Hallo E.M.,
danke der Nachfrage. Um richtig grosse Mengen lagern zu können habe ich mir luftdichte 230l Stahlfässer für je ca. 20€ besorgt und das lose Getreide, Salz, Hülsenfrüchte in Säcken etc. dort drin untergebracht. Die Fässer haben den Vorteil dass sie stapelbar sind und daher mehr drin unterzubringen ist als in einem Regal. Getreide hab' ich einfach Eimerweise eingefüllt, Deckel mit Spannring drauf - fertig. Nächstes Fass oben draufgestellt und wiederum gefüllt. Alles wo man schneller mal dran muss natürlich in die oberen Fässer.
1000kG Getreide macht sieben Fässer - man bringt acht Stück auf ca. 1,5qm Fläche unter.
Der Weizen hat 160€ die t gekostet, Roggen und Nackthafer etwas mehr.
Bezugsquelle ist der Landhandel - in meinem Fall Agrarhandel Moser in Schweitenkirchen bzw. die landwirtschaftliche Erzeugergemeinschaft Schrobenhausen.
Reis und Hülsenfrüchte, Salz etc. sind auch aus anderen Quellen - Metro etc. Da kann man als Nichtgewerblicher einen Tagesausweis bekommen und so dort Grossgebinde einkaufen.
Mahlen tun wir das Getreide mit einer elektrisch betriebenen Mühle ( das Modell funktioniert aber auch mit Kurbel die es extra dazuzukaufen gibt):
http://www.wiederhold-muehlenb…/getreidemuehle-bestellen
Dazu noch eine Kornquetsche für den Nackthafer. Hat sich seit Jahren bewährt und zeigt bisher keinen Verschleiss:
http://www.getreidemuehlen.de/…J3n1pTs3MoCFUefGwodDscJuw
Ganzes Korn ist viel länger haltbar als Mehl, Brotbackmischungen etc. . Im Prinzip Jahrzehnte - von daher spart man sich das Rotieren der Vorräte.
Zur Not habe ich auch einen Holzkochherd von Lohberger:
http://www.feuer-fuchs.de/Kuec…r-Landhausserie-LHS-754-N
War gebraucht sehr günstig und der Kaminkehrer hat mir den gottseidank abgenommen.
Ich bin am Anfang recht naiv an der Vorratsgeschichte herangegangen und habe daher viele Fehler gemacht: Eben z.B. mengenweise Brotbackmischungen und Mehl gekauft. Das wird allerdings spätestens nach ein paar Jahren ranzig (der Fettanteil darin). In den Fässern unter Luftabschluss langsamer - aber dennoch war so manches Päckchen nach nicht mehr ganz so gut.
Überhaupt setzt man sich zu Anfang gern Scheuklappen auf: alles muss perfekt und ausgewogen sein, vieles Unnötige wird bevorratet - gleichzeitig Lebensnotwendiges vergessen.
Nicht ganz einfach ist es die ' Reichweite' bzw. den Nährwert eines Konservenvorrats richtig einzuschätzen. Hier im Forum gabs schon Leute die hatte Regale voll mit Dosensuppen: Viel Wasser, wenig Kalorien. Aussichtslos damit länger über die Runden zu kommen wenn man 2000kCal Bedarf pro Tag und Person ansetzt.
Realistisch gesehen wird man allerdings wohl auch in der ärgsten Krise zu Essen bekommen - halt vorraussichtlich zu wenig. Und diese Lücke gilt es dann zu schliessen. Vielleicht geht einem dann z.B. Vitamin C ab bzw. rettet Leben - kostet heute ja dosenweise fast nichts.
Fleisch ist IMHO kaum nötig zu bevorraten - jedenfalls nicht in Mengen. Hat man zum Getreide noch verschiedene Hülsenfrüchte dann sollte der Eiweissbedarf eigentlich auch ohne zu decken sein.
Egal was man nun bevorratet: Hat man zu viel davon dient es halt in Fall der Fälle als Tauschmittel.
Im Grunde wäre alles schnell besorgt wenn man nur wüsste wie und was. Aber das braucht Zeit und Einarbeitung:
Brot Backen, Hefeteig bzw. Sauerteig ansetzen (z.B. mit Hefen aus Honig) etc. nur so als Beispiel.
Einfach einmal ein paar Bücher zum Thema besorgen und reinlesen.
viel Erfolg
Der Vorsichtige