Beiträge von Der Vorsichtige

    Oh - der Informationsgehalt ist nicht schlecht: Kkw's samt Risikobewertung, Ballungszentren - Bewertung der (Un-) Sicherheit einzelner Regionen und und und.


    Das alles gibt mir auch zu denken - selbst 60km von der nächsten Grosstadt (München). Die Vorstellung meine Vorräte im Keller stehen zu haben gefällt mir inzwischen garnicht mehr. Um nicht zu sagen die müssen 'out of sight' gelagert werden.

    Ooooch,


    jetzt werdet ihr mir aber zu ideologisch...


    Freilich kann das mit den Atomkraftwerken bös' in die Hose gehen - die Auswirkungen werden aber langfristige sein, weniger akut.
    Ich bin gegen den heutigen Umgang mit Atomkraft - so wie gegen jede Illusion quasi 'unendlich' scheinender Energie und Rohstoffquellen - weil diese nur die Ressourcenverschwendung fördern.
    Was man in Japan gesehen hat war da die Ursache im höchten Mass krimineller Umgang mit Risiken, quasi dasselbe betreiben heute Industrien und Banken - ohne dafür je zur Rechenschaft gezogen zu werden.
    Da gehts also ums ganze System - nicht nur um die Atomkraftwerke.


    Auch können wir darauf bei unseren persönlichen Vorbereitungen leider wenig Einfluss nehmen.


    Stromerzeugung auf Grundniveau wird auch ohne Öl & Gas möglich sein, gerade wenn grosse industrielle Verbraucher wegfallen. Wasserkraft, Wind und Sonne stehen ja immer noch zur Verfügung. Biokraftwerke (oft ohne Subventionen unwirtschaftlich) mal aussen vor (Viehzucht ist übrigens derselbe unwirtschaftliche Blödsinn ), Kohle hat Deutschland auch noch.


    Die Frage ist wie der Verbrauch um - hypothetische - 80% gesenkt wird: temporäre Stromabschaltungen für private, Priorisierungen (Bahn, Krankenhäuser, wichtige Industrie, Telekommunikation & Infrastruktur (Wasserversorgung etc.) - oder auch über den Strompreis ?


    Hier ums Eck (in Schrobenhausen) gibts einen grossen Hersteller für Biosprit (Ich glaube aus Kartoffeln) - auch hier gibts in kleinen Mengen Nachschub für Landwirtschaft und Industrie.


    BEDROHT fühle ich mich durch das eventuelle (temporäre) Entfallen medizinischer Leistungen innerhalb der Umstrukturierungsphase nach einem Zusammenbruch - gerade im Zusammenwirkung mit Mangelversorgung (Vitamine, Nahrung, Wärme...).


    Herzinfarkt, Schlaganfall, Blinddarmentzündung, Problemschwangerschaften, Risikogeburten, Infektionskrankheiten (wie z.B. Grippe, Ruhr, Cholera, Masern, Windpocken, Mumps, Scharlach, Kindbettfieber....) und und und haben Kinder, Alte, Kranke und Schwache und sogar vitalste junge Frauen dahingerafft. Schon marode Zähne (Eiterherde im Kiefer etc.) führten früher im Alter um die Vierzig zum Tod, viele junge Männer starben in Folge von Arbeitsunfällen im Bergbau, bei der Waldarbeit, Unfällen mit Rindern, Pferden und Fuhrwerken.


    Wenn ich das mir wahrscheinliche Szenario bewerte kann die Lebenserwartung durch erhöhte Kinder- und Altentensterblichkeit deutlich sinken, so geschehen in Russland noch vor wenigen Jahren. Ich glaube da lag sie auf einmal bei +- 55Jahren. Ohne die Auswirkungen von Nuklearkatastrophen - so schlimm sie auch sein mögen.


    Daher meine Bitte: Versucht die Bedrohungen unideologisch zu bewerten - denn Ideologien sind Fesseln die man seinem eigenen Denken anlegt - und daher manchmal zu völlig falschen Ergebnissen kommt.


    Grüsse


    Markus

    Och - ein paar Liter Benzin wird so viele Tageslöhne wert sein, dass du nicht einmal auf die Idee kommen wirst deinen Sprit mit dem Stromi zu verplempern.


    Einfach weils funktionsfähige Maschinen, Autos, Lkws und Stromerzeuger in Massen geben wird - bloss der nicht mehr importierbare Treibstoff ist unerschwinglich, bzw. der von dir gebunkerte ist ein kleiner Schatz. Noch vorhandenes Heizöl wird natürlich genauso zum Verheizen zu wertvollen Gut.


    Sprit wird deshalbnur noch da eingesetzt werden wo er am meisten Nutzen stiftet.

    Hallo Wayne,


    inzwischen gehe ich davon aus dass es in meinem Umfeld (bayrisches Land, 1200EW - Dorf, ringsum Wald und Felder) keine grosse Not geben wird.
    Sicher - man wird sich auf das notwendige Beschränken, etliche Häuser werden leerstehen weil die Leute wegen der Energieknappheit wieder zusammenrücken.


    Andersherum werden sich nach einem Zusammenbruch schnell neue Strukturen bilden. Jeder bringt seine Fähigkeiten ein (und alle sind froh drum), man geht im Winter miteinander Holz einschlagen, im Sommer aufs Feld und lässt die Dorfgemeinschaft wieder aufleben.


    Ich will ja nicht als Romantisierer dastehen - aber ich sehe auch nach einem wirtschatlichen Zusammenbruch Perspektiven, sofern es politisch nicht in die falsche Richtung abdriftet. Und gerade deshalb macht es für mich Sinn sich vorzubereiten - speziell auf einen technischen Stand ala 1920 (Vor - Elektritizitätsära).


    Auch wenn du vielleicht lachen magst - ich habe sogar schon einige Literatur zur Technik der damaligen Zeit, denn man muss ja das Rad nicht neu erfinden, auch wenn man vieles wieder selbst herstellen muss.


    Die zur Verfügung stehenden Rest - Ressourcen bieten jedenfalls eine ungleich bessere Ausgangslage als zur damaligen Zeit: Ob man jetzt z.B. aus alten Alufelgen neue Gegenstände giesst oder Alteisen wiederverwendet - Rohstoffe haben wir hier in Hülle und Fülle herumliegen. Daraus lässt sich sehr schnell fast jedes Werkzeug der damaligen Zeit reproduzieren...


    Nein - ganz so pessimistisch bin ich selbst für den Fall eines Totalzusammenbruchs nicht.

    Obst, Fleisch, Fisch und z.B. Pilze trocknen (teils räuchern) macht in einem gewissen Umfang schon Sinn. Ich habe vor mein Obst später vor allem einzukochen (Äpfel, Birnen als Mus). Daher sammle ich seit längerem wieder geeignete Gläser und bevorzuge beim Anlegen von Vorräten auch Produkte in Schraubgläsern gegenüber Dosen.
    Zum Einkochen und generell zum Haltbarmachen benötigt man aber - was nicht vergessen werden darf - ganz oft Zucker, Salz (auch Pökelsalz), Essig und Gewürze.


    Eine Quelle für Pökelsalz in Säcken ist die Metro (wie schon gesagt Tagesausweis beantragen...)


    @Fragezeichen:


    Für grundlegende Zimmermannsarbeiten - z.B. aus einem Baum Balken oder Bretter zu machen - benötigt man nur einfachste Werkzeuge und keinen Strom:


    Eine gute Axt, Zweimannzugsäge (Stihl, bei Ebay für +- 10€ zu bekommen ), Dreiecksfeile zum Schärfen und eine Bohrleier, Stemmeisen, Hammer, kleiner Handhobel - dann kann man schon sehr viel selbst errichten (gibts alles billig am Flohmarkt).


    Link zu den Zugsägen:


    http://www.ebay.de/itm/10x-BW-…%A4te&hash=item3f0a799de9

    Hallo Wayne,


    zur Fortführung des reinen Konsums (Essen, Kochen, Waschen, Heizen etc. )macht ein Stromgenerator wirklich keinen Sinn. Dort muss man versuchen die bisherigen stromabhängigen Vorgänge anderweitig zu substituieren oder ganz wegzulassen.


    Setzt man einen Generator allerdings gelegentlich zu Reparaturen an dringend nötigen Einrichtungen (kleine Schweiss / Flex / Bohrarbeiten..., z.B. an Gartengeräten etc.), oder bei der Errichtung von Produktionsanlagen, Ställen, Lagerschuppen etc. (für Tischlerkreissäge, Hobelmaschine, Elektro - Kettensäge, Kompressor, kleine Flex) - also für die Durchführung von Investitionen - ein, dann macht er durchaus Sinn und ermöglicht dem Handwerker so erst viele Arbeiten die anderweitig nicht zu schaffen wären.


    Ich habe daher für den Betrieb diverser Maschinen bis 2kW einen kleinen Benzingenerator, aber auch einen 12V Spannungswandler mit ca. 3kW Spitze den ich am Auto (Diesel) betreibe. Alles gestestet damit sich kein Denkfehler einschleicht - gerade in Sachen Anlaufströme. Wegen der schlechten Lagerfähigkeit des Benzins habe ich mich allerdings mehr auf den Spannungswandler fürs Auto konzentriert für das ich dafür ein wenig mehr Sprit vorgesehen habe.


    Zum Schweissen habe ich allerdings einige Autogengasflaschen, kann also dabei auf Strom ganz verzichten.


    viele Grüsse


    Markus


    p.S.: Wasserleitungen kann man vor Frost übrigens durchaus schützen: Man muss das Wasser nur rechtzeitig absperren und den Leitungsinhalt ablassen - das mussten wir bei unserer Berghütte auch nach jedem Winterwochenende. In Toiletten und Siphons gibt man dann eine gehörige Portion Kochsalz, das bewahrt diese vor Frostschäden und Einfrieren.

    Hahaha, ich fühl' mich ja schon moralisch geohrfeigt.


    Aber ich musste einfach verhindern dass du auf dem Weg zu deiner Fluchtburg bei bester Gesundheit verhungerst :) .


    Wenn du dich dazu auch nicht vonnem Städter verleiten lässt Schlehen zu naschen (die Mini - Zwetschgen schmecken einfach bäh - da hast du eine halbe Stunde 'nen pelzigen Geschmack im Mund) dann kann fast nix mehr passieren. Immer noch besser als Tollkirschen - schaun auch lecker aus und gibts hier etliche von...


    Ich bin doch sowas von Landei und hab' schon fast an allem geknabbert was in Wald und Wiesen wächst. Die Wilde Möhre von letztens war recht holzig, Zirbelkerne haben wir vorige Woche in den Bergen gefuttert - die warn lecker. Sauerampfer macht auch gleich mal lustig (weil so sauer) und vom Löwenzahn habe ich heuer gut und gerne 2t (Tonnen) gesammelt (für die Mümmelhorde). Dazu Schafgarbe, Salbei und und und. Satt wirst halt kaum davon.
    Pilze gibts zur Zeit ein paar - die reichen aber grad' für die Polenfamilie aus meiner Strasse (die sind halt fleissig bei sowas), aber da darfst du schon nicht wählerisch sein und alles nehmen was geniessbar ist. Dann steht hier noch ein bisschen Hagebutte am Feldrand (kann man Wein etc. von machen), Brombeeren ein bisschen, Himbeeren fast nix - aber das wars dann schon ziemlich. Üppig isses jedenfalls nicht. Keine Heidelbeeren mehr wie früher, keine Preiselbeeren - warum auch immer - und das Mitten in Bayern. Bucheckern vielleicht (ist aber viel Arbeit die einzusammeln) - und mit Eicheln weiss ich wenig anzufangen.


    Nee - unser Dorf hat 1200 Einwohner. Was da draussen im Umkreis wild wächst (und da ist wirklich viel Wald) reicht für kaum 'ne Handvoll. Ist leider so - und wird inner Krise auch nicht mehr. Sonst wärn die im Mittelalter und vor der Einführung der Kartoffel nicht alle F... lang in Mengen verhungert.


    Da mahl' ich lieber wieder meinen Weizen und back' aus dem Vollkornmehl mein eigenes Brot. (Wer das und die selbergezogenen Karnickel Fastfood nennen mag solls halt - aber dann soll er auch bitteschön mal die Hosen runter lassen was er de FAKTO aus der Natur bezieht, denn ganz glauben tu' ich noch nicht dass da viel aus der Praxis dabei ist, wenn überhaupt was).


    Was ich am Wegrand finde gibts vielleicht zum Brot dazu - aber (noch) keine plattgefahrnen Igel ala Rüdiger Nehberg :) (Dafür hab' ich 'ne quicklebendige Igelfamile im Laub unter einer alten Tür wohnen - gleich bei den Bucheckern :) ).


    Statt Roadkill habe ich aber Birnen, Kirschen, Zwetschen und Wal- und Haselnüsse satt aus eigenem Garten von 2000qm. Apfel geht mir leider ab. Kann ja noch kommen.


    Musste jetzt bloss einmal gesagt werden - eben von wegen Fastfood und Trallalala.


    viele Grüsse


    Markus

    Ich wollte Dich nur darauf hinweisen, daß Du einen echten Ernstfall durchrechnest, aber mit dem Kopf völlig im jetzigen Alltag verbleibst. Das haut nicht hin.


    Hallo Fragezeichen, hallo Wayne,


    die Durchrechnerei kam allein durch meine Neugier zustande. Voriges Jahr noch konnte ich so etwas - Energiebedarf des Menschen und Energiegehalt verschiedener Lebensmittel - überhaupt nicht einschätzen.


    Daher habe ich zuerst die falschen (zu teuer / zu kurz haltbar...) Waren eingekauft. Nach und nach kamen dann aus verschiedenen Quellen (Verbraucherzentrale, Landwirtschaftsministerium etc.) immer mehr Informationen zusammen und es ergab sich langsam ein klareres Bild. Dann trifft man - z.B. im Landhandel auf Mitarbeiterinnen die noch traditionelle Techniken der Lebensmittelherstellung beherrschen und praktizieren (Brot aus Sauerteig, Gemüseanbau etc.).


    Damit hier der eine oder andere nicht allzu viel wertvolle Zeit im Nebel herumstochernd verschwenden muss fasse ich meinen (naiven) Kenntnisstand auf einem speziellen Gebiet gerne einmal zusammen. (Mit dem Begriff ,naiv' ist es mir wirklich ernst wenn ich an oben erwähnte Bäuerinnen denke)


    Allerdings bin ich auch wirklich froh auf meine eigenen Denkfehler aufmerksam gemacht zu werden.


    ----


    Ich betreibe ich die Sache jedoch aus Neugier schon um einiges über den Bereich der Nahrungsmittelversorgung hinaus, sodass ich das für manche nur eventuelle Szenario schon in vielen Aspekten lebe. Jedenfalls wäre für mich und meine Familie der Übergang zuerst einmal ziemlich nahtlos - jedenfalls bis zur Erzeugung der eigenen Lebensmittel (Anbau, Ernte... - Saatgut, Sprit, Maschinen & Werkzeuge sind schon vorhanden), (von meiner schon laufenden Kaninchenzucht mal abgesehen die bis zu ca. 20% unseres Tagesbedarfs liefern kann).


    Ach ja - ich kenne einige Familien in Tiroler Bergdörfern die bis in die siebziger Jahre keine Strasse auf den Berg hatten - da lebte man auch eingermassen autark (ärmlich halt). Fast nur das Mehl wurde zugekauft, nur die Küche wurde beiheizt - ging halt auch irgendwie. Man beschränkte sich halt auf das WESENTLICHE . Vielleicht ist es das freiwillige WEGLASSEN des Unwesentlichen was uns zuerst so schwer fällt, sogar bei der Krisenvorbereitung (und da gehts doch bloss drum seinem nackten Hintern zu retten !!!).


    Nahrung, Wärme, Kleidung, Gesundheit und Sicherheit - alles was darüber hinaus geht KANN man haben, muss man aber nicht. Eines oder mehrere Grundbedürfnisse zugunsten irgendeines 'Luxus' zu vernachlässigen sollte man tunlichst vermeiden. Ob die Klamotte neu oder alt ist - Goretex oder Parka: Hauptsache warm und haltbar.
    Und bloss nicht drauf verlassen dass das 'Manna' wie bisher auch in Zukunft vom Himmel fällt.


    Denn wer sich mal damit beschäftigt hat wie unser System bisher funktioniert hat, der frägt sich wie das überhaupt so lange gut gehen konnte. Sei's drum - BRACE for Impact....!!!


    Grüsse


    Markus

    Zitat Fragezeichen:

    Markus


    solltest Du ein Jahr lang auf die Vorräte angewiesen sein, 2500 Kalorien am Tag verputzen und keine Privatarmee besitzen, hast Du ein Problem. ;)

    Hi,


    Ich gebs zu - es ist verlockend sich das und Ähnliches vorzustellen.


    Anders betrachtet hat eine rechtzeitige, schnell, einfach und dank Überflussgesellschaft auch noch relativ billig durchgezogene Vorratshaltung noch ganz andere Vorteile:


    Denn wenn man nämlich nicht aus purer Not 100% seiner Arbeitskraft zum puren 'über die Runden kommen' einsetzen muss hat man wiederum Spielräume für andere Tätigkeiten, nicht zuletzt geschäftlicher Art.


    Ich denke das verhält sich analog zu den in der heutigen Gesellschaft vorkommenden Mustern:


    Auf der einen Seite stehen Konsumenten ohne finanzielle Spielräume die mit Mühe und Not Auto, Haus oder Hitech - Kram abstottern. Auf der anderen Seite gibts doch - jedenfalls hier auf dem Land - viele Leute die weit unter Ihren finanziellen Verhältnissen leben, d. H. Ihre Möglichkeiten nicht ausreizen.


    Ich für meinen Teil bins jedenfalls gewohnt auf relativ niedrigem Lebensstandard, aber mit relativ grossen Reserven zu leben. Macht halt ein bisschen unabhängig - und frei weils wie ein langer langer Stossdämpfer zwischen den Ereignissen der Weltgeschichte und dem eigenen Schicksal wirkt.


    Die Nachbarn profitieren zum Teil auch heute schon davon. Wer Futter hat hat damit auch 'ne Privatarmee.
    Im übrigen hält man mich in meinem Umfeld für arm, das hat sich umständehalber so ergeben, ist mir jetzt auch ganz recht so. Ein bisschen tarnen und täuschen gehört also schon auch zum Selbstschutz, damit habt ihr sicher recht.


    Muss halt jeder selbst wissen wie ers damit hält.


    viele Grüsse


    Markus

    Hallo Dierk,


    Ich finde deine Algengeschichte schon interessant, kann allerdings deine Kalkulation selbst nicht nachvollziehen:

    Ich zahle in etwa 120 € für die Algen, habe beste Versorgung, reicht 200 Tage und braucht wenig Platz.

    Die Algen in deinen Links kosten ca. 50€ bzw. knappe 80€ pro kG.


    Ein kG Proteine liefert einem Erwachsenen Mann ca. Energie für 1,5 Tage (1kG Protein enthält +- 3500kCal, Tagesbedarf ist 2000 - 2500kCal).


    Nach meiner Überschlagsrechnung sollte jede Tagesration dann ab 35€ Kosten - wo liegt da der Fehler in meiner Rechnung - hast du eine (viel) billigere Quelle ?


    Ich würde nämlich auch gerne diversifizieren, denn ich bin mit meinen - von allem - Weizenvorräten immer noch etwas einseitig aufgestellt (Kaninchenzucht mal beiseite).


    Vor kurzem habe ich auch noch etwas Mais aufgestockt (Maisfeld Nachlese - einige hundert kG Futtermais). Enthält ähnlich viel Energie wie Weizen, allerdings in anderer Zusammensetzung. Glutenfrei. Kann ggf auch als Hühnerfütter dienen und ist derzeit am einfachsten zu beschaffen und haltbar zu machen (am geschälten Kolben trocknen lassen)


    Kurz noch einmal die Kosten der Nahrungsbevorratung für eine Tagesration (2500KCal Energie ) einfacher haltbarer Lebensmittel im Vergleich - so wie ich sie derzeit sehe:


    Algen: ca. 35€ (optimistisch mit 100% Protein bzw. Stärke - Energiegehalt ähnlich - angenommen, Preis aus Link, ca. 650g/Tag)
    Weizen: ca. 0,2€ (650g/Tag bei 300€ pro Tonne beste Qualität (Brotgetreide) im Landhandel)
    Nudeln aus Hartweizen: ca. 0,6€ (650g/Tag bei 39Ct/500g)
    Speiseöl: ca. 0,70€ (ca 0,5l bei 1,30€/l - mit 0,9kG angenommen)
    Dosenfleisch: ca. 4,00€ (500 - 600g , angenommen mit 7€/kG)
    Müsliriegel (MRE /EPA des kleinen Mannes): ca. 3,00€ (600g, 5€/kG die Billigmarke von Penny)


    Der Tagespreis für einen haltbaren Lebensmittelvorrat sollte also pro Person bei etwa 1 - 2€ hinzubekommen sein. Hochwertige Nahrungsmittelergänzungsmittel (Algen ? ) sollte man natürlich auch bevorraten, die sind natürlich auch teurer.
    Ausdrücklich NICHT berücksichtigt habe ich Vitamine, Mineralien, Spurenelemente etc. für die ich separate Quellen vorgesehen habe. (Trocken, frisch, Selbstanbau etc.)


    GRUNDSÄTZLICH kommt man bei der Langzeitbevorratung kaum daran vorbei nicht verarbeitete Nahrungsmittel zu bunkern, da diese


    - um Welten günstiger
    - viel länger haltbar
    - in Grossgebinden beziehbar sind (= schneller Aufbau eines Vorrats)


    Wenn die Nahrungsmittel - Vorratsbeschaffung (Langzeit) schnell und günstig gehen soll dann sollte man sich:


    - zuerst auf das Überlebensnotwendige konzentrieren (Energielieferanten Getreide, etc.), ggf. diese im
    Landhandel beziehen (Baywa etc.)
    - dort nicht erhältliche Grossgebinde (Salz, Zucker, ÖL, etc.) z.B. in der Metro holen- (Tagesausweis beantragen),
    dort fällt ein Grosseinkauf auch nicht auf
    - erst wenn das erledigt ist ins Detail gehen und die Vorräte diversifizieren
    - Lagertonnen beschaffen, z.B. 200l - Fässer aus Metall (Regale sind für wirklich grosse Vorräte ungeeignet)
    - Getreidemühle, Trockenhefe (Fermipan) etc., diverse Backzutaten (z.B. bei http://www.backstars.de)


    Ganz ausdrücklich möchte ich empfehlen einmal den Taschenrechner zur Hand zu nehmen und durchzukalkulieren welche Unmengen an Lebensmitteln z.B. eine vierköpfige Familie im Jahr verzehrt.


    Es gab hier im Forum schon Bilder von Regalen stolzer Bevorrater die ich - mit verlaub - nur als 'niedlich' bezeichen kann.


    Eine Famile mit zwei Kindern z.B. benötigt MINDESTENS 700kG Trockenvorräte (z.B. Nudeln) pro Jahr. Sobald man Konserven einlagert geht das wegen des Wassergehalts in den Tonnenbereich. Allein ein Monatsbedarf kommt da auf deutlich über 100kG, ein Gefrierschrank / Kühltruhe ist somit ratzfatz leergegessen. Für den ders nicht glaubt am Beispiel Nudeln:


    Tagesbedarf einer Familie mit zwei Kindern:

    Energieverbrauch Vater 2500kCal, Mutter 2000kCal, Kinder 2x je 1250kCal = 7000kCal, was dem Energieinhalt von 2kG Nudeln (reine Trockenmasse) entspricht. Pro Monat also 60kG. Ohne Flüssigkeit, ohne Obstkonserven, ohne Gemüse und Fleisch (was auch Wasser enthält). Ernährt man sich dagegen von Fertiglasagne dann gehen 200kG pro Monat weg.


    Ich wage zu behaupten dass kaum ein Normalbürger überblickt welche Mengen an Nahrungsmitteln von der eigenen Familie ständig konsumiert werden. Die Logistik funktioniert ja.


    Aber genau bei der Logistik sehe ich das Problem auf uns zukommen:


    Kurz nach Fukushima standen weltweit die Bänder der Autoproduzenten still - nur weil ein paar Kleinteile aus Japan abgingen.


    Unsere Lebensmittelindustrie ist da nicht anders aufgestellt - Die Logistikketten sind unendlich unendlich kompliziert und lang.


    Das fängt bei Saatgut und Düngerproduktion an, geht über die Strom / Erdölabhängigkeit der Erzeugerbetriebe und dem Bedarf an Ersatzteilen für die hochtechnisierten Anbaugeräte.


    Die Weiterverarbeitung der landwirtschaftlichen Produkte findet heutzutage nur noch in weit entfernten Grossbetrieben statt, an Stelle einer Lagerhaltung werden die meisten Erzeugnisse quer durch zig Länder gekarrt.
    Vor Ort produzieren dann spezialisierte Betriebe den Bedarf für halb Europa. Fahren plötzlich keine Lkw dann ertrinken die Spanier und Niederländer in Gemüse, während man in Deutschland auf Fleisch und Milch und Joghurt sitzen bleibt.


    Vom Ideal der regionalen, saisonalen Versorgung haben wir uns dank Europa derart meilenweit entfernt, so dass man im Krisenfall (wie geartet auch immer - keine Kreditvergabe an Erzeuger und Lieferanten genügt da schon) schon mit einer längeren Umstellungsphase mit einer Nahrungsmittelknappheit in Folge rechnen muss.


    Geschickt angestellt kann man sich darauf mit relativ kleinem finanziellen Aufwand vorbereiten. Daher bitte unbedingt RECHNEN. Weder Luxuslösungen noch riesige Umverpackungen ala Cornflakes machen einen Magen voll. Mit 1-2€ pro Tagesration sollte man hinkommen.


    viele Grüsse


    Markus

    Ich habe so eine wahnsinnige Wut, weil ich keinerlei vernünftige Entscheidungen treffen kann durch dieses Gehänge und Gewürge.

    Hi Diana,


    ich kann dein Problem aus eigener Erfahrung nachvollziehen: Planungssicherheit gibts derzeit leider überhaupt nicht, nicht kurzfristig - und auch nicht längerfristig.


    Wer die Politik allerdings langfristig beobachtet für den ist das wenig Neues - man betrachte z.B. die Rentengeschichte, wo schon seit Jahrzehnten klar ist dass das aus demographischen Gründen in die Hose geht.


    Die einzige Konsequenz die man derzeit ziehen kann ist es die eigene Exponiertheit zu reduzieren und sich von dem ganzen Trara unabhängig zu machen. Doch wie weit man damit gehen sollte ?


    Der eine kauft Vorräte für ein paar Wochen und erhöht damit sein subjektives Sicherheitsgefühl, andere sind schon seit Jahrzehnten aus dem staatlichen Vollversorgungssystem ausgestiegen um selbst Verantwortung zu übernehmen.


    Ich persönlich habe meine LV schon 1989 aufgelöst weil mir die staatliche Schuldenmacherei schon seit Schmidt - Zeiten suspekt war - in die Rentenversicherung habe ich insgesamt nur sechs Monate eingezahlt.


    Dafür schuldenfreies Haus (+ Omas 'Fluchtburg'), ein bisschen Metalle, lang reichende Vorräte - eigentlich sollte das doch Sicherheit vermitteln, aber Pfeifendeckel.


    Jedenfalls fühl' ich mich viel mehr verunsichert als die hypothekenbeladenen Nachbarn. Mir ist nämlich das Vertrauen in die verlässlichkeit der Politik, ja sogar in die Rechtsstaatlichkeit verlorengegangen: Vieles was heute staatlich garantiert und gefördert wird und wurde wird nicht selten bald darauf mit Sanktionen belegt und bestraft.


    Wenn man da ein, zweimal drauf reingefallen ist glaubt kein Wort mehr aus Politikermund. Ob man sich einst (z.B. Mitte der 80er) ein steuerbefreites Dieselfahrzeug zugelegt hat und danach mit Strafsteuern belegt wurde, ob Solarförderung, Schiffs - und Filmfonds, Riester - Rente und und und...
    Inzwischen wird zudem in einem Maße Leistung bestraft und Gleichzeitig Untätigkeit und Unwirtschaftlichkeit belohnt dass es mir schwer fällt in der Geschichte Vergleichbares zu finden.


    Es ist für mich nicht nur das Geldsystem an dem es krankt - sondern vor allem die Tatsache dass die heutigen Entscheidungsträger sich irrationale Verhaltenmuster zugelegt haben deren Dekadenz oft ans alte Rom erinnern.
    Ich vertraue auch nicht darauf dass so eingefleischte Verhaltensmuster einfach durch einen monetären 'Reset' beheben liessen.


    Vertrauen ist für mich allerdings eine Vorraussetzung fürs Eingehen von Risiken - da das allerdings derzeit nicht vorhanden ist verlege ich mich vorläufig auf eine Art 'Bunkermentalität': Am besten 6 Meter Stahlbeton über der Birne und Vorräte für ein Jahr, vielleicht auch das Land verlassen (Kanada ???).


    Zur FDP fällt mir nicht viel ein - hab' ich ein Mal vor langer Zeit gewählt - Kreuz zeugt doch heutzutage kaum ein Politiker. Alle windelweich. Ist schon selten dass mal einer den Mund gegen den allgemeinen Konsens aufmacht, dann kommt auch gleich aus andrer Ecke das 'shhhhhh ....!!!' - Klappe halten , Pietät wahren,Rede - und Denkverbot. Das hat mit Demokratie und Pluralismus schon lange nichts mehr zu tun. Lieber machen alle zusammen das gleich Falsche.


    Wie sehne ich mich nach den Zeiten als sich noch Brandt, Strauß und Wehner gefetzt haben. Da ging es noch um echte Gegensätze, da waren Wahlen noch spannend und bedeuteten Veränderung.


    Heute dagegen gehts nur noch um die Erhaltung des 'Status Quo', des staatlichen Umverteilungsapparats der fiktive Gewinne mit der Giesskanne verteilt und so die Millionen Unterprivilegierten ruhigstellt.


    Doch die Giesskanne ist leer - und auch das bisher Verteilte war nur geliehen, und das in Potenz.


    Jetzt stehn halt zunehmend die Gläubiger ohne Hosen da, im Augenblick die Banken, mal schaun wann die Sparer die Rechnung serviert bekommen.


    Obs jetzt die französischen oder die deutschen Geldinstitute sind ist IMHO Nebensache - das wird eh so ausnivelliert dass alle zusammen fallen.


    Die Frage ist halt: was kommt danach ?


    Grüsse


    Markus

    Oh doch - Dosenbrot ist Jahrzehnte haltbar, bei manchen Tests wars nach 50 Jahren noch einwandfrei.


    Steht hier beim Angebot:


    http://cgi.ebay.de/Dosenbrot-V…_Shop&hash=item415c9a52d7


    Ich finds auch prima als Marschgepäck und für kurzfristige Engpässe.


    Um langfristige Versorgungsprobleme zu überbrücken ist es aber schlicht um Welten zu teuer.


    Grob überschlagen muss ein Erwachsener davon etwa 1kG am Tag essen um auf seine 2000kCal zu kommen. Machte also 6€ pro Manntag an Kalorien.


    Um längerfristig auf die benötigte Energiemenge zu kommen sind weniger raffinierte Getreideprodukte weitaus günstiger:


    - Spaghetti (davon reichen 750g Trockenmasse für 2000kCal), ca. 60Ct
    - oder gleich Getreide in Kombination mit einer Flockenquetsche (die kostet ca. 30€)- wenn nicht sogar handbetriebener Mühle (150-300€)


    Getreide muss man nicht unbedingt Backen, man kann es in Flocken gequetscht auch einweichen und dann so essen. Kostet wohl am wenigsten - derzeit 30-40Ct das Kilo (ich habe noch 16Ct bezahlt), je nach Quelle und Menge (Landhandel ist am günstigsten, danach kommt die Mühle als Bezugsquelle).


    Wer also seine Vorbereitungen richtig plant kommt mit demselben Budget gut 15 Mal länger über die Runden als mit 'Luxuskonserven' - wenn ich das so nennen darf. Ich hatte nämlich auch so angefangen - bis ich gemerkt habe dass ein Jahresvorrat an Konserven für sieben Personen meinen Rahmen sprengt.


    Ich überlege jetzt sogar mir eine grössere Menge ( einige hundert kG) Mais zum Trocknen hinzulegen - damit kann man quasi das Selbe anfangen wie mit Getreide und der steht gerade so schön auf den Feldern....


    viele Grüsse


    Markus

    Hallo Diana,


    Nach mehrmaligem Durchlesen habe ich deine letzten Beiträge langsam verdaut.


    Daher erlaube ich mir - auch wenn es mir wahnsinnig schwer fällt - ein klein wenig zu widersprechen.


    Insbesondere zu George Soros: Ich habe ihn früher wegen einiger seiner Theorien - recht geschätzt, inzwischen wird er mir auf Grund seiner politischen Äußerungen immer unsympathischer - obwohl ich doch einige seiner Bücher gelesen habe.


    Jedoch möchte dem Mann eins wirklich zugestehen:


    Er versteht es sich auf sich wandelnde Spielregeln einzustellen - und genau damit tun wir uns dagegen so unheimlich schwer. Unsere Politiker scheitern inzwischen schon fast wöchentlich daran.


    Das 'set of rules' nach denen bis vor wenigen Jahren Firmen, Banken, Staaten und auch Privateigentum behandelt und bewertet wurden gilt nämlich nicht mehr. Aktien und Anleihen steigen ohne Änderung ihrer Fundamentaldaten in den Himmel und fallen relativ kurz darauf wieder wie Steine in den Bewertungskeller. KGV, Gewinne, Umsätze und Wachstum treten in den Hintergrund - Anleger folgen statt dessen dem Trend, der nicht selten von den grossen Akteuren manipuliert wird.


    Ökonomische Spielregeln werden einfach ausser Kraft gesetzt - ob durch politische Interventionen, durch übermäsßige Liquidität in den Märkten ausgelöste Prozesse oder natürlich auch die Aktivitäten von Hedgefonds und Grossanlegern. Es ist ein Irrenhaus, eins und eins ist nicht mehr zwei.


    Dazu kommt noch dass die qualifizierten Kräfte auf der Seite der Angreifer stehen:


    So setzt sich Soros in seinem Buch 'The alchemy of finance' (Vorwort von Paul Volcker !!!) z.B. mit den Diskrepanzen zwischen wahrgenommener und tatsächlicher Realität auseinander.
    Denn genau diese Wahrnehmungsdiskrepanzen sind die Ursache für Fehlbewertungen, an deren erzwungener Korrektur Hedgefonds dank ihrer finanziellen Feuerkraft profitieren. So gesehen steckt hinter jeder Lüge, jeder manipulierten Statistik und jeder gefälschten Bilanz ein potentieller Gewinn für die Hedgefonds - während unsere Politikamateure von Lügen und Marktmanipulationen nicht die Finger lassen können.


    Und über eben diese Wahrnehmungsfehler stolpern wir - die wir uns selbst für 'sophisticated investors' halten, anstatt davon zu profitieren.


    Ob wir uns nun bewusst täuschen lassen, in unseren persönlichen Ideologien gefangen sind, ob unsere Eitelkeit es uns wieder einmal verbietet Fehler einzugestehen oder ob es einfach nur unser Unwissen ist - beim Investor führt all dies zu finanziellen Verlusten.


    Die von dir aufgeführte Überschuldungssituation der französischen Banken, die französischen Rentenverpflichtungen z.B. sind wohl Fakt. Doch bei der Bewertung der Konsequenzen tue ich mich richtig schwer. Jedes mittlere Privatunternehmen wäre in derselben Situation mausetot, zumindest in dem Augenblick in dem die Fakten publik werden.


    Im Fall der in privater Hand befindlichen Banken sehe ich schon die Risiken für die Aktionäre, eventuell noch für die Kunden. Im Fall der Gefährdung des Systems allerdings springt der Staat ein.


    Die durch die Rettungsaktionen auflaufenden Schulden der öffentlichen Hand versucht man weltweit nach demselben Muster durch 'Repression' herrzuwerden:


    Da wo irgend notwendig der jeweilige Staat bei drohendem Zusammenbruch systemrelevanter Institutionen (HRE etc.)interveniert entsteht diesem ein hoher Kapitalbedarf. Er beschafft sich das dazu notwendige Geld durch die Ausgabe von Staatsanleihen die von den 'primary Lenders (private Grossbanken)' übernommen werden.
    Die Notenbanken wiederum (vor allem FED und EZB) monetisieren diese Staatsanleihen (kaufen diese von den primary Lenders auf), verschaffen diesen somit saftige Arbitragegewinne, manipulieren die Anleihenrenditen durch die überhöhten Ankaufskurse unter die realen Inflationsraten, wodurch - so das System nicht vorher zusammenbricht - die Gläubiger um die Kaufkraft ihres Ersparten geprellt werden sollen. Rentner, Sparer, Besitzer von Lebensversicherungen, betrieblicher Zusatzrenten, Riester etc. schauen in die Röhre.


    Die negative Realverzinsung soll dann wohl so lange aufrechterhalten werden bis die Überschuldungssituation zurückgeführt ist.


    Soweit jedenfalls die Theorie, der 'Plan' dem wohl die EZB zu folgen scheint.


    Selbst wenn die Entschuldung durch Repression irgendwie gelingen sollte graut mir vor den ökonomischen Konsequenzen aus Kapital-, Kaufkraft- und Einkommensverlust, vor den notwendigen aber nicht durchgeführten Reformen und vor der demografisch bedingten Altersarmut gegen die man sich nicht einmal durch herkömmlich gespartes Kapital absichern kann.


    Jedenfalls - und sofern uns das System wirklich nicht vorher deflationär um die Ohren fliegt - lernt die Welt demnächst einmal die Kehrseite der wohl seit den 80er Jahren von Arthur Laffer und Alan Greenspan inspirierten, ultralockeren Fiskal- und Geldpolitik kennen.


    Denn den in den vergangenen 30 Jahren - seit Reagonomics - weltweit entstandenen Schulden stehen gleich grosse Guthaben gegenüber. Bloss sind diese Guthaben sehr asymmetrisch bei den Ländern mit Primärüberschüssen gelandet.
    Es ist mehr als nur anzunehmen dass das in Deutschland noch lustig werden könnte sobald die wegen Inflationsängsten aus festen Anlagen abgezogenen Gelder speziell auf dem deutschen Realgütermarkt nach Anlagemöglichkeiten suchen. Einen kleinen Vorgeschmack davon erleben wir ja gerade schon mancherorts. Denn vieles was derzeit an 'Rettungspaketen' ausbezahlt wird bläst dann als repatriiertes deutsches Anlegergeld die nächste (Immo, Gold... ) Bubble auf. Die derzeitigen deutschen 'Wachstumsraten' kommen ja auch nicht von ungefähr - besonders im Vergleich mit den Nachbarn.


    viele Grüsse


    Markus

    Hi Diana,


    vielen Dank für den Link mit dem Gewächshaus - ich werde mal sehen ob ich ein für mich passendes Angebot finde. Dumm halt wenn man davon (noch) keinen Plan hat.
    Was hältst du von Gewächshausfolien ? Für die Struktur eines grösseren Häuschens / Tunnels hätte ich nämlich Material.
    Da muss ich doch de Tage mal wieder den Bibliothekar meines Vertrauens fragen ob er was zum Thema im Regal hat.


    @Die Jungs die die Prepperei ein wenig kritisch sehen kann ich aber beruhigen:


    Auch ich erwarte unmittelbar kein Chaos und keinen Weltuntergang. Aber auf die 'da oben' möchte ich mich dennoch nicht verlassen.


    Ganz bestimmt erwarten tue ich allerdings deutlich steigende Preise für die Güter des täglichen Bedarfs. Oma hat zu Opas schmalem Einkommen Lebensmittel dazuproduziert - tun wirs halt auch wenn notwendig. Sich drauf einzustellen halte ich für nicht übertrieben - bis zur ersten Ernte vergeht schon bald ein Jahr.


    Sicher kann auch nicht jeder Spaghetti ohne Strom und Gas kochen, mancher hat sich aber schon drauf eingerichtet. Ein Holzherd macht nebenher auch die Hütte warm. Übertrieben ? In Zeiten des Atomausstiegs brauchts keinen Börsencrash mehr für einen Blackout, da reicht eine Netzüberlastung, Eisregen etc. und man sieht recht alt aus.


    Wird Brennmaterial knapp heizt man halt nur die Küche, wies früher - vor unseren Verschwenderzeiten - üblich war.


    Sollten wieder einmal - warum auch immer - wie 2008 Banken nicht bereit sein Exportkredite zu bewilligen dann kann es auch einige Zeit lang keine billige Kleidung und Schuhe aus Fernost geben weil der Warenverkehr zum Erliegen kommt. Mit flicken, umändern und tauschen kann man auch damit zurechtkommen. Nadel, Faden und Nähmaschine sind IMHO auch keine übertriebene Vorsicht.


    Ich jedenfalls möchte soweit vobereitet sein mir selbst und meiner Familie helfen zu können - das geht mit nackten Händen einfach nicht.


    Ich verstehe dass es ist aus heutiger Sicht verführerisch ist zu sagen: '... bekomme ich am Tage X immer noch'.


    Dumm nur wenn in unserer just - in time - Gesellschaft alle auf einmal auf dieselbe Idee kommen. Heute geht den Goldhändlern das Material aus wenn nur 1% der Leute Ihr Vermögen umschichten - morgen sinds die Baumärkte.
    Die ersten 50 Kunden bekommen Schaufel, Rechen, Harke und Schubkarre - dann ist das Lager leer. Bis das nächste Containerschiff mit Billigwerkzeug in Bremerhaven anlegt. Und wenn nicht ?


    Oh ja - 10.000 haben das Zeugs da bei jedem Baumarktbesuch im Regal stehen gesehen und sind dran vorbeigelaufen, dumm nur wenn die Geldmangelwirtschaft (Achtung: der Geldmangel ist nur mehr eine Fiktion !!!) sich zu einer Gütermangelwirtschaft wandelt - da gelten jetzige Masstäbe nicht mehr.


    Zukünftige Bewertungen zu prognostizieren - darin liegt für mich nämlich die Krux. Überall. Ob bei Gold & Silber, Immobilien - einfach bei allen Werten. Da liegt für mich der Unterschied zwischen Gewinnen und verlieren.


    Und dazu der eitle innere Schweinehund:


    Die 'Gold kommt bestimmt zurück auf 1100€' - Stimme habe ich nämlich auch im Kopf, für die übrige tägliche Kritik ist meine Frau zuständig. Heute hat ausnahmsweise mal die Vernunft gewonnen - Konto geleert, nochmal eingedeckt.


    Bei anderen grossen Dingen scheitere ich regelmässig - wegen 5% hin oder her. Auch wenn ich nicht sicher bin in ein, zwei Jahren überhaupt noch etwas dafür zu bekommen.


    Wir müssen daher alle über unseren Schatten springen - sollten weder an Dingen festhalten die keine Zukunft haben, noch uns drauf verlassen uns nächsten Winter allein von Nachbars Dachhasen ernähren zu können.


    viele Grüsse


    Markus

    Hi Argus,


    im Netz gibts auch ganz gute und komprimierte Artikel über die Karnickelzucht - hier


    z.B.:


    http://riesenzucht.beepworld.de/kaninchenzucht.htm
    http://riesenzucht.beepworld.de/fuetterung.htm etc.


    Mardersicher sollte ein Gehege sein: >1mm starkes Drahtgitter und ein fester Boden damit der Marder sich nicht durchgraben kann. Unterm Freilauf habe ich Bleche verlegt - die hatte ich halt zur Hand. Und darauf Erde.
    Das hat auch den Vorteil dass nicht alles untertunnelt wird.




    Dass man plötzlich mit Horden von Tieren dasteht kenne ich vom vorigen Jahr - 'plötzlich' waren's 30 so Trümmer. Ich habe auch vor ein paar Tagen einen 6 Kilo - Mümmel hergeschenkt - den Lieblings - Schmuserammler meines Sohns.....Gewissensbisse sind bei sowas halt leider programmiert.


    Daneben hatte ich gerade heute bös Ärger mit meiner Frau die alle mein Vorbereitungen für reine Hysterie hält - da gings echt rund...


    Trotzdem werde ich das Preppen die nächsten Tage ausweiten und mir eine grössere Kartoffelmiete im Garten anlegen. Bisher wars keine Kunst hier am Land einige Zentner Kartoffeln 'nachzulesen' - und Saatgut brauchts ja auch für nächstes Jahr.


    Allerdings ist die Bodenqualität meines Gartens eher dürftig - da brauchts noch einigen Humus zu Verbesserung. Gottseidank ist nebenan im Neubaugebiet einiger übrig.


    Leider habe ich auch noch kein Gewächshaus - da bräuchte ich auch dringend noch eines - mal sehen was ich da auftreiben kann. Vielleicht könnt ihr mir ja ein paar Tipps dazu geben.


    viele Grüsse


    Markus

    @Vorsichtiger: Wann kommen die Russen nun genau?


    So unrecht hast du damit garnicht, ist bei mir wahrscheinlich genetisch bedingt. Meine Leute waren allesamt vor den Russen abgehaut, sowas prägt. Fabrik futsch, Villa futsch - die andre Seite der Familie hat auch nix behalten.


    Kann man doch irgendwie verstehen dass ich langsam den Rucksack packe und alles in EM umwandeln will - oder ?

    Teddy redet von einem fahrbaren Untersatz und keiner 8Zylinder-Penispumpe.


    Das mit dem 1000€ - Auto mach' ich genauso, könnte aber inzwischen 'nen nagelneuen Passat Kombi samt Extras aus der EM - Schatulle bezahlen.
    Nur so bleibt echt was über und nicht bloss dreieurofuffzich am Monatsende.
    Die derzeitige Kiste (Passat 35i Diesel, 530tkm), für 1200€ vonnem Opa gekauft läuft seit drei Jahren und 120tkm wie ein Uhrwerk. Hab' sogar noch einen in Reserve (den Vorgänger, auch 35i).


    Nächste Woche kommt noch Omas Hütte untern Hammer - und ich denk' nicht nichtmal im Traum dran mir was Neues zuzulegen. Wird schnellstmöglich in EM umgesetzt, man will ja in 20 Jahren - da bin ich 65 - von was leben.
    Hat auch was Gutes wenn die Nachbarn und die dauernd rumschleichenden Rumi - Bettler einen für arm halten. Bricht wenigstens keiner ein.


    Holzofen halt' ich fürne gute Investition, irgedwas Brennbares findet sich immer. Ich hab' einen 16kW Schwedenofen der das ganze Haus (offener Bungalow) beheizt, einen Lohberger LHS75 Holzbackofen habe ich für Kleines aus einem Anzeigenblatt - den schamottiere ich gerade neu.


    Meine 2010er Winterdieselvorräte habe ich nicht mit Grotamar behandelt - das Zeug ist ziemlich teuer, gerade für die Menge Dusel die ich eingelagert habe. Dafür habe ich kistenweise Dieselfilter um den Sprit wieder sauber zu bekommen. Passiert da trotz des Biodieselanteils drin überhaupt noch 'was wenn kein Wasser reinkommt ? BD soll doch Algen killen.


    Dieselpest hatte ich bei der Pölerei schon mal - und auch der Filter von meinem Bagger war vor kurzem dicht (schwarzer Schleim). War ärgerlich, aber auch schnell behoben. Beim Bagger ist aber der Tankdeckel undicht - da war besimmt Kondenswasser im Sprit (Kiste stand 6 Monate nur rum).


    Grüsse


    Markus