Beiträge von Spengler

    Die meisten Menschen würde es auch nicht jucken, wenn die Notenbanken tatsächlich alle Staatsschulden komplett aufkaufen. Wenn es dann eine Hyperinflation gibt, können die Medien Trump, Putin, den "Goldhortern" oder allen zusammen die Schuld zuweisen. X(
    Zum Thema Goldpreismanipulation könnte man sich im Zweifel auch die Arbeiten von Dimitri Speck anschauen.

    Sie machen wissentlich einen sau miesen Job und dieser DUMMBADDEL geht in seinen Vorderungen noch weiter.
    Ich zitiere mal aus dem Artikel der Welt:
    zunächst aus der Einleitung:

    Zitat

    ...Für den renommierten Wissenschaftler, der heute an der amerikanischen Columbia Universität in New York lehrt, ist nach seinen Recherchen klar, dass nur eine große Lösung die dauerhafte Krise in Europa lösen kann....

    und dann das Interview:


    Die Aussagen dieses Experten halte ich für (vorsichtig ausgedrückt) grob fahrlässig. Dass so ein Honk in so eine Position kommen konnte, zeigt wie kaputt nicht nur das Geldsystem sondern auch das Bildungssystem (die Universitäten) ist.

    es sollte besser heißen ...Eier in der Hose hat danach zu handeln...


    Ansonsten kann ich dir nur gratulieren, wie du alles selbstkritisch aufgearbeitest hast, ohne in Selbstmitleid oder in Fremdschuldzuweisungen zu verfallen. Einige deiner Stärken sind zweifellos die Analysefähigkeit, der Mut (wer lässt schon so die Hosen runter?) und die Bereitschaft schlechte Verhaltensmuster zu verändern. Wünsche viel Erfolg!

    Ob Aktien (auch Goldminenaktien) bei einer Krise biblischen Ausmaßes und eines globalen Glaubensverlustes in FIAT (wie Woernie schrieb) diesesmal die richtige Wahl sein werden???
    Mir geht es nicht um einen möglichen Kursabsturz an den Aktienmärkten. Sofern das Unternehmen bestehen bleibt würde die Bewertung irgendwann wieder anziehen, u.U. fast genauso schnell wie vorher der Absturz erfolgte.


    Eure Anteilsscheine an den Unternehmen, habt ihr die daheim im Safe liegen oder bei einer Bank in Girosammelverwahrung? So lange die Krise langsam genug anläuft, kann man noch rechtzeitig aussteigen. Wenn aber die Bank dicht macht und nicht mehr öffnet, dann sind die Aktien weg.
    Das Gerede von Aktien der Bankkunden gelten als Sondervermögen und fließen nicht in die Insolvenzmasse usw. macht nur dann Sinn wenn alles geregelt abläuft.


    Worst case: deflatorischer Schock, infolge dessen die Aktienmärkte mal so richtig kollabieren, also sämtliche Interventionen der Zentralbanken, BIZ, IWF, Weltbank... verpuffen. Das OTC, Derivategeschäft kommen zum Erliegen, selbst der Aktienhandel wird eingestellt. "Cash is King" und die Leute rennen den Banken die Türen ein, weil sie vermuten, dass ihre Anteilsscheine und vor allem ihr Geld dort zur Abholung bereit liegt. :wall:
    Dann stellt sich heraus, dass der Broker die Aktien des Kunden (legal) verliehen hat (z.B. an Leerverkäufer), die aber gar nicht eindecken können, weil es seit Tagen keinen Handel mehr gibt. An diesem Punkt brauch man nicht mehr all zu viel Fantasie um sich vorzustellen, dass der totale Zusammenbruch bevorsteht. Dann wird es auch keine geordnete Abwicklung geben.
    Besonders bitter wäre dieses zugegebenermaßen extrem schwarze Szenario für Besitzer von Goldaktien, die ihre möglicherweise exorbitanten Kursgewinne nicht realiseren können oder sogar die Aktien komplett verlieren.


    Eigentum vs. Besitz :/

    Nun bin ich mal (ausnahmsweise) auf die nächsten COT-Daten gespannt. Am 09.10. gab es beim POG eine Stabilisierung nach dem schwachen Wochenauftakt. Am Mittwoch gab es dann schon einen leichten Schub und am Donnerstag einhergehend mit der sehr schwachen Wall Street den kräftigen Preisanstieg, der bereits am Freitag wieder mit einem halben Prozent minus (vorerst?) gestoppt wurde.
    Haben die Swap Dealer ihre Netto-Long Position eventuell schon wieder gedreht, so dass das Managed Money seine Netto Short Position mit geringen Blessuren drehen konnte?
    Es wäre enttäuschend, wenn nach einem Anstieg von 1180 auf zwischenzeitlich 1225 Dollar die COT-Daten sich wieder normalisiert hätten.

    aus dem oben erwähnten Text von Prof. Bocker

    Zitat


    Allein den Gesichtsverlust, den China wegen des betrügerischen Verlustes der 5000 t Goldleihe durch Wall Street & Co erlitt, werden die an dieser Stelle überempfindlichen Chinesen Amerika nie verzeihen. Gesichtsverlust entspricht in ihrem Kulturverständnis in etwa dem, was uns im Westen einem Kapitalverbrechen gleicht. Umso bedeutender ist Pekings Weltmonopol im Bereich der Seltenen Erden als mögliches Druckmittel im Konfliktfall.


    Könnte das mal jemand bitte näher erläutern?

    Wir sind im Endspiel. Solange die verheerenden FIAT-Probleme nicht gelöst sind, wird sich nichts ändern. Ich rechne nicht mehr mit einem neuen langfristigen Aufwärtstrend. Erst wenn alles wieder supi ist, wird man Gold steigen lassen, weil es dann ohnehin als Krisenbarometer keine Beachtung findet. Der andere Weg für Gold nach oben wäre der Zusammenbruch des Fiatsystems mit dem berüchtigten Montag Gap Up.

    Einem Artikel der Startseite war zu entnehmen, dass die türkische Zentralbank in wenigen Wochen große Mengen (1/5) der Goldreserven verkaufte. Das Gold, welches sie in wirtschaftlich prosperierenden Zeiten mit Stolz angesammelt hatten, soll nun geopfert werden, um den Kollaps der türkischen Lira zu verschleppen.

    Die aktuellen CoT-Daten vom Handel mit Gold-Futures an der US-Warenterminbörse COMEX zeigen per 28. August 2018 folgende Veränderungen in den Positionen der wichtigsten Händlergruppen.
    Die Netto-Short-Position der „Commercials“ hat sich gegenüber Vorwoche auf 8.262 Kontrakte annähernd verfünffacht.

    Der Schlusskurs vom POG am 21.08. war 1195,77 Dollar. Am 28.08. endete der Handelstag bei 1200,77 Dollar.
    Das sind exakt 5 Dollar Unterschied. Und zwischendrin decken sich die large specs kräftig ein und die Commercials gehen entsprechend wieder short. Mal ehrlich, hättet ihr nicht eine viel stärkere Bewegung des POG erwartet?

    Siberguru83, als ich gepostet habe war der POG in Euro nahe dem Tageshoch, also um die 1052 Euro und eben nicht mehr bei 1041/1042 Dollar. Das ist natürlich langfristig gesehen wurscht, aber ich freue mich trotzdem immer wie Bolle, wenn ich meine Unzen möglichst günstig bekomme.

    Da es heute wohl auf Tagestief schliessen wird, kann man davon ausgehen, dass im Laufe des morgigen Tages noch tiefere Preise erreicht werden. Ich werde evtl. schon morgen nachkaufen, auf alle Fälle beobachten, ob Freitag ein Reversal bringt und ggf. nächste Woche ( also falls es Freitag nicht dreht) nochmal bei noch niedrigeren Preisen nachkaufen. Ich möchte Gold und Platin erwerben. Bei letzterem schrumpft wenigstens auch die Märchensteuer mit.
    [smilie_happy]


    Grund zum Jammern hätte eigentlich heute auch ein Mathegenie, zum Glück nicht unser Peter Scholze :thumbup: :


    "Neben dem Deutschen Peter Scholze wurde unter anderem auch der in Großbritannien lebende kurdisch-iranische Wissenschaftler Caucher Birkar mit der Medaille geehrt. Doch seine Freude darüber wurde schnell getrübt.

    So wurde der 40-Jährige kurz nach der Preisverleihung offenbar Opfer eines Diebstahls. Seine Medaille aus 14-karätigem Gold fehlt, wie die Organisatoren des Mathematikkongresses bestätigten.
    ...
    Zuvor hatte Birkar noch die Medaille seinen kurdischen Landsleuten gewidmet: Er hoffe, dass die Auszeichnung "ein Lächeln auf die Gesichter dieser mehr als 40 Millionen Menschen" zaubern werde."
    https://www.n-tv.de/panorama/D…ille-article20555016.html

    @ cano
    Schau dir einen langfristigen Goldchart an und du wirst erkennen, dass es innerhalb der Lebenszeit eines Menschen
    lange Phasen der Stagnation beim Goldpreis gibt und dann aber auch rasante Anstiege über viele Jahre. Das sind die oben erwähnten Phasen, wo die Goldkabale mal loslassen muss.
    Die schlimmste Phase, also bis 1968, als der POG über Jahrzehnte gefixt war, wird es aller Voraussicht nach nie mehr geben. Dafür müsste schon eine Weltregierung her.
    1971: Nixon erklärt in einer Fensehansprache direkt nach der beliebten Fernsehserie Bonanza, dass der US Dollar ab sofort nicht mehr goldgedeckt ist. Es folgt eine gigantische Hausse von 34 auf 850 Dollar, das sind 2400% Anstieg innert 10 Jahren!!!
    An anderer Stelle hier im Forum wurde mal erwähnt, wie man mit Goldminen Pennystocks den POG noch extrem
    outperformen konnte. (ist Zockerei, nur am Rande erwähnt)
    1981-2000: eine wirklich lange Durststrecke mit einem finalen Abverkauf dank Gordon Brown auf 248 Dollar.
    2000-2011/ in Euro 2012: ein kräftger Anstieg unter hoher Volatilität (2008) bis auf 1920 Dollar= ATH (675%), allerdings begleitet von erheblicher Dollarschwäche. In Euro war der Anstieg deutlich geringer.
    2011-2016: erhebliche Korrektur bis auf 1046 Dollar kurz vorm Jahreswechsel 2015/2016
    2016-heute: Seitwärtstrend mit geringer Volatilität im Nullzinsumfeld


    Gold steigt langfristig gesehen, man sollte halt überprüfen, ob eventuelle längere Durststrecken mit der eigenen Lebensplanung vereinbar sind. Für mich passt es, selbst wenn der nächste große Schub erst nach 2030 kommt. Bis dahin möchte ich nämlich noch akkumulieren und dann langsam verzehren.

    Sorry fürs Offtopic, aber nach der wirklich interessanten Exkursion in die schwäbische Mundart frage ich mich, warum in Gottes Namen wählen die da drüben seit Jahren die
    GrÜinnen? [smilie_happy]
    Zur Charttechnik noch, von der ich nach wie vor einiges halte, auch wenn der durch und durch manipulierte nichtphysische Edelmetallmarkt sicherlich nicht das beste Anwendungsgebiet ist...
    Charttechnik stößt rgelmäßig an seine Grenzen, wenn absurde Preisniveaus (zu billig oder zu teuer) erreicht sind und noch extremere Kursziele abgeleitet werden. Irgendwann ist es zu viel und dann braucht man Cojones, um sich als langfristiger Edelmetallinvestor günstige Einkaufskurse zu sichern oder halt auch mal was abzugeben, wie in 2011/2012.