikanern sind eben die steigenden Kosten. Da nutzt die ganze Charttechnik nix, wenn es fundamental nicht läuft. Einzige Chance - mal abgesehen von einem stark steigenden Goldpreis - wäre ein Einbruch des Rand. In den letzten 2 Jahren gabs diese Schwächeanfälle nicht mehr, die leichte Randabwertung reichte nicht aus, um die Kostenexplosion zu kompensieren. Da kann man ein paar Millionen Unzen im Boden haben, hilft nichts.

    @ Graf Zahl:
    das ist keine überschäumende Phantasie, sondern praktizierte Risikoanalyse.
    Nach FMEA: Risikoprioritätszahl = Auftretenswahrscheinlichkeit x Verhinderungswahrscheinlichkeit x Schweregrad.
    RPZ = 1 x 5 x 5 ..... = 25 ... spricht m.E. klar gegen ein Bankschließfach.
    Ich bevorzuge Varianten mit der RPZ 5 (1x1x5) ;)

    @ Graf Zahl:
    Bis vor 3 Jahren hätte ich Dir noch zu 100 % recht gegeben.
    Meine Sichtweise hat sich inzwischen geändert. Hast Du mal vor 2 oder 3 Wochen gelesen, was irgendso ein SPD-Oberster (Gabriel??) von sich gegeben hat: das unproduktive Vermögen der Reichen sollte abgepumpt und in die Realwirtschaft gesteckt werden.Heißt: mein Silber ist in der Solarindustrie und mein Platin in Kats deutlich besser aufgehoben als im Bankschließfach.
    Solche Sprüche machen sehr nachdenklich ..... am Ende vertraue ich nur mir selbst.

    @ Mr. Kim Tong.
    Reichlich pervers, dass sich manche Analysten Unruhen mit Toten wünschen, nur damit Pt aus den Startlöchern kommt.
    Langfristig betrachtet steigt es sowieso, mit oder ohne Unruhen (hoffentlich letzteres), einfach weil die Abbaukosten in SA weiter stark steigen .... das ist zumindest meine Meinung.

    HIer noch ein paar Infos aus dem Handelsblatt:
    http://www.handelsblatt.com/pa…4-todesopfer/7016474.html


    Hier ein paar Auszüge:
    Streik in Platinmine fordert 44 Todesopfer
    17.08.2012, 19:46 UhrBei dem blutigsten Streik seit dem Ende der Apartheid sind in Südafrika inzwischen 44 Menschen ums Leben gekommen. Die Zahl der Verletzten stieg auf 78. Präsident Zuma hat derweil eine Auslandsbesuch abgebrochen.
    Tausende Bergarbeiter hatten am vergangenen Freitag die Arbeit niedergelegt. Sie fordern eine 200-prozentige Lohnerhöhung auf 12 500 Rand (1200 Euro).
    Bis zum Wochenbeginn waren bei den gewaltsamen Zusammenstößen bereits zehn Menschen ums Leben gekommen, darunter zwei Polizisten. Einige wurden verbrannt oder zu Tode gehackt. Beobachter bezeichneten die Kämpfe als die schlimmste arbeitsbezogene Gewaltwelle seit dem Ende des Apartheid-Regimes im Jahr 1994.


    In Südafrika befinden sich etwa 80 Prozent der weltweit bekannten Platinreserven. Das Edelmetall wird unter anderem zur Herstellung von Katalysatoren, Laborgeräten und Schmuckwaren verwendet.


    200 Prozent Lohnerhöhung .... was das für die Produktionskosten bedeutet, kann man sich ausmalen. Und der jetzige spt dürfte bereits unter den derzeitigen durchschnittlichen Produktionskosten liegen. Zudem: die Probleme zwischen rivalisierenden Gewerkschaften gibts schon lange, bereits vor 20 Jahren haben sich rivalisierende Gewerkschaften bei Vaal Reefs die Köpfe eingeschlagen, damalige Aktionäre werden mit Schrecken daran denken ( wie ich :) . Südafrika ist ein Pulverfass ... bei allem Bedauern, was die Opfer angeht ... für den Platinpreis ist das alles langfristig extrem bullisch.

    @ Chef: ja, das ist der Nachteil, es wird generell eher wenig angeboten. Es gibt aber schon Quellen, z.B. Münzbörsen, wo man in den letzten Monaten zwischen 1300 und 1400 immer mal wieder eine Unze aufsammeln konnte, also deutlich unterhalb des "Bankverkaufspreises". Auch hier im Forum wird ja immer mal wieder was angeboten, Kroesus hat sein 500 g-Teil lange genug hier im Forum zu einem vernünftigen Preis offeriert. Komischerweise hockt man in der Baisse auf dem Metall wie auf sauer Bier. Wenn die Hausse erst mal in Gang kommt, dann kommen die Käufer.... wie in jedem Markt.

    Offenbar hats keiner hier im Forum so richtig bemerkt, beim Pt ging in den letzten 2 Tagen die Post ab.
    Trigger sind Auseinandersetzungen in SA, aber insbesondere die Fundamentaldaten sind überzeugend ... oft genug diskutiert, will ich nicht wiederholen.
    Charttechnisch hat die Unterstützung bei 1380 mehrfach gehalten, dann in 48 Stunden vom Jahrestief einen satten Sprung nach oben gemacht auf ein Monatshoch. Bei 1500 liegt noch ein Widerstand, wenn der genommen wird, sollte spätestens zum Jahresende die Parität zum Gold wieder hergestellt sein. Man sollte positioniert sein, IMHO


    http://www.goldseiten.de/artik…eis-kraeftig-steigen.html
    Der Platinpreis ist seit gestern Nachmittag um 50 US-Dollar gestiegen und erreichte am Morgen 1.450 USD je Feinunze, den höchsten Stand seit Anfang Juli. Auslöser für den Preissprung war die Eskalation der Gewalt in Südafrika, das 75% der weltweiten Platinminenproduktion verantwortet. Gestern wurden bei Auseinandersetzungen zwischen streikenden Minenarbeitern und der Polizei nahe der Platinmine Marikana des weltweit drittgrößten Platinproduzenten Lonmin mehr als 30 Arbeiter getötet. Das Unternehmen hatte wegen der Auseinandersetzung zwischen rivalisierenden Minengewerkschaften Mitte der Woche sämtliche Platinminen im Land vorübergehend geschlossen. Lonmin produziert 750 Tsd. Unzen Platin pro Jahr und stellt damit 12% des weltweiten Angebots.


    Die bisherigen Produktionsausfälle sollen sich Lonmin zufolge auf 15 Tsd. Unzen belaufen. Der aktuelle Konflikt offenbart aber auch ein langfristiges Problem, nämlich massive Kostenexplosion in der südafrikanischen Minenindustrie. Die Demonstranten fordern weitere Lohnerhöhungen, nachdem man vor nicht einmal einem Jahr sich über eine Lohnsteigerung von jeweils rund 8,5% für die Geschäftsjahre 2012 und 2013 geeinigt hatte. Das Investitionsklima in Südafrika dürfte sich weiter eintrüben und in einer niedrigeren Platinproduktion niederschlagen. Dies spricht für weiter steigende Platinpreise, sowohl kurzfristig als auch langfristig.

    @ ocjm
    Gibts irgendjemand, der weiß, was kommt? Hyperinflation? Deflation mit Staatsbankrott und Währungsunion? Vermögenssteuer für alle und und damit blitzschnelle Sanierung der Staatsfinanzen?
    Wenn nicht mal diese Frage beantwortet werden kann, dann müßte man schon Jesus sein, um einen genauen Termin anzugeben.
    Insofern: sei gnädig mit Mithras :) Mit seinem historischen Wissen hat er zumindest mir schon interessante neue Einblicke gewährt.

    Die Deutschen haben eben schon zweimal im letzen Jahrhundert mit ihrem Geld den Ofen befeuern können, so was prägt auch nachfolgende Generationen. Und die dritte Heizperiode mit Papiereuronen könnte kommen. Andererseits: bei einem Geldvermögen von 4,7 Billionen ist das immer noch peanuts, was derzeit in Edelmetalle fließt. Sollten die ersten echten Zweifel an der Geldwertstabilität in der breiten Bevölkerungsmasse aufkeimen, dann wird den Händlern das Edelmetall tatsächlich ausgehen.

    @ Kroesus:
    Ich denke nicht, dass es unsere Aufgabe ist, über Sinn und Moral von Krieg zu diskutieren, da wird allgemeiner Konsens herrschen.
    Es geht eher darum, die Auswirkungen möglicher künftiger Ereignisse auf die eigenen Anlagestrategien - und somit die Metallkurse - abzuschätzen.


    Nach meiner Erinnerung ging der Goldpreis im Irakkrieg zu Beginn erst mal hoch, letztlich hatte der Krieg aber keinen größeren längerfristigen Einfluss. Das könnte sich hier etwas anders darstellen, insbesondere wenn Israel hier zündelt.