Beiträge von Rhein-Main-Gebiet

    @ Tilo:
    der Magnet hat 3 cm Durchmesser, Dicke 5 mm, Zugkraft 50 kg. Also etwa die Größe des Krügerrands.
    Bei Dir hat das mit einem Taschenlampenmagneten geklappt??? Hmm, der dürfte aber im Vergleich zu den N45ern eine deutlich geringere Magnetkraft haben, wundert mich echt, dass Du da eine Anzeige von 20 mg hattest.


    Das mit der Abstandsverkleinerung hatte ich auch versucht, Krüger an einen Holzstab geklebt und dann versucht, händisch möglichst nahe an den Magneten zu kommen .... erst bei Berührung tat sich was bei der Waage ;( .

    Wie angekündigt, habe ich in der Bucht so einen Supermagneten bestellt und mal experimentiert, ob ein echter Krüger auf Magnetismus reagiert.
    Versuchsaufbau war eine Waage mit Anzeige auf 0,01 g genau, ein Papp-Abstandshalter von 20 cm, darauf ein N45-Magnet, der in der Bucht mit Anziehungskraft 50 kg ausgelobt wurde, darüber in wenigen mm Abstand eine Plastikbox, darauf dann einen Krüger gelegt .... keinerlei Reaktion der Waage, klassischer experimenteller Fehlschlag.


    Werde nun einen 400 kg-Magnet und eine Waage mit 1 mg-Anzeige anschaffen und das Ganze wiederholen ..... in der Hoffnung, dass mich der Magnet nicht an die Garagentür nagelt ..... berichte dann irgendwann....

    Na ja, auch ich vermute, dass diese falschen Krügers mit festen wirtschaftlichen Interessen lanciert wurden. Dennoch ist meine experimentelle Neugier geweckt: So ein Supermagnet kostet in der Bucht um die 30 Euronen, Waagen gibts genug im Haus, also einen Versuch wert.
    Frage ist nur, ob eine "normale" Analysenwaage durch so einen Supermagneten in ein paar cm Abstand nicht massiv gestört wird, irgendwelche Eisenteile lagern sicherlich auch in den Waagen-Gedärmen? Muss man die Waage vom Magnetfeld irgendwie abschirmen?
    Hat das schon mal jemand probiert?
    Wenn nein, werde ich berichten, sobald ich entsprechende Erkentnisse gewonnen habe.

    Manchmal gibt es doch noch gute Beiträge im Handelsblatt, der hier ist m.E. sehr lesenswert:
    http://www.handelsblatt.com/fi…fata-morgana/8446814.html


    Auszug:
    Warum kann sich Gold im aktuellen Umfeld nicht behaupten?


    Felix Zulauf: Sie haben es anfangs anhand der an die Inflationsrate gekoppelten US-Bonds angesprochen. Die Inflationsraten sind tief und werden weiter fallen, die Realzinsen steigen und die Konjunktur wird schwächer werden. Es hat sich deflationärer Druck aufgebaut. Dagegen ist auch der Goldpreis nicht immun. Gold ist ein guter Schutz vor Inflation und gegen Systemrisiken. Letztere nehmen jetzt wieder deutlich zu. Gold wird dann wieder steigen, wenn die Politik und die Zentralbanken auf all die Probleme reagieren, die wir diskutiert haben. Die Reaktion wird kommen.

    Das ist doch bezeichnend für die derzeitige Stimmung, obwohl die relevanten Zahlen erst um 14 30 kommen, gehts seit dem letzten Handelsschluss in NY gleich mal wieder über 2 % runter .... vorauseilender Gehorsam.


    Ich schätze mal, egal wie die Zahlen ausfallen, es gibt immer Argumente für den anschließenden Wasserfall:
    Wenig Arbeitslose: Wirtschaft zieht an, Zinsen steigen = Gift für Silber ;(
    Viele Arbeitslose: Wirtschaft zieht nicht an, Metallverbrauch sinkt, Gift für Silber ;(

    @ Edel Man
    Dieselben Gedanken sind mir beim Durchblättern der Statistik auch durch den Kopf gegangen ... ok, die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, dies als Versuch einer Rechtfertigung.
    Herr Stock ist eine Fehlbesetzung, das hat er letzte Woche unwiderlegbar bewiesen.
    In 2009/2010 war das Handelsblatt absolut lesenswert und informierte nach meiner Auffassung sowohl kritisch als auch informativ über die Finanzkrise und ihre Folgen. Warum das Niveau innerhalb weniger Jahre so den Bach runter ging???
    Musste dennoch lachen, dass gerade mein Investitionsschwerpunkt auf dem letzten Platz landete und wollte das Forum am Schmerz teilhaben lassen ;) .... und: wer zuletzt lacht, lacht am besten, mal schauen, ob dann das HB auch den Mut hat, Silber als den Gewinner des Jahres 2014 oder 2015 zu präsentieren.


    @ WEF, Knallsilber
    Hmm, ich glaube nicht ein eine akute Knappheit. Man darf einen Denkfehler nicht machen: was beim Silber in Barren, Münzen, Schmuck, Tafelsilber etc. abfließt, ist nicht weg: es wird nicht in irgendwelchen Lagerhallen aufbewahrt, aber es ist physisch vorhanden und kann bei entsprechend attraktiven Preisen in den Markt zurück kehren (also doch klassisches Modell von Angebot und Nachfrage, sorry, ich glaube immer noch daran).
    Das was in der Industrie tatsächlich verbraucht wird, also auch nicht durch Recyceling zurückgewonnen werden kann, sollte deutlich unter der Jahresproduktion liegen.
    http://www.silverinstitute.org…pply-demand/silver-demand
    Für mich liegt die Motivation der Silberinvestition darin, dass Silber nach 4 Jahrtausenden Geldfunktion in wenigen Jahrzehnten demonetarisiert wurde und dieser Prozess m.E. irgendwann eine Umkehr erfährt..... und ich glaube, das dauert nicht mehr so lange (auch wenn ich mit zeitlichen Prognosen vorsichtiger geworden bin).

    http://www.handelsblatt.com/fi…hlussverkauf/8352022.html


    Zuletzt ist die Nachfrage nach Silber deutlich gestiegen. Während der Handel mit Silber bei Pro Aurum früher einen Anteil von rund 20 Prozent ausmachte, sind es mittlerweile bis zu 30 Prozent. Am Tag verkauft die Unternehmensgruppe bis zu 2,5 Tonnen physisches Silber. Grund sind nicht nur die aktuell vergleichsweise niedrigen Einstiegspreise. Auch die Aussicht auf die höhere Mehrwertsteuer bewegte zuletzt viele zum Kauf. Die Kunden kaufen lieber jetzt mehr Silber, als in einigen Monaten mehr Steuern zu bezahlen. Ein Silbermünzen-Schlussverkauf ist also durchaus wahrscheinlich.

    @Klaus_H
    Exakt formuliert. Man hat es an den Goldminen gesehen, der Randverfall nach der Jahrtausendwende brachte nur kurzzeitig Euphorie bei den südafrikanischen Produzenten. Die Gewerkschaften holen die aufgrund der gesunkenen Kaufkraft fehlenden Rands bei den nächsten Tarifverhandlungen wieder rein. Und dann ist der Vorteil der schwachen Währung dahin.
    Langfristig kann der Platinbergbau in SA nur mit einem höheren Platinpreis leben. Und da die Welt das Pt aus SA braucht, wird der kommen. Allerspätestens wenn in Europa die PKW/LKW-Nachfrage anzieht. Und auch das wird irgendwann passieren.

    An alle Jammerer und Zitterer:
    Zu Zeiten des Neuen Markts gabs mal in irgendeinem Forum einen Verzweifelten, der meinte, N-TV nicht mehr anschauen zu können, weil das Laufband mit den ständig sinkenden Kursanzeigen ihn krank mache. Super Tipp eines Leidensgenossen: er habe mit Hansaplast einfach den oberen Rand seines Fernsehers abgeklebt, jetzt sehe er die Kurse nicht mehr .... schon gehts ihm besser.


    Also, alle Verzweifelten sollten einen ähnlichen Rat von Kostolany beherzigen und ne große Packung Schlaftabletten kaufen. Jeden Tag morgens, mittags, abends 3 Stück, an Weihnachten wieder aufwachen, ins Forum reinschauen .... und sämtliche Depressionen sind dahin.

    Ich denke schon, dass die Produktionskosten eine wesentliche Rolle für die Preisfindung spielen.
    Und wenn es nur psychologisch ist .... wenn größere Minen dicht genacht werden, steigt der Preis, das konnte man bei Industrie- und Edelmetallen in der Vergangenheit immer wieder beobachten.


    Wenn wie bei Gold der geförderte Anteil nur marginal im Vergleich zur verfügbaren Menge ist, spielen die Produktionskosten für den physischen Teil natürlich keine große Rolle. Bei Silber sollte dies schon anders sein.
    Was m.E. hier auch interessant wird, dass Produktionskürzungen bei Pb, Zn, Cu etc. auch die verfügbaren Ag-Mengen reduzieren werden, weil ja über 2/3 des gewonnen Silbers "Beifang" ist.


    Zu den angeblich so niedrigen Kosten bei reinen Silberproduzenten passen die kollabierenden Aktienkurse herzlich wenig. Wie immer sollte man hier unterscheiden zwischen "cash costs", die vielleicht wirklich noch deutlich unter dem derzeitigen spot liegen und den "all in"-Kosten, die sicherlich bei den meisten Produzenten über 15 $ und bei einigen auch über 20 $/Unze liegen.
    Von daher meine persönliche Meinung: unter 15 gehts nimmer (ok, ich hab auch gesagt, es geht nicht unter 21 ...... errare humanum est 8) ).

    So ein Ausverkauf hat auch was Gutes. Dieses ständige Abbröckeln der Kurse war doch nur nervend. Jetzt mal ganz schnell runter ....20...18...15.... die finale Übertreibung eben.
    Schaut Euch den Ausverkauf 2008 an.
    Für mich wäre es ein sicheres Signal, dass der Boden erreicht ist, wenn man physisch nichts mehr zu den Papierpreisen bekommt. Könnte bald so weit sein.

    Für den Rückgang der EM - Preise sowie die weiterhin hohen Aktienkurse gibt es - auch im Hinblick auf sinkende US Unternehmensgewinne - überhaupt keine mir schlüssige rationale Begründung.


    M.E. ist das ganze Metalldesaster auf einen ganz einfache, Jahrhunderte alte Börsenregel zurückzuführen: the trend is your friend.
    Der Trend wird so lange Bestand haben, bis er irrational ist. Dann gibts die Bodenbildung und danach etabliert sich der Trend in die Gegenrichtung. Hier im Forum werden wieder fleißig Fanfaren gespielt und alle sind happy ..... bis zum nächsten Top und anschließendem Abwärtstrend, wo der Jammersräd wieder täglich gepflegt wird .......

    Kroesus hatte wohl hellseherische Fähigkeiten:


    wer soll denn das ganze Platin kaufen das aus den Alt-Katalysatoren auf den Markt kommt?


    erst das Wiederanspringen des Dieselmotorenabsatzes oder eine neue Erfindung die Platin benötigt könnte eine Trendwende einleiten denke ich


    oder die Anleger entdecken Platin neu, das wäre auch eine Möglichkeit


    http://www.goldseiten.de/artik…1.730--Marke-knacken.html
    Grund für diese Annahme ist vor allem der im April neu eingeführte NewPlat ETF von Absa Capital, der allein im ersten Monat 368.000 Unzen Platin erwarb und damit einen Anstieg der weltweiten Platin-ETF-Bestände um ganze 25% bewirkt habe. Mit 35% Zuwachs im bisherigen Verlauf dieses Jahres haben diese nun einen neuen Höchstwert erreicht. Bei keinem anderen Edelmetall-ETF sei jemals ein derartiger Zufluss binnen so kurzer Zeit erfolgt, so Franklin und Baker.