Beiträge von mesodor39

    2020 für über 1.000 Pfund verkauft:


    https://en.numista.com/catalogue/pieces17886.html


    Das ende der Fahnenstange ist, was die Qualität angeht, damit noch lange nicht erreicht:


    meiner ist noch etwas besser und hat Spiegelglanz in den Feldern. Also: Probe oder Erstabschlag, soweit man das bei einer Münze des 18. Jahrhunderts überhaupt beurteilen kann. Als ich ihn Ende der 90er Jahre für 280 DM kaufte, war die Patina von Albenlagerung aufgeweicht. Ich habe ihn so, wie er war aus dem Rähmchen genommen und in Flüssigparaffin gelegt - nach einem Tag war der Weichmacher herausgelöst die vom Weichmacher ursprünglich aufgewichte Patina wieder fest. Mit diesem Kunstgriff habe ich als Jugendlicher ordentlich Kohle gemacht :)
    Und später das eine oder andere historisch wertvolle Stück vor Tauchbad und sonstiger Verhundsung / entstellung gerettet. Einmal getaucht und der Spiegelglanz ist weg. Und damit auch die feinsten Prägedetails.

    Es ist doch klar, was läuft. Hinter den Kulissen tobt ein Machtkampf, in dem es sich darum geht, Putin zu stürzen und zu ersetzen. Direkt angreifen kann man ihm nicht. Aber man kann, wie geschehen, Freunde von ihm derart triggern, dass diese die Nerven verlieren und sie so gegeneinander in Stellung bringen. Das Kickt einen Rivalen aus dem Rennen und schwächt den Amtsinhaber. Insofern haben der Verteidigungsminister und seine Kumpane / Hintermänner ganze Arbeit geleistet. Lukaschenkow hat das sehr wohl erkennt und es ist ihm gelungen, das Allerschlimmste zu verhindern. Denn: Fällt Putin, dann fällt auch er. Der Koch weiß mittlerweile auch, was für ein dreckiges Spiel gespielt wurde. Der ist zwar in die Falle getappt, aber gerade noch herausbekommen, ehe sie zugeschnappt ist. Sein Pelz hat dabei Haare verloren, er selbst aber ist heil geblieben. Noch.


    Also, mit Verlaub gesagt: der "Bär" ist gerade sowas von mit sich selbst beschäftigt, dass er unfähig ist, erfolgreich Krieg zu führen. Den Krieg gegen die Ukraine kann er nicht gewinnen. Sieht er das nicht ein, ist ein Bürgerkrieg in Russland unausweichlich.

    Martia Theresia, 1 Krezuer 1762 K


    sowas in vorzüglich mit einer alten Patina, also ene gut erhaltene, unverpfuschte Münze zu finden, das ist schon extrem schwer. Ein Stück in echter Stempelglanzqualität hingegen ist ein Glücksfall. So, wie der hier.


    Bei Silber ist das viel einfacher. Kupfermünzen aus dieser Zeit sind meist irgendwo korrodiert (Materialabtrag, Lochfraß, rauhe Stellen).

    Wenn der Stanzautomat zu gierig ist und übers Blechle hinaus stanzt entstehen... ....Zainenden.


    Alles, was gebogen ist (also über 95 % dessen was bei den Euromünzen als Zainende angebioten wird), sind Mehrfachstanzungen. Echte Zainenden sind immer gerade. Sie sind selten und werden daher sehr oft gefälscht.
    Es gibt ein immer zuverlässiges Echtheitsmerkmal und in Abhängigkeit von der Größe der Ausbuchtung und der Stempelstellung mindestens zwei weitere, mir bekannte Echtheitsmerkmale, von denen die meisten Fälscher nichts wissen. Und das soll auch so bleiben.


    Demnächst gibt es dann auch wieder "ganze" Münzen in exzellenter Qualität.

    Beim Prägen von Münzen, aber auch bei der Herstellung der Vorprodukte, der Rohlinge und der Ronden auf die die spätere Münze geprägt wird, kann einiges schief gehen. Diese 5-Cent-Münze wurde auf einer nicht verkupferten Ronde geprägt. Echtheuitsmerkmale sind das niedrigere Gewicht und die Schräfe der Prägung (nachträglich entkupferte Münzen zeigen nur flaue Details und weisen eine porige Oberfläche auf. Dieses bankfrische Stück hier ist scharf ausgeprägt und völlig rostfrei. Dafür war es 2003 mit 44 Euro (damaliger Gegenwert: 4 Gramm Gold) auch recht teuer - Die allermeisten Stücke weisen mehr oder weniger starke Rostschäden auf. Cést la vie!

    Hier noch die bereits in anderem Kontext beschriebene, extrem schwach ausgeprägte 50-Cent-Münze 2002 A von brandneuen Stempeln. Wenn man so will wahrscheinlich ein Erstabschlag, denn: nachdem neue oder gereinigte Stempel in den Automaten eingebaut sind, wird der Prägedruck beim Prägen langsam soweit hochgefahren, bis eine gute Prägung erreicht ist. Dies geschieht, um Automat und Stempel vor Überbeanspruchung und damit vor Schäden zu schützen. Das Stück selbst ist bankfrisch (also fast Stempelglanz).


    Wenn man solche und andere Prägungen als Referenzobjekte hat, kann man schon sehr genau zwischen abnutzungsbedingter und prägedruckbedingter Detailarmut unterscheiden und auch erkennen, ob ein nagelneuer oder bereits länger in Gebrauch befindlicher Stempel eine Münze geprägt hat.


    Bei dem Quarter von 1920 konnte ich mir dieses Wissen butzbar machen.

    Wenn da mal jemand "Sehen" sagt, wird es spannend.Sollte für den Chinamann doch machbar sein, eine Pokerrunde zu arrangieren.

    Die passen schon gut und sehr genau auf, dass ihnen bei ihren Kreisgeschäften und Hin- und Her-Verkäufen zum Kursbetrug und zur Ablederung der "Scheinchen"-Deppen möglichst wenige andere in die Queere kommen. Und zur Not rettet sie "höheres Recht".


    Deswegen gebe ich auf solche Zahlen erst dann etwas, wenn es wirklich zum Börsen-Bankrott gekommen ist. So, wie bei Nickel in London (kann man nachlesen, was die Betrüger danach getan haben) oder wie beinahe bei Pt und Pd zum Jahresanfang (da hat man sich in London Metall geliehen).

    Der ist so schwarz mit leicht bläulich-grünen Verfärbungen in den Vertiefungen, dass ich hier eine echte, antike Patina und keine Tönung vermute. Die ist so schwarz, dass man nichts drauf erkennt, wenn ich sie senkrecht von oben fotogrrafiere.


    Für mich ist es wichtig, dass eine Münze möglichst nicht gereinigt wurde, denn nur bei solchen Stücken kann man alle Spuren der Prägung zu 100 % erkennen. Eine gute Erhaltung ist dabei Grundvoraussetzung.


    Die Münze ( Imp. Caes. M. Ant. Gordianus) wurde mit der Legende, wenn sie denn echt ist (was ich vermute), nur wenige Monate lang geprägt.


    Es sind keine frischen Stempel, aber immer noch welche, die wesentliche Details klar zeigen. Der Randstab der Vorderseite hat sich in großen Teilen bereits ermüdungsbedingt (Bronzestempel) verabschiedet.



    Was meint denn der Experte dazu?

    Für den Quarter habe ich in einer offenen Auktion ohne Fake-Bieter ohne Versand 21 Euro bezahlt (Ebay Nr. 145113224277). Und den Halbdollar gab es für 17,78 Euro dazu. Der ist auch sehr, sehr weit überm Durchschnitt und beim Halbdollar erkennt man das sehr viel besser, als beim Quarter. Versand (von NL nach D) für beide zusammen: 5,50 Euro. Auch günstig.


    Etwas zum Thema Erstabschlag:
    Ich habe irgendwo noch einen echten erstabschlag einer deutschen 50-Cent-Münze 2002A herumliegen. Der ist mindestens so schwach, wie der Quarter ausgeprägt, aber mit spiegelglänzenden Feldern. Was die meisten Sammler nicht wissen: ein Erstabschlag ist einer der ersten 100 mit einem neuen Stempelpaar geprägten Münzen. Wenn man heute aber Umlaufmünzen prägt, dann fährt man den Prägeautomaten mit anfangs bewusst leichtem Druck so hoch, bis ein sich ein annehmbares Prägebild einstellt, was die Ausprägung der Münze angeht. Und weil so ein moderner Automat schnell prägt, sind die 100 Stücke in etwa 30 Sekunden durch...... Das, was mit scharfen Details und spiegelnden Feldern Sammlern als Erstabschlag verkauft wird, ist bereits optimal eingestellt, also allerbestenfalls irgendetwas ab Münze Nr. 200 bis vielleicht 1000. Früher (zu Kaisers Zeiten) mag das noch anders gewesen sein.


    Was anderes ist es, wenn EA bewusst mit Automaten (Einzelhub) gefertigt werden, die beispielsweise für PP-Prägungen verwendet werden. Da kann man dann sagen: EA, handgehoben.

    Ich hänge hier einen niederländischen Golden von 1847 an. (Gewicht: 10 g 945er Silber) Die Münze war viele Jahrzehnte kursgültig, hat keinerlei Randfehler, ist vorzüglich erhalten und hat noch echten, flackernden Prägeglanz in den Feldern. Es ist vollständig ausgeprägt. Ein besseres Stück wirst Du unter 200 Euro auf der MA-Plattform nicht finden, egal was sie für ihre Stücke für einen Erghaltngsgrad angeben. Auch diese Münze hat auf der Vorderseite einen Materialüberhang (von 5 bis 7 Uhr). Genau wie der Quarterdollar (6,25 g 900er Silber). Jedoch hat der Gulden viel mehr und größere Einkerbungen, als der Vierteldollar. Speziell bei diesem Vierteldollar gibt es bei hohen MS-Graden den Zusatz "FH = Full Head = voll ausgeprägter Kopf. Weil genau das /vollständig ausgeprägte Münzen) bei diesem Typ nur selten vorkommt.


    Zum Gulden:
    MA-ID: 5838400276 Angabe vz, 99 Euro (vormals: 129), meine Meinung dazu: ss+ bis ss-vz, Der Rand über der Jahreszahl sieht seltsam aus,
    MA-ID: 6415402010 Angabe vz-unc, 190 Euro, meine Meinung dazu: vz und die Zusätze "Randdelle" "getaucht" und "VS minimal berieben" fehlen.
    MA-ID: 6828802010, 210 Euro, vz-unc, meine Meinung dazu: fast vz und der Zusatz "gereinigt" fehlt
    MA-ID: 2035402282, AU 50, cleaned, meine Meinung dazu: fast vz und deutliche Schramme (Prüfspur?) links vom Kopf. Da wollte jemand sehen, ob unter einer angenommenen Versilberung Kupfer oder anderes Metall war. 225 Euro.


    Mir hat mein Gulden auf Ebay, Sofortkauf bei einem (seriösen) Kölner Händler mit langwieriger, vorheriger Preisverhandlung, das Stück lag während der Zeit über 10 Tage in der Bucht) 56 Euro gekostet. Der Händler wollte ursprünglich 64,99 Euro haben. Kann ich durchaus verstehen, bei den Preisen auf der 2-Buchstabenb-Plattform. Aber glaub mal: wenn die Münze 100 oder 120 oder 190 wert gewesen wäre, hätte sie mir ein anderer schon am ersten Tag weggeschnappt.....


    In der Qualität (vz) kaufe ich normalerweise nicht, jedoch habe ich noch kein besseres, direkt zum Verkauf stehendes, Stück gesehen. Und geschätzte 750 bis 1.500 Euro für ein echtes (ungetauchtes, ungereinigtes) original belassenes Stempelglanzstück zu zahlen, das ist viel zu viel, zumal der Markt real völllig eingebrochen ist. Das zeigen solche Preise, wie der Angebotspreis des Händlers..... Den Differenzbetrag lege ich lieber in Silbermünzen an, die ich um den Silberwert herum erwerbe. Da ist mehr Luft nach oben, als bei einem gehypten Stempelglanzstück von 1.500 Euro. Egal ob es nun ein EA oder eine gute Normalprägung ist. Die Massenkaufkraft gibt solche Preise nicht her. Ebenso die Relationen zu den Preisen von Gütern des täglichen Bedarfs. Und wenn zwischen einem echten VZ und einem St der Faktor 30 liegt, dann stimmt was ganz gewaltig nicht. Die Gewinne der Verkäufer dürfen gerne andere bezahlen.


    Der "platt" wirkende Quarter von 1920 hingegen ist (wenn man nach den Bagmarks und nach den Randstäben geht), deutlich besser erhallten, als mein Gulden. Aber eben schwach ausgeprägt und von nicht mehr neuen Stempeln.


    PS: ich hänge, als krasses Beispiel, noch einen alten Römer (Mitte 3. Jahrhundert) an. Die Vorseite ist prägefrisch bzw. "unzirkuliert" und mit einem niegelnagelneuen Stempel geprägt und der Rückseitenstempel hatt es wohl schon fast hinter sich. Eine Erhaltungsgradangabe St/s ist natürlich Schwachsinn. Das leuchtet jedem ein. Dass so eine Münze in der Erhaltung mit beidseitig neuen Stempeln hundertmal seltener und drei bis fünfmal teuerer ist, weiß ich. Das ist dann, was der Markt draus macht.

    Der 1930er ist "sge", also noch unterhalb von "schön". Bei dem ist ja die gesamte Randverzierung weg und nur grobe Details sind noch erkennbar.


    Der 1920er hingegen zeigt noch den Materialüberhand am äußeren Randstab. Der ist nach einer kurzen Zeit der Zirkulation meist weg. Mit bloßem Auge und in der Hand wirkt der 1920er wie ein s-ss, weil ja auch die Hahreszahl "verwischt" wirkt. Die Vergrüßerung zeigt, dass si elediglich schwach ausgeprägt ist.

    Der Vergleich mit einer stark abgenutzten, aber ehemals gut ausgeprägten Münze von 1930 bringt Unterschiede an den Tag. Achtet auf den Randstab, da sind bei dem 1930er Stück Kratzer drauf. Und die Verzierung um den Rand ist beim 1930er völlig abgenutzt.


    Aber was heißt "stark abgenutzt"? So schlecht ist der 1930er nicht (bis auf die heftigen Randdellen/Randschäden). Da gibt es noch viel mehr abgenutzte. Ich hatte da August 2020 mal billig etwas Junk-Silber auf Ebay gekauft, den 1930 habe ich behalten, weil der am dekorativsten / am besten erhalten war, der Rest ist an einen Freund zum Materialwert weg gegangen.


    Interessant sind die sehr ähnlichen Ansätze bei der Patina.


    Und die Unterschiede zum 1920er.

    Diese Münze ist nun wirklich schwer zu bewerten, deswegen lege ich mich hier nicht fest, was eine Wertschätzung oder was den Erhaltungsgrad angeht. Das würde ich gerne euch überlassen.


    Quarters und anderes US-Kleinsilber aus der Zeit ist extrem schwierig: Stempel wurden bis zur starken Abnutzung verwendet und auch der Prägedruck (SC1, Ziffer "0" des Jahres 1920) wurde an der absolut untersten Grenze gefahren (um Stempel und Maschinen zu schonen).
    Das Stück weist einen gut sichtbaren Materialüberhang am Rand auf (SC2).


    Wenn ich wissen will, wie eine Münze erhalten ist, schaue ich auf die höchsten Details. Fehlt es an Prägedruck, scheitert dieser Ansatz grandios.
    Was bleibt dann noch?


    Zum Beispiel so genannte "Bag marks", kleine Kerben vom Fallen der Stücke aufeinander bei Prägung, Transport, Umverpackung und Zirkulation. Bei einem "vz" findet man sehr viele kleine Bagmarks (siehe "Beispielbild 1", Ausschnitt einer alten Guldenmünze aus 945er Silber). Bei dem Quarter sind da deutlich weniger solche Kerben.


    Eine zweite Möglichkeit sind Vergleiche der Farbe und des Glanzes der Vertiefungen zwischen den Buchstaben und in den freien Feldern - es gibt da keinerlei Übergänge.


    Die dritte Möglichkeit ist dann der Randstab bei wirklich extremer Vergrößerung (USA-Quarter-1920-HK-AUS).


    Wie stellt man überhaupt fest, ob ein Stück schwach ausgeprägt ist? Man kann es hier ganz gut am Materialfluss sehen, der nämlich ist ins Stocken geraten: Buchstaben und Ziffern werden zum Rand hin höcher und fallen zur Mitte hin ab. Ganz extrem zu erkennen bei der Ziffer "0" des Datums.
    Flache Stellen (z.B. der Oberschenkel der Liberty) sind (das ist nur bei nicht abgenutzten Münzen erkennbar) zum Rand hin leicht höher, als zur Mitte hin. Vorsicht bei von innen und von außen gesehen bei zur Mitte hin einfallenden Buchstaben (Gussfälschungen oder durch schlechten Abdruck gefertigte Prägefälschungen). Bei Punkten passt auch auf (Gussperlen = Fälschung).


    Vom "Handgefühl" und dem ersten Blick her ist es ein "schön bis sehr schön". Dieser Eindruck täuscht hier aber gewaltig.


    "Geputzt", poliert (geglättet), berieben oder mit Säuren oder Ultraschall behandelt wurde sie zum Glück nicht. Über 90 % aller angebotenen Stücke dieses Jahrgangs sind derart malträtiert worden. Kein Kenner kauft solche Stücke.


    Gut ausgeprägt, in echtem prägefrisch und unverschandelt (MS 67) ist sie unbezahlbar, das kostet dann mehr, als den Gegenwert von 250 Gramm Gold. Wenn man denn eine solche mit originalbelasener Münzhaut (gleichmäßig sanft-matter Silberglanz oder beim Erstabschlag auch flackernde/ spiegelnde Felder und matte, erhabene Details) übergaupt findet.


    Vor ein paar Jahren wurde sie als Viertelunze in Gold in leicht modifiziertem und m.E. ziemlich geschmacklosem Stil (barbusig) geprägt. Im Original wirkt die Liberty deutlich wertiger / würdiger. Denn: schließlich steht sie ja für die Werte der Freiheit und nicht für Animation / Voyeurismus.


    Kürzlich in der "Bucht" habe ich dieses Original für einen, wie ich meine, "sehr schmalen Euro" gekauft.


    Ihr könnt ja mal auf Ebay oder auf der 2.Buchstaben-Plattform nach "Quarter 1920" suchen.

    Teil 1: Ja, das glaube ich auch.


    Teil 2: bis dann Preise stark anziehen, dauert es ab dann aber keine 3 Monate mehr.


    Kostenerhöhungen werden knallhart und schnellstmöglich weitergegeben. Verträge laufen immer kürzer oder es werden mit der Zeit zunehmend Preise an Indices gekoppelt. Das können auch Indices für Vorprodukte oder Energie sein. Und es wird nur produziert, was wirtschaftlich trägfähig ist.


    Denen, die das noch nicht registriert haben, geht sehr schnell das Geld für ihre Flausen aus.


    Schaut mal in die Türkei. Die kommen auch mit 50 % bis 100 % Teuerung klar.


    Und NEIN: da arbeitet Kein Arzt/Ingenieur/Facharbeiter für den Nominallohn von vor 6 oder 12 Monaten. Und es gibt auch keine Tarifverträge über 18 bis 24 Monate.


    Das gibt es nur noch in Deppenland. Die sind so blöd und lassen sich das noch gefallen. Aber das auch nicht mehr für lange.

    Wurstscheiben, Brötchen, Schnaps usw. Die Reststücke vom Räucherlachs bitte nicht vergessen, die sind wirklich lecker...


    Koala: ja, auch das ist durchaus alles möglich. Keine Frage.


    Aktuell suche ich schon seit einigen Wochen nach Nachrichten über neue Bankenschieflagen. Nach der First Republic Bank und der PacWest Bancorp habe ich nichts mehr vernommen. Das war Anfang Mai.


    Seitdem ist so einiges neue passiert, was Bankforderungen weiter ausfallen lässt. Gewerbeimmobilien, Wohnimmobilien deren Preisrückgänge, um nicht zu sagen: deren mittlerweile an völliger Illiquidität grenzende Nachfrage. Und das nicht nur in Deutschland.


    Immobilienaktien: Sturzflug. Immobiienfonds: keinerlei Wertanpassungen, böse, sehr böse. Wer da nicht noch schnell rauskommt, der kommt es garnicht mehr.


    Gold stabil. Silber stabil. Es ist viel zu ruhig, um überhaupt in Panik zu geraten.




    Sommerflaute oder der bestmögliche Punkt, an dem eine gestellte Falle zuschnappt und die Opfer mit größtmöglicher Wucht trifft?

    ....Wenn Gold, wie von vielen Analysten vorhergesagt, im nächsten Aufwärtszyklus auf 3.000 $ pro Unze ansteigt und das Verhältnis von Gold zu Silber wieder auf 40:1 zurückgeht, würde sich der Silberpreis auf 75 $ mehr als verdreifachen.


    Das könnte immer noch ein konservatives Preisziel für einen rasenden Silberbullenmarkt sein....


    Führt man sich vor Augen, dass Gold derzeit etwa so, wie 1971 bewertet ist, was die Erhöhung der Geldmengen und damit der Verschuldung betrifft, sind 3.000 $/Unze Gold doch sehr, sehr konservativ und noch eher unter dem inneren Wert. Noch konservativer sind allerdings die 75 $ beim Silber. Schaut man sich an, was 1980 in der Übertreibungsphase mit Gold passierte (Steigerung um das 20-fache in 9 Jahren) und rechnet man das mit Gold/Silber 1:20 hoch, dann sind wir bei 40.000 für Gold und 2.000 bei Silber. Dollars je Unze wohlgemerkt, keine Kilopreise..... Das ist dann nicht mehr konservativ, sondern ambitioniert. Weil: das sind dann natürlich Blasenpreise in einer Übertreibungsphase. Aber: alles ist bereits schon mal so passiert.

    Es geht sich drum, bei Feingold nicht vom Wolf gebissen zu werden. Dafür reicht das hier, bei Objekten von einer Unze und mehr, völlig aus. Die Deckel dienen als Libellen. Ein 30-kg-Magnet ist OK. Die Messungen sind immer nur relativ, nie absolut. Braucht man es nicht mehr, hebt man Glasscheibe, Magnet, Bierdeckel und Billig-Waage auf und die Flaschen kommen in den Getränkekasten.....


    Mir reicht es zu wissen, dass die Waage bei Gold (wird abgestoßen) ein positives Gewicht anzeigt und bei Wolfram auf der Scheibe ein negatives Gewicht.


    Die Rolle ist Distanzhalter, damit der Magnet die Elektronil der Waage nicht schrottet.


    Für unter einem Fuffi hat man seine Magnetwaage.....

    Ein weiterer, ebenfalls wieder einer der häufigsten der so genannten "Bodenseebrakteaten" hat seinen Weg zu mir gefunden. Ein so genannter "Sternenbrakteat", 0,49 g schwer, geprägt 1268-1300 (andere Angaben sprechen von 1250-1275) in Ravensburg, gleichfalls in hervorragender Qualität und dazu noch sehr dekorativ. Gekauft von einem Privatmann in der "vier-Buchstaben-Plattform". Dieser hatte ihn wiederum im Dezember 1982 bei Kricheldorf, Stuttgart auf der Auktion 36, Pos. 646 erworben. Billig war der nicht, aber dafür ist er ungereinigt, mit einer herrlichen Patina und perfekten Ausprägung und originalen Oberflächen. Da lässt sich auch grafisch sehr viel mit anstellen und nach 723 Jahren ist das Urheberrecht des Stempelschneiders an sienem Entwurf schon lange erloschen.


    Bevor ich diese Münze erworben habe, habe ich mir sehr viele Bilder im Internet angesehen und diese miteinander verglichen und auch Informationen zu Brakteatenfälschungen eingeholt. Und ja: dieser Typ wurde / wird sogar gefälscht. Mein Exemplar hat 12 Punkte im Torbogen über dem Stern. Bei einer bekannten Fälschung sind es nur 11. Echte Stücke mit 13 Punkten im Torbogen existieren ebenfalls (Hirsch, Auktion 379, Nr. 2003). Die paar von mir recherchierten Exemplare mit 13 Punkten im Torbogen wiegen gute 0,1 Gramm weniger (0,38g, 0,36 g), als meiner und sind daher eventuell später geprägt worden (Schlussfolgerung wegen leichteren Gewichtes).


    Weitere Varianten habe ich bislang nicht ausgemacht. Experten wissen hier sicherlich noch viel mehr. Mir ging es bei meinen Recherchen primär darum, rauszukriegen, ob der Stempel des zum Verkauf stehenden Stücks mit dem Urwerkzeug gefertigt wurde, mit dem auch Stempel anderer Original-Prägungen gefertigt wurden.


    Bei den häufigeren Typern gab es in der jüngeren Vergangenheit größere Funde mit zum Teil mehreren hundert solcher Münzen. Ein ganz klarer Hinweis darauf, dass sich einige Bürger bereits damals dem "Primat der Politik", genauer gesagt: der Willkür und der Tyrannei in Form der Verrufung der Münzen mit angeordnetem Zwangsumtausch, erfolgreich undf passiv und im Geheimen widersetzt haben. Wie viel es waren, die passiven Widerstand gegen Tyrannen und Vögte leisteten, das wissen wir nicht; wir wissen nur von denen, die zwar ihre Münzen zwar zurückgehalten hatten, aber warum auch immer nicht mehr als Altmetall verkauft haben. Vielleicht ging es ihnen so gut, dass sie es nicht nötig hatten und/oder sie starben ganz einfach, bevor sie ihr Vorhaben vollenden konnten. Was in der Zeit von 1300 bis vielleicht 1700 (und evtl. auch noch danach) gefunden und einfach eingeschmolzen wurde oder sonstwie wieder verloren ging, das wissen wir auch nicht. Und das, was auch heute noch unter Türschwellen oder in ausgehöhlten Balken oder in Tönkrügen in Kellern liegt - auch das ist unbekannt. Dass man oftmals selbst gegenüber Angehörigen geschwiegen hat, ist in Anbetracht der damals drakonischen Strafen nicht verwunderlich.

    1220 bis 1250 nach Christus ist schon etwas länger her, gewiss. Dennoch ist es interessant, was damals so geschah. Geprägt in Ulm. Zwei weitere Stempel-Varianten in Fast Stempelglanz gab es vor einiger Zeit beim Kuenker zu ersteigern, Auktion 335, Teil 1, Nrn. 3211 und Nr. 3212. Noch findet es, wer es finden möchte, mit diesen Angeben über Google. Sehr schöne, aussagefähige Fotos bei denen man genau die Unterscheide (rechter und linker Kreis der Krone und Zweig links neben dem bekrönten Haupt erkennen kann. Die Unterschiede sind derart, dass es wirklich mindestens drei verschiedene Urwerkzeuge zum Abdrücken der Stempel gegeben haben muß. Möglicher Weise sogar noch mehr. 0,45 Gramm zeigt meine Waage an; die beiden Kuenker-Exemplare wiegen 0,44g und 0,46 g. Das passt.
    Dieser Typ hier ist mit der häufigste der so genannten "Bodenseebrakteaten" und auch in hervorragender Qualität noch preiswert zu bekommen. Gekauft bei einem Händler in der "vier-Buchstaben-Plattform, auch "eBbay" genannt. Der gefiel mir am besten, wegen der Farbe/Patina und Oberflächen. Viel falsch habe ich da sicherlich nicht gemacht. Früher, zu DM-Zeiten kosteten schöne, häufige Brakteaten auch bereits um die 150 DM; nur dass man damals für das Geld auch eine goldene 20-Mark-Münze kaufen konnte. Bezahlt habe ich 152,50 Euro (Nr. 155554644468). Die Verkäuferfotos sind schöner, als meine und kommen der Sache näher.


    Doch was geschah damals eigentlich und warum ist es heute so interessant?


    Ursprünglich wurden Pfennige zu 240 Stück auf das Karolingische Pfund geschlagen, das ca. 406,4 Gramm wog. Mit der Zeit wurden die Münzen immer kleiner und dünner und auch der Silbergehalt fiel. Zwischen 1200 und 1300 waren von den ehemals ca. 1,69g, regional unterschiedlich, noch ein bis 0,2 Gramm über. Weil: auch die Anzahl der Prägestätten nahm immer weiter zu. Das und dass Münzen nun einseitig und aus dünnem Blich geprägt wurden war über solche Zeiträume weniger das Problem. Lange konnten so dünne Münzen ohznehin nicht zirkulieren und so gab es Gegenden, in denen die Münzen jährlich mit neuen Bildern versehen, die Münzen mit den alten Bildern außer Kurs gesetzt und zu einem von der Obrigkeit festgesetzten Umtauschkurs mit sehr hohen Verlusten in neues Geld umgetauscht werden mussten. Wer sich nicht dran hielt, wurde hart bnestraft. Dennoch wurden Münzen, teils auch große Mengen zurückgehalten und versteckt, um so die jährlichen Geldsteuern zu umgehen. Gleich acht aktuell oftmals diskutierte Themen werden hier gestreift:
    - Schwundgeld (nach Gesell)
    - Fiat Money
    - Vermögensabgaben / Vermögensbesteuerung
    - periodische Lastenausgleiche
    - Währungsschnitt / Währungsreform
    - Digitales Geld (das Zurückhalten alter Währung war damals noch sinnvoll, funktioniert bei digitalem Geld aber nicht mehr)
    - Warengeld (nach der Verrufung und bei Nicht-Umtausch wurde aus der Münze rechtlich "Altmetall", das nur noch den Silberwert in sich trug)


    Da die Münzen meist nur auf ein Herrschaftsgebiet beschränkt und an Markttagen benztzt werden konnte, fand der Umtausch meist an Markttagen statt. Das war nichts anderes, als eine Art Besteuerung der Geldbesitzer.

    Tuvalu 5 Unzen 2022, Rising Phoenix


    Lange genug habe ich drauf gewartet, dass so eine Münze einmal "richtig" verauktioniert wird und letzten Sonntag war es dann so weit. Erwartungsgemäß endete es deutlich billiger (keine 528 € oder 479,99 € wie die üblichen "Festpreipreisangebote"). Siehe auch Gebotsübersicht mit weiteren Angaben, wie Auktionsnummer und Anzahl der Beobachter. Heute ist sie nun angekommen.


    Eine zuvor geschaltete Anzeige, der die Idee zugrundelag sowas von Privat zu erwerben, blieb erfolglos.


    Anders, als bei den Planeten des Sonnensystems (von der Katastrophe mit der zum Verkauf animierten statt fotografierten 1/4-Unze James Bond ganz zu schweigen) stimmen hier auch die Qualität der offiziellen Vorschaubilder mir der erhaltenen Münze wirklich so weit überein, dass man Abweichungen, anders als bei den Planeten des Sonnensystems, nicht erkennt. Ehrlich gesagt: ich hatte nach der Enttäuschung mit der James-Bond-Münze zig Phoenix-Händlerangebote durchgesehen und nach nicht offiziellen Abbildungen gesucht, um das vorher abzuchecken. Das vorab. Ohne zu wissen, dass der Druck hier durchaus gelungen sein kann und die Farben stimmen, hätte ich es gelassen.


    Man kann sagen: bei dem Stück passt alles, was Druck und Farben angeht. Auf schwarzem Hintergrund fotografiert, kommen Farben noch besser raus, als bei weißem Hintergrund. Von Farbmünzen mit kleinem Druchmesser bin ich kuriert, das "in klein" und dann noch detailfein herzustellen gibt die Technik derzeit einfach nicht her. Bei der 5-Unzen-Münze mit einem Durchmesser von ca. 55,9 mm (maximaler Durchmesser) ist genügend Platz vorhanden. Auf den Fotos sind die Spuren des Druckers auf dem beprägten Metall und damit die maximal mögliche Feinheit der farblichen Darstellung ganz klar zu sehen. Sehr angenehm überascht das Hochrellief: nicht zu hoch und nicht zu flach. Der Phoenix kommt dadurch "in echt" auch sehr plastisch rüber.


    Verpackung, Etui, Beipackzettel (Nr. 161 v. 388) - alles sehr ansprechend. Lagern werde ich sie aber anders. Mittelfristig denke ich darüber nach, ob nicht etwa eine absolut trockene und sauerstoffarme Lagerung in Stickstoffatmosphäre sinnvoll ist, denn gedruckt wird oftmals mit Farben auf Acryl- oder Kunstharzbasis. Diese sind anfällig für Oxidation und Alterung durch UV-Licht. Bei vielen Farbmünzen der ersten Stunden, vor allem bei nachkolorierten Münzen, blättert meinen Internetrecherchen zufolge bereits alles weg.