Beiträge von GermanLong

    @ romario


    Ja, der dogsofthedow-Chart ist klasse, gell?


    Ich sehe das wohl etwas weniger begeistert als Du.


    Z.B. deswegen, weil mein Anlagehorizont nicht so bei grob um die 107 Jahre liegt.

    Oder deswegen, weil der DOW:GOLD-Chart nur hinsichtlich der großen Trends, aber nicht hinsichtlich der absoluten Zahlen Aussagekraft hat.
    (Das hat mit dem Übergang von echtem Goldstandard, über Pseudo-Goldstandard mit fixiertem Gold-Dollar-Verhältnis, hin zu freiem Verhältnis des Gold zum USD innerhalb der abgebildeten Zeitachse zu tun. Um dieses "Verbiegen" des Wertmaßstabs "Geld" zu bewerkstelligen, waren ja auch offenbar um die 4 Jahrzehnte Goldbesitzverbot in den USA notwendig - eine massive Umpolung auf einen anderen Bewertungsanker hat stattgefunden.)


    Recht hast Du wahrscheinlich damit, daß Gold langfristig "nur" die Kaufkraft hält. Langfristig - aber dann kommen eben genau die Zyklen ins Spiel.


    1) Realistisch spielen bei Anlagehorizonten von 5 bis 40 Jahren (je nachdem ob Spargroschen oder Altersvorsorge) die, sagen wir, etwa 15- bis 30 jährigen mittelfristigen Zyklen eine ziemliche Rolle. Man kann sie im Dow:Gold und inflationsadjustierten DJIA sehr gut erkennen. Da kann ich mich schon mal für 20, 25 Jahre massiv in den Kaufkraftverlust "reinsparen" - mal bei Aktien, mal bei Edelmetallen. Oder mindestens in einen relativen Nachteil des Einen gegen das Andere.
    - Wer Gold 1980 kaufte und bis heute hielt, steht schlecht da. Erst recht im Vergleich mit Aktien.
    - Wer Aktien um 1965 kaufte, stand ebenfalls um die 20, 30 Jahre schlecht da. Erst recht im Vergleich mit Gold (mit Höhepunkt 1980 - bekannterweise).
    (Das ist der Punkt, wo dann das meist Argument mit dem Sparplan und dem Cost-Average-Effekt kommt. Aber es bleibt dabei - mit dem DOW-Gold-Zyklus als Richtschnur hätte man den Trendwechsel erkennen, und den zwischenzeitlichen Kapitalverlust jeweils begrenzen können, und wäre weit besser dagestanden.)


    2) Der Dow:Gold hatte seinen Trendwechsel etwa 2001 angezeigt, und dürfte sich nach aktuellen Chart- und Fundamentaldaten doch eigentlich so fortsetzen. Jedenfalls erwarte ich das - weiß nicht, wie Du das siehst.
    Das spricht aber zunächst mal nicht für die Reihenfolge, die Du vorgeschlagen hast, wenn ich Dich richtig verstehe: jetzt Aktien, später Gold kaufen. Sondern dafür, Gold jetzt zu bevorzugen.


    3) Wann würdest denn Du Gold gegenüber Aktien bevorzugen, wenn nicht jetzt? Anders gefragt: warum bleibst Du dann nicht sowieso immer bei Aktien, sondern schlägst überhaupt vor, "irgendwann" in Gold umzuschichten?


    Gruß, GL

    Zitat

    Original von romario


    zuerst AKTIEN und AKTIENFONDS mit einem monatlichen Sparplan damit man möglichst lange investiert sein kann und vom 8. Weltwunder (zinseszins) profitieren kann ...
    danach von den Gewinnen GOLD und eine (aber nur eine) IMMO zum Eigenbedarf kaufen, nicht als Renditeobjekt.[/SIZE][/FONT]


    WAS SAGT DIR pardon, was sagt Dir eigentlich die Grafik im Anhang? Nur mal Interessehalber. Sonst würde ich vermuten, daß Du einer Propaganda der Aktienpromoter aufgesessen bist. Hast Du alternativ schon mal einen inflationsadjustierten Langzeitchart von einem Aktienindex angesehen? Da gibts dann auch immer mal 20 Jahre nur Kaufkraftverlust. Und jetzt sag bitte nicht Cost-Average-Effekt, dann werf ich mich weg.
    GL


    PS ein guter Kontraindikator ist auch was wert.

    Zitat

    Original von Anzugpunk
    Du kannst du dir die guten Sachen im Leben durchaus leisten, nur es ist ein Unterschied ob man sie sich leistet nachdem man das Geld hat, oder ob man sie sich kauft bevor man das Geld überhaupt verdient hat.


    Nun laß doch, er ist doch schon bekehrt und will keine Schulden mehr machen :P


    GL

    Jetzt fällt es mir wieder ein, warum ich den Fernseher abgeschafft habe. (Neinnein, nicht aus Geiz wegen der Stromrechnung. :D Wegen dem Hirnvollgekacktkriegennichtwollen.)


    Für die Eichhörnchen unter uns:
    So wie es aussieht, können wir in dieser Woche übrigens nochmal 1Oz-Goldmünzen für Händlerpreis um 520 € oder drunter kaufen. Hübsch.


    GL


    Ups, falscher Sräd? Aber nette Gesellschaft hier.

    Zitat

    Original von cfour
    ABERRRR: Warum wehre ich mich so sehr dagegen: WAS wenn ich z.b. schwer krank werde (leider bei Mitmenschen schon oft genug erlebt wie schnell das gehen kann) oder ich überfahren werde..was dann ? dann hatte ich nen sparsames Leben und hatte nix davon :( Das ist doch Mist und kann nicht die Erfüllung sein..


    DIR GEHT ES GUT. GENIESS ES.


    Du hast Dir kein Loch geschaufelt. Und dann bereitest Du Dich gerade auf die Fälle vor, wenns mal nicht mehr ganz so gut sein sollte drumherum. Sonst alles wie gehabt. Was will man mehr? Pray for the best, prepare for the worst, enjoy life.


    Wer hat das hier manchmal drunterstehen: Wer am meisten hat wenn er stirbt hat gewonnen. Sehr schön ausgedrückt.


    Hach, ein schöner Sräd... =) =) Philosophie...


    GL

    Zitat

    Original von cfour
    ...never never neue Schulden machen ;) und in EM, und gegebenfalls andere Anlagen investieren.


    Für den Fall das der große Knall doch wesentlcih schneller kommt (bei aktuellen News kann man das ja nicht ausschliessen) hab ich dann schon paar Taler und cash daheim. Fertig ;)


    Gruss, cfour


    So würde ich das sehen. Was immer "gorßer Knall" konkret heißen würde.


    Mal zum Vergleich: ein Kollege hat ein Haus (und die entsprechenden Schulden), drei Kinder, und fragt bei Weihnachtsgeldkürzung um Vorschuß aufs Januargehalt. So eng hat er gerechnet
    Leistet sich aber sauteuren All-Inclusive-Urlaub daß ich (besser verdienend als er) nur mit den Ohren schlackere und kommt allein deswegen schon mit Schweiß auf der Stirn aus dem Urlaub zurück, weils so teuer war. Dann tauscht er seinen 3 oder 4 Jahre alten VW Sharan gegen eine nagelneue Mercedes A-Klasse, ich denke auch auf Pump.
    Das mal als Beispiel, wie man sich mit Krediten sein eigenes Loch schaufeln kann.
    Ich glaub das machen mehr Leute als man sich vorstellen kann. Die versklaven sich selbst.


    GL


    Edit: PS Wenn wir wüßten daß es Preis- und Lohn"inflation" gibt, wären Kredite sogar super. Wie meine Eltern (und viele in der Generation) es hatten. 1965 Haus gebaut, 30.ooo DM Schulden gemacht, geschwitzt bei der Vorstellung "nie wieder Urlaub machen können".
    Dann kamen die 70er/80er. Nettoeinkommen von 700 Mark auf 2000 Mark oder so rauf, Kredit auf der linken Arschbacke abbezahlt, Urlaub bis zum Abwinken gemacht.
    Wir müssen aber IMVHO mit einer Mischung aus Preissteigerung für Notwendiges (Rohstoffboomzyklus), Kaufkraft-Entwertung der Ersparnisse (Geldmengenausweitung), eventuell Preisverfall vieler "Anlagegüter" und unsicherer zukünftiger Einkommensentwicklung rechnen, allein von der Entwicklung der Geldmengen und der Kreditvolumina in den Volkswirtschaften her.
    Misch noch eine Banken- und Derivatekrise rein, dann Währungskrisen und Kriegsgefahr, da sagt man nix mehr zuverlässig voraus.

    Zitat

    Original von cfour
    ...ob es nicht doch schon zu spät ist und die Zeit massiv gegen mein Handeln arbeitet. Ersten Marple Leaf und Krüger Rand wurden heute bestellt!


    Neue Frage an die Experten: Was ist besser..Dispo oder normalen Kredit ? sprich mittels Dispo Kredit abzahlen (auch wenn dadurch kurzfristig mehr Zinsen)


    Gruss, cfour


    Hey,


    weißt Du was auf dem Handbuch für die Anhalter durch die Galaxis steht? KEINE PANIK!


    Den einen Kredit gegen den anderen zu tauschen ist doch banane. Und gegen einen teuren Dispo...


    Durch den Kredit hast Du Dir was gegönnt, was Du sonst erst später hättest haben können.


    Warum solltest Du ihn nun weghauen wollen? So eng ist es doch nicht, in absehbarer Zeit bzw. über die Laufzeit, oder verstehe ich da was falsch?


    Klar, hier sind viele gegen Kredit eingestellt. Ich auch. Damit sind aber IMHO Kredite gemeint, die gewisse kritische Grenzen überschreiten.
    Wenn z.B.
    - bei weiterem Anstieg der Kosten zur Lebenshaltung (Preisinflation, insbesondere ohne gleichzeitige Einkommenssteigerung) -> weniger überschüssiges Einkommen zur Zahlung gleicher Monatsraten da ist, oder
    - bei Zinsanstieg und flexiblen Kreditzinsen (z.B. Dispo) -> steigende Monatsraten bei gleichem Einkommen zu zahlen sind, oder
    - bei sinkendem Nominaleinkommen (das deflationäre Phänomen, das Du zitierst ) -> gleiche Raten mit weniger gesamtem Einkommen bezahlt werden wollen,
    so daß die monatliche Rechnung nicht mehr aufgeht.
    Oder wenn andere Risiken in Zusammenhang mit dem Kredit drohen, z.B.
    - bei Wertverlust der Besicherung (z.B. bei hoch beliehenem Haus und einbrechendem Immobilienmarkt)
    - oder Gefahr der plötzlichen Rückforderung der Gesamtschuld (soll passiert sein, als Banken die Hypothekenkredite an "Finanzinvestoren" verkauft haben!)
    plötzlich ganz neue Spielregeln aufkommen.


    Im Vergleich mit diesen Risiken, und in Relation von Einkommen zu Schuldenhöhe, ist Dein Kredit doch "Peanuts" und keine reale Gefährdung. Korrigier mich bitte, wenn Du das anders siehst.


    Du hast doch DIESE Wahl, wie ich meine:


    - entweder jetzt das Ersparte zur Kredittilgung einsetzen, dann ist erstmal das Ersparte weg, evtl. noch mit einer Strafe (Vorfälligkeitsdingsda?) wegen vorzeitiger Rückzahlung. Dann kommst Du, einschließlich Edelmetall, erst später zum Sparen.
    - oder Du zahlst weiter locker Deinen Kredit wie vereinbart ab, behältst Deine Ersparnisse, schichtest sie um (z.B. teils in Edelmetalle), baust sie wie geplant monatlich weiter aus (Liquide Mittel, sogar auch Bares, Edelmetalle, Bauspar, Lebensversicherung)....
    und wenn es mit der monatlichen Rechnung einmal unerwartet klemmen sollte, steht dem das Angesparte in einer IMHO sehr sinnvoll gestreuten Weise gegenüber.


    Klar, in beiden Fällen ist dein Nettovermögen erstmal gleich. Aber im zweiten Fall hast Du gleich EM auf der Hand und das sichere Gefühl, daß Du diversifiziert dastehst, bevor der Preis der EM in den Himmel geht.


    So what?


    GL

    Zitat

    Original von Liberty01
    Was spricht denn für bestimmte Münzen, z. B. Vreneli vs. Wilhelms?
    Nuggets vs. Maple Leaf?
    Sollte man eine Auswahl verschiedener Münzen haben?


    Ich persönlich stehe für Anlagezwecke ausschließlich auf Standardmünzen, die sog. Bullion Coins oder Anlagemünzen (Nugget, Maple, Philharmoniker, Eagle, Buffalo, Krügerrand, Britannia, 50 Pesos und Libertad; als Zwischending zur Sammlermünze noch der Panda).


    - hohe Bekanntheit
    - Echtheit leichter zu prüfen als bei Barren (standardisierter Durchmesser und Dicke; wenn Gewicht korrekt dann auch das Material, dazu als Sicherheit die Prägung und der Klang)
    - Feingewicht aufgeprägt (i. Ggs. zu Vrenelis, 20 Mark etc), da gibt es keinen Streit wenn 2 Waagen mal was unterschiedliches anzeigen sollten, oder man sich nicht über den Feingehalt einigen kann...


    Eine kleine Sammlung aller gängigen Münzen, erst Bullion Coins, vielleicht dann noch die gängigen "Antiquitäten" wie Vreneli, Sovereign, Wilhelm & Co. ist sicher kein schlechter Anfang, um sich damit vertraut zu machen. Wenns je eine Münze in allen Stückelungen sein soll, bist Du damit erstmal beschäftigt.


    Barren aus den diskutierten Gründen würde ich nur nehmen wenns um wirklich große Summen geht.



    @ Twinson re: Krügerrand


    Die Krügerrand hatten in der letzten Zeit recht saftige Aufgelder, haste gesehen? Proaurum hat seit einer Weile den 1 Oz-Barren günstiger im Verkauf als den KR - aktuell: Barren 539 € , KR 547,50 €! Ich hab gestaunt. Naja, im Zweifel waren Gold Bullish ´s 8) Münzangebote immer noch preiswerter, hätte man was nachlegen wollen.


    Gruß, GL

    Zitat

    Original von cfour
    somit bleibt eine Frage: Was kündigen ? Bauspar oder Fond-Rentenversicherung..


    klv und berufsunfähig v. lass ich erstmal weiter laufen wie bisher..


    1) Versicherungen zu haben finde ich auch rational, solang es gezielt und nicht zu viel ist. Muß ich auch, weil ich welche habe. :D (BU und Fondsrente)


    KLV - für Deine Frau als Absicherung? Zumindest wenn Du nicht so schnell stirbst gibt die Rentenversicherung höchst wahrscheinlich mehr Rendite, da kein Risikoschutz in der Ansparphase abgezogen wird.


    2) Vor- und Nachteile der anderen Alternativen würde ich mal auf die Schnelle so sehen


    Bauspar:
    + als Sparguthaben "fast" sowas wie liquide Mittel; keine Aktienexposition o.ä.
    - nicht ganz so schnell erreichbar wie Tagesgeld
    - niedrige Guthabenzinsen im Inflationsfall
    + feste Guthabenzinsen, die o.k. sind falls Niedrigzinspolitik o.ä. käme
    - bei Bankenkrise Insolvenzgefahr des Instituts
    + Zulagen steigern bei kleineren Sparbeiträgen den Ertrag recht schön über den nominal gezahlten Zinssatz (bei Selbständigen weiß ich das aber nicht)


    Fondsrentenversicherung
    a) von der Konstruktion her - wenn sie meiner ähnelt:
    - nicht oder nur mit Verlust komplett zu liquidieren (da hohe Kosten am Anfang abgedrückt): das eingezahlte Geld sitzt quasi bis ins Rentenalter fest; bei meiner ist nur einmalig Teil-Liquidierung bis in Höhe der geleisteten Beiträge möglich
    + Der Anlagestock ist bei Insolvenz des Versicherers Dein Eigentum - bitte diese Aussage ggf. individuell prüfen!
    + eventuell noch Steuerfreiheit auf die Gewinne festgeschrieben? Kommt aufs Baujahr der Versicherung an, die Gesetzeslage hat sich m.W. geändert. In dem Punkt würde sie jede andere Sparform toppen -> Abgeltungsstuer ab 2009
    b) vom Anlagevehikel her (Aktienfonds? Mischfonds? Oder gibts Wahlmöglichkeiten)
    + Anlage in Aktien=Sachwerte im Inflationsfall
    - das kann man aber auch anders sehen, und keine Aktien mehr anpacken, solange die Aktienmärkte in Gold bewertet noch fallen. (Demnach noch ca. 10-15 Jahre in Gold bleiben, bevor man wieder in Aktien anlegt) Man könnte auch sagen: solange man noch "Wirtschaftskrise" vor sich sieht.


    Zum LV-Doktor: ob die bei einer neueren Fondsrente mit langer Restlaufzeit überhaupt was tun, würde ich an Deiner Stelle aber erstmal prüfen. Ich kenn das nur für ältere LV mit garantierter Verzinsung. Drei Kriterien (LV, geringere Restlaufzeit, Mindestverzinsung) treffen hier nicht zu!


    Wenn Du Dich gar nicht entscheiden kannst, kannst Du ja die Beiträge in den Bauspar und eine der Versicherungen ermäßigen.


    Ich habs so gemacht:


    Gerade meinen 1986er Bausparvertrag ermäßigt, daß er am 1.1.08 zur Zuteilung kommt. Dann wird er geknackt. Mir ist das Verlustrisiko durch Pleite zu hoch, das hat Priorität. Meine kleine Paranoia. Nur schade um die 4,5 % Zinsen, mich erklären auch Einige für bescheuert.


    Meine Fondsrente gibt einen Edelmetallaktienfonds zur Wahl her, ist noch steuerfrei bei Auszahlung... die führe ich weiter.


    Die LV, die meine lieben Eltern mir mit 16 abgeschlossen haben, ist schon lange gekündigt. Leider ohne den Doktor, ich hatte keine Ahnung damals.


    GL


    Gruß, GL

    Erstmal an alle: ein schöner Thread!


    cfour: Ja, für einen Selbständigen ist Dein Einkommen wirklich nicht übertrieben. Bei meinem eigenen Sicherheitsbedürfnis würde ich eher noch wesentlich mehr davon zurücklegen wollen fürs Alter, Arbeitslosigkeit, und ein Häuschen aus der Tasche kaufen (mein Motto: niemals Hartz IV ), aber...


    ... das ist ja die Aufgabe:


    wenn wir schon keine Kristallkugel haben, die uns Grundlagen für die "garantiert richtigen Entscheidungen" hergibt, müssen wir eben die persönliche Balance finden zwischen Sicherheits- und Risikoneigung, also z.B. EM und anderen Sparformen, zwischen "Alles sparen was geht" und "Jetzt leben".... und das sind persönliche Präferenzen. Ich finde, da hast Du ziemlich klar was Du willst.


    Nur eins bleibt: man kann den Kuchen nicht essen und zugleich behalten.


    Gruß, GL


    PS Freut mich immer Leute "kennzulernen", die ihre Verantwortung annehmen, und versuchen unter der existierenden Uneindeutigkeit umzusetzen.

    Zitat

    Original von cfour


    Irgendwie muss ich als Selbstständiger aber auch an meine Altersvorsorge denken und dafür sind EM nicht wirklich geeignet. Meine Idee ist daher folgende: ich zahle wieder freiwillig in die gesetzliche Altersvorsorge..nicht viel..5% meines Einkommens..


    Eeeek! Gesetzliche Altersvorsorge... ist für mich ein Reizwort. Wieso sollten die EM nicht geeignet sein? Ich würde sie für annähernd perfekt zu dem Zweck halten. Wenn man sie nicht vorher verbrät natürlich.



    Na, das sieht doch nach einer guten Mischung aus, finde ich. Wobei ich mir die ges. Rentenversicherung überlegen würde, zugunsten von mehr EM. Ansonsten bist Du so gut gemischt aufgestellt, ohne überflüssige Risiken, und kannst mal sehen wie sich die Situation so entwickelt.


    GL

    Hi cfour,


    Ich stimme den anderen Ratschlägen hier schon zu. Immerhin hast Du das Glück, daß Du nicht auf viel Geld sitzt, um das Du Angst haben müßtest. ;)


    Dein Ziel ist ja eher Vermögensaufbau - also die Frage, wo/wie spare ich denn ab jetzt. (Daß Du das jetzt schon siehst, bedeutet einen Vorsprung vor immer noch 95% der Leute). Ob Du dann eine "Versicherung" als Sparform eher beitragsfrei stellst, oder ganz kündigst, weil Du in diese Form kein Geld mehr stecken willst, ist bei der Frage eher marginal.


    Ich würde mich für das Ziel "Sparen" erstmal um die Senkung der Ausgaben fürs Leben kümmern, damit mehr fürs Sparen in Gold oder wasauchimmer übrigbleibt. Sonst sind bei den steigenden Kosten bald keine 600€ monatlich fürs Sparen da.


    Ich würde also in dem Bereich alles ernsthaft abchecken, Du wirst es selber am Besten wissen, aber mal als Beispiele:
    - das neue Auto auf Pump überdenken finde ich eine gute Idee, gebraucht kostet im Monat weniger
    - wenn Du genug fährst, in einen Benziner eine LPG-Gasanlage für 2300 € reinbauen und ab sofort für 45-65 €ct je Liter tanken. Ich habe sowas, berate Dich gerne per PN.
    - mittelfristig evtl. in eine kleinere Wohnung, aber auf jeden Fall in eine mit weniger Heizungskosten ziehen, falls es das gibt.
    - Billigurlaub machen: mit Fahrrad und Zelt, als Helfer auf einem Öko-Bauernhof http://www.wwoof.de ...
    - Gemüse im Garten pflanzen (naja...)


    Das wird eine neue Perspektive geben, man wächst in eine Ethik wie bei Oma und Opa rein: muß dieser Luxus sein, habe ich das Geld dafür schon zusammen, kaufe ich den neuesten Fernseher wirklich oder hebe ich das Geld lieber in Münzen für schlechtere Tage auf... Verzicht ist dann nicht schlimm, weil Du dafür ja auch was in die Hand kriegst: echtes Geld. Und wenn man das mal kapiert hat... So wie Du... macht es Spaß... und Du kannst das Leben genießen weil Du Dir weniger Sorgen machst.


    Alles Gute! GL

    Zitat

    Original von freefly
    Falls jemand von euch eine fondsgebundene Lebensversicherung oder Rentenversicherung mit Geldmarktfonds hat - fragt doch mal schriftlich nach, ob diese ABS oder MBS beinhalten


    Hallo Freefly,


    solche Aktivitäten mit leicht subversivem Charakter mag ich auch immer wieder gern.


    In Deinem Fall kann man kann auch die Fondsgesellschaften an sich fragen, bzw. ihre Internetauftritte, ob in den betreffenden Geldmarktfonds ABS sind, die man im Rahmen der Fondspolice wählen kann. Wenn es keine klare Auskunft gibt, kann man sich ansehen ob es in den letzten Wochen Dellen in der Performance nach unten gab (was bei Geldmarkt nicht sein kann/darf). Aktuellste Charts der Fondsperformance gibt es notfalls bei Onlinebrokern.


    Zum Thema "Fondsgebundene Versicherungen" habe ich in einem anderen Thread noch ein paar Vorschläge gemacht:
    http://www.goldseitenforum.de/thread.php?threadid=6642


    Gruß, GL

    Hallo,


    Goldankauf gibt es hier auch. Ständig im Versandhaus-Shop, und auch mal als kurze Ankaufs-Aktion (mit viel Reklame) in einem leerstehenden Ladenlokal.
    Ich habe mir mal den Spaß gemacht, mit einem Schmuckstück und einer 1/10 Unze Maple in Folie zu der Aktion zu gehen.
    Gab für alles Gold 7 € je Gramm feingehalt . "Aber das hier ist doch ein Münze, die ist bei der Bank viel mehr wert!" - "Nein, wir schmelzen das alles ein."
    Die verkaufen die Leute für dumm, die Bevölkerung ist eben noch nicht im Bilde.
    Leider kam in der Zeit keiner mit Münzen vorbei, ich hätte ihm glatt 8 € je Gramm geboten...


    GL

    @ Eldo


    Ja, es gibt da einen Haufen Möglichkeiten... was mich immer extrem ankratzt, ist die Performance Fee an die Manger... und die Tatsache, daß mein selbstgemixtes Depot inklusiver sämtlicher Rohrkrepierer genau so gut oder besser als jeder Fonds performt hat.


    @ Genesis


    ich kann es nicht erkennen, sind die Charts alle auf Eurobasis? Sonst taugen die Vergleiche nix. Den MLIIF gibts auf Euro- und auf Dollarbasis.


    Gruß, GL

    Zitat

    Original von osix
    Aber soll ich jetzt wirklich die 30% Marke mit EMs von meinem Gesparten überschreiten ?


    Bisher hab ich die 30% beherzigt, als jahrhunderte lange goldene Regel...


    Andereseits, wenn ich so lese, was mit Zertifikaten in einer sogenannten "Marktstörung" alles los ist, dann hab ich keine Lust mehr auf so einen Sch...


    Hi osix,


    wenn ich das so lese bin ich nicht sicher ob ich Deine Situation richtig verstehe:


    hast Du 30% EM und ZUSÄTZLICH Zertifikate?
    Dann wären die Zertis hinsichtlich der Vermögensaufteilung doch ebenfalls dem EM-Anteil von Deinem Ersparten zuzurechnen, wenn auch eben in Papierform.


    Ansonsten gilt für Deine Frage dasselbe wie für jede seriöse "Vermögensberatung": Man kann man nur richtig was dazu sagen, wenn man das Gesamtbild betrachtet
    - die Verteilung der übrigen 70%,
    - die gesamte Größenordnung des Ersparten
    - Dein Ziel das Du für Dein Erspartes (z.B.mit EM) erreichen möchtest (primär Absicherung, primär Gewinnmaximierung...)
    - Alter, Einkommenssituation, Bedarf mittelfristig mal aufs Ersparte zurückzugreifen, zukünftige Jobsicherheit etc. spielen sicher auch eine Rolle.


    Vielleicht willst Du Dich ja zu den Punkten nicht öffentlich äußern, würde ich auch nicht. Immerhin können sie als Hinweise dienen.


    Ich würde auf jeden Fall sagen, daß Du mit 30% in EM (physisch und im eigenen Besitz) im Bankencrash- oder Inflationsszenario schon mal sehr gut dastehst, und besser als wahrscheinlich 99% aller Bundesbürger sowieso.


    Gruß, GL

    Zitat

    Original von gutso
    Hallo GL!


    Gute Idee mal wieder etwas "Selbstgebasteltes" einzubringen.


    Habe anlässlich Deiner Idee mal das HUI:XAU Verhältnis geplottet.
    Man bekommt den Eindruck, dass der HUI gegenüber dem XAU wieder besser rennen dürfte, mittelfristig!


    Hallo gutso,


    ich sehe da bisher noch nichts von einem vollzogenen Trendwechsel.


    Zitat

    Angesichts der Finanzkrise macht dies wohl auch fundamental Sinn.
    Wenn man den Peak im August 2007 sieht und die Hintergründe dazu kennt, unterstützt dies diese These zusätzlich.



    Gruss,
    gutso



    Ich verstehe nicht, was Du meinst. Vor allem der Zusammenhang mit der aktuellen Krise ist mir nicht klar.


    Ich frage mich übrigens, wie lange die Regelmäßigkeit noch erhalten bleibt, daß der HUI den XAU in Anstiegen outperformt. Die Stärke des XAU geht doch derzeit ganz wesentlich auf Barrick (ABX) zurück. Lt. Sinclair der Konsolidator der goldproduzierenden Industrie, Zitat: "aufgrund der Stärke seiner Kreditgeber".


    Wenn ich die Position von ABX - wie von Sinclair beschrieben - mal als fundamentale Grundannahme nehme, und wenn demgegenüber viele Produzenten doch Derivaterisiken in ihren Krediten haben - so daß sie trotz steigendem POG nix verdienen oder gar Geld verlieren, bis ABX sie dann kauft - dann kann man doch für die Aktienperformance annehmen:


    - ABX (Barrick) läuft mindestens so gut wie der HUI, vor allem wenn das große Geld aus Investmentnachfrage in den Goldmarkt geht;
    - bei manchen Produzenten wird es böse Überraschungen geben, auch wenn sie erstmal als "ungehedgt" gelten und im HUI sind, der dementsprechend leidet;
    - dann taugen allenfalls noch die Explorer ohne Schulden und ohne Joint Ventures als Lotterietickets. Allerdings müssen die kräftig verwässern, wenn sie nicht eine der toxischen Finanzierungsweisen eingehen wollen.


    Ganz ehrlich, ich habe einen kleinen Teil meines Aktienportfolios in Fonds (Siegel) und überlege, ob ich nicht mal wieder in den MLIIF World Gold Fund einsteigen soll. Gegen den hatte ich immer Ressentiments, u.a. weil er die Hedger hält, und die Schwächephasen meist verdächtig gut überstanden hat. Aber vor dem Hintergrund fragt man sich doch, ob man deren "Insiderwissen" nicht mit nutzen sollte.


    Das ganze wird dann noch garniert mit ein paar Explorern, sowie einer gewaltigen Portion Royalty Companies - fertig ist die Minensuppe.


    GL


    Edit: PS habe mal den schicken Chart vom HUI angehängt. Platz nach oben ist auch noch deswegen, weil wir gerade mal wieder den Aufwärtstrend zurückerobert haben.