Beiträge von Rhein-Main-Gebiet

    Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis; im Moment scheinen mehr Leute Gewinne mitnehmen zu wollen, als sich einzudecken.
    Und dann geht der Barrenpreis eben runter im Vergleich zum spot; das beobachtet man nicht nur hier im Forum, sondern auch in der Bucht und sonstwo.
    Nach meinen Beobachtungen ändert sich so was manchmal ganz schnell: Kurzsturz, dann wollen alle kaufen, prozentualer Abstand zum spot wächst rasant.
    Oder: Angstwelle in der Bevölkerung, was Papiergeld angeht, dann steigt die Nachfrage ordentlich an. Konnte man nach den ersten Salven der Rating-Argenturen beobachten.


    Wenn man nicht dringend verkaufen muss, kann man die Aufgelder beobachten und bei der nächsten Angstwelle verkaufen.


    Wenn man verkaufen muss .... also ebay Kleinanzeigen sind sinnlos, da sind mehr Betrüger als Kaufwillige unterwegs.
    Manche verkaufen auf Münzbörsen, da scheinen zumindest kleinere Stückzahlen einen Abnehmer zu finden.
    Hier im Forum ist das Interesse manchmal gleich Null, manchmal Interesse da ...... da das Einstellen nichts kostet, kann man es ja versuchen .... wills einer, ist gut, ansonsten woanders probieren.
    Hood hab ich noch nie probiert, aber nach den Erfahrungen von tankist werde ich es auch nie probieren. Schade, die Bucht könnte dringend Konkurrenz brauchen, aber so natürlich nicht.


    Direkt in der Bucht gibts die höchsten Preise. Selbst in den letzten Tagen gingen einzelne Teile auf 970 Euronen, abzüglich der 45 Euronen an Gebühr immer noch deutlich mehr als hier im Forum derzeit verlangt wird. Aber auch mit allen Nachteilen. Bin mir nicht sicher, was die Jungs bei ebay mit den gesammelten Daten machen. Bei mir braucht jedenfalls niemand wissen, wann ich kaufe und wann ich verkaufe, für mich kommen daher auch keine größeren Käufe mehr dort in Frage.


    Bahnhofsviertel: gute Idee: in einer Stunde bist Du Deine Ware los ...... allerdings eher gegen eine Beule am Hirn als gegen Bares.


    @ Golly. Das Thema hatten wir schon..... wenn Du als Privatier mit Märchensteuer eingekauft hast und mit Märchensteuer verkaufst, ist das ein Nullsummenspiel .... höchstens Abmelkungssteuer ist relevant .... IMHO

    Ich hab den Hype nur am Rande mitbekommen. War allerdings überrascht, als ich ein paar Barren loswerden wollte und von früheren Interessenten fast durchweg hörte, dass man derzeit lieber in Drachen aller Art investiere.
    Wenn alle gekauft haben, kann der Preis nur noch fallen .... (in Bezug auf Abstand zum spot) ..... das ist ja überall so, nicht nur bei Münzen und Aktienmärkten.


    Besser in Dinge investieren, die außerhalb des Fokus der breiten Masse sind. If they say, it is worthless, accumulate it.

    Falls jemand von Euch ab und zu auch was bei ebay-Kleinanzeigen einstellt:


    Vorsicht, falls Euch ein Mike aus London anschreibt (M G). Der Knabe will richtig große Mengen kaufen, Preis spielt keine Rolle, Bezahlung mit "sicherem" Paypal.


    Bin mir zu 99,9 % sicher, dass hier ein Betrüger am Werk ist.

    Du bringst es auf den Punkt. Viele und auch ich möchten sich den Schnitt nicht versauen


    Dasselbe Argument hab ich hier schon mehrfach gelesen und nie verstanden.
    Fiktives Beispiel:
    Wenn ich mir 1000 Unzen Silber bei 10 Euronen gekauft hab, es steigt auf 40, ich verkaufe 500 und kaufe bei 20 für meine beim VK erhaltenen 20000 Euronen Kapital 1000 Stück zurück..... rechn rechn ... mein Einstiegspreis ist von 10 auf 16,6 Euronen geklettert .... und ich hab keine 1000 Unzen im Bunker, sondern 1500.


    Was interessiert mich mehr, mein Schnitt oder die Stückzahl im Bunker? Mich persönlich nur das Zweite.

    Charttechnisch betrachtet ist es beim Silber spannend.
    Ohne dass ich das jetzt so schön mit Bildchen wie woerni belegen kann: wir hocken mitten im Widerstand. Kurzfristige Indikatoren sollten eine überkaufte Marktlage signalisieren. Die dürfte sich bessern, wenn die Zone zwischen 34/35 noch ein paar Handelstage verteidigt werden kann. Sollten dann die 35 geknackt werden, sollte der Weg bis 40 frei sein.
    Falls die 34 in den nächsten 1 oder 2 Tagen nicht halten, ist der Test von 30 vorprogrammiert. Halte ich für die wahrscheinlichere Variante. .... auch angesichts der steigenden Euphorie, siehe woernis letzten Chart. Schau mer mal.

    @ woerni
    ... die Mutter aller Wirtschaftszusammenbrüche .... der war gut, heute noch nicht so gelacht.


    Aber das ist genau der Punkt: von der fundamentalen Seite sollte man sich im Moment m.E. von keinem Gramm Metall trennen. Wenn ich lese, dass im Februar ein Tender mit 1 Billion Euronen die Märkte fluten soll, kann ich nicht mehr an sinkende Kurse glauben.


    Auf der anderen Seite: mit meinem Primitiv-Verständnis von Charttechnik sollte der Bereich zwischen 34 und 35 $ beim Silber eine richtig harte Nuss sein und die Chance, dass es nochmals in den Bereich von 30 runter geht, ist aus charttechnischer Sicht recht groß. Da lockt es natürlich, ein paar Gewinne mitzunehmen und später wieder günstig einzusammeln.......


    Charttechnik oder Fundamentaldaten, was wiegt derzeit schwerer???

    4,74 Billionen Geldvermögen der Deutschen werden früher oder später einen sicheren Hafen suchen:
    http://www.handelsblatt.com/fi…er-ein-wenig/6101352.html
    Ich bin mal gespannt, wieviele Milliarden der letzte Krügerrand kostet, den man für das derzeitige Papiergeld kaufen kann.


    Selbst der Chefvolkswirt der deutschen Bank philosophiert über Hyperinflation und Systemcrash (auch wenn er herzlich wenig über die Ursachen der "Krise" verstanden hat).
    http://www.handelsblatt.com/fi…er-ein-wenig/6101352.html


    Nach solcher Lektüre gehts jedem Edelmetall-Bug doch wieder richtig gut :)

    Wenn Du Schwefel in stöchiometrischer Menge mit Eisenpulver mischst und das Ganze zündest (z.B. Streichholz direkt nach dem Anreiben in die Mischung rein), dann glüht die Mischung durch (feuerfeste Unterlage, wird recht heiß, Schutzbrille!) und Du bekommst Eisensulfid. Brocken klein reiben, in etwas Wasser suspendieren ... dann bekommst Du das gewünschte Silbersulfid auf der Münze sofort, wahrscheinlich auch ohne Flecken (Münze vorher entfetten).
    Allerdings: eine Patina, welche sich im Lauf der Jahrzehnte bildet, unterscheidet sich wohl deutlich von dieser "Kunstpatina".

    Charts sind schon nett, aber bei Platin sind die Fundamentaldaten m.E. wichtiger.


    http://www.rohstoff-welt.de/news/artikel.php?sid=33143


    Die Abbaukosten in SA steigen kräftig und das wird sich fortsetzen, bei Impala und Amplats ist die Schmerzgrenze allmählich erreicht.
    Klar können wir charttechnisch betrachtet auf 1000 $/Unze fallen ..... nur holt dann keiner mehr in SA das Zeugs aus dem Boden (mit wenigstens 60 % Anteil an der Weltförderung).


    Man braucht Geduld, vielleicht auch 2 oder sogar 5 Jahre, aber ich bin immer noch davon überzeugt: langfristig betrachtet ist Platin das bessere Gold :)

    @ wef
    Korrekt, das Problem hatten schon die Römer, dass die älteren Münzen (mit dem höheren Metallgehalt, da der Metallgehalt ja ständig sank, analog den Dollarmünzen) gehortet wurden und dem System entzogen wurden.



    Edel Man: den Chart kapiere ich jetzt nicht: wie wird denn der Kaufkraft-Verlust berechnet? Warenkorb? Kosten eines Hamburgers?
    Vergleich gegen Gold ist es sicher nicht.

    Die nächsten 500 Milliarden werden kreiert: http://www.zeit.de/wirtschaft/…-kreditrahmen-erweiterung


    Ich glaube, die Diskussion, ob der Goldpreis jemals wieder unter die Produktionskosten sinkt, ist eher akademischer Natur.



    @ Lexus: nach meiner Erinnerung sind Sons of Gwalia und Ashanti an ihren Hedge-books verreckt, als der Goldpreis nach der Jahrtausendwende in Fahrt kam. Die Produktionskosten waren bei Ashanti recht niedrig, das war nicht der Grund für deren Schieflage. Bei Sons of Gwalia hab ich die Produktionskosten nicht mehr im Kopf, aber da war Gold doch ohnehin nur "Nebenerwerb", das war doch vor allem Tantalproduktion, oder?

    Bei mir war es der Großvater, der mich mit seinen Erzählungen schon im zarten Alter von 8 oder 9 Jahren zum Goldbug mutierte.
    Zweimal hat er alles Papier verloren, in der Hpyerinflation der 20iger Jahre und nach dem 2. WK, allein sein Gold blieb ihm. Etwa als 10jähriger hab ich dann meine Mutter so lange bekniet, bis ich mein Sparbuch plündern durfte und mir davon den ersten 10 g-Barren kaufte, der konnte nicht wertlos werden. Den Barren hab ich heute noch ....wahrscheinlich wiegt er inzwischen keine 10 g mehr, so oft hab ich als Kind das Teil gestreichelt und betätschelt ..... da gehts mir wie Dagobert mit seinem ersten selbstverdienten Taler.


    Der Großvater liegt nun schon lange unter der Erde, aber seine Lebenserfahrung wird weiterleben und von mir an die nächsten Generationen übergeben.

    @ Henning82
    Zumindest ist es das offizielle Statement, dass das Geld in die Realwirtschaft fließen soll. Wenn die Banken keine Kredite mehr vergeben, ist das nicht im Interesse der Politik. Zum einen sollen die Banken ja verdienen, damit Vater Staat sie nicht retten muss, zum anderen braucht die Wirtschaft ausreichend Kredite und das sollte von der Theorie her das Kerngeschäft der Banken sein .... bevor sie zu Zockerbuden verkommen sind. Und wenn Du tatsächlich einen Kredit kriegst, dann garantiert nicht für 1,X Prozent.

    @ Henning82
    Die Banken können als Sicherheit Anleihen der PIGS-Staaten bei der EZB hinterlegen.
    Indirekt will die EZB - ohne direkt bei den Auktionen aktiv zu werden - so den Anleihemarkt stützen und die Zinsen der "Risikoländer" senken. Hat den Vorteil, dass man es nicht an die große Glocke hängen muss, wenn man mal schnell für eine halbe Billion faule Staatsanleihen einsammelt.


    Wunschdenken war sicher auch, dass das Geld in der Realwirtschaft zumindest teilweise ankommt und dann die Konjunktur ankurbelt. Aber ich denke, die Banken sind bei der Kreditvergabe dermaßen vorsichtig, dass dieses Ziel verfehlt wird.
    Lieber leiht man das Geld wieder der EZB für 0,25 %.

    Mit dem Tender von 500 Milliarden haben die Banken ihre toxischen Anleihen der EZB unter den Hintern geschoben. Man kalkuliert dort, besser0,75 % Minus im Jahr als Anleihen, die man irgendwann komplett abschreiben muss.


    Fragt sich nur, ob den Banken das "Cash" in Zukunft mehr nutzt als die Staatsanleihen. Es bleibt spannend :)