Beiträge von GermanLong

    Na,


    wenn man nicht fundamental (oder fundamentalistisch) bedingt Goldbug wäre, also bei "neutraler Betrachtung", würde man zu den kleinen Hopsern der letzten Tage vielleicht auch sagen:


    - Sell the "good news" (Nordkorea) -> perverse Scheiße es so zu nennen, aber Ihr wisst was ich meine
    - Die Hopser sind nur die Zuckungen der Milchmädchen wegen Kim; die Situation ist längst eingepreist
    - Krieg ist nie gut fürs Gold (schrieb schon der Siegel früher immer)
    - entscheidende Chartmarken wurden dadurch jetzt nicht genommen, bzw. könnten kurzfristige Fakes sein
    - Wo müsste der HUI stehen, wenn da jetzt ernsthaft was beim POG losginge -> jedenfalls über 200
    - der 2011er Abwärtstrend in USD ist noch nicht überzeugend gebrochen, und am oberen Widerstand des Trends kauft man bestimmt nicht
    usw.


    Gruß, GL

    Bei allen Lichtblicken derzeit... ich will mal reinwerfen, dass man auch für bärische Perspektiven weiterhin sein Futter finden kann... auch wenn dieses Beispiel (wenige Tage alt) sicherlich kein Musterbeispiel für wegweisende TA der Gesamtsituation sein soll und kann. Mehr eines von vielen Gedankenspielen, dessen Wahrscheinlichkeit man separat auf anderem Weg einschätzen müsste und sollte.


    Gruß, GL



    Gruß, GL

    Bei aller geistigen Blockade, die hier eine Rolle gespielt haben mag:
    richtig ist immerhin, dass der Verkäufer solchen Kram in der Rubrik
    Münzen>Münzen Deutschland ab 1945>BRD Euro-Währung>10-Euro-Gedenkmünzen
    eingestellt hat, was nach den eisernen *BAY-Grundsätzen STRENGSTENS VERBOTEN ist. Und eine Gemeinheit sowieso.


    Aber es gibt ja auch Gemeinheiten über die man lacht, zum Beispiel wo der Kasperl und der Seppel auf die Kiste mit Sand draufschreiben: VORSICHT GOLD! um den Räuber Hotzenplotz hereinzulegen und sein Versteck zu finden.


    Scheint mir als käme es bei den Gemeinheiten drauf an, ob es die Guten oder die Bösen machen.


    @immo2017, Dir wünsch ich in Zukunft bei solchen Sachen mehr geistige Wachheit. Ohne die geht sowieso nix. Sonst findet das Leben irgendwann gemein, und dabei liegt es an einem selber. Alles Gute!


    Gruß, GL

    Biete mal was Anderes:
    Edwards & Magee, Technische Analyse von Aktientrends, Deutsche vollständige Übersetzung der 5. US-Auflage, Hoppenstedt-Verlag. Hardcover mit Schutzumschlag. Guter bis sehr guter Zustand, nicht vergilbt, Bindung und Seiten wirken wie neu. Kosmetisch etwas angegriffener Schutzumschlag, an manchen Ecken leicht angestoßener Einband. Fast ungelesener Zustand, besser geht bei dem Alter kaum.


    Würde dafür gern haben:
    ca. 3 g gängiges kleines Handelsgold in gutem Zustand, am allerliebsten 2 x 2 mex. Pesos.


    Gruß, GL


    PS hoffe das ist hier o.k.

    Ich finde die augenblickliche Situation hoch interessant.


    Wie oben geschrieben, mir scheint, nix ist entschieden.


    Und dann haben wir stark divergierende Erwartungen unter Foristen, was als nächstes passiert. So z.B.:



    Meiner Meinung nach eher auf lange Sicht ein sehr guter Zeitpunkt short zu gehen.
    Die Euphorie ist mir ein Rätsel. Genau wie vor 2011.

    aber dazu

    Na dann viel Spaß beim Shorten - jeder kann und darf machen, was er für richtig hält

    oder:


    Charttechnisch bilden wir eine starke Basis aus (Bodenbildung). Also eigentlich kein Grund auszusteigen ?

    Ich denke, dass es jetzt aber doch recht zügig gehen kann [mit dem Ausbruch einer größeren Krise].

    und

    Falls der Kollaps der Standardaktien wirklich mal erfolgt, dürften die Edelmetalle deutlich ansteigen


    Die Zitate sind nur beispielhaft, Keiner ist hier "persönlich" gemeint. Man blättere mal die Threads die letzten zwei Wochen durch.


    Wir haben also stark divergierende Erwartungen, ein Konsens ist eher nicht in Sicht. Zugleich die starke Erwartung einer baldigen, richtungsweisenden Bewegung beim Goldpreis.


    Ich frage mich:


    Wenn ich diese Psychologie für den Goldmarkt mal generalisiere, ist das vielleicht die Voraussetzung für erstmal starke Schwankungen, oder gar false moves (Fehlausbrüche)?


    Da werden ja Viele einsteigen, wenn es nur einen Ticken in die Richtung geht, die sie erwarten. Um nichts zu verpassen. Was die Bewegung verstärkt.


    Bis die Gegenbewegung kommt und die andere Seite zum Einsteigen bewegt, die ebenso übertreibt.


    So lange heftig hin und her, bis alle total verwirrt sind und erstmal wieder rausgehen, weil es Allen Verluste gemacht hat bzw. sie ihre Sicherheit bzgl. der Erwartungen wieder in Frage stellen?


    Wenn ich die Altmeister richtig verstanden habe, soll es genau so sein: wenn die längerfristig richtungsweisende Bewegung tatsächlich losgeht, sind Viele nicht an Bord. Sonst wäre es ja einfach.


    So weit alles in Ordnung. Jetzt müsste man nur noch wissen, wohin die nächste Reise geht...


    Immerhin: die langjährigen Qualitätstitel unter den Goldminen sehen gut aus, und die sind oft vorgelaufen. So z.B. könnte FNV.TO unter großen Schwankungen seit 2016 ein Dreieck ausbilden, und RGLD versucht sich gerade an der Überwindung seines 2016er Top (worauf es sein ATH bei Fortsetzung des sauberen Trendkanals testen würde).


    Gruß,
    GL


    Falls der Kollaps der Standardaktien wirklich mal erfolgt, dürften die Edelmetalle deutlich ansteigen


    Hab mir das mal angeschaut, denn ein Einbruch des allg. Aktienmarktes wurde auch gelegentlich als Erklärung für einen Goldpreisrückgang angeführt: "Gewinnpositionen müssen aufgelöst werden, um Verluste aufzufangen" oder so...


    Man müsste halt auch klären, welchen Zeithorizont Du meinst, wenn Du von "deutlich ansteigen" der EM-Preise sprichst - wieviel später nach dem Aktien-Top beginnend, und von welcher Dauer bzw. Nachhaltigkeit?


    Die Empirie sieht gemischt aus, was das Verhalten des Goldpreises angeht, wenn die US-Aktien einen Sinkflug beginnen. Dicke Linien sind bei den rückblickend markantesten Aktien-Tops der letzten 2 Jahrzehnte gemalt.


    Vom 2000er Top fiel der Goldpreis noch ein gutes Jahr lang, fast bis auf das davor liegende markante Tief, bevor der bekannte Bulle begann.


    Vom 2007er Top stieg der Goldpreis noch ca. 1/2 Jahr kräftig an. Da war der charttechnische Ausbruch aus dem Abwärtstrend/Dreieck beim Goldpreis aber schon Monate vorher erfolgt, Anfang 2007 (Derartiges ist heute nicht der Fall). Im weiteren Verlauf fiel der Goldpreis dann wieder für ca. ein 3/4 Jahr, und vollzog den sturzartigen Fall des Aktienmarktes bis zu seinem ersten Tief zeitlich gesehen quasi komplett mit (fast -30 % in der Spitze).



    Gruß,
    GL

    Jim Rickards geht in seinem neuen Buch von 2018 aus, jedoch soll die Krise bereits 2017 beginnen. In einem kürzlichen Interview nannte er Ende September und Oktober 2017 als den "Startschuss". Es soll ein Ereignis geben, dass den USD als Leitwährung in Frage stellt, bzw. dieser diese Funktion als Leitwährung verlieren wird.

    Ja, und für 2015 hatte er das auch schon prognostiziert...


    Jim Rickards : CIA Insider Warns Collapse Will Strike US in 2015
    Jim Rickards Currency Wars : Probable QE4 To Flip Gold In 2015
    Jim Rickards predicts $4,000 Gold Price 2015


    Also, um keinen Zweifel zu lassen, "bin auch ich drin". Nur ist eben der 2011er-Abwärtstrend im Goldpreis weder auf USD- noch auf EUR-Basis bisher gebrochen, und grad sieht es sehr unentschieden aus, wenn auch nicht entmutigend. Beim Euro steht der Goldpreis unten im Trendkanal = sieht billig aus, beim Dollar oben an einer möglichen Trendlinie = Rücksetzer zu erwarten (oder Durchbruch).


    In dem Zusammenhang dickes Danke an Diejenigen, die im Charttechnik-Faden so zäh den Kaffeesatz lesen... und viel eingehender als mit solch simplen Trendlinien Indikatoren, Muster, Intermarkt-Zusammenhänge, Ratios und sonstwas dauerhaft analysieren! [smilie_blume]


    Gruß, GL


    Biete:


    10 St. 1/10 Oz. Känguruh 2007, je 150 € (RESERVIERT)
    Seltenster 1/10-Jahrgang. Noch am Stück eingeschweißt in die original-Rollenfolie, daher am liebsten zusammen.


    mehrere 1 Oz. Panda 2008 in Original-Folie, je 1255 € (Mittelpreis beste Händler)


    1 St. 1/10 Oz. Lunar II 2010 Tiger, 155 € (vgl. Händler-Ankauf)
    In ungeöffneter Kapsel.


    jew. zzgl. gew. Versand. Fotos auf Anfrage gern.


    Herzlichen Gruß,
    GL

    @Edel Man


    Alle Anlageklassen haben gute und schlechte Zeiten, wenn überhaupt, sind Langzeitvergleiche aussagefähiger, wie zB in den Chats von nicco und auch hier früher gezeigt...
    ...
    Daß sich Goldaktien nicht unbedingt als Daueranlage bei hoher Marktvola eignen, ist eine Sache, die zu Trades Anlaß gibt.

    Ja, das ist genau der Punkt. Daher gehören die "Gold-explodiert-gleich"-Dauertrommler geprüft und ggf. aussortiert. Nicht mehr und nicht weniger meinte ich mit meinem Ausgangspost.



    Was die "guten und schlechten Zeiten der Anlageklassen" angeht, hat M.A. 2011 nachweislich und konsistent die bis heute gültigen Trends angesagt, als es - bei den Goldfans zumindest - Niemand glauben wollte: Anstieg bei Standardaktien, Abwärtstrend bei Gold und Minen. Zugegeben, man muss ihm stetig folgen und verdammt gut auf die Hinweise in seinen Artikeln aufpassen, sonst versteht man einzelne Artikel u.U. falsch.


    Seiner Ansage zu folgen, das wäre eben der sinnvolle Trade gewesen: damals von Gold bzw. Minen in Standardaktien switchen.


    Diese mittelfristigen Trends - Gold und Minen im Abwärts, Standardaktien im Aufwärts - haben bis heute Bestand, wenn man es im mehrjährigen Zeithorizont aufs Wesentliche reduziert. Siehe im Chartfaden z.B. die neueren Beiträge von @Dionicar zum EM-Bereich.


    Die Bedeutung des Anstiegs der Minen in 2016 wird im angehängten Bild deutlich. Da ist völlig unklar, ob es eine Trendumkehr eingeläutet hat. Bislang könnte es eine Countertrend-Rallye im größeren Abwärtstrend sein, aka Bullenfalle. (Mit möglicherweise schon jetzt erkennbaren Hinweisen auf mögliche Zukünfte beschäftigen sich ja Leute wie @woernie oder @nicco in den Chartfäden.)




    Aufgrund Herrn A.´s Track-Records bei den "relativ großen" Trends ist er für mich nach wie vor einer der Wenigen aus der Schreibergilde, die ich überhaupt noch zur Kenntnis nehme.


    Er bezeichnete sich selber konsistenterweise als "Gold-Langfristbullen, der mittelfristig bärisch ist". Daran hat er auch nie einen Zweifel gelassen, so wie ich ihn verstanden habe. Das mag so Manchen verwirren, der die Welt lieber "schwarz oder weiß" sieht.


    Die "bis zu 5000$ Gold" scheinen für ihn nach wie vor eine gültige Aussage zu sein, aber bei Nachfragen stellt er das Preisziel als weniger relevant dar. Relevanter ist seine Angabe korrelierender Ereignisse - sinngemäß und aus dem Kopf: "die ernsthafte Goldrallye wird erst dann beginnen, wenn das Vertrauen in den Staat endet, nämlich wenn die erste Auktion von (US-)Staatsschuldpapieren scheitert. Derzeit wollen noch Alle glauben, dass es gutgeht. Das wird sich zuerst ändern müssen."


    Zum DJIA schreibt er aktuell:
    "There are two separate objectives – TIME and PRICE. With regards to PRICE, our three targets given back in 2011 were 18500, 23000, and 40,000. The minimum TIME objective was 2016/2017. Our next target in TIME becomes 2020 followed by 2022. This appears to be setting up for a major vertical move. This is why we will be reviewing how to trade a vertical market."
    Das jedoch ist KEINE platte Anlageempfehlung von ihm. Denn hier darf man insbesondere nicht vergessen, dass er einen vorherigen heftigen Einbruch weiter für eine wahrscheinliche Möglichkeit hält. Dies wiederum nur dann, wenn nicht der mögliche Zeitrahmen dafür zu Ende geht, bevor es eintritt. (Das steht in diesem Artikel nicht drin, ergibt sich aber wenn man ihn laufend querliest.)


    Gruß, GL

    @Edel Man
    2 x 3 macht 4
    Widdewiddewitt und Drei macht Neune !!
    Ich mach' mir die Welt
    Widdewidde wie sie mir gefällt ....


    Du hast natürlich wieder mal vollkommen recht.


    Falls jemanden eventuell doch die Wirklichkeit interessieren sollte: der "stürmische Anstieg des Goldpreises und insbesondere der Minen" im Vergleich zu den US-Aktien im Jahr 2017 hier mal im Bild.



    Und tschüss [smilie_happy]
    GL

    Für Systempresse kein schlechter Artikel
    http://www.focus.de/finanzen/e…krise-aus_id_6799862.html

    Na, da darf der gute Jim Rickards Werbung für sein neues Buch im Focus machen. Gold-Permabulle und Finanzmarkt-Perma-Chrashwarner:


    Jim Rickards : CIA Insider Warns Collapse Will Strike US in 2015
    Jim Rickards Currency Wars : Probable QE4 To Flip Gold In 2015
    Jim Rickards predicts $4,000 Gold Price 2015


    Wer so oft daneben lag, ist raus. Aktuell wäre er an dieser Vorhersage zu messen:


    James Rickards WARNING: Global Economic Collapse Will Be on October 15th, 2017!


    In Wahrheit verkauft er sein Geschrei einfach gut. Alle Links in seinem Blog führen zu einer Firma, die Gold verkauft oder weiß-ich-was.


    ******************************
    Quizfrage: Wer hat in 2009 US-Aktien empfohlen, da US-Aktien mindestens bis 2015 im Rallye-Modus sein würde? Und Ende 2011 gewarnt, dass Gold maximal bis auf 875 USD fallen könnte?


    Wäre in Kombination die klügste Sache gewesen:



    Ach so, dieser Jemand wäre derzeit an folgenden Vorhersagen zu messen:
    - nach evtl. heftiger Bärenfalle (2017 o. spätestens 2018) weiter starker und längerer Anstieg der US-Aktienmärkte.
    - der Euro-Anstieg gegen den USD sollte ungefähr dort enden, wo wir aktuell stehen. Dann Trendumkehr.
    - Gold könnte noch sein Tief in USD erst noch hinlegen (spätestens 2018).

    Externe Artikel und Einschätzungen sind Marktinformationen

    in der Regel stark selektierte Einzelinformationen, oft in Mischung mit mehr oder weniger offensichtlich untergebrachter Meinung, jedenfalls meist auf Meinung basierend Bewertungen und Schlußfolgerungen vornehmend, und dienen in der Regel dazu eine bestehende Meinung weiter zu untermauern. Konträr zur Meinung stehende Informationen werden in der Regel ignoriert.
    Daher sind die Artikel zu 99,9% überflüssig.
    Es sei denn man hat es nötig seine eigene Meinung zu stützen, indem man am laufenden Band Artikel auf Artikel hinweist, die es eh genauso sehen wollen wie man selber.

    JS hat NICHT ein Goldziel 50 000 $ angesagt, sondern gute Gründe dafür behauptet. Früher ging er ins Detail mit Bezug auf die Geldbasis

    Die Marke kam nicht aus der Geldbasis. Auf die Weise hat gutso Recht:

    ... wobei ich Gold 50000 US$ aber in den Elliotter Bereich stellen würde. :D

    Die 50.000 kamen aus der Einschätzung, dass eines Tages der Markt die externen Schulden der USA rechnerisch durch die (offiziellen) Goldbestände gedeckt behandeln würde.
    Also aus der Annahme, dass sich eine grundlegende perspektivische Verschiebung in der Bewertung von Fiat vs. Gold vollziehen werde.


    Ganz klar ist JS übrigens zum Thema "this time it´s different" - weil er explizit nicht von einem kurzfristigen Spike ausgeht, wie 1980, sondern eine dauerhafte Verschiebung des Preisniveaus erwartet.


    Bei dieser Perspektivverschiebung werde den Fiatwährungen dann keineswegs komplett und dauerhaft das Vertrauen entzogen, sondern sie würden weiter existieren und als Zahlungsmittel durchgehend erhalten bleiben. Da weiter gehende Verschuldung dann vom Markt "bestraft" werde, was wiederum Vorhersehbarkeit und damit Stabilität herstelle, finde Vertrauen als psychologische Voraussetzung damit wieder eine reale Grundlage.


    Im Grunde beschreibt er ein mögliches Ende der "Finanzmagie", die auf rein psychologisch begründetes Vertrauen angewiesen ist. Neu wäre vor Allem, dass der Unterschied zwischen Geld und Schulden wieder in den Blick käme.


    QED, das können wir nur abwarten.


    Spannend ist die Frage, wie das mit der Analyse und Vorhersage von M.A. und seinem Computer in Einklang zu bringen ist - bzw. wie die Differenz um den Faktor 10 zu erklären ist. M.A. sieht ja 5000 USD POG schon als ziemlich ambitioniert an, wenn auch nicht ganz unmöglich.


    Die Frage wäre, ob die Analyse der Kapitalflüsse nach M.A. zu beschränkt ist, um grundlegende Perspektivwechsel a la JS auf der Rechnung zu haben. Letztlich kann man sich ja vorstellen, dass es vielleicht gar keinen Kapitalfluß ins Gold hinein braucht, damit der Preis auf 50.000 USD steigt. Eigentlich brauchen eines Morgens nur alle aufzustehen und zu beschließen, dass 50.000 USD/Oz. eigentlich ein fairer Preis sind.


    Es könnte aber auch anders herum gefragt werden, ob es psychologische Perspektivwechsel mit so massiver Neubewertung, wie sie JS sieht, vielleicht gar nicht gibt. Da wären Beispiele hilfreich, wo es in der Vergangenheit mal ohne entsprechende Kapitalflüsse solche Bewertungs"sprünge" gegeben hat.


    Gruß, GL

    eine schlaue Interpretation hab´ ich auch nicht, :hae:


    da fällt mir nur der Titel von einem Uralt-Artikel ein: "Marching to the beat of different drummers". Paßt irgendwie.


    Der Rat des Artikels war:
    Markt-Agnostiker sein, und mechanisch einmal im Jahr die verschiedenen Anlageklassen wieder ins ursprüngliche Verhältnis zurück schichten. (Vermutlich handelte es sich um Immos, Bonds, Aktien und Rohstoffe, im gleichen Verhältnis).


    Irgendwie kann ich verstehen, wenn man zur Zeit nur noch Agnostiker sein will.


    Gruß, GL

    Aber warum soll der Boden nicht gerade jetzt drin sein?

    Wissen tu ich´s auch nicht. Aber hier ein Beispiel:


    Bei den größeren Trendwechseln haben die Minen ihn mit zeitlichem Vorlauf erschnüffelt.


    Beim "Ganz Großen Trendwechsel" 2001 lag das Tief im HUI zeitlich deutlich vor dem finalen Tief beim POG.


    2010/2011, als der POG auf die 1900 USD anstieg, gingen die Minen auch nicht mehr wirklich über ihren vorherigen Höchststand drüber - zahlenmäßig zwar schon minimal, aber mit deutlicher Untersetzung. Danach kam der "Große Trendwechsel", eine Ordnung drunter. Du verstehst hoffentlich was ich meine, die Elliotter numerieren und buchstabieren das viel schöner als ich es kann.


    Dann beim 2008er Zwischentop, also nochmal eine Ordnung drunter, gab es eine Warnung in ähnlicher Form, aber schwächer ausgeprägt.


    Aktuell stürzen die Minen noch gut gehebelt gegenüber dem POG ab. Da wäre es für die letzten gut 15 Jahre ungewöhnlich, wenn ein Trendwechsel dieser Ordnung so aussähe. Ich rede vom Low, das den Abwärtstrend seit 2011 beenden würde.


    Wenn so eine Divergenz Minen vs. POG auftaucht wäre das für mich ein Vertrauen schaffendes Indiz fürs Low. (Wäre für andere Minenindizes vielleicht nochmal zu prüfen, wie es dort gerade aussieht.)


    Gruß, GL


    Dies müßte eigentlich eine gute Basis für einen kräftigen Rebound sein...

    In den letzten 10 (oder so? ) Jahren konnten wir feststellen, dass "das was (unserer Meinung und Analyse nach) eintreten muss" sich meistens langsamer entwickelt hat, als man beim Lesen der gereichten Daten und/oder Prophezeihungen meint. Manchmal quälend langsam, wenn man die an sich unhaltbare fundamentale Situation des Kreditsystems im Fokus hat.


    "Entscheidende Momente" sind rar gesät gewesen in dieser Zeit.


    Am Beispiel des POG: der Ausbruch aus der 300-350€ POG Trading Range 2005, der Ausbruch aus dem Dreieck in 2007 (beides Kaufgelegenheiten, bei denen quasi geklingelt wurde); der erste nicht nachhaltige Spike des POG über 1000 USD 2008 (mit Ansage von J.S.), das steile Rhino-Horn in die 1900 USD POG hinein.


    Seitdem wieder 4 Jahre Korrektur, obwohl die Dominos in Europa und sonstwo weiter fallen, aber in Zeitlupe.


    Die Frage "warum nur reagiert das Gold immer noch nicht (nach oben)" ist da an sich verständlich.


    Aber sie kommt aus einem Mindset, in dem es offensichtlich in erster Linie um die Verringerung kognitiver Dissonanz geht. Den Markt zu fragen, "warum er nicht endlich... tut" erinnert an ein quengelndes Kind. Vielleicht sitzt man auf Gold und benötigt die Bestätigung, dass das eine richtige Entscheidung war. Oder man hat ein Weltbild aus festen Überzeugungen, die man gefälligst bestätigt bekommen will, weil das Ego sonst Kratzer bekommt.


    In Fällen wo es darum geht, nimmt man gern unfundierte Dinge an, solange sie oben genannten Zweck der Bestätigung erfüllen.


    **************************


    Müssen wir also mal analysieren, was die gezeigte Grafik wert ist.


    Größtes Manko der Grafik und der ganzen Artikelquelle: Leider ist keine Historie seit 1970 gezeigt... dazu unten mehr.


    Erstmal der positive Ansatz. Was hat die Nettoposition der Hedgefunds uns bisher gesagt? Sehen wir in den Anhang.


    Was sehe ich?


    1. Die Hedgefunds verhalten sich grundsätzlich als Trendfolger: in steigende Kurse hinein werden Longpositionen zügig aufgebaut, in den Abschwung hinein zügig abgebaut. Also im Grunde "Dumb Money".


    2. "Vorauslaufend" richtige Positionierungen gab es am ehesten in den blauen Rechtecken. Vermutung: die strategischen Tradingmodelle haben sich (mit angemessener Verzögerung) auf den Wechsel in einen langfristigen Aufwärtstrend adaptiert. Dadurch wurden Longpositionen schon früher von den mittelfristigen Bewegungen ausgelöst.


    3. Den Anstieg von 2009 bis 2011 haben sie mit dicker Longpositionierung insgesamt recht gut mitgenommen (erster oranger Kasten), taktisch aber wieder in reiner Trendfolge an den mittelfristigen Bewegungen ausgerichtet. Hut ab, Jungs! Auch wenn´s nur Algorithmen waren. Ihr wart taktisch angemessen vorsichtig, gleichzeitig strategisch auf der richtigen Seite.


    4. Seit 2013 ist die Nettoposition deutlich weniger Long (zweiter oranger Kasten). Also strategisch mit Verzögerung auf waagerechten oder fallenden Trend unterwegs. Das ist zwar nicht "Smart", aber auch kein Verharren in Wunschdenken, sondern Adaption an die Realität. Taktisch weiter wie vorher: Trendfolge mittelfristig.


    5. Die abschließende Net-Short Positionierung ist ja, auch wenn die Darstellung von grünen auf rote Balken wechselt und damit gehörig auf Quantensprung machen will, schlicht eine weitere, quantitative Verschiebung gradueller Natur.
    Bedeutung nach meiner Lesart: im übergeordneten Abwärtstrend (=grundsätzlich eher short als long) zusätzlich taktisch in kurzfristigerer Trendfolge (Short-)Positionen aufbauen. Erst Recht bei Bruch der letzten Horizontalunterstützung bzw. misslungener Bodenbildung auf dem Vorniveau ist das korrekt. Business as usual bei den analysierten Marktteilnehmern.


    ***


    Abschließend ist ohne längere Historie seit mindestens 1980, besser 1970, gar nicht zu bewerten, wie dieses Net-short zu interpretieren ist (falls es damals schon Hedgefunds gab!? ).


    Der Autor zeigt nicht, wie sich die Hedgefunds bei bisherigen längerfristigen Trendwechseln verhalten haben. Die gelieferten Daten (bzw. die Beschränkung auf die letzten paar Jahre) entzieht die ganzen Geschichte der Prüfbarkeit auf ihre Substanz.
    -> wären die Hedgefunds z.B. 198x strategisch Net-Short gegangen bis in die frühen 2000er Jahre, wäre Net-Short an sich keineswegs sensationell, schon gar nicht so etwas wie "first time ever". (First time since mid-2006 ist es hingegen schon.)


    Ich kenne die Daten nicht. Suche sie jetzt auch nicht. Das wäre Pflicht eines seriösen Autors gewesen :!:


    Denn: mit der gelieferten Datenbasis läßt sich aus dem Gezeigten genau --NICHTS-- ableiten. Außer dem Non-event, dass gewiefte strategische und taktische Trendfolger sich jetzt genau so positionieren, wie es zu erwarten ist.


    Die langfristigen Daten angesichts solcher Implikationen nicht mitzuliefern, was dermaßen logisch notwendig wäre, disqualifiziert das Presseprodukt leider. Soweit zur Sache.


    Man kann weitergehen und den Autor des Artikels unter den Verdacht stellen, dass er entweder
    - eine Agenda hat.
    - Oder nicht "forscherisch" (oder akademisch, oder logisch, wenn man so will), denken kann.
    - Oder als Dauerschreiber dem Publikum die wöchentliche Dosis an Sensation oder Hoffnung reichen muss und deshalb wissentlich eine Nachricht aus etwas macht, das keine ist.
    Da geh´ ich jetzt aber nicht weiter rein, weil es langweilig ist.


    Schlußfolgerung:
    1. Was für ein Bullshit dieser Artikel ist - inhaltlich gesehen.
    2. Für Selber-Denken gibt es keinen Ersatz.
    3. So wie die Longposition, kann auch die Shortposition gehörig groß werden.
    4. Wie groß sie bis ganz unten wird, von wo sie den Rebound treibt, können wir nur abwarten. Soweit ich weiß, unterliegt das keinem Naturgesetz. Und die Liste irrationaler Übertreibungen in den Märkten ist lang - egal ob nach oben oder unten.


    Gruß, GL


    GL hat mir vorgeworfen, daß ich falsch zitiere. Hier mein Widerspruch, Wo und wie?
    Etwas irreführend ist der Satz : "auch inzwischen unermüdlich Martin Armstrong über Goldziele von Gold 500 - 600 $ oder so doziert "
    Was ist aber daran falsch?

    Kann ich Dir sagen, was ich für sagen wir mal "unseriös" und sogar falsch daran halte:


    - "unermüdlich dozieren" klingt sicher nicht nur für meine Ohren abwertend. Siehe meine Anmerkung zur Vermischung von Quasi-Zitat mit Meinungsmache.
    - Deine Quasi-Zusammenfassung über A. ermittelt dem Unbedarften das inhaltliche Bild, er gebe möglicherweise dieses Preisziel als Prognose aus. Und das ist schlicht verkehrt, wie Du vielleicht weißt.
    Als ungenauen Sprachgebrauch habe ich das "Tatwerkzeug" vorhin kritisiert. Klar, Du hast das so nicht direkt gesagt. Aber dann muss man das ganze Bild neutral wiedergeben, sonst kommt es durch das Herausreißen aus dem Zusammenhang verkehrt rüber.


    Richtig und übrigens simpel zu beschreiben ist, was Armstrong wirklich prognostiziert:
    Er schreibt darüber,
    - dass seine (bzw. seines Computers) preisliche Prognose ein Bruch der 1000 USD nach unten ist.
    - Die zeitlich höchste Wahrscheinlichkeit für den Bottom prognostiziert er für Q. 3/2015 oder 1/2016.
    - Weiterhin, dass im Zuge der Kapitulation der Bullen sich die Erwartung von um die 600 USD bei einer Majorität der Marktteilnehmer etablieren wird.
    - Was er wiederum für eine verkehrte Erwartung hält, heißt: er rechnet nicht damit, dass 600 USD POG eintritt. Die Erwartung bei einer großen Zahl sei aber notwendig, weil sie den Nährboden für den Turnaround bildet, indem die Eindeckung der darauf gerichteten Shortpositionen für die nötigen Käufer sorgen wird, um den Bottom zu erzeugen und für die ersten Rallys zu sorgen.


    Der ganze Rest ist nicht Gegenstand einer Diskussion, an der ich mich beteiligen werde, weil sie nur endlose Produktion von Meinungen hervorbringen wird, aber praktisch nichts an Fakten Überprüfbares.
    Egal ob es um A.´s vermeintliche Agenda geht,
    das Ansehen das er sich wünscht oder den Personenkult den irgendwer vermeintlich treibt,
    oder seinen vermuteten Deal mit dem Establishment um aus dem Knast zu kommen,
    über die vermeintliche Rückständigkeit seiner Modelle (die kein Mensch hier je gesehen haben dürfte),
    oder um den Einfluss auf einen weltweiten Markt, den er mit seinen Beiträgen nehmen kann.
    Letzteres thematisiert er übrigens regelmäßig selber.


    Evident ist jedenfalls, dass man zusammenhängend lesen (und ich meine: auch wiedergeben) muss. Ich will natürlich niemanden abhalten, sich über die gigantische Goldpreisprognose zu freuen, die ich in der Nummer meines Beitrags in diesem Thread zum Ausdruck bringe. Yeah - und das sind Euros je Gramm - ich gönn´ es Euch, Jungs und Mädels! [smilie_happy]


    Ist übrigens mein letzter Beitrag zu dieser Diskussion. Feuer Frei fürs letzte Wort von Dir! Ist nett, dass ich als unbedeutende Minderheit ohne wichtige Freunde schon so viel Worte verdient habe... schließlich will auch ich nur liebgehabt werden. Und am liebsten auch Recht haben, a.k.a. "die dicksten Eier haben". ^^


    Gruß, GL