Es passt zwar nicht direkt hier herein, aber dann wieder rum doch.
Ein Experte in Italien warnt vor einem Erdbeben, einem der schwersten in Italien. Es gab viele Tote.
Die Behörden zwangen ihn, seine Warnung aus dem Internet zu löschen. Meinungen, abseits der Mainstreammedien werden hier wie in Italien gnadenlos bekämpft.
Und wenn Experten gegen eine Impfung der Kinder sind, werden diese sofort mundtot gemacht, geächtet und verachtet. aber manchmal hat so ein Experte auch mal recht.
Experte hat Erdbeben in Italien vorhergesagt
| | Nach dem schweren Erdbeben in den mittelitalienischen Abruzzen wird in Italien heftig darüber gestritten, ob die Katastrophe vorhersehbar war und die Anzahl der Opfer damit hätte reduziert werden können. | |
[Blockierte Grafik: https://sciencev1.orf.at/static2.orf.at/science/websys/pixel.gif][Blockierte Grafik: https://sciencev1.orf.at/static2.orf.at/science/websys/pixel.gif]Der Erdbebenexperte Giampaolo Giuliani, Forscher des nationalen Physikinstituts Gran Sasso in der Region Abruzzen, hatte in den vergangenen Tagen ein katastrophales Beben in dem Gebiet prognostiziert.
Er bezog sich dabei auf eine lange Serie kleiner Beben ohne Schäden, die in der Region seit Februar registriert worden waren.
Eine höchst umstrittene Prognose
[Blockierte Grafik: https://sciencev1.orf.at/static2.orf.at/science/websys/pixel.gif][Blockierte Grafik: https://sciencev1.orf.at/static2.orf.at/science/websys/pixel.gif]Giuliani hat ein Gerät entwickelt, mit der er Eigenangaben zufolge schwere Erdbeben vorhersehen kann. Seine wiederholten Warnungen - Giuliani hatte erhöhte Mengen des Erdgases Radon gemessen - hatten für einen Eklat gesorgt.
Er war daraufhin in den vergangenen Tagen von der Staatsanwaltschaft der Stadt Sulmona wegen unbegründeten Alarms angezeigt worden. Das italienische Geophysikinstitut hatte seine Prognosen als vollkommen unrealistisch bewertet.
Vage Vorhersagen nützen Zivilschutz nichts
[Blockierte Grafik: https://sciencev1.orf.at/static2.orf.at/science/websys/pixel.gif][Blockierte Grafik: https://sciencev1.orf.at/static2.orf.at/science/websys/pixel.gif]"Jetzt verlange ich eine Entschuldigung für alle Toten, die es in L'Aquila gegeben hat. Man hätte viele Menschenleben retten können, wenn man auf meine Worte gehört hätte. Die Erdbebenserie ist noch nicht zu Ende. Auch morgen wird es Nachbeben von einer Stärke bis zu vier nach Richter geben", sagte Giuliani laut italienischen Medien am Montag.
Das Geophysikinstitut bekräftigte, dass das Erdbeben in L'Aquila nicht vorhersehbar gewesen sei. "Kein Mensch auf der Welt hätte das vorsehen können. Niemand hätte aufgrund vager Prognosen Maßnahmen für den Zivilschutz ergreifen können", meinte Alberto Basili, Erdbebenexperte des Instituts.
Die Vorgeschichte der vergangenen Tage
[Blockierte Grafik: https://sciencev1.orf.at/static2.orf.at/science/websys/pixel.gif][Blockierte Grafik: https://sciencev1.orf.at/static2.orf.at/science/websys/pixel.gif]Schon in den vergangenen Monaten war es zu einer Reihe leichterer Erdstöße gekommen. Nach den via Internet verbreiteten Warnungen von Giuliani fuhren Lkws mit Lautsprechern durch die Straßen und verbreiteten die Botschaft. Einige Bewohner verbrachten laut italienischen Medienmeldungen daraufhin die Nächte im Freien.
Giuliani wurde danach von den Behörden wegen Verbreitung von falschem Alarm angezeigt und musste seine Prognosen aus dem Internet entfernen.
Am 31. März erst gab es in L'Aquila eine Veranstaltung der Zivilschutzbehörde, die den Ängsten der Bevölkerung entgegentreten sollte. In einer Mitteilung der Behörde hieß es danach: "Die Erdstöße, die von der Bevölkerung verspürt wurden, sind in einer seismischen Region wie L'Aquila normal. ... Es ist sinnvoll zu unterstreichen, dass es keine Möglichkeiten gibt, Erdbeben vorherzusagen."
Nichts aus der Vergangenheit gelernt
[Blockierte Grafik: https://sciencev1.orf.at/static2.orf.at/science/websys/pixel.gif][Blockierte Grafik: https://sciencev1.orf.at/static2.orf.at/science/websys/pixel.gif]Nach dem Erdbeben von Sonntagnacht haben die Behörden ihre Meinung nicht geändert. "Immer, wenn es ein Beben gibt, gibt es Menschen, die behaupten, das vorhergesehen zu haben", meinte Enzo Boschi, der Leiter des Nationalen Geophysikinstituts. "Das ist aber nicht möglich."
Das wahre Problem Italiens sei, aus den Unglücken der Vergangenheit nichts gelernt zu haben. "Wir hatten Beben, aber dann vergessen wir es wieder und tun nichts. Es liegt nicht in unserer Kultur, Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen oder in der richtigen Art Häuser zu bauen", wurde er von der Nachrichtenagentur Reuters zitiert