Ooooch,
jetzt werdet ihr mir aber zu ideologisch...
Freilich kann das mit den Atomkraftwerken bös' in die Hose gehen - die Auswirkungen werden aber langfristige sein, weniger akut.
Ich bin gegen den heutigen Umgang mit Atomkraft - so wie gegen jede Illusion quasi 'unendlich' scheinender Energie und Rohstoffquellen - weil diese nur die Ressourcenverschwendung fördern.
Was man in Japan gesehen hat war da die Ursache im höchten Mass krimineller Umgang mit Risiken, quasi dasselbe betreiben heute Industrien und Banken - ohne dafür je zur Rechenschaft gezogen zu werden.
Da gehts also ums ganze System - nicht nur um die Atomkraftwerke.
Auch können wir darauf bei unseren persönlichen Vorbereitungen leider wenig Einfluss nehmen.
Stromerzeugung auf Grundniveau wird auch ohne Öl & Gas möglich sein, gerade wenn grosse industrielle Verbraucher wegfallen. Wasserkraft, Wind und Sonne stehen ja immer noch zur Verfügung. Biokraftwerke (oft ohne Subventionen unwirtschaftlich) mal aussen vor (Viehzucht ist übrigens derselbe unwirtschaftliche Blödsinn ), Kohle hat Deutschland auch noch.
Die Frage ist wie der Verbrauch um - hypothetische - 80% gesenkt wird: temporäre Stromabschaltungen für private, Priorisierungen (Bahn, Krankenhäuser, wichtige Industrie, Telekommunikation & Infrastruktur (Wasserversorgung etc.) - oder auch über den Strompreis ?
Hier ums Eck (in Schrobenhausen) gibts einen grossen Hersteller für Biosprit (Ich glaube aus Kartoffeln) - auch hier gibts in kleinen Mengen Nachschub für Landwirtschaft und Industrie.
BEDROHT fühle ich mich durch das eventuelle (temporäre) Entfallen medizinischer Leistungen innerhalb der Umstrukturierungsphase nach einem Zusammenbruch - gerade im Zusammenwirkung mit Mangelversorgung (Vitamine, Nahrung, Wärme...).
Herzinfarkt, Schlaganfall, Blinddarmentzündung, Problemschwangerschaften, Risikogeburten, Infektionskrankheiten (wie z.B. Grippe, Ruhr, Cholera, Masern, Windpocken, Mumps, Scharlach, Kindbettfieber....) und und und haben Kinder, Alte, Kranke und Schwache und sogar vitalste junge Frauen dahingerafft. Schon marode Zähne (Eiterherde im Kiefer etc.) führten früher im Alter um die Vierzig zum Tod, viele junge Männer starben in Folge von Arbeitsunfällen im Bergbau, bei der Waldarbeit, Unfällen mit Rindern, Pferden und Fuhrwerken.
Wenn ich das mir wahrscheinliche Szenario bewerte kann die Lebenserwartung durch erhöhte Kinder- und Altentensterblichkeit deutlich sinken, so geschehen in Russland noch vor wenigen Jahren. Ich glaube da lag sie auf einmal bei +- 55Jahren. Ohne die Auswirkungen von Nuklearkatastrophen - so schlimm sie auch sein mögen.
Daher meine Bitte: Versucht die Bedrohungen unideologisch zu bewerten - denn Ideologien sind Fesseln die man seinem eigenen Denken anlegt - und daher manchmal zu völlig falschen Ergebnissen kommt.
Grüsse
Markus