Mit diese Meinung bist du nicht allein...
Eine Korrektur würde dringend benötigt um etwas Druck vom Kessel zu bekommen.
Wenn das Kartenhaus erst mal ins Rutschen kommt, ist es zu spät und der aus dem Anstieg aufgestaute Druck wird sich dann sehr schnell entladen. Dann wird die Panik das Ruder übernehmen und das kann eigentlich nur übel ausgehen...
Gruss agamura
Gefühlt gebe ich euch beiden völlig Recht.
Auch ich bin ständig hin und her gerissen.
Einerseits wäre, nimmt man die Erfahrungen der Vergangenheit, eine Korrektur überfällig, denn das das, was wir sehen eine geschickt gestellte BULLENFALLE ist, das spürt jeder, der lang dabei ist.
ABER:
dass nach der Lösung der Bindung zwischen Gold und Papiergeld auf jeden extremen Anstieg beim Gold ein extremer Einbruch folgte, das ist nur die eine Hälfte der Wahrheit. Und ganz genau betrachtet ist das die weniger wichtige Hälfte.
Das Allerwichtigste ist, dass nach jedem extremen Anstieg das Niveau, auf dem dieser Anstieg begann, nie wieder erreicht wurde. Egal, ob Anfang der Anfang der 80er oder um 2011 herum: keiner der beiden heftigen Abstürze erreichte jemals wider das etwa 10 Jahre davor liegende Ausgangsniveau!
Wer beim physischen zu früh aussteigt, kommt nie wieder zu dem Kurs rein, zu dem er ausgestiegen ist.
Was solche Leute tun, nachdem sie endlich ihren Fehler erkannt haben, weis jeder und jeder kann es hier und anderswo nachlesen: die Gier gewinnt oberhand, man kauft viel zu teuer, die Bullenfalle schnappt zu und man verkauft in Panik, dass es weiter runter geht mit bereits hohen Verlusten. Hin & her - Taschen leer!
Die Alternative dazu: ein hoch bewertetes Metall verkaufen und im Gegenzug ein niedrig bewertetes Metall kaufen. Das allerdings lohnt nur bei extremen und völlig ungerechtfertigten Bewertungen.
Und die sehe ich beim Gold derzeit nicht. Ganz im Gegenteil.
In Anbetracht dessen, dass man derzeit extrem inflationiert, ist Gold noch viel zu billig.
Gold kann weder gedruckt noch beliebig vermehrt werden.
Gold bringt auch keine (Negativ-)Zinsen. Eine Unze bleibt eine Unze.
Man kann zwar Gold und Bargeld verbieten. Jedoch: bei Gold würde sich ein Schwarzmarkt bilden, während Bargeld bei einem Verbot keinerlei Kaufkraft mehr hätte............
Und Gold hat in echten Krisen immer noch am ehesten Wert und Akzeptanz.
Bei Edelsteinen oder Industriemetallen (Platin, Palladium usw.) ist dies in viel geringerem Maß oder fast gar nicht der Fall. Das muss man bei Vergleichen immer beachten.
Und wenn es wirklich drauf ankommt und die Fiat-Währungen implodieren, haben Banknoten einen geringeren Nutzen als Küchen- oder Toilettenpapier, da man sie dann nur noch als Makulatur, als Altpapier, zum Heizen oder im Notfall als Ersatz für mangelndes Toilettenpapier verwenden kann. Letzteres bitte nicht in Königreichen tun.....
Und wenn Leute sagen, jeder sei long......
Long in was? In echter Ware oder Verträgen?
Sorry: wo ein Käufer, da ein Verkäufer.
Die Metallmenge erhöht oder vermindert sich durch Handelsaktivitäten nicht.
Seit 2011 wurden fast alle "schwachen Hände" brutalst aus dem Gold herausgeprügelt.
Die kommen, wenn überhaupt, erst dann wieder rein, wenn die Kurse da sind, wo sich das hier noch keiner vorstellen kann.....
dazu ist das noch alles viel zu frisch. Noch lecken sie ihre Wunden, die sich selbst geschlagen haben.
Was jetzt mitmischt, ist überwiegend aus ganz anderem Holz geschnitzt.....
Auch das ändert sich, aber bitte sehr nicht in 6 Monaten....