Beiträge von Ersatzkasse

    P.S.: Ersatzkasse - wo hast du denn das interessante Foto her? Die Geschichte dahinter sieht spannend aus.



    Ich habe dein @ ersatzkasse dann auch entdeckt und versuche die Geschichte des Barrens kurz zu halten ;) .


    Wir haben im Porsche von Misan einen 10 Gramm Goldbarren Degussa, alte Sargform in OVP gesucht. Meister Joda war der Meinung, der kann sich ja nicht in Luft aufgelöst haben, denn Luft kann man einatmen.


    Siehe da, fluuup war der Barren im Staubsaugerbeutel verschwunden. Nach dem Ausgraben wollten wir noch eine Tasse Tee schlürfen, doch Misan war richtig unruhig, denn er wollte es wissen X( .


    Am Schraubstock angekommen sag ich noch: Der Barren kann auch….“, da hatten sich die Schraubstockbacken bereits tief in den Barren gegraben 8| .


    Nachdem Meister Joda feststellte, dass unsere Banker und Politiker viel glauben und wenig wissen, wollte Misan dann viel wissen und wenig glauben :D .


    So ist dieses Unikat entstanden.



    Grüße von der Ersatzkasse

    hab eigentlich bisher eben wegen firma schmidt-hausmann und deren kollegen die finger von reichsgold gelassen... aber stell grad erstaunt fest, daß das hier ziemlich gelassen genommen wird... oder seh ich da was falsch?


    Ich sehe das Thema und den Kauf sehr gelassen, befasse mich jedoch nur mit den 20er Münzen. Auch durch die Prüfung der Randschrift habe ich nur Originale im Bestand, die meine Ansprüche erfüllen konnten.



    Grüße von der Ersatzkasse

    Nahezu jeder Modeschmuckhersteller, der die entsprechenden Maschinen hatte, machte Goldmünzen für Schmuck, manche Stücke waren leicht als Fälschung zu erkennen, viele wurden für echt gehalten und nur ein Hersteller prägte so genau, dass seine Münzen auch heute noch nahezu ununterscheidbar von den echten sind.


    Es war die Firma J. Hausmann & Co. KG. / Bonn. Der Gründer dieser Firma war der Augenarzt Dr. Schmidt. Er hatte die besten Prägemaschinen und die genauesten Stempel. Die Münzen waren in Legierung, Gewicht und den Abmessungen absolut identisch mit den staatlich geprägten Münzen. Es ist auch heute nahezu unmöglich diese Fälschungen mit absoluter Sicherheit zu erkennen. Diese Fälschungen wurden in solchen Mengen verkauft, dass die Zeitung -Berliner-Morgenpost- vom 19. August 1962 schrieb: "Wenn der Vertrieb der Nachprägungen verboten würde, müssten auch die Banken ihre Bestände. von Nachprägungen revidieren. Bei einem Bestand an Goldmünzen im Wert von etwa 600 Millionen Mark" so führte Dr. Schäfer (Hausjurist der Fa. Hausmann) aus, "würde den Banken bei einem gesetzlich angeordneten Einschmelzen der nachgeprägten Münzen ein Verlust von mehr als hundert Millionen D-Mark entstehen". (Zitat Ende) Dieses war die Situation im Jahre 1962. Hausmann prägte in Mengen weiter, bis ihm das Münzgesetz, in Kraft seit 1.1.1975, ein Ende setzte.


    Was in den 13 Jahren noch geprägt und verkauft wurde ist nicht abzuschätzen. Fest steht, dass ein Großteil der in Sammlungen befindlichen seltenen und seltensten Gotdinanzen falsch ist. Es schützt, auch nicht, wenn diese Münzen bei einer Bank gekauft wurden oder noch werden. Ein, wenn auch noch so gut versierter Bankbeamter und Münzenkenner, ist nicht in der Läge, die Hausmann-Fälschungen durch Augenschein zu erkennen. Ein mir bekannter, wirklich hervorragender Sachverständiger schreibt wörtlich: Ich selbst halte es nicht für eine Schande, wenn ich meine Unkenntnis oder mein Unvermögen auf diesem speziellen Gebiet öffentlich zugebe". (Zitat Ende)


    Dieses trifft natürlich nur für die Hausmann-Fälschungen zu, nicht für alle anderen Goldmünzenfälschungen. Ich selbst muss meine Begutachtungen auch dahingehend einschränken, dass eine als falsch erkannte Münze auch falsch ist. Dass aber eine unzirkulierte als echt erkannte Münze auch eine Hausmann-Fälschung sein könnte.



    Lothar Schoenawa, Werlaburgdorf, Sachverständiger.

    Es ist mir eigentlich etwas egal ob ich ein Original der 20 Mark Reichsgold oder ein Original 20 Mark Schmidt/Hausmann Deutsches Reich erwerbe.


    Es ist immer eine ansehnliche Goldmünze aus der deutschen Geschichte. Die 20 Mark Goldfüchse benötigen keine Originalfolie um ihren Scharm auszuspielen ^^ , auch habe ich noch keine roten Flecken entdecken können ;) . Man kann das Gold auch echt anfassen, ohne einen wirtschaftlichen Wertverlust zu erleiden :rolleyes: .


    Wie schon Ingo Narat im Handelsblatt schrieb, haben viele Mitbürger anscheinend unsere eigene Vergangenheit vergessen. Vergessen, dass noch unsere Großeltern und Urgroßeltern zu denen gehörten, die Geldbündel Schubkarrenweise in den eigenen Herd schütteten. Für sie zählte nur noch der Heizwert ;( der wertlosen Scheine. Einkaufen konnten sie damit nicht mehr. Ende 1923, Anfang 1924 gab es Noten mit einem Nominalwert von 100 Billionen Mark. 100000000000000 :pinch: - so sieht diese unfassbare Zahl ausgeschrieben aus. Ein Inlandsbrief kostete damals 100 Millionen Mark Porto. Das war das Ende. Dann kam die Währungsreform.


    Neben den anderen Edelmetallmünzen sind auch die 20 Mark Kaiserreich heute noch Goldwert :rolleyes: . In allen kommenden Währungen, wird der Zwanziger weiterhin die Kaufkraft es Goldes widerspiegeln :) . Dabei ist die Münze auch noch hübsch anzusehen und hat dazu einen netten Klang [smilie_love] , wenn man sie auf der Tischplatte klimpern lässt.



    Grüße von der Ersatzkasse

    Bis zum 17. Jahrhundert blieb der Rand der Münzen unbearbeitet, und Betrüger konnten unbemerkt die Ränder beschneiden und von jeder Münze ein wenig Silber stehlen. Deshalb begann man im 17. Jh. mit der Rändelung der Münzen: Der Rand wurde mit geraden oder schrägen Kerben versehen, und die dickeren Münzen erhielten ein Muster in Form von übereinanderliegenden Blättern oder Ringeln, oder eine Randschrift. Ein Beschneiden des Münzrandes konnte nun schnell erkannt werden, denn an der beschnittenen Stelle fehlte ja dann die Rändelung. (Einige britische Crowns tragen eine Randschrift, die deutlich sagt, wozu die Rändelung dient: DECUS ET TUTAMEN = Zierde und Schutz).


    Für die Rändelung verwendete man ein Rändelwerk, eine Maschine, in der der Schrötling zwischen zwei Stahlschienen gelegt wurde, auf denen das Muster eingraviert war. Unter kräftigem Druck wurden die Schienen parallel gegeneinander bewegt, der Schrötling rollte zwischen ihnen, und das Muster wurde auf dem Rand eingedrückt.


    Ende des 18. Jh. begann man mit der Ringprägung: Der Schrötling wurde zum Prägen in einen Ring gelegt, in dessen Innenseite das Randmuster graviert war. Wenn beim Prägen nun der Schrötling breitgequetscht wurde, wurde das Metall auch in die Gravur des Ringes gedrückt, so dass der Rand gleich mitbeprägt wurde. Der Ring musste sich öffnen lassen oder aus mehreren Teilen zusammengesetzt sein, denn sonst hätte man den hineingepressten Schrötling nicht wieder aus dem Ring herausbekommen.


    Im 19. Jh. ging man dazu über, die Schrötlinge erst zu rändeln und dann in einem glatten, geschlossenen, einteiligen Ring zu prägen. Bei Münzen des deutschen Kaiserreiches z. B. sieht man gut, dass die vertiefte Randschrift oft ein wenig verdrückt, aber vollständig lesbar ist: Da wurde die Münze erst mit der vertieften Randschrift gerändelt, und danach wurde im glatten Ring geprägt. Aus dem glatten Ring ließ sich die Münze auch problemlos herausdrücken, ohne dass der Ring geöffnet werden musste.


    Numispedia
    Numismatische Online-Enzyklopädie



    Grüße von der Ersatzkasse

    So ein Barren liegt erst einmal und man überlegt 3x ob er wirklich verkauft werden soll


    Hat auch seine Vorteile wenn man Edelmetalle, die man auch anfassen kann, nicht im Sekundentakt kaufen oder verkaufen kann. Man entwickelt dann eine gewisse Ruhe und Übersicht. ^^


    Grüße von der Ersatzkasse

    Erst bei 2.700 Dollar für die OZ Gold sind wir inflationsbereinigt bei einem Kaufkraftwert aus den 1980ern. Der Beitrag von mesodor beschreibt die heutige Situation. In den 80ern sah es mit den Schuldenproblemen noch erheblich besser aus. Wo findet man zurzeit denn eine brauchbare Anlagealternative zu den Edelmetallen? Ich sehe keine und bleibe im Edelmetall!


    Grüße von der Ersatzkasse



    Probleme können auch durch den Versender von DHL-Paketen entstehen, wenn er online das Paket bucht.


    In meinem Fall hatte der Absender die Paketbeschriftung und den Tracking-Code mit einem Tintenstrahldrucker ausgedruckt und dann auf das Paket geklebt. Der nächste Regen hat dann den Tracking-Code unlesbar gemacht. Erst nach 7 Tagen war das Paket neu codiert und konnte zugestellt werden.


    Viel Erfolg. Es wird schon wieder auftauchen.


    Grüße von der Ersatzkasse


    ziemlich oft hat es mich in den fingern gejuckt, irgendwelche äußerungen zu kommentieren, die im parallelfaden "gold: märkte und informationen" zu lesen waren. meist hab ich es mir verkniffen, weil ich finde, daß ohnehin vieles, was in dem faden so von sich gegeben wurde nichts mit märkten und infos zu tun hatte... einfach laberei...
    hier kannst dich ausheulen, bemitleiden und kritisieren lassen... für letzteres kannst mir jetzt gern auch verbal eins reinwürgen ^^ hau her! ich halt es aus... hoff ich :wacko:


    gruß, verleihnix


    :thumbup: Volle Zustimmung, Grüße von Ersatzkasse

    Es gibt unzählige Motive, Gold zu kaufen bzw. Sachwerte im Allgemeinen oder was man dafür hält. Aber warum jetzt noch, nachdem die Preise von Gold, Silber, Platin, Palladium und Kupfer, von Häusern in München, Hamburg, Frankfurt, London und Paris schon in die Höhe geschossen sind? Die generelle Antwort lautet: Weil die Menschen weltweit, nicht nur in Europa, ein gesundes Misstrauen in alles entwickelt haben, was ihnen von offizieller Seite vorgesetzt wird: nicht eingehaltene Versprechen, Schuldenberge und marode Währungen in Kombination mit kopflosen Politikern und hilflosen Bankern.


    Das Ganze wird sich noch zu einer Psychose ausweiten. Wir stehen erst an deren Anfang, auch wenn zum Beispiel der bisherige Preisanstieg der Edelmetalle ihr Ende vorspiegeln mag. Nehmen wir einfach nur den Goldpreis: Er hat sich seit seinem Tief vor gut zehn Jahren in Dollar mehr als versechsfacht. Während der Goldhausse von 1970 bis Anfang 1980 war er, ebenfalls in Dollar, in der Spitze um mehr als das Vierundzwanzigfache gestiegen. Dieser Multiplikator entspräche, auf die kommende Entwicklung übertragen, einem Goldpreis von über 6200 Dollar.


    Sind solche Gedankenspiele überzogen? In Anbetracht des erwähnten allgemeinen Misstrauens keineswegs. Aktuell konzentriert dieses sich stark auf die amerikanische Schuldenkrise. Die ist gewiss schlimm genug, zumal wegen der aktuell äußerst miesen Konjunkturdaten. Doch darüber wird allzu leicht weggewischt, was den Goldpreis sonst noch bewegt: Quasi als Basisnachfrage beispielsweise die enormen staatlichen wie auch privaten chinesischen Käufe, deren wahres Ausmaß nur geschätzt werden kann. Oder die indischen, die traditionell zu Beginn der Festsaison im Spätsommer einsetzen. Auch die jüngste Flucht in den Schweizer Franken wird von Goldkäufen flankiert, denn Anleger aus dem Euro-Raum wissen die Sicherheit ihrer Edelmetallbestände in eidgenössischen Tresoren zu schätzen.


    Das gilt auch für reiche Griechen, die bisher ihr Geld vor den Finanzbehörden überwiegend nach Zypern in Sicherheit gebracht haben. Das ist vielen von ihnen nicht mehr geheuer. Also verteilen sie ihre Millionen zunächst über ihre Verwandten in ganz Europa, um sie anschließend vorzugsweise in der Schweiz zu bündeln. So viel als Ergänzung zur kürzlichen Griechenland-"Rettung", d.h. zum offiziellen Beginn der europäischen Transferunion.


    Nicht zu vergessen, was für einen ungeheuerlichen Spruch der frühere deutsche Finanzminister Hans Eichel, der noch zuletzt in Oberlehrermanier durch Talkshows getingelt ist, im Jahr 2000 vor dem griechischen Euro-Beitritt von sich gegeben hatte: "Ich freue mich, dass Griechenland mit seinem großen Beitrag, den es zur europäischen Kultur geleistet hat, Mitglied der Euro-Zone wird." Dabei muss man sich klar machen, welche Verantwortung für das Volksvermögen ein Finanzminister in Wahrheit hat. Eichels verantwortungsloser Spruch ist ein Beleg dafür, auf welches Niveau die politische Kultur schon damals abgestürzt war. Sie hat sich seitdem bis zum Absonderlichen verschlechtert, weil Deutschland als hauptsächlicher Euro-“Retter“ auf einmal nicht nur für sich, sondern auch für 16 weitere Euro-Mitglieder verantwortlich ist.


    Kein Wunder, dass deutsche Anleger es satt sind, den heutigen politischen Sprücheklopfern in Berlin noch Glauben zu schenken. Folglich investieren sie ihr Geld in Anlagen, die sie für sicher halten, zuletzt immer mehr auch in Gold. Hinzu kommt für sie die Überlegung, dass die Inflation zusammen mit der Abgeltungsteuer jegliche Verzinsung auf Spar- oder Tagesgeldkonten ins Minus rutschen lässt. Wobei die Abgeltungsteuer pikanterweise von Eichel-Nachfolger Peer Steinbrück durchgeboxt wurde, der - nach seinen Medienauftritten zu urteilen - offenbar der nächste Bundeskanzler werden will. Au backe.
    Nun könnte man meinen, nachdem der Euro ein wenig aus der Schusslinie geraten ist und die USA sich am Ende doch noch auf die Bewältigung ihrer Schuldenkrise konzentrieren, müsste das Vertrauen der Anleger in die Anleihen- und Aktienmärkte allmählich zurück- und der aufwärts gerichtete Goldpreistrend nach unten umkehren. Aber das ist nicht allein wegen der politischen Unkultur in Europa und Amerika unwahrscheinlich. Denn es gibt diesseits wie jenseits des Atlantiks so viele fast in Vergessenheit geratene Altlasten, dass allein schon deren Bewältigung das Anlegervertrauen immer wieder aufs Neue untergraben wird.


    Denken wir zum Beispiel an die Probleme der Banken, die sich über alle Ländergrenzen hinaus erstrecken und eindrucksvoll in der Kursentwicklung ihrer Aktien manifestieren. Ganz egal, ob es um die Deutsche Bank, BNP Paribas, Santander, Goldman Sachs oder Bank of America geht. So büßte etwa die Deutsche Bank-Aktie seit ihrem Höchstkurs vom Frühjahr 2007 bis jetzt rund 65 Prozent ein. Blenden wir die Commerzbank aus, deren Aktienkurs bereits auf Crash-Niveau gefallen ist, und streifen wir noch kurz die frühere Skandalbank Hypo Real Estate. Ihre Milliardenpleite belastet den Bundeshaushalt und damit im Endeffekt die deutschen Steuerzahler stärker als bisher angenommen. Sie soll wieder privatisiert werden, nachdem ihre Verluste zu Lasten des Staats sozialisiert worden sind - ein auch unter deutschen Landesbanken praktizierter Klassiker des Bankgeschäfts, bei dem man sich fragen muss, wer unfähiger ist, die Banker oder die Politiker.


    Wie Sie anhand solcher - auch international üblicher - Methoden erkennen, sieht es um das ganze Finanzwesen recht düster aus. Und nun droht auch noch der deutsche XXL-Aufschwung zu Ende zu gehen, was die Bankbilanzen und den deutschen Staatshaushalt in ein Meer von roten Zahlen zu stürzen droht. Den Nachbarländern und den USA geht es im Zweifel noch schlechter. Das alles ins Kalkül einzubeziehen, ist nicht Pessimismus, sondern purer Realismus. Das Ihnen ja schon reichlich bekannte, bis auf Weiteres gültige Fazit kann folglich nur lauten: Bleiben Sie im Gold und in den anderen Edelmetallen engagiert und verwenden Sie möglichst viel Zeit für die Beobachtung der Märkte, um bei Bedarf flexibel reagieren zu können.



    © Manfred Gburek
    http://www.gburek.eu