Da bist du leider etwas zu pauschal mit deinem Urteil. Der i3 unterscheidet sich schon sehr stark von anderen E-Mobilen. Er ist nach Tesla das erste rein für den Elektrobetrieb konzipierte Auto. Es ist eben kein oller Golf, bei dem der Motorraum ausgeräumt wird, damit dort ein Elektromotor und die Akkus reingeflanscht werden und fertig.
Die Entwicklung hat richtig Geld gekostet. Und auch die Herstellung des i3 bzw. seiner einzelnen Komponeneten wie das Alu-Chassis und die ultraleichte Fahrgastzelle aus kohlestofffaserverstärktem Kunststoff ( im Volksmund Karbon, das vorher nur in Supersportwagen zum Einsatz kam) erfolgt fast ausschließlich mit regenerativ gewonnener Energie (Wasserkraft, Windkraft). Den Einsatz von Karbon finde ich besonders gut. Wenn ich mich schon in so eine kleine Kiste setze, dann möchte ich natürlich auch Sicherheit bei einem Crash.
Der Preis erscheint mir daher gar nicht mal so unangemessen. Ich erfreue mich an diesem Fahrzeug immer wieder und ich bin auch froh, dass ich daneben auch noch einen V8 in der Garage stehen habe. Dr. Jekyll und Mister Hyde.
Wenn du meinst, dass durch weniger Leistung ein künstliches Tempolimit erreicht werden könnte, liegst du wahrscheinlich falsch. 200km/h schafft heute fast jede neuere Huttel, es dauert nur Ewigkeiten. Einen schwachen (hubraumarmen) Motor bis ans Limit auszuquetschen, ist auch alles andere als sinnvoll. Dann fangen die nämlich mit hoher Drehzahl über Gebühr an zu saufen und klingen furchtbar angestrengt.