Beiträge von Rhein-Main-Gebiet

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir auf Jahre in der Eurozone eine Stagflation bekommen.
    Die Rezession wird von der EZB mit einer Liquiditätsflut bekämpft, man folgt der FED.
    Auf kurze Sicht bedeutet das: Seitwärtsbewegung beim Silber mit hoher Volatilität, ich würde mal grob die Spanne von 25 bis 40 für die nächsten 6 bis 12 Monate prognostizieren.
    Langfristig führt kein Weg an sehr hoher Inflation vorbei. Und damit an steigenden Metallpreisen. Ich schätze mal, in 2013 sollte das alte Allzeithoch geknackt werden. Zumindest in Dollar, obs bis dahin noch den Euro gibt, daran habe ich erhebliche Zweifel.

    Hab nochmals etwas recherchiert, falls noch mehr Leute an so was interessiert sind: die Börse Stuttgart hat auch eine ganz gute Seite, man findet auch intradaycharts.
    https://www.boerse-stuttgart.de/rd/de/tops/anleihe_weitere
    Interessieren würde mich noch, ob es noch irgendwo eine Gratisfunktion gibt, mehrere Anleihecharts übereinander zu legen, zwecks besserer Vergleichbarkeit.
    Terminmarktwelt hatte da gute Funktionen, nur leider kostenpflichtig... wenn jemand eine bessere Quelle kennt und verrät, wäre das klasse.

    Hat jemand einen Link, auf welchem man eine Übersicht über die Anleihekurse diverser Euro-Länder bekommt, ggf. diese sogar noch graphisch miteinander vergleichen kann?
    Mir ist es zu zeitaufwendig, das alles mit Onvista zu recherchieren, aber ich würde gerne den täglichen Überblick behalten, wo es gerade mal wieder besonders heftig brennt :)

    http://www.ftd.de/politik/konj…fen-koennen/60129585.html


    Mehr braucht man doch nicht wissen. Nach USA und GB nun dasselbe Spielchen in Europa.
    DAS ist der Ausweg aus der Krise, es werden einfach die eigenen Schulden gekauft und gekauft und gekauft ..... irgendwann streicht man 3 Nullen von den Geldscheinen, dito von den Schulden und es geht fröhlich weiter ..... ohne große Krise.
    Wenn man es geschickt anstellt und mit Inflationsraten von 10 oder 12 % agiert, wird es das dumme deutsche Wahlvolk gar nicht richtig registrieren. Die "offizielle" Inflationsstatistik wird irgendwas von 5 % ausweisen, zusätzlich Banker-Geschwafel, dass das nur eine vorübergehende Erscheinung wegen der hohen Energiekosten sei blablabla ......, der deutsche Michel wird schimpfen, aber solange Deutschland solide seine Fußball-Länderspiele gewinnt und es genug zu fressen gibt, regt sich niemand zu sehr auf (panem et circenses ... es gibt nichts Neues unter der Sonne, wie schon Salomo wußte).


    Es gibt keine Fluchtmöglichkeit .... außer Edelmetalle.

    Da ich, ähnlich wie Pandaadler, zur der Goldpreisentwicklung skeptisch bin, mußte halt ein wenig Platin ins Depot.
    Besonders wenn ich feststelle, dass Platin aufs Jahr gesehen, eine negative Kursentwicklung hatte.
    Ich kaufe halt gern Zeugs, dass andere verschmähen.


    Wer weiß wofür das gut ist, 3 EM's erscheiinen mir weit besser gestreut.


    Jetzt sind wir wieder auf einer Wellenlänge :)
    Verstehe nur nicht, warum Du kurz vorher vor Platinkauf warnst.

    RE: Platinünzlein jetzt gefunden damit hat die Suche ein Ende.
    ocjm


    Also ein bißchen Beigeschmack von Schizophrenie hat das, erst die fette Warnung vor Platin und dann die Verkündigung, dass man selber kauft :)


    Ich kann nur wiederholen, was ich an anderer Stelle schon geschrieben habe: das mit der Märchensteuer ist auf den ersten Blick ärgerlich, auf den zweiten aber irrelevant.
    Einfach deswegen, weil man beim Verkauf die Steuer wieder reinkriegt. Schaut Euch in der Bucht um, da wird kaum Platin angeboten und wenn, dann gehen die Preise teilweise über Händer-VK .... niemals aber kriegt man Münzen zum spot oder knapp drüber. Genauso ist es hier in den Kleinanzeigen.
    Das kann sich ändern, wenn die Südafrikaner die Minen nationalisieren und sich der Preis verzehnfacht ..... dann muß ich meinen Bestand ggf. zum Bankverkaufspreis loswerden, weil hier und in der Bucht niemand was will ..... würde ich verschmerzen.

    @ zwyss
    Interessanter Beitrag, danke.
    Was mich besonders interessieren würde, sind die Produktionskosten und deren Veränderung in den letzten Jahren.
    Sicher gibts hierzu verläßliche Zahlen aus den Jahresberichten, aber da ich nicht mehr in Minen engagiert bin, ist mir der Zeitaufwand momentan zu groß, das alles aus den Tabellen der Jahresberichte heraus zu suchen. Gibt es hierzu solide Zahlenübersichten im Internet? Insbesondere der reinen Silberproduzenten (interessant wäre die Entwicklung der letzten 20 Jahre)?
    Dieses Thema sollte eigentlich für jeden Edelmetall-Anleger von großem Interesse sein (auch wenn mir viele widersprechen, so halte ich die Entwicklung der Fundamentaldaten für eine langfristige Kursprognose wichtiger als COT und Charttechnik).

    @ GS
    Sieht so aus. Der extrem starke Euro in Verbindung mit den guten US-Zahlen gibt wohl den Ausschlag für den Durchbruch und mit dem Kaufsignal von charttechnischer Seite kommen die Käufer.
    Die letzte Konsolidierung im Mai/Juni hatte etwas länger gedauert, aber auf die Charttechnik ist auch nicht immer Verlaß :)

    Kurzfristig wäre eigentlich eine Korrektur bei Gold und Silber nötig/wahrscheinlich. Das wäre dann eine gute Kaufgelegenheit, wahrscheinlich die letzte für längere Zeit.


    Was hatten wir denn die letzten 4 Wochen, war das keine Korrektur?
    Eigentlich heute ein gutes Omen..... die Krise ist gelöst, alles wird gut, Griechenland wird entschuldet, die Politik ist der große Retter .... und trotz dieser Friede-Freude-Eierkuchen-Stimmung, wo eigentlich niemand mehr Edelmetalle zur Absicherung für notwendig erachtet, hält sich Silber ziemlich gut.
    Ich erwarte eine Seitwärtsbewegung zwischen 30 und 34 in den nächsten 2 oder 3 Wochen, dann brauchts ein kleines Stimulans (nächstes Downrating) und die 34 werden geknackt.

    picodali
    Deutllich höhere Produktionskosten erklären den Unterschied. Einerseits wohl der sehr hohe Schmelzpunkt bei Pt, auch der Scheidprozess soll wesentlich länger und aufwendiger sein. Mir hat jemand erzählt, Platinbarren müßten zusätzlich im Vakuum gegossen werden. Wäre interessant, wenn jemand aus der Branche das bestätigen könnte.

    @ daedalus
    Ja klar, Mittelkurs zwischen Bankan- und Verkauf geht nur bei Privathandel.
    Problem ist, dass man derzeit erst mal an Platin unter Händler-VK rankommen muß. In der Bucht gibt es wenig Angebote und die wenigen, die ich beobachtete, gingen teilweise sogar über Händler-VK raus (typisch bescheuerte ebayer, gut für Verkäufer).
    Ist auch immer abhängig, wo der Kurs gerade steht. Sieht man ja auch im GSF, etliche Interessenten, kaum einer will verkaufen, dann tendiert der Preis nahe am Händler-VK. Steigt es ordentlich, gibts mehr Verkaufswillige und man findet auch eher Angebote im Mittelbereich zwischen Bankan- und Verkauf.

    @ daedalus
    Beim Silber ist es mit der Steuer dasselbe, Du kriegst im VK immer mehr als die 75 k .... meist kauft man in der Mitte zwischen An- und Verkauf und verkauft in dieser Mitte, daher sind die 10 k Unterschied zwischen Händlerkauf und Holdingteilhaber graue Theorie.


    Man weiß wirklich nicht, was noch kommt. Anonymität ist m.E. der beste Schutz seines Eigentums. Da ist mir ein tiefes Loch irgendwo in der Natur lieber als eine Holding .... aber wie gesagt, muß jeder selber entscheiden und wurde mit allen Vor- und Nachteilen schon so oft diskutiert, dass wir es nicht nochmals aufwärmen müssen.


    Verstehe auch nicht, warum Pt so wenig im Fokus der Anleger ist. Aber wie bei allen guten Anlagen sollte man etwas entdecken, bevor es die breite Masse tut.

    P.S.
    @ daedalus
    Muss jeder selber wissen, aber mir kommt nur physisch ins Haus.
    Was die Märchensteuer angeht: klar ist das ärgerlich beim Pt-Kauf, andererseits wird sie sicher niemals abgeschafft und wenn man die Auktionspreise in der Bucht anschaut, so kriegt man die Steuer beim künftigen Verkauf mit hoher Wahrscheinlichkeit ganz oder zumindest zum Großteil wieder rein ...... ist also kein überzeugender Hinterungsgrund, nicht in physisch zu inverstieren.

    Habe meine Meinung hier schon öfters kundgetan und bleibe superbullisch für Pt.


    Wenn die Edelmetalle schwächeln, geht traditionell der südafrikanische Rand mit in den Keller. Der Rand hat zum Dollar nun in wenigen Monaten über 20 % verloren. Da die Minen ihre Knechte in Rand bezahlen, aber das Metall in US-$ verkaufen, drückt der Rand entsprechend die Produktionskosten.
    Das heißt, die vor einigen Monaten geschätzten Abbaukosten von 1700 $ je Unze Platin dürften auf 1400 bis 1450 $ abgebröckelt sein.
    Aber viel Gewinn wird in den Minen bei den jetzigen Kursen mit Sicherheit nicht gemacht. Und schwacher Rand = steigende Inflation, die südafrikanischen Gewerkschaften werden bei den nächsten Tarifverhandlungen entsprechende Forderungen aufstellen und diese wie immer streikfreudig auch durchsetzen. Das wird auch bei schwachem Rand die Kosten für die Minen in die Höhe treiben (plus steigende Energiekosten etc., wie hier schon diskutiert).


    Von daher spricht alles für langfristig steigende Platinpreise. Ich hab meine erste Tranche aus heutiger Sicht auch etwas teuer eingekauft, Kurse unter 1500 $ hatte ich kaum für möglich gehalten ..... aber man kann nun billig nachkaufen, so hat der Kursrückgang auch sein Gutes :)

    @ goony
    Das ist keine künstliche Verbindung, sondern ein wichtiger Zusammenhang. Auch wenn das hier schon kontrovers diskutiert wurde, der Spread Abbaukosten zu spot ist immer relevant. Übertreibungen nach oben sind immer möglich, aber kein Metallpreis wird sich dauerhaft unter den Abbaukosten ansiedeln.
    Für mich sind die schwachen Aktienkurse der Minen auch als Folge der stark steigenden Abbaukosten ein wichtiges Kaufargument für physische Ware.

    Die Underperformance der Minenaktien im Vergleich zum spot bei AU/AG spricht eine deutliche Sprache.
    Alles wird teurer, neben Finanzierung/Energie werden m.E. künftig auch die Kosten für den Umweltschutz wesentlich zu höheren Abbaukosten beitragen.
    Die Zeiten, wo man in SA oder China sein Cyanid und Schwermetall bequem im nächsten Fluß verklappen konnte, werden in naher Zukunft endgültig vorbei sein.
    Plus steigende Kosten für Arbeitssicherheit. Inzwischen führt jeder tote Bergarbeiter in Südafrikas tiefen Schächten zu Produktionsausfällen von teilweise mehreren Tagen, weil ein entsprechender Unfall untersucht und bewertet werden muß ...... neue Sicherheitsysteme werden etabliert, die Arbeitsbedingungen werden "humaner" ....... kostet alles viel Geld.

    @ Metaller
    Da hast Du Glück gehabt. Ich hatte dieses Glück mehrfach nicht, auch wenn alle Täter ermittelt wurden.
    Einer hatte mit etlichen geknackten Accounts 500 000 Euro Schaden angerichtet, bis man ihn erwischte. Mit gefälschten Postident-Unterlagen diverse Konten eröffnet. Ich hab nicht mal ein Mahnverfahren eröffnet, es ist aussichtslos, dass der in den nächsten 30 Jahren noch zu Geld kommt.
    Bei 2 anderen Verkäufern hab ich noch Titel, eidesstattliche Erlärungen liegen vor, die nächsten 30 Jahre kommen regelmäßig die Gerichtsvollzieher.
    Seitdem ist mir die Lust auf hochpreisige Gegenstände in der Bucht ziemlich vergangen.


    Generell aber sollte man IMMER Strafanzeige stellen und - zumindest wenn es nciht völlig aussichtslos ist - ein Mahnverfahren einleiten, falls man trotz aller Vorsicht an einen Betrüger gerät. Damit trägt man dazu bei, dass die Bucht vielleicht eines Tages doch wieder sicherer wird.