Beiträge von Rhein-Main-Gebiet

    Bei mir war es der Großvater, der mich mit seinen Erzählungen schon im zarten Alter von 8 oder 9 Jahren zum Goldbug mutierte.
    Zweimal hat er alles Papier verloren, in der Hpyerinflation der 20iger Jahre und nach dem 2. WK, allein sein Gold blieb ihm. Etwa als 10jähriger hab ich dann meine Mutter so lange bekniet, bis ich mein Sparbuch plündern durfte und mir davon den ersten 10 g-Barren kaufte, der konnte nicht wertlos werden. Den Barren hab ich heute noch ....wahrscheinlich wiegt er inzwischen keine 10 g mehr, so oft hab ich als Kind das Teil gestreichelt und betätschelt ..... da gehts mir wie Dagobert mit seinem ersten selbstverdienten Taler.


    Der Großvater liegt nun schon lange unter der Erde, aber seine Lebenserfahrung wird weiterleben und von mir an die nächsten Generationen übergeben.

    @ Henning82
    Zumindest ist es das offizielle Statement, dass das Geld in die Realwirtschaft fließen soll. Wenn die Banken keine Kredite mehr vergeben, ist das nicht im Interesse der Politik. Zum einen sollen die Banken ja verdienen, damit Vater Staat sie nicht retten muss, zum anderen braucht die Wirtschaft ausreichend Kredite und das sollte von der Theorie her das Kerngeschäft der Banken sein .... bevor sie zu Zockerbuden verkommen sind. Und wenn Du tatsächlich einen Kredit kriegst, dann garantiert nicht für 1,X Prozent.

    @ Henning82
    Die Banken können als Sicherheit Anleihen der PIGS-Staaten bei der EZB hinterlegen.
    Indirekt will die EZB - ohne direkt bei den Auktionen aktiv zu werden - so den Anleihemarkt stützen und die Zinsen der "Risikoländer" senken. Hat den Vorteil, dass man es nicht an die große Glocke hängen muss, wenn man mal schnell für eine halbe Billion faule Staatsanleihen einsammelt.


    Wunschdenken war sicher auch, dass das Geld in der Realwirtschaft zumindest teilweise ankommt und dann die Konjunktur ankurbelt. Aber ich denke, die Banken sind bei der Kreditvergabe dermaßen vorsichtig, dass dieses Ziel verfehlt wird.
    Lieber leiht man das Geld wieder der EZB für 0,25 %.

    Mit dem Tender von 500 Milliarden haben die Banken ihre toxischen Anleihen der EZB unter den Hintern geschoben. Man kalkuliert dort, besser0,75 % Minus im Jahr als Anleihen, die man irgendwann komplett abschreiben muss.


    Fragt sich nur, ob den Banken das "Cash" in Zukunft mehr nutzt als die Staatsanleihen. Es bleibt spannend :)

    Nach meinem Primitivverständnis für Charttechnik bietet der Bereich um 26 $ beim Silber eine solide Unterstützung.


    Zudem ist der Absturz zu einer Zeit erfolgt, wo nur wenige Handelsteilnehmer aktiv sind, die meisten institutionellen Anleger haben ihre Bücher wohl schon zu, von Urlaubszeit nicht zu reden.
    Solche Extrembewegungen in umsatzschwachen Zeiten werden oftmals schnell korrigiert, wenn wieder ein "normales" Marktumfeld herrscht.


    Und dann noch kräftig überverkauft ..... ich tippe auf einen kräftigen rebound in der ersten Januarwoche.

    Beim Silber ist schon seit vielen Jahren immer wieder zu beobachten, dass zu umsatzarmen Zeiten massive Kursbewegungen stattfinden.
    Ich hätte "zwischen den Jahren" eine ruhige Seitwärtsbewegung erwartet, da viele Marktteilnehmer im Urlaub sind und die Bücher der meisten Profis ohnehin geschlossen sind.
    Da nutzt jemand die geringen Umsätze für seine Zwecke gut aus.
    Na ja, keine Depression, so schnell wie das runter geht, kanns Anfang Januar dann wieder hochgehen.

    Ich kann jetzt nur von deutschen Firmen reden, aber Silber in Granulatform gibts anscheinend mehr als genug.
    Wo es echte Engpässe gibt, das sind Barren. Hab in den letzten Tagen gelesen, dass knapp ein Drittel der physischen Ware derzeit von Investoren gekauft wird und die wollen kein Granulat, sondern Barren. Heraeus und Agosi scheinen mit der Produktion hier kaum nachzukommen. Vielleicht ist diese Situation in USA ähnlich und die "Knappheit" bezieht sich darauf.


    Ob das bullisch oder bearisch zu werten ist, darüber läßt sich streiten.

    Außer Spesen nix gewesen, so die Jahresbilanz von Silber, wenn sich in den nächsten Tagen nichts mehr tut.


    Vor dem Hintergrund der heutigen Nachrichtenlage ist die schlechte Performance von Ag/Au für mich nicht nachvollziehbar:
    China kappt die weltweite Versorgung mit Industriemetallen
    http://www.handelsblatt.com/fi…triemetallen/5998650.html
    Betrifft jetzt zwar nicht primär Silber, aber dass die Chinesen sich auch hier strategische Reserven anlegen, liegt auf der Hand.


    Und schließlich rät ein chinesischer Notenbanker zu Goldkäufen
    [url]http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/:devisenmarkt-chinesischer-notenbanker-raet-zu-gold/60146973.html
    [/url]


    Wenn man sich die Zahlen auf der Zunge zergehen läßt, dass die Chinesen für 3200 Milliarden grünes Papier horten und nur für 54 Millarden gelbes Metall, dann ist die heutige Kursschwäche um so unverständlicher.


    Irgendwie kommts mir vor wie die Reise nach Jerusalem. Jeder weiß, die Musik hört irgendwann auf, Stühle sind knapp und dennoch ist jeder optimistisch, am Ende einen zu finden.

    Ich kaufe gern unter Förderkosten. Gerade bei völligen Übertreibungen nach unten sollte man übergewichten und trockenes Pulver zum Nachkauf haben, ich habe mit Geduld dabei praktisch immer gut abgeschnitten.
    Jede Krise ist mal vorbei und je größer der Umfang der Produktionskürzung ist, je höher ist die Chance auf einen späteren starken Kursanstieg. Kein Rohstoffpreis kann sich langfristig unter den Produktionskosten halten (wenn man mal von Manipulationen wie Subventionen etc. absieht).
    Hatte zu meiner aktiven Börsenzeit gerne mit NAP gespielt. Erst offizielle Produktionskosten von 220 für Pa, dann ging ja der Kurs in Richtung 170, Lac des Iles wurde dichtgemacht, nach Erholung der Preise war aber dann plötzlich von 320 $ Produktionskosten die Rede..... kostet ganz schön Geld, Minen dicht zu machen und dann wieder zu eröffnen, was zusätzliches Kurspotential eröffnet.

    Na ja, bei der Auktion versenkt man "nur" 1 Euro. Das sollte einem die Negativbewertung schon wert sein. Der einzige Käufer einer derartigen "Auktion" ist ja mit gutem Beispiel vorangegangen. Vielleicht hilft das anderen Leuten, eine Menge Geld zu sparen.

    @ Twinson
    Zum spot findet man Pt-Barren und Münzen praktisch nicht mehr, das stimmt. Aber wenn man 10 % drüber zahlt, wird die Ausbeute schon besser.
    Und wenn man eines Tages verkaufen will, kriegt man die 10 % über spot mit Sicherheit zurück, von daher ist die Märchensteuer m.E. kein Hinderungsgrund.

    Muss gestehen, mit vielen Prognosen lag ich in den letzten 12 Monaten richtig, aber dass Pt so weit abrutscht und das ratio Au/Pt nun schon bei 1:1,13 liegt, hätte ich nicht gelaubt.


    Der jetzige spot sollte schon deutlich unter den Produktionskosten einiger südafrikanischer Minen liegen. Was als Beifang bei der Nickelproduktion anfällt, sollte bei den jetzigen Nickelpreisen auch rückläufig sein, bei Kursen um 18500 Dollar die Tonne werden auch hier Produktionskürzungen bei Norilsk kommen.
    Für mich erstaunlich, dass auch nicht mehr Kapitalanleger in Platin gehen, alles schaut auf Gold, obwohl Platin ein wesentlich attraktiveres Chance-Risiko-Verhältnis aufweist ..... zumindest auf Sicht von einigen Jahren, IMHO.
    Buy platin and go fishing ..... man kann eigentlich gar nichts falsch machen, oder?


    Ratio lag in den letzten paar Jahren zwischen 1:31 (April 2011) und knapp 1:100 (Ende 2008 ).....irgendwo findet man im Forum die entsprechenden Charts .... m.E. im Moment kein dringender Handlungsbedarf, wobei ich bei Nachkäufen Silber den Vorzug gebe.
    Ich würde mich bei 1:70 vom Rest meines Gelbmetall-Bestands trennen und in Silber gehen, bei 1:30 hingegen die umgekehrte Variante.

    Die ganzen Prognosen mit Charts, Cots, Saisonalität und sonstigem blablabla sind derzeit Schall und Rauch. Vielleicht gehts mal wirklich 10 $ runter, weil eine charttechnische Marke gerissen wurde und ein paar Trader auf den Sell-Knopf drücken, aber ansonsten ist es doch reine Kaffeesatz-Leserei, wo der Kurs in 4 Wochen steht und wo der Tiefpunkt ist.
    Bei einem bin ich mir sicher: in 10 bis 20 Jahren - mein Anlagehorizont - werd ich für meine Euronen nicht mehr viel kriegen und die Metalle werden ihre Kaufkraft behalten, wie schon seit einigen Tausend Jahren.
    Wäre zwar schön, wenn ich bei einem größeren Nachkauf den Tiefpunkt erwische, weil mein Gesamt-Einstandspreis vielleicht nochmals 2 % runter rutscht, aber letztlich ist es doch egal.
    Averaging .... immer das was an Papier verfügbar ist, wird in Metall geschichtet.... ist das Metall billig, gibts mehr Metall. Ist doch ein Grund zur Freude. Ich hab den Preissprung von 15 auf 50 beim Silber als Drittelung meines Gehalts empfunden, weil ich mir nur noch 1/3 meines monatlichen Metallkontingents leisten konnte. Jetzt gibts wieder mehr fürs Papier, von mir aus kanns ruhig nochmals runter gehen. Langfristig geht die Rechnung auf, da habe ich keine begründbaren Zweifel (es sei denn, der Himmel fällt uns auf den Kopf oder so was, aber dann ist es eh wurscht, in was man investiert hat).