Beiträge von Rhein-Main-Gebiet

    Bei der "Absicherung" mit OS oder Zertis sollte man die Abmelkungssteuer nicht aus den Augen verlieren. Wenn ich beispielsweise 1 Mio mit Zertis absichere, der Kurs rauscht 30 % runter, dann hab ich bei korrektem Hebel 300 k Gewinn gemacht .... davon holt sich der Staatsgeier 100 k, dazu der Laufzeitverlust. Trotz "Absicherung" mehr als 10 % im Minus. Also höchstens ein Verlustpuffer, keine echte Absicherung.

    @ 18K
    Ich glaube, dass Du mit Deinen Thesen richtig liegst.


    Aber mal konkret: ich tummle mich als Silbersammler viel auf Antikmärkten herum und werde immer wieder gefragt, ob ich Gold kaufe - tue ich nicht.
    Dann kommt die nächste Frage: ob ich jemanden weiß, der faire Preise zahlt.
    Auch hier muß ich passen ..... ESG-Preise haben wir hier ausreichend diskutiert, kann man nicht mal näherungsweise empfehlen.
    Dann laufen da einige südländische Gestalten rum, die aufkaufen. Gerüchteweise setzen die Jungs falsche Prüfsäuren ein, haben falsche Waagen und können dann nicht mal Dreisatz rechnen (immer zu Ungunsten der Verkäufer) .... kommt also auch nicht in Frage.
    Ob die großen Scheideanstalten wie Heraeus oder AGOSI die Privatverkäufer nehmen, weiß ich nicht (habe hier widersprüchliche Infos gekriegt).


    Daher mal die Frage: wo verkaufen, wenn man faire Preise bekommen möchte???

    @ all_about_gold


    Entweder war der Link hier irgendwo auf den Goldseiten oder Handelsblatt/FTD, weiß nicht mehr genau. Jedenfalls stand da vor wenigen Tagen, dass sowohl Goldkauf als auch Goldverkauf auf Rekordniveau sei. Wenn das zutreffend ist, dann stimmt Deine These von den geringen Mengen nicht. Sonst würden auch nicht soviele "mobile" Goldankäufer derzeit herumtouren, das muss sich ja schon lohnen.


    Ich war gestern jedenfalls eher zufällig Zeuge, wie ein Händler einem Privatmensch sein Gold abkaufen wollte und ESG-Kurs bot. Worauf der potentielle Verkäufer losschimpfte und meinte, ESG seien total unseriös mit ihren Preisen und bei Heraeus würde er viel mehr kriegen.
    Ist nicht meine Baustelle, ob man bei Heraeus als Privater verkaufen kann, entzieht sich meiner Kenntnis. Fand es jedenfalls interessant. Deal kam dann auch nicht zustande :)

    all_about_gold
    Warum sollte ich böse sein? Wir diskutieren sachlich und emotionslos :)
    Angebot und Nachfrage bestimmen den Kurs, das ist eben so. Und solange viele Leute mit einem Kurs von 6 Euro und mehr unter Börse zufrieden sind, dann kann man diesen Kurs bieten.
    Wenn sich mal herumgesprochen hat, dass man bei den richtigen Adressen auch 3 Euro unter Börse bekommt (zumindest wenn die Mengen etwas größer sind), muß die ESG nachlegen oder geht pleite :)


    Bis Ende 2010 zahlten etliche Aufkäufer sogar über Börse..... die Differenz zum Händlergewinn hat der Steuerzahler draufgelegt.... aber dem wurde ja ein Riegel vorgeschoben.

    @ all_about_gold
    Ich hab noch nie bei ESG verkauft und kann daher nicht aus eigener Erfahrung berichten, sondern nur von den Infos, die ich von Dritten bekomme.
    Also mein Kenntnisstand: ESG zahlt bei Goldankauf nicht nach Punzierung, sondern schmilzt und analyisert, dann wird ausbezahlt.
    Aus den kleinen Blöcken werden dann große gegossen und die gehen für Börse minus 1 Euro zu den großen Scheideanstalten (auch dieser Preis ist eine mündliche Info, Rechnung habe ich keine gesehen)..
    Risiko aus Kursbewegungen wird gering sein, weil es täglich abgewickelt wird und sich plus und minus hier sicher ausgleichen.


    Und: nur weil es Händler gibt, die weitaus weniger zahlen, ist ein Preis noch lange nicht fair.
    Die Goldaufkäufer, die ich kenne, verdienen sich alle eine goldene Nase am Geschäft.
    Und der Umstand, dass täglich neue Läden ihr "Goldankaufs"-Schild vor die Türe hängen, spricht Bände.


    Falls etwas nicht den Tatsachen entspricht, bitte ich um Korrektur.


    So berauschend finde ich die Gewinnspanne nun nicht, wenn man auch noch Analysekosten, Scheidekosten und ggf. Schmelzverluste - von den Gemeinkosten mal ganz abgesehen - anrechnen muss. Da sind die 12 % nicht wirklich üppig.


    Nach meinem Kenntnisstand wird bei ESG nach Analyse bezahlt. Also Schmelzverluste fallen weg. Scheidkosten fallen auch weg, da Börse minus 1 Euro für die Blöcke gilt.
    OK, Analysekosten bleiben, Spektrometer kostet 50 k und spuckt über 5 Jahre täglich 500 Analysen aus..... Kleckerbeträge.

    Verarscht wird man beim Goldverkauf doch überall. Heute früh Börse um 43 Euro/g, ESG zahlt 37. Wenn die ESG dann an Heraeus oder AGOSI verkauft, bekommen sie etwa 1 Euro unter Börse (hat mir ein Profi erzählt, der mehrere Goldankaufstellen betreibt). Nette Gewinnspanne.
    Wobei: ESG zahlt noch ganz gut, die meisten Konkurrenten liegen im Aufkaufspreis noch darunter.

    Oft geht so eine Geschichte ohne Bewertung aus. Käufer will abholen (und vielleicht noch Prüfsäure mitbringen), Verkäufer weist darauf hin, dass Abholung nicht möglich ist ........... werde aber auch mal den Account im Auge behalten, vielleicht gibts noch mehr billiges Gold :)

    Niemand weiß, was passiert, wenn Griechenland zahlungsunfähig wird.
    Selbst die Bundesregierung weiß es nicht ..... spielt Sandkastenspiele im Hinterzimmer und überlegt, wie die möglichen Kettenreaktionen aussehen ....wieviele Banken pleite gehen, welche man unbedingt retten sollte.... (wenn man es überhaupt kann).
    Bin selber kein Banker, habe aber in letzter Zeit mit mehreren Bankern diskutiert. Dort wird teilweise die Auffassung vertreten, dass die Finanzinstitute so eng miteinander verflochten sind, dass ein Dominoeffekt unauweichlich ist.
    Ob da eine große Erholung der Märkte kommt .... habe ich meine Zweifel, ich würde derzeit keine Bank oder Versicherungsaktie mit der Beißzange anfassen, egal wie hoch die versprochene Dividende ist.


    Interessant ist die "Spontansteuer" für alle griechischen Immobilienbesitzer vom WE. Wer im Grundbuch steht, wird abgezockt...... wer einigermaßen Weitblick hat, kann sich denken, was die nächste rot-rote Bundesregierung in einer der ersten Amtshandlungen beschließt.
    Alternativen zu Edelmetallen???? Ich sehe keine.

    Im Moment gibt die Politik eher klare Signale als COT, IMHO.
    Wenn die griechischen Rettungspakete über den Jordan gehen, dann braucht man weder COT noch eine Kristallkugel, um die Richtung der Edelmetalle vorherzusagen.
    Ich hänge mit meiner Fundamentalanalyse (Abbaukosten, Industrieverbrauch etc.) genauso in der Luft, irgendwie kann man das derzeit alles an den Nagel hängen.

    Simbabwe macht den Anfang, Implats wirds nicht freuen.
    http://www.goldseiten.de/conte…artikel.php?storyid=17237
    Die südafrikanischen Gewerkschaften haben die Minen-Verstaatlichung in SA schon öfters ins Gespräch gebracht.
    Herrn Zuma halte ich für willig und fähig, sich mit diesem Thema näher zu beschäftigen. Wer glaubt, dass er mit heißem Duschen eine HIV-Infektion verhindern kann, kommt noch auf bessere Ideen.
    Schaut Euch mal langfristige Charts von AU/Pt an, es gab nicht oft die Chance, Pt billiger als Au zu erwerben (zumindest in den letzten Jahrzehnten).


    @ Gradient Ja, die Märchensteuer ist der große Nachteil an Pt.
    Ein Tausch spot gegen spot wird daher kaum realisierbar sein. Gold verkaufen und versuchen, Pt nahe am Spot zu kriegen. Es gibt immer wieder Gelegenheiten, z.B. bei "Haushaltsauflösern", welche Gold/Silber recht leicht verkaufen können, aber mit dem Absatz von Pt öfters Schwierigkeiten haben. Bevors die Scheideanstalt kauft, bin ich dann dankbarer Abnehmer (ohne Märchensteuer, versteht sich :-))

    Die Antwort ist korrekt. Hintergrund dafür ist, dass Diebesgut durch den Schmelzvorgang "unidentifizierbar" gemacht werden kann. Bei den Scheideanstalten will man keinen Ärger.
    Das gilt aber nicht für Gewerbliche, die dürfen so was. Etliche Goldankäufer machen das auch so, schmelzen ihre eigenen Barren und machen eine eigene spektroskopische Analyse. Einfach als Absicherung, damit man weiß, ob die Scheideanstalt auch korrekt vergütet. Beim Silber dürfte sich der Aufwand nicht lohnen.

    Hier habe ich auf die Schnelle einen Chart Platin/Gold entdeckt: http://www.ross-trading.de/tra…n-silber-edelmetalle.html


    Also Absturz des Pt in 2008 und von diesem Sturz hat es sich bislang nicht erholt.


    Ich kann mich noch gut an Diskussionen aus den 90iger-Jahren erinnern, als bei einem Unzenpreis von 5 Dollar viele dem Silber einen massiven Absturz vorhersagten, weil die Digitalfotographie in den Startlöchern stand und man befürchtete, die Nachfrage würde mit dem Ende der "normalen" Fotographie um 30 % einbrechen.
    So ähnlich sehe ich die Diskussionen um den Einbruch von Pt mit Aufkommen der Elektroautos.
    Bin kein Techniker, aber ich denke, die Brennstoffzellen-Technologie ist wesentlich aussichtsreicher als "bloßer" Batterieantrieb und dafür wird Pt benötigt. Und wenn man in wikipedia liest, gibts noch wesentlich mehr Anwendungsgebiete mit großen Zukunftsperspektiven.
    Sollte wider Erwarten doch die Nachfrage und damit der Preis kurzfristig sinken, so wird auch das Angebot rasch sinken.
    Aus meiner Sicht wird das Pt-Au-Verhältnis nicht lange bei 1:1 bleiben.
    Maximales Risiko: 0,8:1 Gewinnchance: 1:2 (oder mehr)
    Einziger Nachteil: ggf. braucht man Geduld, nichts für den schnellen Trader.


    Zumindest zur Diversifizierung eines Edelmetall-Depots aus meiner Sicht unverzichtbar.

    Aus meiner Sicht derzeit von allen Metallen mit Abstand das beste Chance-Risiko-Verhältnis und das aus (mindestens) 4 Gründen:
    Produktionskosten von allen Metallen in der größten Nähe zum spot; viel Luft nach unten gibts da nicht mehr
    SA beliefert 60 %, dort gibts jetzt schon Diskussionen wegen Minenverstaatlichung. Wenn das passiert, könnt Ihr an den PT-Preis eine Null ranhängen
    Stark steigende Förderkosten in SA, Umweltschutz, Gewerkschaften, Energieknappheit, das alles kostet richtig Geld.
    Pt wird wie Silber verbraucht und ist nur partiell substituierbar (teilweise durch Pd, welches aber auch schon stark gestiegen ist).


    Dank zweier Forumsmitglieder konnte ich in den letzten Monaten meinen Platin-Bestand kräftig aufstocken und werde dies noch ausbauen.

    Die Preise für kleine Brillianten im Großhandel sind niedrig, mir hat ein Händer erzählt, er kriegt von den Aufkläufern für einen guten 0,1-Karäter um die 4 Euro.
    Wenn Du beim Juvellier einen verlorenen Stein dieser Größe ersetzen läßt, kostet es Dich einen Hunderter.
    Es lohnt sich also kaum, Brilliantschmuck den üblichen "Aufkäufern" zu überlassen. Besser über die Bucht mit hohem Startpreis einen privaten Käufer finden. Wenn man mehr hat, kann man auch z.B. bei Henry`s versuchen, eine bessere Provision herauszuhandeln. Die dort erzielten Auktionspreise sind teilweise überraschend hoch, aber 20 % Provision vom Käufer und vom Verkäufer erscheinen mir als modernes Raubrittertum und sind dann keine echte Alternative zur Bucht.