Beiträge von mesodor39


    Wenn man von Marktteilnehmern ausgehen würde, die Wertloses in Werthaltiges umschichten, wäre bereits 1971 Schluss gewesen.


    Kein GOLD mehr fürs GELD = Abverkauf ungedeckter Währungen weltweit.


    Spätestens 1973 hätte dann eine Goldwährung hergemusst.


    Aber: so handeln Marktteilnehmer nicht.


    Die handeln so nur unter ZWANG und Angst. Zwang und Angst können beispielsweise durch die Einsicht ausgeübt werden, handeln zu müssen oder alles zu verlieren.


    Diese "Einsicht" kann praktisch sehr langsam, aber auch sehr schnell, in Extremsituationen sogar über Nacht kommen.


    Zwang zu handeln kann auch aus politischen Gründen entstehen, beispielsweise durch unkontrolierten Dollar-Abverkauf von US-Gläubigern. Dann wollen plötzlich gemäß Domino-Theorie alle durch die selbe Tür. Ein Umfallender wirft den anderen beim Sturtz um....

    Erzwungene "Einsicht" ist eine Sache - das Vermögen, diese rechtzeitig und wirtschaftlich unsetzen zu können eine ganz andere.


    Und genau das ist den allermeisten nicht mal ansatzweise klar.

    Sollte Gold weltweit (neben Silber) einzig anerkanntes GELD werden und Banknoten nur dann akzeptiert werden, wenn diese zu 100 Prozent mit GOLD hinterlegt sind, muss man von durchschnittlichen Monatseinkommen von vielleicht drei bis sieben Gramm Feingold ausgehen. Je Erdenbürger würde es dann etwa 15 bis 30 Gramm Gold geben, wovon abe rein großer Teil nicht verfügbar sein wird, weil in Schmuck und Knstgegenständen gebunden.


    Goldmünzen werden daher im alltäglichen Zahlungsverkehr keinerlei Rolle spielen.


    Bezahlt werden wird mit Kupfer- und Silbermünzen und mit Geldscheinen, die auf Beträge ausgestellt sind, die Bruchteilen einer Goldmünze oder den Wert gewisser Silbermünzen entsprechen wird, wobei Silber bereits Wertaufbewahrungsfunktion übernehmen wird und Kupfer als Material für Scheidemünzen dient. Bei etwa 1,5 Gramm wird das Gewicht von gängigen Silbermünzen anfangen und bei 25 g bis eine Unze enden.


    Überhaupt wird Papiergeld dann extrem zurückgedrängt sein.


    Kredit, wie wir den kennen wird es dann kaum mehr geben. Nur noch gegen Sicherheiten.

    Zitat

    Original von sidha
    Genau so sieht es aus Mesodor ......


    Aber hat " unser " PPT den auch die Mittel, vor allem das Gold, zur Verfügung um entscheidende Goldpreisdrückungen zu arrangieren?


    Oder macht die USA die Schatulle auf?


    Es ist egal.


    Solange die Geldmengen weiter in diesem Tempo steigen, wird es für diese Eingreifgruppen völlig unmöglich sein, Vermögenspreise dauerhaft zu fixieren.


    Bei den Grundstücken und bei den Aktien und auch im Kunst- und Antiquitätenhandel wird das erst garnicht versucht. Daher übernehmen die Preissteigerungen dieser Dinge solange eine Funktion der Ersatzindikation dafür, wie es um den Wert der Währungen bestellt ist, bis die offensichtlichen Manipulationen bei Währungsmetallen wirkungslos geworden sind.


    Bei den Rohstoffen (Erdöl, Industriemetalle) hat man es sehr lange geschafft, Preise unten zu halten mit der Folge, daß die Rohstoffproduktion dem Bedarf nicht angepasst wurde und die Preise teilweise regelrecht explodiert sind (Platin, Nickel).


    Mit GOLD und SILBER können sie es noch ein wenig länger machen, nämlich solange, bis die verfügbaren / verkäuflichen / verleihbaren Lagerbestände erschöpft sind. Dann spätestens besteht die Chance, daß die Preise ansteigen, weil nur so vorhandenes Material über den Preis mobilisiert werden kann. Allerdings mit einer kleinen aber wesentlichen Ausnahme: wenn es gelingt, Investoren massiv aus diesen Metallen zu vertreiben, kommt es (zeitlich befristet) zur Stabilisierung der Situation oder gar zu gewollten, weiteren Preisrückgängen. Was dann aber wiederum den Tag, an dem kein physisches Material zur Manipulation mehr vorhanden ist verschiebt und die Preiskorrektur demzufolge um so heftiger ausfallen lasen wird (vgl. Nickel).


    Das Schlimme daran: Die Goldvorräte selber reichen dann noch sehr lange..... Und wie hoch die noch verfügbar zu machenden Silbervorräte sind, das weiß in Wirklichkeit keiner.


    Dennoch ist bereits jetzt feststellbar, daß sich die Preise für GOLD und SILBER seit ihren Tiefstständen nachhaltig erholt haben. Auch die Förderkosten sind seit dem gestiegen. Allen aufgrund der Teuerung bei Energie und Baustoffen und Maschinen.


    Will sagen: die Manipulanten haben erkannt, daß sie bereits in der Defensive sind und lassen die Preise nach Möglichkeit kontrolliert steigen. Das schafft ihnen Zeit, denn nur um ZEIT geht es dabei. Die Manipulation wird "relativ", d.h. ich vermute, daß es denen reichen könnte, wenn die Preise für GOLD und für SILBER langsamer oder zumindest nicht schneller ansteigen, als beispielsweise Aktienindices. Die in Anbetracht der Inflation (Geldmengensteigerung) lachhaft niedrigen Anleihenzinsen kann man derzeit ohnehin bestenfalls durch Monetarisieren halten....
    ...weswegen sich der Anstieg bei den Geldmengen in den letzten Jahren stark beschleunigt hat. So stark offenbar, daß die USA dazu übergegangen sind, entsprechende Daten (M3) nicht mehr zu veröffentlichen.


    Probleme: Das neu in Umlauf gesetzte Geld wandert in Spekulationsblasen bzw. aus gestützten, weil sonst zusammenbrechenden Märkten (Anleihen schlechter Qualität bzw. zu niedriger Verzinsung) heraus. Einige, wenige Verkäufer kommen so zu märchenhaften Reichtum, der natürlich auch in die Anlageklassen wandert, die relativ zu den abgestoßenen Anlagen schlecht "performt" haben, also in Währungsmetallen. Über diesen Umweg wird es dann passieren. Und das kann sehr schnell gehen. Zwei Gruppen sind nur zu einem kleinen Teil identisch, nämlich: Kreditnehmer und Geldbesitzende Superreiche. Das Geld wandert immer schneller von Arm nach Reich. Je mehr Geld, desto mehr Zins muß gezahlt werden. Und desto mehr neue Kredite müssen an neue Schuldner vergeben werden, damit erneut Geld ausgegeben wird, daß die Alt-Schuldner verdienen und rückzahlen können. Ausfälle kann man nur dann vermeiden, indem man alleine schon des Zinseszinseffektes wegen zu einem ständig weiter wachsendem Geldangebot sorgt.....


    Der Zinseszinseffekt aber ist eine Funktion, die nicht linear, nicht quadratisch, sondern exponentielles Wachstum erzeugt. Beispiel: Josefspfennig.


    Widerspruch:
    Exponentielle Funktionen steigen mit fortschreitender Entwicklng immer stärker an. Mathematisch ist das KEIN Problem, da die Größe von ZAHLEN nicht limitiert ist.


    In der Realität jedoch ist alles limitiert. Prozesse mit anfänglichen, exponentiellen Wachstumsraten (z.B. alkoholische Gährung, Vireninfektion) kommen sehr schnell zum Stillstand.


    Entweder dadurch, daß diese begrenzt werden, in dem alle Ressourcen (Zucker bei der Gährung) verbraucht werden oder dadurch, daß durch den Vorgang selbst Bedingungen geschaffen werden (hoher Alkoholgehalt bei der Gährung oder Imunisierung oder Tod des Patienten) die den Wachstumsvorgang (also die Vermehrung der Hefepilze / Viren) in dem geschlossenen System (Gährbehälter, Patient) definitiv beenden.


    Fazit: Ab dem Punkt, an dem genügend Geldbesitzer realisieren, daß sich Geldverleihen / Geldbesitz für sie nicht mehr lohnt, kippt spätestens alles. Frühestens kippt die Situation dann, wenn Schuldner massivst ausfallen (wie n den USA bei den "Subprime-Krediten" und so Kapitalflucht auslösen (wurde ja scheinbar durch Monetarisieren abgewendet).


    In diesem Zusammenhang würde mich interessieren, was nach dem Lieferbankrott der Londoner Metallbörse 2006 mit den nicht belieferten Nickel-Futures geschah.


    Wurden die letztendlich doch noch alle "beliefert" oder wurde nach einer "Schamfrist" seitens der Börse oder sonstiger Stellen ein Ende der Strafzahlungen und Barausgleich verfügt?.


    Weiß darüber jemand etwas genaueres?

    Zitat

    Original von Trollkönig
    Aus dem Midas (Bill Murphy) vom 10. Mai:


    ....Die Long-Spekulanten hat man offenbar wirklich aus dem Gold getrieben. Die fallen immer wieder auf diese Manöver herein.............


    Logisch.


    Wer beispielsweise für ein paar Tausend Dollars einen Vertrag (Future) abschließt, der darauf abzielt, einen Standard-Gold-Barren im Wert von 670.000 Dollars in drei, sechs, neun oder zwölf Monaten zu erwerben und dann, wenn der Unzenpreis um 25 Dollar fällt mal eben so 25.000 Dollars an den Vertragspartner zahlen muss, der wird diesen Vertrag dann, wenn er das Gold nicht braucht oder die 670.000 Dollars nicht besitzt.... ......verkaufen. Und zwar sobald seine wirtschaftliche Schmerschwelle erreicht oder überschritten ist.


    Trader oder "Zocker" sind in aller erster Linie eines: GELDGEIL, GELDFIXIERT und GELDGESTEUERT. Leerverkäufer, Zentralbanken und Profis wissen das. Und setzen genau dort ihren Hebel an, der sich regelmäßig erfolgreich gegen die alermeisten Trader wendet.


    Genau deswegen gibt es übrigens auch KO-Produkte, die als "Gold- oder Silberzertifikate" mit KO-Schwelle emittiert werden..

    Zitat

    Original von traditional3
    .......Alle Werte in der heutigen Welt beruhen auf der bestimmenden Rolle des Dollars, und auf den Obligationen des Dollars als Reservewährung. Wenn der Dollar kollabiert, was geschieht dann mit Chinas Werten? Kabumm! Wenn der Dollar kollabiert, was geschieht dann mit Indiens Werten? Kabumm!.........


    Und was passiert dann mit GOLD?


    Den "Kabumm"-Schuss bei GOLD, den höre ich nicht.


    Der Dollar? der ist schon längst nicht mehr haltbar. Und das mittlerweile aus einem ganzen Blumenstrauß vom Gründen. Ab dem Zeitpunkt, ab dem die Zinsen bis auf 1 Prozent gesenkt wurden, war der allerspätestens verloren (und der YEN ebenso). Mag sein, daß es den Dollar noch in 20 oder 50 Jahren geben wird. Wenn überhaupt, denn mit einem Kaufkraftäquivalent von vielleicht einem bis fünf Euro-Cents jetziger Kaufkraft.

    HeinzD: es ist zwar unhöflich, Fragen mit Gegenfragen zu beantworten, aber


    warum veröffentlicht der Barclays-Silber-ETF denn KEINE Barrenliste?


    Warum kann ein auf den Kanalinseln ansässiger GOLD-ETF Anteile im Umfang von 15.000 Tonnen "Bullion" aus dem Hut zaubern, wo die Jahresproduktion unter 3.000 Tonnen liegt?


    Warum erhalten deutsche und Schweizer Abgeordnete keine präzisen Auskünfte, an welchen Orten welche Mengen der jeweils nationalen Goldreserven lagern?


    und so weiter, und so fort.


    Das sind nämlich genau die Punkte, die Gold- und Silberbugs nicht oder nur schlecht verstehen, weswegen sie dann auf die komigsten Erklärungen kommen.


    Alles klar?.

    Pauli: ein Betrug setzt Betrugsabsicht voraus. Und die muss bewiesen sein, wenn man von Betrug im strafrechtlichen Sinne spricht.
    Kann man den Beweis nicht erbringen läuft man Gefahr, sich selbst strafbar zu machen, wenn man jemanden des Betruges beschuldigt......


    So ist nun mal die Rechtslage.


    Betrug ist immer strafbar. Legaler Betrug - den gibts nicht. Nur Betrug, der nicht oder kaum oder erst nach Ablauf der Verjährung bewiesen werden kann.....


    Keine Lust, mich von solchen "Rechtsakrobaten" ausnehmen zu lassen.


    Außerdem ging es mir darum, aufzuzeigen, woran es liegen könnte, daß im Fall von überraschenden Vermögensverlusten der Anleger keiner der Verantwortlichen strafrechtlich belangt werden kann. Und warum es auch nichts bringt, zivilrechtlich gegen diese Leute vorzugehen......

    Zitat

    Original von T-Trinker
    Du solltest zwischen Doomstern und rational handelnden Anlegern unterscheiden. Erstere sollen und werden nie etwas anderes als Barren kaufen (und sich seltsamerweise keine Sorgen machen, dass mit denen etwas nicht in Ordnung sein könnte :D )


    Letztere hingegen brauchen lediglich eine saubere Aktenlage und da hilft die Barrenliste weiter........


    Was hilft Dir die saubere Aktenlage, wenn die Belege gefälscht sind?!.


    Stichwort: Flowtex.


    Und ich will garnicht wissen, wie viel "Flowtex" in so manchem "Finanzprodukt" steckt.


    Wenn Du KEIN Rentenfondsmanager bist, sondern wirklich auf eigene Kosten und eigenes Risiko handelst, dann brauchst Du GEWISSHEIT in Bezug auf Leistung und GEGENLEISTUNG.


    Du als Anleger bist derjenige, der sein Geld für ein versprechen hergibt, an das er glaubt, oder von dem er weis, daß es einlösbar ist.


    Du musst entscheiden, ob Dir Glaube ausreicht oder ob Du höchstmögliche Gewissheit willst. Und ja: Profis erkennen Silber, speziell Feinsilberbarren bereits am KLANG.


    Wiegen und hören. Und für Skeptiker: zusätzlich Dichtebestimmung durch Wiegen unter Wasser.


    Oder als Papieranleger: das Gras wachsen hören können......

    Zitat

    Original von T-Trinker
    .....Und dieses Problem habe mit Sicherheit nicht nur ich sondern ein signifikanter Anteil der allein 800.000 Millionäre in Deutschland. Wenn von denen nur jeder zehnte so liquide ist, dass er 100k seines Vermögens in Silber investieren könnte, dann reden wir über einen Anlagebetrag von 8 Milliarden Euro = 800 Millionen Unzen.


    T-Trinker: Dein Problem ist Phantasielosigkeit / Bequemlichkeit:


    100 K, das sind etwa 250 bis 300 kg. Besorge Dir einen Kangohammer, stemme den Kellerboden Deiner Milionärshütte auf. Grabe ein Loch. Ziehe einen Boden ein. Mauere die Wände aus. Packe Diene 300 Kg physisches da rein, überdecke es mit Sand. Darüber eine Plane und dann betoniere die Bodenplatte zu. Danach fliest Du den Boden des Kellerraumes, damit es keiner sieht. Und gut ist.



    Wenn Du als "Milionär" nicht mindestens 250 Kilo physisch hast......


    ...weil Du Klau fürchtest.....


    ....tust Du mir nur leid.


    So einer wie Du müsste mindestens 1 Tonne physisch haben. Alles andere ist Für Leite Deiner Vermögensklasse lachhaft.


    Mit nur Papier gehts vom Milionär zum Tellerwäscher vielleicht schneller, als man vielleicht glaubt.....


    Und 20 Kg im Haussave ist für Leute deines Schlages lachhaft. Spielerei.

    Zitat

    Original von Pauli
    wenn es keiner reinstellt, mache ich es eben:
    M. Siegel zum Lyxor GBS.
    Fazit: legaler Betrug - meine Rede seit Monaten. Es ist immer wieder extrem ergiebig, die Prospektbedingungen zu sezieren und als total unseriös und als Papierkonstruktionen zu zerreißen.


    Die DEG hat eben das selbe für den Silber-ETF getan. Hier nun das gleiche in grün (äh gold).


    Ich wäre hie rmit dem Wort "Betrug" sehr vorsichtig.


    Klar, daß diese "Fondskonstruktionen" dazu dienen Vermögen der Anlager hin zur Fondsgesellschaft und deren Eigner zu transferieren. Das ist die Motivation jeder Fondsgesellschaft. Und es ist legal.


    Fraglich hingegen ist, ob gewisse Geschäftsbedingungen des Fonds rechtswirksam sind. Fraglich ist auch, ob im Fall ihrer Unwirksamkeit strafrechtlich relevante Tatbestände vorliegen könnten, wenn Fondsmanager nach diesen Geschäftsbedingungen handeln. Dies würde lt. geltender Rechtssprechung eine Absicht voraussetzen unerlaubte Handlungen durchzuführen, was wiederum das Wissen um die Unwirksamkeit der Vertragsbedingungen voraussetzt.


    Mal angenommen, die Anteilszeichner werden zu einem gewissen Teil durch Transaktionen, die gegenüber den Anteilseignern per Gerichtsbeschluss nicht rechtswirksam erfolgt sind "enteignet". Dann stellt sich die Haftungsfrage, wobei der Anspruchsgegner erst mal eine Kapitalgesellschaft mit Haftungsbeschränkung ist.


    Meine Meinung: Bei dem Volumen, 15.000 Tonnen Gold, kommt dann genau diese Beschränkung zu Lasten der Anleger zum Tragen.


    Und genau darauf hin scheint mir, nachdem was Herr Siegel schreibt, von Beginn an alles angelegt zu sein.


    An die Drahtzieher hinter den formal für die Fondsgesellschaft Handelnden kommt man jedoch nicht heran. Wenigstens nicht mit straf- oder zivilrechtlichen Mitteln. Das Geld der Anleger haben dann ANDERE.


    Da müsste man, wenn man sich hat "linken" lassen und das so partout nicht auf sich bewenden lassen möchte schon mit anderen Mitteln und äußerster Entschlossenheit herangehen, in einer Art und Weise, die gegebenenfalls auf die physische Existenz der vermuteten Drahtzieher abzielt, wovon ich aber aus gesetzlichen, ethischen und moralischen Gründen dringendst abraten würde.

    mir hat man heute auch wieder 10.000 angeboten. Ohne Sicherheiten. Nur Ausweis und die beiden letzten Gehaltsabrechnungen wollten sie sehen. Der "Auszahlungsschein" lag auch schon anbei.


    Den habe ich meinen Junior (10) gegeben und gesagt: " Gehe zur Bank und hol die die 10.000 mit dem Auszahlungsschein".


    Der hat den Schein kommentarlos auf den Küchentisch gelegt und seinen Zeigefinger Richtung Stirn geführt.....


    Für ihn war/ist es (scheinbar) völlig unvorstellbar, auf so einen Wich hin 10.000 zu bekommen. Und genau das ist auch völlig logisch, geht man von der Annahme aus, es handelt sich um richtiges GELD, also um etwas, das ein knappes und wertvolles Gut darstellt und sich deswegen als Wertmesser durchgesetzt hat. Demzufolge war seine Reaktion die einzig logische.


    Alles klar?

    Zitat

    Original von gutso
    ....Man sieht daran halt wieder, was vom "Auslagern" persönlicher Verantwortung an Banken sehr oft zu halten ist. ...
    Genausoviel wie vom Auslagern von Verantwortung für die finanzielle Zukunft an den Staat.
    Nicht viel, nämlich....


    nicht viel? das dürfte noch drastisch untertrieben sein. Ich sehe das so:
    Wir haben Spätherbst. Bislang blieb der Regen aus. Das Korn steht völlig ausgereift und prächtig auf den Halm. Jeder der sich mit Jahreszahlen auskennt, der weis: in den nächsten Tagen wird es Sturm und Regen geben. Ihr hört schon das sich beständig nähernde Erntekommando:


    Und nun dürft ihr euch noch frei entscheiden, ob ihr just in diesem Moment noch weiter Strohhalm bleiben möchtet oder doch lieber noch schnell zur Sichel werden wollt. Irgendwann werdet ihr merken, daß euch diese Option der freien Entscheidung mehr und mehr entgleitet. Spätestens wenn ihr der Halm seid, der gerade von der Sichel abgetrennt wurde, gibts nichts mehr zu entscheiden. Dann sind die Würfel gefallen.

    Zitat

    Original von Misanthrop
    .....PS.....Ist das nicht schön in einem Land zu leben, in dem ALLES möglich ist? :D


    In der Tat stellt sich die Frage, ob es wünschenswert wäre für jedes Geschäft vorab eine behördliche Einzelgenehmigung beantragen zu müssen.


    Will sagen:
    Es ist besser, wenn es einzig und alleine Sache des Käufers / Kaufinteressenten ist zu entscheiden, wen er wie weit vertraut.


    Daß mit dieser Freiheit jedes Kaufinteressenten auch eine entsprechende Verantwortung sich selbst und seinem Vermögen gegenüber verbunden ist, versteht sich eigentlich von selbst.



    Oder besser: sollte sich eigentlich von selbst verstehen.


    Also: erst denken, prüfen und dann bestellen und zahlen......

    Zitat

    Original von 0711


    So sieht es aus, dem ist nichts hinzuzufügen.
    Wenn ich zwei MT-Taler zum Preis eines Kookaburra bekommen kann, dann sind das 50 % mehr Silber. Da muß man wirklich nicht lange darüber nachdenken, nicht wahr?


    Grüße
    0711


    Stimmt. Ich kaufe gelegentlich niederländische Handelsdukaten und zwar unterhalb des Preises für Anlagemünzen im Gewicht von 0,1 Unzen.
    Den letzten (einer aus den Zwanzigern in vz oder besser) habe ich am Samstag für 58 EUR erworben. Sowas nimmt man in dieser (extrem handlichen) Stückelung zu diesem Preis sehr gerne mit.


    Ebenso wie die Maria-Theresien-Taler zu 6 bis 6,5 Euro/Stück.

    Zitat

    Original von HankTheKnife
    Mesodor39:
    Danke für Deine Antwort, ich dachte schon, ich bekomme langsam Wahnvorstellungen und wollte mir schon die Besuche auf Eichelburgs Seiten rationieren ;).......


    Geht mir genau so.


    Solange man den eigenen Standpunkt noch kritisch hinterfragt (und das nehme ich noch für mich in Anspruch), ist man (so hoffe ich das) noch nicht übergeschnappt.


    Nur Narren sind sich ihrer Sache völlig sicher und ich zähle mich selbst nicht dazu. Mag sein, daß ich hier in Bezug auf meine Person falsch liege, aber selbst kann man das auch am allerschwersten beurteilen.


    Im Übrigen ist das, was wahrscheinlich irgendwann passieren wird (Geldentwertung, egal ob völlig oder "nur" großteils) KEIN Grund, überzuschnappen oder depressiv zu werden.


    Man kann es nicht verhindern. Bestenfalls kann man die persönlichen Auswirkungen dieses Murkses (der schon längst gemacht wurde und damit unabwendbar ist) etwas abmildern. Indem man entweder sein geld ausgibt und so gut wie möglich in den Tag hinein lebt oder aber in real präsente Sachwerte / Sachanlagen mit unmuittelbarer persönlicher Verfügungsgewalt anlegt.


    Das einzig Wahnsinnige ist die verbrecherische "Wirtschafts- und Informationspolitik" vieler Regierungen.


    Oder sollte man es besser als "ideologisch und korruptionsbedingte Stümperei" und "Propaganda" bezeichnen. Das dürfte es ehr und zutreffender beschreiben.

    @07/11: alles gut und schön. Offenbar haben das einige Sammler nicht gewußt. Schade auch unter dem Aspekt, daß diese dann direkt hätten in Australien ordern können.


    Was lehrt uns das?


    Genau: Nur Bares ist wahres.


    Sprich: sich sehr nah am Metallwert orientieren und weder auf "Komplettheit" noch auf "Raritäten" zu viel Wert legen. Immer schön das EUR/Gramm-Verhältnis im Auge behalten.


    Und möglichst nah am Metallwert kaufen. Und sich in Bezug auf "Raritäten" besser selbst nichts vormachen. Kasse machen, wo es geht und fiktive (=Sammlerwerte für "Raritäten") in reale Werte (Edelmetall nach Gewicht) tauschen.


    Ich habe es teils so mit Fehlprägungen gemacht. Sowas ist für jemanden, der gesammelt hat und auch weiterhin sammelt nicht einfach.


    Aber: keiner hat gesagt, daß es einfach ist, sich vernunftsorientiert zu verhalten oder das zumindest zu versuchen.


    Wen die "Emus" gefallen:
    es gibt ja auchg häufigere Jahrgänge.


    Und wer weiß das schon: irgendwann gibt es vielleicht auch "Raritäten" zum Preis von Anlagemünzen. Solche "Versehen" gibt es öfters, als man das galuben mag: Anfang des Jahres beispielsweise habe ich, kurz vor Börsenschluß, eine Fehlprägung im Wert von 200 bis 250 Euro für 2 Euro aus einer Wühlkiste gefischt. Das Teil lag stundenlang obenauf. Keiner hat realisiert was das war oder wußte, was es wert war.


    Stellt euch vor, euch wäre sowas mit Kleinmünzenfälschungen oder Kleinmünzen passiert: Euer Geld wäre definitiv weg. Bei Edelmetall habt ihr Zumindest die Chance auf Kurssteigerungen, d.h. ggf. die Chance euren Einsatz wertmäßig in einer Übertreibungsphase des Marktes wieder zu erlösen....


    Auf jeden Fall lernt man daraus.


    Ich sehe das genau so, wie Du.
    Vor etwa einem Monat fragte mich jemand aus der Dachdeckerbranche, ob wir denn den Aufschwung spührten. Ich verneinte dies. Daraufhin besagte Person: Dachdecker hätten momentan sehr viel mehr zu tun. Aber nur wegen dem Sturm Kyrill. Alle anderen gefragten Handwerker gaben an, ebenfalls fast nichts oder viel zu wenig zu tun zu haben.


    Vor wenigen Tagen hatte ich ein ähnliches Gespräch mit jemanden aus der Betonindustrie. Fazit: einige Baufirmen hätten Arbeit ohne Ende. Die aber würden Stundenlöhne um die 30 EUR verlangen; nach Bau-Tarif und inklusive aller Zuschläge und Umlegung aller Kosten liegt man aber um die 40 EUR. Firmen, die solche Löhne verlangen, bekämen keine Aufträge. Die Menschen müssten halt angehalten werden, in derselben Zeit 35 statt 25 Quadratmeter Pflaster zu verlegen. Da muss man halt Druck ausüben....


    Sprich: regulär anbietende Betriebe können zu machen. Nur Lohndrücker und Sklaventreiber haben noch Chancen.


    Klar: sowas findest Du in keiner Statistik, wobei auch ich glaube, daß besagte Statistiken nicht nur "geschönt" sondern schlichtweg von vorne bis hinten gefälscht oder verfälscht sind.


    Letzten Donnerstag fragte mich jemand von einem Bauamt, ob denn der Aufschwung zumindest bei uns angekommen sei? Ich sah ihn wegen des Untertones schon erstaunt an und dachte: na, wenn schon die öffentlichen Angestellten merken, daß da was nicht stimmt.... und dann präzisierte er: na, ich sehe schon, dann wärt ihr ja die einzigen gewesen, die was vom Aufschwung spühren.....


    Ich musste da direkt an Herrn Eichelburg und seine Angestelltenphobie denken.... Auf diesen Angestellten / Beamten traf das so zumindest nicht zu. Der hat den Braten auch bereits gerochen. Folgerung: Die Manipulation ist bereits eventuell in ihrem kritischen Stadium eingetreten......


    Denn: sie beginnt bereits viel früher:
    Es fängt mit 1-EUR-Jobbern an, die zwar noch Hartz-IV kriegen, aber nachdem, was ich höre nicht als "arbeitslos" geführt werden. Und hört bei sich in Umschulungsmaßnahmen / in Vorruhestand geschickten Personen auf. Alle diese fallen aus der Statistik heraus.


    Fazit:
    Ich schenke Regierungsverlautbarngen und Statistiken KEINEN GLAUBEN mehr, sofern die Ergebnisse für mich im Kleinen nicht plausiebel nachvollziehbar sind.


    Und das scheinen diese "Ergebnisse" und "Aussagen" offenbar noch in mehreren Regionen nicht zu sein. Alles Indizien für deren unzureichenden "Wahrheitsgehalt", sofern man dieses Wort in dem Zusammenhang überhaut noch verwenden darf / sollte.


    Alles Propaganda, Durchhalteparolen. Ales, damit es zu keinen Unruhen und keinem geändereten Wählerverhalten kommt.


    Terrorismusbekämpfung - die nächste Lachnummer:


    Ihr selbst seid es möglicher Weise, die besser bespitzelt werden sollen: damit man euch besser ausnehmen / ausbeuten / erpressen kann. Damit man eventuellen Unruhen rechtzeitig vorbeugen kann.


    Und über eure "Europäische Verfassung" lässt man euch auch nicht abstimmen.


    Wir alle sind da zu dumm und zu unfähig für.


    Soviel zu Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Euroland und in der Bundesrepublik Deutschland.