Beiträge von Währungshüter

    ich bin auch wenig beeindruckt von kurzfristigen schwankungen im goldpreis.


    Ich denke, dass mit steigenden Kursen auch die Volatilität zunehmen wird, sowohl beim Gold als auch beim Silber. Vom Ende des Bullenmarktes düften wir aber noch weit entfernt sein, wenn man bedenkt, dass in der Geschichte das inflationsbereinigte Top einer Gold-Hausse um ungefähr das 28-fache des letzens Tops aus der letzten Hausse übertroffen wurde. Ob das wieder so sein wird, weiß ich auch nicht. Allerdings denke ich, dass Gold und Silber mir die Kaufkraft meiner Ersparnisse gegenwärtig besser konservieren können als verzinstes Papiergeld, das gerade tagtäglich von sog. "Notenbanken" verwässert wird. Sollte ich mit meiner Goldanlage noch Gewinne machen, egal in welcher Höhe, so freue ich mich darüber natürlich besonders.


    Exponentiell war der Anstieg jedenfalls in der laufenden Hausse noch nicht, das kann ich Euch als Mathematiker mit absoluter Sichereit sagen ^^ .


    Grüße
    Währungshüter

    Ich spiele mal des Teufels Advokat. Warum hätte PAAS nicht MFN und LP machen können, wie sie offenbar bei OK der Meinung sind? Ich habe kurz nachgesehen und folgendes bemerkt: MFN kostet rund 175 Mio $ Cash. Am 31.12.2011 hatte PAAS fast 500 Mio Cash und kurzfristige Guthaben in der Kasse. PAAS macht rund 20 Mio Gewinn pro Monat. Finanziell müsste LP locker drin liegen. OK brüstet sich ja bereits damit 12 Mio in der Kasse zu haben, was PAAS in 2 Wochen netto verdient..


    Das Problem bei PanAm ist, dass ihr Aktienkurs im letzten Jahr um 50% gefallen ist. Dazu noch die Thematik mit Navidad. Der Minfindersdeal wurde vermutlich gemacht, weil man jetzt Unzen gebraucht hat und nicht später. Laut Cope hat PanAm auch vor etwa einem Monat signalisiert, man wäre bereit Orko zu kaufen, man hat aber keine Übernahmeangebot offeriert. Dafür kam dann nach dem letzen Boardmeeting von PAAS aus heiterem Himmel, die Aussage, man wird keine FS liefern und will Orko auch nicht mehr übernehmen. Der Grund hierfür dürfte in der internen Finanzsituation von PAAS zu finden sein (meine Meinung). Laut Cope wäre eine Übernahme ohne Verwässerung des Aktienkurses von PAAS auch nicht möglich gewesen.


    Was mich in meiner Annahme stützt, ist, dass PAAS nicht eine einzige Orko Aktie verkauft hat. Man geht also davon aus, dass der Aktienkurs von Orko wieder über das Niveau vom letzten Mittwoch steigen wird. Sonst macht das alles keinen sinn. Das wird der Kurs aber nur tun, wenn an dem Projekt nichts stinkt und ob es Probleme auf LP gibt oder nicht, weiß vermutlich niemand besser als PAAS, sie haben das gebit ja nun 3 Jahre lang erforscht.

    Hier mal meine Zusammenfassung:


    1.) Cope sieht persönlich einen direkten Zusammenhang zwischen dem Minfinders Deal von PAAS und der Tatsache, dass sie LP haben fallen lassen. PAAS konnte schlicht nicht beides machen, doch Minefinders führt im Gegensatz zu Orko zu sofortigem Cashflow.
    2.) Die PEA durch AMEC kostet 900 k$ und ist zur Hälfte bereits bezahlt.
    3.) man hat etwa 12,5 mio. $ auf der Bank + 4 mio. $ in Assets, die bis Jahresende verfügbar werden.
    4.) Gebohrt wird nur dort, wo AMEC dies in der neuen PEA empfihlt um noch mehr Resourcen nachzuweisen.
    5.) Das Projekt ist sehr sensibel in Bezug auf den Silberpreis, Wert des Projekts bei 31$ Silberpreis im Durchschnitt = ~900 mio. $, bei einem durchschnittlichen Silberpreis von 25$ nur ~300 mio. $
    6.) PAAS muss nun 1 Jahr die Füße still halten.
    7.) Orko wurde sogar eine komplette Kreditfinanzierung angeboten, um das Projekt in Produktion zu bringen, sollte es niemand kaufen wollen.
    8.) Mehrere Bergbauunternehmen sind sehr an Orko interessiert und machen eine aggresive DD.
    9.) Eines dieser Unternehmen macht sogar ein eigenes Miningmodell.


    Soweit mal von mir.

    Orko hält heute um 18:00 Uhr Deutscher Zeit eine Telefonkonferenz für Shareholder ab. Evtl ist das für die mitinvestierten Foristen hier auch interessant:

    Hab's auch gesehen, hoffen wir, dass der Verstand wieder Oberhand über die Angst bekommt. Es würde unser beiden Depots gut tun. Die wurden am 05. und 09.04. genug geschunden wie ich finde.


    Grüße
    Währungshüter

    Hallo Doc, zwyss und Edel,


    der Vorteil vom MFN-Deal dürfte darin bestehen, dass MFN sofort Cashflow generiert, OK hätte hingegen zusätzliche Kosten durch die Minenerrichtung verursacht. Unter kurzfristigen Gesichtspunkten ist der MFN-Deal daher durchaus interessanter.


    Was mich brennend interessieren würde, ist, ob PAAS die 3% die sie an OK halten, abverkauft haben. Wenn nicht, dann spekulieren sie evtl. darauf OK billiger zu bekommen oder wissen genau, dass der Kurs wieder steigen wird, wenn sich der Nebel gelichtet hat.


    Grüße
    Währungshüter

    Ich bin seit langem bei OK.To investiert und habe über die Jahre schön akkumuliert. Am Donnerstag hat es mich dann auch eiskalt erwischt und ich bin jetzt ordentlich unter Wasser mit meinen 50.000 Shares, allerdings gedenke ich nicht, diesen Verlust zu realisieren. Irgend etwas stinkt hier nämlich und mein Eindruck ist, dass der Gestank nicht von La Preciosa ausgeht.


    Orko wurde bis vor wenigen Woche selbst von Pan American noch als sehr interessant bezeichnet. Und nun soll sich wie aus heiterem Himmel das Blatt gewendet haben? Schon komisch, dann müssen alle Geologen und Miningspezialisten die sich bisher mit OK beschäftigt haben, Volltrotel gewesen sein. Schaut man sich aber an, was sich bei PAAS im letzten Jahr so zugetragen hat, dann verzieht sich für mich der Rauch. Denn PAAs hat 50% seines Kurses seit den Höchstständen im letzten Jahr eingebüßt. Der Minfinders-Deal hat ordentlich Geld gekostet und Navidad in Argentinien dürfte in nächster Zeit gewaltige Summen verschlingen. Ich habe eher den Eindruck, als ob Pan American schlicht nicht in der Lage war, Orko zu kaufen und daher nun die Notbremse gezogen hat, da das Erstellen der FS weiteres Geld verschlungen hätte. Denn neben all den anderen Problemen die PAAS hat, hätte man nach dem Erwerb noch eine Mine errichten müssen, was neben Navidad für PAAS wohl kaum finanzierbar gewesen wäre, außer man hätte eine ordentliche Verwässerung des Aktienkurses in Kauf genommen, was beim aktuellen Kursniveau von PAAS kaum vermittelbar gewesen wäre.


    Was sagen den die anderen Orko-Shareholder hier im Forum, vielelicht liege ich ja auch völlig falsch.


    Grüße
    Währungshüter

    Wenn man bei Kinderlosen die wahren Gründe für ihre Kinderlosigkeit hinterfragt, bleibt meist nur, natürlich erst nach Nennung der üblichen Phrasen, der pure Egoismus übrig.


    Sicher steckt bei vielen Egoismus dahinter, aber die Phrasen die vorgeschoben werden, wären weit weniger Glaubhaft, wenn wir insgesamt kinderfreundlichere Rahmenbedingungen schaffen würden. Und dabei kann jeder einen kleinen Teil beitragen.


    Hier mal ein Beispiel aus meinem Betrieb. Meine Sekretärin wollte noch ein zweites Kind, war aber am Grübeln, wie sie das mit ihrem Job bei mir auf die Reihe bringt, weil sie den keinesfalls aufgeben wollte. Ich wollte auch meine Sekretärin nicht verlieren, weil sie sehr zuverlässig und loyal ist. Also habe ich ihr angeboten, dass sie, bis das Kind in den Kindergarten geht, im Homeoffice arbeitet. Die TK-Anlage wurde entsprechend umgestellt, dass ihr Telefonanschluss nun eine Nebenstelle der TK-Anlage ist. Sie hat einen Firmen PC nachhause bekommen und arbeitet von dort aus via Remote Desktop direkt bei mir auf dem Server. Das macht kaum einen Unterschied für mich, da sie ihre Arbeit von daheim genau so gut erledigen kann, wie vom Büro aus. Einmal die Woche kommt sie am Abend, wenn ihr Mann zuhause ist, in der Firma bei mir vorbei und wir gehen die Dinge durch, die persönlich geregelt werden müssen.


    Die einzigen technischen Voraussetzungen die dafür erforderlich sind, ein ordentlicher DSL- und ein ISDN-Anschluss bei meiner Sekretärin zuhause. Der Rest ist nur guter Wille. Wenn man eine Lösung sucht, findet man häufig auch eine. Man muss sich nur bewegen, wir sehen das inzwischen als eine echte Win-Win Situation und überlegen, ob wir den Homeoffice-Arbeitsplatz nicht doch länger behalten werden. Er spart nämlich meiner Sekretärin signifikant Spritkaosten.


    Mir ist klar, dass so was nicht bei jedem Job geht, aber Arbeitgeber bewegen sich da vielfach noch zu wenig. Ich bin jedenfalls mit der Lösung die ich für meinen Betrieb und meine Sekretärin gefunden habe, sehr zufrieden.

    Was ist das eigentlich für ein Land hier in dem ich lebe? Ich kann diese Kleptokratie nicht mehr ertragen.


    Aber keine Sorge, der Alterssoli wird sicher vom Politgesindel nicht über Jahrzehnte bewahrt werden und zur Kostendämpfung eingesetzt. Nein, da werden garantiert irgend weklche Wahlgeschenke damit finanziert, damit das dumme Stimmvieh auch weiterhin brav sein Kreutzchen bei den linkssozialistischen Blockparteien (CDUCSUSPDFDPGRÜNELINKE) macht. Mir kommt jetzt gleich das Frühstück hoch. Die beste Maßnahme zur Vereidung eines demographischen Problems ist das Schaffen einer kinderfreundlichen Gesellschaft. Aber darauf kommt von denen offensichtlich keiner, kann man Kinder doch auch nicht so leicht umverteilen wie Geld.


    Und hier die 1 Million Unzen Frage (mehrere Antworten können richtig sein):
    Welche 3 Maßnahmen erfgreift ein Staat, dem die Steuerzahler ausgehen?
    1. Zusätzliche Steuern für die verbliebenen Steuerzahler einführen.
    2. Eine Mauer bauen.
    3. Einen Schießbefehl erlassen.

    Währungshüter. Kann ich nachvollziehen. Ging mir genauso. Ich hab irgendwo gelesen, dass du auch so wie ich nach Mitte/Ende der 90er in die Selbständigkeit gestartet bist?


    Ja, war Ende der 1990er und da war es so, dass die GKV faktisch nicht bezahlbar war. Hab mich damals extra bei der GKV erkundigt, weiß aber den DM-Betrag nicht mehr welcher zu zahlen gewesen wäre. Er war jedenfalls sehr hoch, da eben nicht wie bei Angestellten vom Einkommen abhängig. Da ich damls weder Gründerzuschüsse noch sonst irgend welche Förderungen und Vergünstigungen bekommen habe, war für mich klar, dass ich aufgrund des anfänglich zu erwartenden Ertages entweder ohne KV sein werde oder in die PKV muss, da die freiwilligen Beiträge zur GKV nicht erbringbar waren. Die Entscheidung fiel dann pro PKV.


    Wie das heute mit der GKV ist, weiß ich allerdings nicht, da ich ohnehin nicht in die GKV zurückkomme, aktuell sind für mich die Prämien der PKV aber auch leistbar.


    Jeder Privatpatient, der in die Praxis kommt, ist eine wandelnde Geldkarte ohne Geheimzahl. Das ist das Problem, was die Versicherungen im Alter unbezahlbar macht.
    Und das Gerede von den gierigen jungen Selbständigen, die sich mit 55 Euro im Monat ein geiles Leben machen und dann im Alter jammern, ist auch nicht zielführend.
    Diese Locktarife gabs eh kaum. Schon oft gesagt, und sollte endlich mal durchdringen: Du hattest als junger Selbständiger keine reale Chance, dich gesetzlich zu gleichen Konditionen versichern zu lassen, wie ein Lohnsklave, gerade als junger Mensch wären viele liebend gern in der GKV geblieben, wenn's wirtschaftlich auuch nuir im Entferntesten einen Sinn ergeben hätte.


    Kann ich zustimmen. Als ich mich Selbständig gemacht habe in den 1990ern, war die GKV für mich wirtschaftlich nicht tragbar. Die Beiträge waren verglichen mit meinem damals kargen Ertrag nicht in Einklang zu bringen. Heute bezahle ich knapp 500 EUR PKV im Monat, was ich mir allerdings "heute" leisten kann.


    Den Sachverhalt bezüglich des Ausnehmens kann ich bestätigen. Ich gehe daher nur ungern zum Arzt, denn ich habe oft den Eindruck, dass beim Privatpatienten solange gesucht wird, bis was gefunden wird. Dann wird man zu einer Latte an Fachärzten überwiesen und es werden immer wieder neue Kontrolltermine gemacht. Ergebnis am Ende… doch kerngesund. Hab ich schon mehrfach selbst erlebt. Und abgerechnet werden auch gern Dinge, die der Arzt nicht erbracht hat. So kam mal eine Rechnung nicht und ich bekam eine Mahnung. Die Rechnung wurde von der Post verschlampt. Ich hab dann angerufen um ein Duplikat gebeten. Dafür wurde mir dann eine „Eingehende ärztliche Beratung (auch telefonisch)“ in Rechnung gestellt. Die Selbstbedienungsmentalität in der PKV treibt zum Teil schon Stilblüten.

    In der Branche rumort es derzeit eher an anderen Baustellen, Stichwort Pflegezusatz- und/oder private Krankenvollversicherung.


    Hallo Tisc1,


    was tut sich denn im Bereich PKV? Das interessiert mich auch immer, da ich selbst privat Versichert bin. Es heißt ja immer wieder, die PKV soll abgeschafft werden. Da Frage ich mich als Betroffener, was passiert in diesem Fall mit meinen Altersrückstellungen, insbesondere die, die ich via Kostendämpfungsbaustein zusätzlich zur Beitragsdämpfung ab 65 aufgebaut habe? Bist Du aus der Branche und kannst was dazu sagen? Würde mich interessieren.


    Was macht Dich so sicher, dass die RV-Pflicht für Selbständige nicht kommt. Für Handwerke gibt es die ja auch (min. 18 Jahre lang). Auch viele aus den freien Berufen sind über Versorgungswerke abgesichert (Ärzte, Steuerberater, Anwälte...). Wobei ich denke, die Versorgungswerke sind um Welten besser als die Rentenversicherung Bund, in der sich die Politik immer wieder bedient, wie es ihr gefällt (sachfremde Leistungen).


    Gruß
    Währungshüter

    Hallo Theo,


    Außerdem wird unterstellt, dass ein Selbständiger eine unmündige Person ist, ... Das wird mir als Angestellter auch unterstellt.


    Ich weiß, dass das bei Angestellten unterstellt wird. Aber ich sehe das halt auch so, dass man als Selbständiger im Gegensatz zum Angestellten tagtäglich schauen muss, wie die Finanzströme im eigenen Betrieb laufen. Ich verschaffe mir quasi täglich eine Übersicht über meine aktuelle Liquidität, auch prognostiziere ich, was an Vorleistungen zu erbringen ist, ich muss Zahlungseingänge kontrollieren und ggf. bei Nichtzahlung Zahlungen anmahnen. Das ganze läuft neben meiner täglichen Arbeit in der Softwareentwicklung und Kundengesprächen, Konferenzen mit anderen Projektbeteiligten usw. Außerdem muss ich schauen, dass auch in Zukunft genügend Aufträge da sind, Vorsorge für evtl. Krankheitsausfälle treffen und, und, und. Und nun kommt Frau von der Leyen und sagt, es ist schön, wenn Du Dein Leben 40 Jahre eigenverantwortlich gestallten kannst, aber im Alter wirst du das nicht mehr können und nur ich weiß, wie du richtig für den Ruhestand vorsorgen kannst, denn nur ich weiß, wie du als Privatier keine Geldsorgen haben wirst. Das finde ich Krotesk, zumal ich heute schon als aktiver Selbständiger ein stabiles Privatleben, habe indem ich ein recht glücklicher und zufriedener Mann mit Frau, Hund und Häuschen auf dem Land bin. Ich habe mein Leben bisweilen ganz gut ohne den Staat und Freu von der Leyen auf die Reihe bekommen. Hatte immer eine Krankenversicherung (sogar mit Kostendämpfungskomponente ab 65) und zahle auch heute noch, trotz Finanzkrise in eine Lebensversicherung und eine private Rente mit BU ein. Die Frage für mich ist nun allerdings, werden diese Vorsorgeprodukte dann auch vom Staat anerkannt? Oder muss ich eine zusätzliche Vorsorge machen? Bisweilen habe ich neben der Vorsorge über Finanzprodukte noch mein Häuschen, ja das sehe ich als Vorsorge an, denn es gibt mir und meiner Familie Schutz und der Garten drum rum gibt uns im Notfall was zu essen. Und dann ist da noch die Vorsorge über Edelmetalle, meine Versicherung für den absoluten worst Case, ohne Gegenpartrisiko. Doch diese Art von Vorsorge wird ja, definitiv nicht anerkannt. Das ist es was mich eigentlich stört, der Staat mischt sich in etwas ein, das ich bisweilen sehr gut selbst hinbekommen habe. Als ich mich Ende der 1990er Selbständig gemacht habe, wollte ich sogar in die gesetzliche RV als freiwilliges Mitglied, doch die hat mir selbst abgeraten und gesagt, dass das gesetzlich System nicht wirklich kompatibel ist, mit den Bedürfnissen von Selbständigen. Und ich solle daher von einer freiwilligen Mitgliedschaft absehen. Das war im Jahr 1997. Und heute sollen nun im laufenden Spiel einfach die Spielregeln geändert werden. Das ist zutiefst unfair, die Heuchlerei der von der Leyen dabei schon fast ekelhaft.


    Als Beispiel können wir hier die abhängigen, scheinselbständigen Postausfahrer heranziehen. Die Ausbeutung in dieser Branche ist so stark, daß das verdiente Geld gerade so zum Leben reicht. Der "Staat" ist nicht in der Lage solche Beschäftigungsverhältnisse sozialversicherungspflichtig abzufedern, stattdessen denkt er über eine Zwangsverrentung nach.


    Dass es einige Branchen gibt, in denen Selbständigkeit unter der Prämisse existiert, dass Sozialabgaben "gespart" werden können, möchte ich gar nicht abstreiten, die Paketfahrer oder selbständige Tiefkühlkostfahrer sind nur einige Beispiele dabei. Auch dürften selbständige Imissbudenbetreiber evtl. in der Tat von Altersarmut betroffen sein. Doch wird man durch dieses Gesetz kaum jemand vor Altersarmut bewahren können. Die Branche wird aus den Burschen dann eben wieder Hartz IV Aufstocker oder ähnliches machen. Hart treffen wird es viel mehr echte Existensgründer. Ich habe die ersten 5 Jahre kaum mehr als 1000 EUR im Monat zum Leben gehabt, erst dann kam der Wandel, da der Bekanntheitsgrad wirkte. In meiner Branche, individuelle Software für Unternehmen, lebt man viel von Empfehlungen. Das dauert bis man da ordentlich verdient. Heute läuft es prima, selbst das Haus ist bezahlt und die Grundschuld gelöscht. Aber auch ohne diese Versicherungspflicht ist es am Anfang extrem schwer und man muss jeden Cent 5x umdrehen. Denn die Investitionen in Betriebsaustattung, Software etc. sind anfänglich enorm. Heute ist die Firma Gott sei Dank ein absoluter Selbstläufer.


    Gruß
    Währungshüter

    Hallo Theo,


    das gnadenlos ungerechte ist eben, dass Leute, die ohne Zwang, seit vielen Jahren vorsorgen und heute bereits nahezu finanziell unabhängig sind, gezwungen werden, Geld in ein System einzuzahlen, aus dem sie nie wieder was herausbekommen werden. Außerdem wird unterstellt, dass ein Selbständiger eine unmündige Person ist, für die der Staat "Sorge" tragen muss. Das ist meiner Meinung nach mit Nichten so. Klar gibt es einige, bei denen man sich fragen muss, ob es sich hier tatsächlich um Selbständige handelt, aber das dürfte eine echte Minderheit sein.


    Vermutlich ist es in der Tat so, wie Du vermutest Theo, man möchte aus einer Gruppe, die noch halbwegs über ihr Leben frei entscheiden kann, Geld herauspressen, um diese etwas unfreier zu machen. Denn die Freiheit ist der größte Feind unserer heutigen politischen Kaste. Denn wer fei ist, der könnte aufbegehren und das soll wohl im Keim erstickt werden. Positiver Nebeneffekt, die politische Klasse verfügt über zusätzliches Fremdkapital über das sie nach Gutdünken verfügen kann ohne für dessen Verbleib Verantwortung tragen zu müssen. Willkommen in 2012 oder sollte ich lieber 1984 sagen?


    Grüße
    Währungshüter

    Hallo zusammen,


    ich gehöre auch zu der Gruppe die hier rasiert werden soll. Bin über 30 aber unter 50 Jahre alt und selbständig. Gibt es irgend wo schon Details, wie das für uns ausschaunen wird? Ich habe all die Jahre Altersvorsorge betrieben und werde ganz sicher kein Sozialfall werden, allerdings ist meine Altersvorsorge weder mit der Deutschen Rentenversicherung noch mit Maschi kompatibel.


    Würde es evtl. Sinn machen, in eine GmbH umzufirmiren?


    Grüße
    Währungshüter

    Ich kann mir gut vorstellen, dass man andernorts diesen Hütchenspielertrick aufmerksam beobachtet und schon mal eigene Berechnungen anstellt, wo im eigenen Land elegant was zu holen ist.


    Die passen sogar sehr genau auf. Die Grünen haben am Samstag gefordert, dass zukünftige Freiberufler und Selbstständige Pflichtmitglieder der gesetzlichen Rentenversicherung werden müssen, möglichst ab 2013. Als Vorwand wurde genannt, dass so Altersarmut in diesen Gruppen vermieden werden kann. Doch Freiberufler zahlen schon immer in ihr eigenes Versorgungswerk ein, Selbstständige bauen idR. ihre eigene Altersabsicherung auf. Lediglich die Scheinselbstständigen wie Paketzusteller etc. hätten da einen Nutzen davon.


    der eigentliche Grund ist vermutlich, dass man kurzfristig Mittel für die Rentenversicherung benötigt. Langfristig kann die aufgrund der demographischen Entwicklung sowieso nur inflationiertes Geld ausbezahlen. Anders geht das gar nicht. Die Forderung der Grünen ist also auch nur Enteignung und sonst nichts.


    Volle Zustimmung. Mir geht es ähnlich. Bin bei manchen Minen aktuell bis zu 50% unter Wasser. Doch der Rebound wird schon kommen, denn die aktuelle Bewertung ist schlicht krotesk billig, gerade bei den Minen aber auch beim Silber. Verglichen mit dem Ölpreis, müssten wir im Silber mindestens um $38 notieren :cursing: . Ich habe heute sogar ein paar neue Minen hinzugekauft, gerade weil deren Kurs einfach nur noch lächerlich ist, z.B. Orko Silber (Explorer). Physisch stocke ich auch regelmässig auf.


    Gruß
    WH